DE7204209U - Mischeinrichtung - Google Patents
MischeinrichtungInfo
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Description
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Beschreibung
zum Gebirauohemustergesuoh
zum Gebirauohemustergesuoh
Die Neuerung betrifft eine Mischeinriehtung mit mindestens
einem Einbauelement für fluide Medien, welche die ;
Mischeinrichtung im Gleichstrom durchsetzen.
Unter fluiden Medien sollen Flüssigkeiten, Gase bzw. Gasgemische, niedrig- oder hoohviskose Medien sowie fließfähige
Festkörperteilchen verstanden werden. Die Einrichtung
kann z.B. VOn1Im Gleichstrom laufenden zwei oder mehr Flüssig'*
keiten, von Gasen bzw. Gasgemischen, von einer Flüssigkeit und einem Gas oder einer Flüssigkeit und einem pulverisierten Feststoff
durchsetzt werden.
Einige Anwendungsbeispiele für Probleme>
die in einer solchen Mischeinrichtung durchgeführt werden können, sind folgende ι
a) Für die Mischung von zwei Flüssigkeiten Neutralisation einer Säure, z.B. einer Abfallsäure aus
j der Firma Gebrüder Sulzer Aktiengesellschaft,Winterthur/Schweiz -
betreffend:
"Mischeinrichtung·
"Mischeinrichtung·
Beizbädern mit Hilfe einer Lauge. Die Lamellen können beispielsweise aus Kunststoff bestehen.
b) Für die Mischung eines Gases mit einer Flüssigkeit Hydrierungsprozeß oder auch Chlorierung von Wasser.
c) Für die Mischung von zwei Gasen
Sauerstoff und Ammoniak zur Herstellung von Salpetersäure .
d) Für katalytische Reaktionen
z.B. Ammoniak-Synthese.
z.B. Ammoniak-Synthese.
e) Für die Mischung von hochviskosen Medien z.B. für Kunststoffe oder teigartige Medien.
Die Neuerung hat sich eine Mischeinrichtung zur Aufgabe gemacht, die eine einfach herstellbare Gestaltung des bzw. der
Einbauelemente ermöglicht, und durch die eine äußerst wirksame Vermischung von fluiden Medien erzielt werden kann. Außerdem
ist es das Ziel der Neuerung, aufgrund der Herstellung des bzw., der Einbauelemente aus einfachen Bauteilen zu erreichen, daß
die Einbauelemente ohne weiteres jedem spezifischen Misehproblem
angepaßt werden können, beispielsweise hinsichtlich des Durchmessers bzw. der Länge der Mischeinrichtung.
Die Neuerung besteht darin, daß das Einbauelement aus
einander sich berührenden, Strömungskanäle bildenden Lagen besteht, wobei die Längsachsen der Strömungskanäle innerhalb
einer jeden Lage mindestens gruppenweise im wesentlichen parallel zueinander verlaufen und die Längsachsen der Strömungskänlle von
benachbarten Lagen gegeneinander geneigt sind und die Strömungekanäle von jeweils mindestens zwei benachbarten Lagen mindestens
teilweise
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gegeneinander geöffnet sind. Zur Erzielung einer weitgehend gleichmäßigen Vermischung über den genannten Querschnitt der
Mischeinrichtung,können vorteilhaft mindestens zwei Einbauelemente
in der Einrichtung angeordnet sein, wobei die Lagen benachbarter Einbauelemente gegeneinander um einen Winkel,
vorteilhaft um 9o°, um die Längsachse der Mischeinrichtung verschwenkt sind. In den neuerungsgemäß ausgebildeten Einbauelementen
erfolgt die Mischung der fluiden Medien einerseits aufgrund einer Zwangsführung der Medien in den Strömungskanälen
der Lagen. Da die Strömungskanäle benachbarter Lagen mindestens teilweise gegeneinander geöffnet sind, entstehen an den gegenseitigen
Berührungsflächen der Kanalströmungen andererseits Scherkräfte, die ein Abscheren von Grenzschichten der fluiden
:| Medien, insbesondere, wenn es sich hierbei um hochviskose Flüssigkeiten
handelt, bewirken, bzw. es entsteht Turbulenz an den
< Berührungsflächen, so daß die Verteilung der Medien über den
Querschnitt der Einbauelemente noch weiter verbessert und damit eine ausgezeichnete Mischung erzielt werden kann.
