DE720304C - Ausblaserohrsicherung - Google Patents

Ausblaserohrsicherung

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Publication number
DE720304C
DE720304C DES134072D DES0134072D DE720304C DE 720304 C DE720304 C DE 720304C DE S134072 D DES134072 D DE S134072D DE S0134072 D DES0134072 D DE S0134072D DE 720304 C DE720304 C DE 720304C
Authority
DE
Germany
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fuse
blow
fusible conductor
out pipe
tube
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Expired
Application number
DES134072D
Other languages
English (en)
Inventor
John K Hodnette
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE720304C publication Critical patent/DE720304C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/38Means for extinguishing or suppressing arc
    • H01H85/42Means for extinguishing or suppressing arc using an arc-extinguishing gas

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  • Fuses (AREA)

Description

  • Ausblaserohrsicherung Die Erfindung bezieht sich auf eine Ausblaserohrsicherung mit einem den Schmelzleiter umgebenden Einsatzrohr, das unter Innehaltung eines Zwischenraumes etwa konzentrisch von dem unten offenen Ausblaserohr umgeben wird.
  • Erfindungsgemäß ist die Sicherung unter Öl angeordnet, und das Ausblaserohr besitzt an seinem oberen Ende eine Öffnung, die ein Hindurchströmen des Öls durch das Einsatzrohr in senkrechter Richtung gestattet. Der Durchmesser des Schmelzleiters und der Innendurchmesser des Einsatzrohres und damit die Stärke der Ölschicht zwischen Rohr und Abschmelzdraht sind dabei derart bemessen, daß eine den jeweiligen Betriebsverhältnissen angepaßte Abschmelzcharakteristik der Sicherung erreicht ist. Durch das den Schmelzdraht umgebende Rohr werden genau geregelte Abkühlungsverhältnisse für das zwischen Rohr und Schmelzleiter befindliche Öl geschaffen, die bewirken, daß der Schmelzleiter bei ein und demselben Verlauf des Überstromes stets nach einer ganz bestimmten Zeit auch anspricht. Die Abschmelzcharakteristik des Schmelzleiters kann ferner durch Veränderung des Innendurchmessers des umgebenden Rohres und des Drahtdurchmessers des Schmelzleiters in weiten Grenzen beeinflußt werden, so daß man durch Veränderung dieser beiden Größen die Temperaturanstiegskurve und damit die Einstellung des Auslösestromes in weiten Grenzen mit Sicherheit einstellen kann. Die Schmelzsicherung nach der Erfindung hat also den Vorteil, daß sie eine genau definierte Erwärmungscharakteristik besitzt, die eine sehr empfindliche Einstellung des Auslösestromes gestattet. Letzteres ist insbesondere zur Erzielung einer selektiven Abschaltung mit Rücksicht auf die üblichen Sicherungseinrichtungen von Bedeutung.
  • An sich ist bereits eine Ausblaserohrsicherutig bekannt, bei der der Sicherungsdraht von einem oben und unten offenen Rohr umgeben ist. Diese Ausblaserohrsicherung befindet sich aber nicht unter öl, sondern in Luft, so daß das den Sicherungsdraht umgebende Rohr nicht die für die Erfindung maligebende Funktion übernehmen kann. I:s ist ferner bereits eine Schmelzsicherung für in ein flüssiges Dielektrikum eingebaute Apparate bekannt, bei der der Schmelzleiter unterhalb des Spiegels des Dielektrikums angeordnet ist und von diesem umspült wird. Dabei handelt es sich aber nicht uni eine Schmelzsicherung im Sinne der Erfindung, d.li. um eine Sicherung, bei der lediglich dadurch, daß der Schmelzleiter verdampft, die zur Löschung erforderliche Trennstrecke geschaffen wird. Die bekannte Anordnung stellt vielmehr einen Vberstroniselbstschalter mit unter Federzug stehenden Kontakten dar, der durch Lötung der Kontakte in seiner Einschaltstellung gehalten wird. Beim Überstrom schmelzen die Lötstellen, und die zur Löschung des Stromes bzw. der Funkenstrecke erforderliche Trennstrecke wird durch die Entfernung der Kontakte mit Hilfe des Federzuges geschaffen, während bei der Erfindung diese Trendstrecke durch Verdampfung des Schmelzleiters herbeigeführt wird.