Eine vorteilhafte Ausführungsform eines Einbauelemantes
besteht darin, daß die Lagen des Einbauelementes aui geriffelten Lamellen bestehen, welche sich gegenseitig berühren, und daß
die Riffelungen von aufeinander folgenden und mindestens die
Riffelung einer von aufeinander folgenden geriffelten Lamellen im Winkel zur Längsachse der Mischeinrichtung - in Strömungsrichtung der fluiden Medien gesehen - liegtet.
Eine andere ebenfalls vorteilhafte Ausführungsform der Neuerung kann darin bestehen? die einzelnen Lagen eines Einbauelementes
aus ebenen Flächenelementen gebildet sind, mit welchen unter einem Winkel geneigte flächenartige Leitelemente
verbunden sind, so daß die einseinen Strömungskanäle einerseits von den ebenen Flächenelementen und andererseits von je zwei
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parallelen benachbarten Leitelementen begrenzt sind* Beispielsweise
Könnten die Leitelemente auf einer Lageffischgratartig verlaufen.
Schließlich kann auch jede Lage eines Einbauelementes aus einer Rohrtafel gebildet sein, wobei sich die die Strömung«-
kanäle bildenden Rohre in Längsrichtung berühren und die Rohre
von jeweils mindestens zwei benachbarten Rohrtafeln durch öffnungen
miteinander in Verbindung stfcben.
Neuerungsgemäß ausgeführte Einbauelemente können vorteilhaft
in Mischeinrichtungen, z.B. in Rohren oder Gefäßen, von
einem relativ großen Durchmesser von z.B. mehr als 5o mm, angewendet werden, da auch in derartigen Einrichtungen durch die
guten Quervermischungen Ungleichheiten rasch ausgeglichen werden.
Gegebenenfalls kann eine neuerungsgemäße Mischeinrichtung
dazu verwendet werden, zusätzlich zu einer raschen, gleichmäßigen Mischung der die Einrichtung im Gleichstrom durchsetzenden
fluiden Medien, während der Mischung auch eine ehemische Reaktion der miteinander in Kontakt gebrachten fluiden Medien
herbeizuführen. Zu diesem Zweck ist es möglich, so weit erforderlich
die die Strömungskanäle bildenden Lagen entweder selbst aus einem Katalysatormaterial herzustellen, bzw. auf
die Lagen, die vorzugsweise aus einem undurchbrochenen Material, z.B. aus Blech bestfeen, oder gegebenenfalls auch aus einem Metallgewebe
oder -gewirk bestehen können, ein Katalysatormaterial aufzubringen.
Weitere Merkmale der Neuerung ergeben sich anhand von in der Zeichnung dargestellten und im folgenden erläuterten
Ausführungsformen der Neuerung:
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•in« Mischeinrichtung mit swei übereinander,
gegenüber um ainan Winkel von 9o° versetzt
euigaordnetan, aua geriffelten Lamellen
gebildeten Sinbauelementen, während länge der Schnittlinien A-B und C-D gelegte Querschnitt·
der Mischeinrichtung in den Figuren la und Ib dargestellt sind.
die einzelnen Lamellen eines Einbauelementea.
den Einsatz einer Mischeinrichtung in einem Kneter dargestellt.
Fig. 4 und 5 zeigen Variante Ausführungsfernten von
Einbauelementen.
In Fig« 6 wind 7 ist schematisch jeweils ein mehrere Einbauelemente
aufweisender Abschnitt einer Mischeinrichtung dargestellt, wobei die einzelnen Einbauelemente beispielsweise
gemäß Fig. 2, 4 oder 5 ausgebildet sein können.
Fig. 8a und 8b zeigen in sehematischer Darstellungsweise
in einem Querschnitt Aueführungsformen eines
Einbauelementee gemäß Fig. 2, wobei die Lagen der Einbauelemente als Lamellen
mit unterschiedlicher Riffelung, z.B. verschiedener Riffelhöhe oder verschiedenen
Neigungswinkeln ausgeführt sind.
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01· in Fig, 1 geneigte Mischeinrichtung weist «in
kxreissylindrisches Rohr 1 auf. Selbstverständlich kann der
Querschnitt auch «ine andere Formgebung haben, s.B. quadratisch.
Die Einrichtung selbsft kan so*6hl senkrecht als auch
waagerecht im Raum angeordnet sein.
Das Rohr 1 weist einen unteren Flaneoh 2 für die Verbindung
mit der Zuführungsleitung eines fluiden Mediums a und einen oberen Flansch 3 für die Verbindung mit der AbfUhrungsleitung
des Gemisches bzw, der chemischen Verbindung c auf, wobei c aus der Komponente a und einem durch ein in die Mischeinrichtung
eingeführten Rohr 4 zugeführten fluiden Medium b
gebildet ist.
In der Einrichtung 1 sind zwei Einbauelemente 5a und 5b übereinander angeordnet, die gegeneinander um einen Winkel von
9o° versetzt sind (vgl. Fig. la und Ib).
Die Lamellen 6 in der Fig. 2 sind in der Reihenfolge dargestellt, wie sie anschließend aufeinander gelegt und zu
einem Einbauelement vereinigt und sodann in die Mischeinrichtung 1 eingeschoben werden. Aus der Zeichnung wird die unterschiedliche
Lamellengröße der einzelnen Teile ersichtlich, die von den beiden Außenseiten her zur Mitte zunimmt derart, daß
die Lamellen beim Zusammenfügen einen zylindrischen Körper ergeben. Die Lamellen, von denen nur ?&er genau und die übrigen
schematisch wiedergegebenen sind, bestehen aus Blech und sind in Abständen zur Herbeiführung einer verbesserten Durchmischung
der fluiden Medien im Einbauelement gelocht. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, verlaufen die Riffelungen der benachbarten Lamellen
derart, daß sich die Richtungen der Riffelungen von je zwei benachbarten Lamellen schneiden. Durch die Punktierung in
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Fig· 1 wird schematisch die Verteilung des Mediums b in dem Medium a in der Mischeinrichtung dargestellt. Bei sehr großem
Durchmesser der Mischeinrichtung kann es zweckmäßig sein, jedes Einbauelement aus mehreren Teilkörpern herzustellen.
Die Einbauelemente sind dem inneren Querschnitt der Mischeinrichtung angepaßt. Dadurch, daß jeweils zwei benachbarte
Einbauelemente Gegeneinander versetzt, zweckmäßig um einen Winkel von 9o°, angeordnet sind, findet eine ausgezeichnete
Verteilung und hierdurch Vermischung der beiden l'luiden Medien, welche die Einrichtung im Gleichstrom durchsetzen, statt.
Erfolgt bei gewissen Mischprozessen gleichzeitig auch eine chemische Reaktion, so werden ebenfalls durch die seitliche Vermischung
Ungleichheiten, die durch Maldistribution oder einen ungleichmäßigen Reaktionsverlauf entstehen können, sofort ausgeglichen.
Fig. 3 zeigt einen sogenannten Kneter, auch Extruder genannt,
der ein Rohr Io aufweist mit einem Einlaufrichter loa
zur Aufgabe einer beispielsweise schon vorgewärmten, knetbaren Masse, z.B. einer Kunststoffmasse. Im Rohr Io, welches im Ausführungsbeispiel
von einem Mantelrohr 11 umgeben ist, durch welches während des Betriebes ein Heizmittel, z.B. Dampf, geleitet
wird, ist eine Förderschnecke 12 und zur Homogenisierung des eingeleiteten Gemisches eine aus vier Einbauelementen 13a, 13b,
13c, 13d bestehende Mischeinrichtung angeordnet. Die Einbauelemente
sind analog zu Fig. 2 ausgebildet.
Das Einbauelement 13d ist mittels Haltevorrichtungen 14
im Rohr Io fixiert. Die in dem Kneter homogenisierte Masse wird durch einen Anschlußstutzen 15 aus der Vorrichtung herausgeführt.
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Eine neuerungsgentäfBe Mischeinrichtung "hat ,außerdem
gleichzeitig noch den Effekt, daß bei®chemischen Reaktionen
der Wärmetibergang von den f luiden Medien durch die Außenwand der Einrichtung wesentlich verbessert werden kann.