  • Einzelheiten der Erfindung sind aus den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen zu ersehen.
  • Fig. i -neigt schematisch die Anordnung der Schmelzsicherung in einem Transformator. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch diesen Transformator, aus deni zu ersehen ist, wie man konstruktiv die Schmelzsicherung im Innern des Kessels unterbringen kann.
  • Fig. 3 ist ein Schnitt durch die erfindungsgemäße Schmelzsicherung selbst.
  • Die Fig. d. bis 6 stellen charakteristische Kurven dar, die für die Bemessung der Schmelzsicherung von Wichtigkeit sind.
  • In Fig. 1 ist io ein Transformator finit der Primärwicklung i i und der Sekundärwicklung 12. Zwischen die Endklemmen der Priniärwicklung und das geerdete Gehäuse sind Überspannungsfunkenstrecken 13 geschaltet, die den Transformator vor Überspannungen schützen sollen, welche ihren Ursprung in (lein angeschlossenen Netz haben. An die Sekundärwicklung sind Überstromschalter i-. angeschlossen, welche den Transformator vor Überlastungen und Kurzschlüssen im Niederspannungskreis schützen. In Reihe mit der Primärwicklung t i ist an deren Enden je eine Schmelzsicherung i; gemäß der Erfindung vorgesehen. Diese Schmelzsicherungen haben insbesondere die Aufgabe, den Transformator bei Wicklungsfehlern oder Klemmenkurzschlüssen abzuschalten. Wie in Fig. i wiedergegeben, werden diese Schmelzsicherungen zwischen die Wicklung und die Überspannungsableiter 13 geschaltet: man kann, wenn es nötig ist, der-' artige: Schmelzsicherungen auch in dem Sekundärkreis vorsehen.
  • Wie die erfindungsgemäße Schmelzsicherung konstruktiv im Transformator angeordnet wird, hängt von den jeweiligen Verhältnissen und der Bauart des Transformators ab. So ist beispielsweise in Fig. a die Schmelzsicherung 15 an der Kleininleiste 16 hängend angeordnet, und zwar so, (laß sie in die Isolierflüssigkeit 9 eintaucht.
  • Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schmelzsicherung selbst -zeigt Fig. 3. Sie besteht zunächst aus einem rohrförmigen Gehäuse 1;, «-elches beispielsweise aus Vulkanfiber, Idartpapier oder einem ähnlichen Material hergestellt sein kann, das die Berührung finit der Isolierflüssigkeit verträgt. Das öbere Ende des Gehäuses 17 enthält ein Innengewinde und nimmt (las ebenfalls mit einem Gewinde versehene Ende des Verschlußstopfens 18 auf, der vorteilhaft aus Metall, z. B. aus Kupfer, liergcstellt ist. Oben besitzt der Verschlußstopfen 18 einen mit Gewinde versehenen Fortsatz ig, der durch Schraubenmuttern in der Kletnnileiste 16 befestigt werden kann und gleichzeitig auch zum Anschluß der Leitung dient.
  • In dein Gehäuse 17 ist der Schmelzleiter 22 angeordnet. Das Material des Schmelzleiters muß je nach den vorliegenden Verhältnissen hinsichtlich seiner Schmelztemperatur und seiner Wärmekapazität gewählt -%t-erden. Auch darf dieses Material nicht durch die Isolierflüssigkeit angegriffen werden, und es muß außerdem genügend mechanische Festigkeit besitzen. Im Handei ist ein Material unter dem Namen Everdur erhältlich, das sich für die Verwendung als Schmelzleiter im vorliegenden Fall als besonders vorteilhaft herausgestellt hat. Es kommen aber auch andere Materialien, wie z. B. Kupfer, Aluminium und gewisse Metallegierungen in Betracht.