Das in Fig. 4 perspektivisch dargestellte Einbauelement stellt eine abgewandelte Ausführungsform gegenüber Fig. 2
dar. Bei diesem Einbauelement sind die einzelnen Lagen aus ebenen Flächenelementen 2o gebildet und bestehen beispielsweise
aus Blech. Mit beiden Oberflächen der Elemente 2o sind unter einem Winkel, vorzugsweise von 9o°, zur Ebene der Elemente
abstandsweise Leitelemente 21, z.B. Blechstreifen, verbunden, z.B. durch Schweißung oder Lotung. Benachbarte Lagen
des Einbauelementes sind - wie aus der Zeichnung ersichtlich derart angeordnet, daß sich die Leitelemente gegenseitig an
Kreuzungsstellen beruften, so daß die gleiche Verteilwirkung bei der Durchführung eines Mischprozesses wie bei dem in Fig. 2 dargestellten
Einbauelement entsteht.
Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform eines Einbauelementes, bei welchem jede Lage 22 aus einer Rohrtafel 23 gebildet ist,
wobei die Rohre 24 sich in Längsrichtung berühren und gegen die Längsachse der Lagen um einen Winkel geneigt sind,und öffnungen
25 aufweisen. Analog zu Fig. 2 und 4, bei welchen sididie geriffelten
Lamellen bzw. die Leitelemente von benachbarten Lagen gegenseitig an den Kreuzungsstellen berühren, schließen im
vorliegenden Ausführungsbeispiel die Rohrachsen vonbenachbarten
Lagen einen Winkel miteinander ein, und die die Strömungskanäle bildenden Rohre stehen durch die öffnungen 25 miteinander in Verbindung
.
vorteilhaft werden in einer Mischeinrichtung mit Einbauelementen
gemäß Fig. 4 und 5 ebenfalls mindestens zwei Einbau-
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- wie es in Fig. l dargestellt ist - angeordnet,
wobei die Lagen benachbarter Einbauelemente gegeneinander um einen Winkel, vorteilhaft um 9o°, um die Längeachse der
Mischeinrichtung versetzt angeordnet sind.
Die Riffelhöhe bzw. -breite der Lamellen (vgl. Fig. 2)
oder der Querschnitt der rechteckigen Strömungskanäle (vgl. Fig. 4) oder der Rohrdurchmesser der Strömungskanäle (vgl.
Fig. S) können entsprechend den jeweiligen Erfordernissen einer Mischaufgabe angepaßt werden. Sollen beispielsweise
zwei niedrigviskose Flüssigkeiten mit einer Zähigkeit von z.B. 1 - 5 oPoiae ineinander dispergiert werden, so wird dies
vorteilhaft in Einbauelementen mit Strömungskanälen von relativ
kleinen Querschnitten durchgeführt, so daß die auftretenden Scherkräfte für die Verteilung der fluiden Medien genügen,
aber nicht so groß sind, daß stabile Emulsionen entstehen*
Ist die Aufgabe gestellt, Gase miteinander zu mischen, beispielsweise Warm- und Kaltluft in der Klimateehnik, so sollen
die Druckabfälle in den Mischeinrichtungen klein gehalten werden, um die erforderliohenVentilator- bzw. Kompressorleistung
möglichst zu reduzieren. Da Gasmischverfahren meistens keine Probleme im Ausmaß von Plüsaigkeitsmiachverfahren aufweisen,
ist es dann möglich, Einbauelemente mit Strömungskanälen mit relativ großen Querschnitten zu verwenden* Außer der Verteilung
der Gase innerhalb der Einbauelemente aufgrund einer Zwangsführung
in den Strömungskanälen wird die Mischwirkung dann weiter aufgrund der an den Kreuzungsetellen der Strömungekanäle benachbarter
Lagen auftretenden Turbulenz verbessert.
Besondere Probleme stellen sieh bei Mischverfahren für
Flüssigkeiten stark verschiedener Viskositäten. Als Beispiel
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- Io -
sei etwa das Mischen von Wasser mit einer Zähigkeit von
1 cPoise mit einem Strom von Methylzellulose von Io cPoise
erwähnt. Bei großen Wasserkonzentrationen von beispielsweise 2o% besteht die Tendenz, daß das Wasser einen eigenen Strömungskanal
bildet und im wesentlichen unvermischt durch die auf das Einbauelement aufgegebene Methylzellulose hindurchströmt.
Am Austritt aus dem Einbauelement äußert sich dies in Wasserdurchbrüchen.
Es wurde nun bei der Neuerung erkannt, daß das Hauptproblem die anfängliche Grobverteilung des beigemischten Wassers
ist. Gelingt es, eine Grobverteilung rasch durchzuführen, d.h. das Wasser am Anfang der Mischstrecke auf möglichst viele
Kanäle zu verteilen, so wird eine nachfolgende Weiteraufteilung erleichtert und die Gefahr von Wasserdurchbrüchen weitgehend vermieden
.
Bei diesem Mischverfahren ist es möglich, die Grobverteilung in den Einbauelementen mit relativ kleinen Kanälen
durchzuführen. Um aber den genannten Druckabfall in den Einbauelementen
möglichst gering zu halten, kann die anschließende Weiteraufteilung in Einbauelementen erfolgen, die Kanäle
mit größeren Querschnitten aufweisen.
Bei den vorstehend beschriebenen und in den zeichnungen
dargestellten Mischeinrichtungen findet eine gute Quervermischung, aber nur eine relativ kleine AxialVermischung statt, d.h. jedes
Välumenelement der zu mischenden fluiden Medien hält sich etwa gleich lange in der Mischzone auf. Bei einer Vielzahl von Mischproblemen
ist dieses Verhalten erwünscht.
Be gib.to jedoch auch Fäll·, in denen eine gewisse "Streckung"
des Verweilzeitepektrume vorteilhaft ist, z.B., wenn die Mengen
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J 1 J · » · J
- 11 -
der in die Mischeinrichtung eingespeisten fluiden Medien
zeitlieh nicht konstant sind. Bei einer kontinuierlichen Mischaufgabe ist beispielsweise ein Hauptproblem das präzise
Dosieren der fluiden Medien. Hat jedes Volumenelement in der Mischeinrichtung die gleiche Aufenthaltszeit, so machen sich
aber DosierungsSchwankungen auch im Endprodukt bemerkbar.
Gerade bei Dosierungsschwierigkeiten kann es deshalb erwünscht sein, für verschiedene Volumenteilchen verschiedene Durchlaufzeiten
zu erhalten. Auf diese Weise werden Schwankungen in der Dosierung, welche als Konzentrationsschwankungen in der Mischeinrichtung
auftreten, in die Länge gezogen und dann ausgeglichen .
Zum Verbreitern der Verweilzeitspektren ist z.B. eine Anordnung der Einbauelemente gemäß Pig.Sgeeignet. In einem
Mantelrohr 26 einer Mischeinrichtung sind mehrere Einbauelemente 27, die beispielsweise gemäß Fig. 2, 4 oder 5 ausgebildet
sein können, paketweise angeordnet. In die freien Zonen zwischenje zwei Paketen ist ein zweites, mit Einbauelementen
gefülltes Rohr 3o eingebaut. Der Ringspalt zwischen den Rohren 26 und 3o ist frei. Es wäre auch möglich, nur den Ringspalt
zwischen den Rohren 26 und 3o mit Einbauelementen zu versehen und das Zentralrohr 3o offenzuhalten. Da die Volumenströme
durch das Innenrohr 3o und den leeren Ringspalt sich umgekehrt proportional zu den entsprechenden Druckverlusten verhalten,
ergibt sich eine Längsverschiebung der Volumenströme und damit eine erwünschte Axialvermischung in der Mischeinrichtung.
Bei axialer Strömung in einem leeren Rohr ist bekanntlich die maximale Geschwindigkeit im Rohrzentrum doppelt so
groß wie die mittlere Geschwindigkeit. Daraus resultiert über den Rohrquerschnitt eine breite Verweilzeitverteilung. Eine
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gewünschte Axialverteilung kann deshalb - wie In FIg· 7 ge«
zeigt - auch erreicht werden, wenn Pakete von Einbauelementen
31 mit leeren Rohrstrecken 32 abwechseln.