  • Der Schmelzleiter .22 ist in dein Verschlußstopfen 18 befestigt. In dein Ausführungsbeispiel nach Fig.3 ist zu diesem Zweck in dem Verschlußstopfen eine vertikale Öffnung 23 vorgesehen, durch welche der Schmelzleiter hindurchgestreckt ist, so daß er in die horizontale Öffnung :2d. hineinragt, wo er beispielsweise durch Lötung befestigt ist. Die Üffnungen 23 und 2.I sind so ausgestaltet, daß sie eine Zirkulation. des Dielektrikums gestatten.
  • Der Leiter 22 ist von einem Einsatzrohr 25 umgeben. Der, innere Durchmesser dieses Rohres ist etwas .größer als der äußere Durchmesser des Schmelzleiters. Dieses Rohr kann ebenfalls aus irgendeinem Isoliermaterial bestehen, welches ölfest ist.
  • Das untere Ende des SchmelzIelters ist an das sekundäre Wic1clungsende 26 des Transforinators angeschlossen, wobei- zur Verbindung im vorliegenden Fall eine Löthülse 27 benutzt ist. Durch einen Stift 2ä ist diese Löthülse an dem -Gehäuse 17 befestigt.
  • In Fig..I ist die zeitliche Erwärmungskurve für den Schmelzleiter dargestellt. Fig. 5 gibt den unteren Teil. dieser Kurve noch einmal in vergrößertem Maßstab wieder. Der horizontale Teil der Kurve liegt im Bereich des Verdampfungs-bzw. Zersetzungspunktes des umgebenden Dielektriküms. Sobald der Verdampfungspunkt erreicht- eist,;' steigt die Temperatur des Schmelzleiters eine Zeitlang nicht weiter, da die entwickelte Wärme dazu benötigt wird, um das Dielektrikum aus dem flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand zu verwandeln.
  • Bei der Auswahl der geeigneten Größe des Schmelzleiters für einen bestimmten Apparat, beispielsweise für einen bestimmten Transformator, muß auf die Eigenschaften der übrigen Schmelzsicherungen und Überstromschalter Rücksicht genommen werden. Zu diesem Zweck kann man für verschiedene Schmelzleiterabmessungen die Kennlinien aufzeichnen. Außerdem kennt man die Leistung des Transformators, für welchen die Schutzeinrichtung benutzt werden soll. Danach kann man die Überstromschalter und Schmelzsicherungen auswählen, welche den Transformator gegen Überlastung schützen soll. Schließlich ist auch die Charakteristik des Netzes, an die der zu schützende Apparat bzw. Transformator angeschlossen werden soll, bekannt.
  • In Fig. 6 sind als Beispiel Kurven für die einzelnen Schutzeinrichtungen angegeben, und zwar gelten die Kurve A für den Überstromschalter, die Kurven B und C für die Schmelzsicherungen in den Netzzuleitungen, wobei das Übersetzungsverhältnis zwischen Primärstrom und Sekundärstrom berücksichtigt ist. Mit Rücksicht auf diese Kurven sind das Material und die Abmessungen des Schmelzleiters in der erfindungsgemäßen Schmelzsicherung so gewählt, daß sich hierfür die Kurve D ergibt. Diese Kurve liegt zwischen der Kurve des Überstromschalters und den Kurven der Schmelzsicherungen in den Netzzuleitungen. Die Auslösezeit der erfindungsgemäßen Schmelzsicherung liegt auf diese Weise zwisehen der Auslösezeit des Überstromschalters auf der Niederspannungsseite und der Auslösezeit der Schmelzsicherungen auf der Hochspannungsseite. Bei der Bemessung muß darauf Rücksicht genommen werden, däß -noch eine hinreichende Selektivität des #,nsprechens der einzelnen Schutzeinrichtungen vorhanden ist.