Flg. 8a und 8b zeigen weitere Möglichkelten zur Herbeiführung
einer AxialVermischung. Diese AuefUhrungebeispiele zeigen
Einbauelemente - wie sie beispielsweise in Fig. 2 darge- ,
stellt sind - aus geriffelten Lamellen 33, 34 verschiedener'
Riffelhöhe. In den Strömungekanälen mit den größeren Querschnitten
strömen die fluiden Medien schneller als in den Kanälen mit den kleineren Querschnitten. Dies führt ebenfalls zu einer "Streckung" des Verweilzeltspektrums und bewirkt somit außer einer guten Quervermischung auch eine Axialvermischung.
- Schutzansprüche -
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Claims (14)
1. Mischeinrichtung mit mindestens einem Einbauelement
für fluide Medien, welche die Mischeinrichtung im Gleichstrom durchsetzen, dadurch gekennzeichnet, daß das Einbauelement
aus einander sich berührenden,, Strömungekanäle bildenden Lagen besteht, wobei die Längsachsen der Strömangekanäle
innerhalb einer jeden Lage mindestens gruppenweise im wesentlichen parallel zueinander verlaufen und die Längsachsen
der Strömungskanäle von benachbarten Lagen gegeneinander geneigt
sind und die Strömungskanäle von jeweils mindestens zwei benachbarten Lagen mindestens teilweise gegeneinander
geöffnet sind.
2. Mischeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischeinrichtung mindestens zwei benachbarte Einbauelemente
aufweist,wobei die Lagen benachbarter Einbauelemente
gegeneinander um einen Winkel um die Längsachse der Mischeinrichtung versetzt angeordnet sind.
3. Mischeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei benachbarte Einbauelemente direkt aneinander
angrenzen.
4. Mischeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die von einem Mantelrohr umgebende Mischeinrichtung Einbauelemente
verschiedenen Querschnitts aufweist.
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5. Mischeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagen des Einbauelementes aus geriffelten
Lamellen bestehen, welche sich gegenseitig berühren, und daß die Riffelungen von aufeinander folgenden und mindestens
die Riffelung einer von aufeinander folgenden geriffelten Lamellen im Winkel zur Längsachse der Mischeinrichtung
in Strömurgerichtung der fluiden Medien gesehen - liegt.
6. Mischeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dafl die Riffelungen der Lamellen eine etwa gleiche Neigung
aufweisen und sich die Richtungen der Riffelungen benachbarter
Lamellen schneiden.
7. Mischeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenneeichnet, daß die Lamellen eines Einbauelementes Riffelungen von verschiedener
Höhe aufweisen.
8. Mischeinrichtung nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils zwei benachbarte Einbauelemente aus geriffelten Lamellen verschiedener Riffelhöhe bestehen.
9. Mischeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Lagen eines Einbauelementes aus ebenen Flächenelementen
gebildet sind, mit welchen unter einem Winkel geneigte, flächenartige Leitelemente verbunden sind, so daß die einzelnen
Strömungskanäle einerseits von den ebenen Flächenelemeafcenaünd
andererseits von je zwei parallelen benachbarten Leitelementen begrenzt sind.
10. Mischeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Lage des Einbauelementes aus einer Rohrtafel gebildet
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- 15 -
ist, wobei/sich die die Strömungskanäle bildenden Rohre in
Längsrichtung berühren und die Rohre von jeweils mindestens zwei benachbarten Rohrtafeln durch Offnungen miteinander in
Verbindung stehen.
11. Mischeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagen aus einem undurcfabrochenen Material bestehen.
12. Mischeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagen aus einem Metallgewebe oder -gewirk bestehen.
13. Mischeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Lagen ein Katalysator aufgebracht ist.
14. Mischeinrichtung nach Anspruch 5 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen abstandsweise angeordnete
Lochungen aufweisen für einen Durchtritt der fluiden Medien von der einen Seite einer Lamelle zu der anderen Seite der Lamelle.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7204209U true DE7204209U (de) | 1972-10-12 |
Family
ID=1277031
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7204209U Expired DE7204209U (de) | Mischeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7204209U (de) |
-
0
- DE DE7204209U patent/DE7204209U/de not_active Expired
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