  • Bei der in Fig., 3 -dargestellten -Konstruktion- der erfindungsgemäßen Schmelzsicherung hat das Rohr 25 die Aufgabe, eindeutige@Verhältnisse zu schaffen, wenn die Isolierflüssigkeit unter der Einwirkung eines Überstromes zu sieden oder sich zu zersetzen beginnt. In diesem Fall tritt nämlich in der Röhre 17 eine heftige Wirbelung auf, die eine erhebliche Abkühlung des Leiters 22 zur Folge haben würde.- Außerdem kann durch entsprechende Abstimmung zwischen der Größe der Röhre 25 und dem Drahtdurchmesser die in Fig. 6 wiedergegebene Kennlinie stark beeinflüßt werden. Die Abmessungen der Röhre -25 in bezug auf den Schmelzleiter werden am besten durch einen Versuch festgestellt. So haben sich z. B. gute Resultate ergeben bei Verwendung einer .Röhre mit einem Innendurchmesser von 1 inin bei einem Schmelzleiterdurchmesser von 0,25 min. Selbstverständlich ist dies nur als ein ganz spezielles Zahlenbeispiel für einen bestimmten Fall aufzufassen, während sich bei andersartigenVoraussetzungen ganz andere Verhältnisse ergeben.
  • Wenn der Schmelzleiter 22 von einem Überstrom durchflossen wird, so steigt die Temperatur schnell an, bis die Isolierflüssigkeit ihren Siedepunkt erreicht. Dann setzt eine Zirkulation der Isolierflüssigkeit durch die Röhre 25 ein, die eine bestimmte Kühlung des Schmelzleiters hervorruft. Die Isolierflüssigkeit strömt dabei von unten nach oben durch das Rohr 25, aus dem sie durch die Öffnungen 23 und 24 wieder austritt.. Wenn jetzt der Schmelzleiter 22 seine Schmelztemperatur erreicht, welche bei dein erwähnten Material Everdur bei etwa 105o° liegt, so bildet sich zwischen= den abgeschmolzenen Enden ein Lichtbogen aus. Die dabei erzeugten Gase wirken auf die Hülse 27 und schleudern diese aus dem Gehäuse 17 heraus, wodurch der Lichtbogen stark verlängert und wirksam gelöscht wird. Die Durchwirbelung der Isolierflüssigkeit in dem unteren Ende der Schutzeinrichtung durch die entstehenden Gase oder Dämpfe unterstützt ebenfalls die Löschung des Lichtbogens. Die Trennung der beiden übrigbleibenden Schmelzleiterteile verhütet das Wiederzünden des Lichtbogens. Wesentlich für den Eintritt der beschriebenen Wirkung ist es, daß die Schirielztemperatur@des Schmelzleiters höher liegt als die Siedetemperatur der Isolierflüssigkeit. Dies ist bei dem Material Evendur ohne weiteres erfüllt.
  • Wenn bei Überströmen die Isolierflüssigkeit in der Umgebung des Schmelzleiters zum Sieden kommt, ohne daß dieser selbst durchschmilzt, so geht die Temperatur wieder auf ihren normalen Wert zurück, und es stellen sich wieder normale Verhältnisse ein. Das in dem Gehäuse 17 angesammelte Gas kann dann durch die Öffnungen 23 und 24 entweichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ausblaserohrsicherung mit einem den Schmelzleiter umgebenden Einsatzrohr, das unter Innehaltung eines Zwischenraunies etwa konzentrisch von dem unten offenen Ausblaserohr umgeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherung unter Öl angeordnet ist und das Ausblaserohr am oberen Ende eine Öffnung besitzt, die ein Hindurchströmen des Öls durch das Einsatzrohr in senkrechter Richtung gestattet, ferner daß der Durchmesser des Schmelzleiters und der Innendurchmesser des Einsatzrohres und damit die Stärke der Ölschicht zwischen Rohr und Abschmelzdraht derart bemessen sind, daß eine den jeweiligen Betriebsverhältnissen angepaßte Abschmelzcharakteristik der Sicherung erreicht ist.
DES134072D 1937-10-02 1938-09-30 Ausblaserohrsicherung Expired DE720304C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US720304XA 1937-10-02 1937-10-02

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DE720304C true DE720304C (de) 1942-05-01

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ID=22105126

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DES134072D Expired DE720304C (de) 1937-10-02 1938-09-30 Ausblaserohrsicherung

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