DE721978C - Verfahren zur Behandlung des Holzes zum Bau von Musikinstrumenten - Google Patents
Verfahren zur Behandlung des Holzes zum Bau von MusikinstrumentenInfo
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- DE721978C DE721978C DEW105928D DEW0105928D DE721978C DE 721978 C DE721978 C DE 721978C DE W105928 D DEW105928 D DE W105928D DE W0105928 D DEW0105928 D DE W0105928D DE 721978 C DE721978 C DE 721978C
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- G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10D3/00—Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
- G10D3/22—Material for manufacturing stringed musical instruments; Treatment of the material
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Description
- Verfahren. zur Behandlung des Holzes zum Bau von Musikinstrumenten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung des Holzes zum Bau von Musikinstrumenten bzw. zur Behandlung fertiger Instrumente oder Instrumententeile mit harzlösenden Flüssigkeiten zwecks Tonveredlung. Die Erfindung besteht darin,. daß man das Holz, das fertige Musikinstrument oder Teile desselben zunächst mit Benzin tränkt und sodann zwecks Lockerung der Fasern in diesem Zustande mit kochendem Wasser behandelt.
- Man erreicht auf diese Art Werkstoffe, die, zum fertigen Musikinstrument zusammengesetzt, Geigen und andere Holzinstrumente liefern, deren Ton gegenüber jenen Instrumenten, deren Bauteile nicht in der vorgeschriebenen Weise behandelt sind, veredelt ist. Unter Tonveredelung ist die musikalische Tonverbesserung zu verstehen, durch welche der Ton stärker, voller, aber auch gleichzeitig weicher wird und wodurch außerdem das Instrument, beispielsweise beim Anstreichen der Saiten eine Geige, leichter anspricht. Es sind bereits Verfahren zur Behandlung von Resonanzholz für Musikinstrumente bekanntgeworden, nach denen dem Resonanzholz durch Anwendung von Hitze oder durch chemische Stoffe die harzhaltigen Stoffe entzogen werden. Auch ist es bekannt, das Resonanzholz in einer Alkalilauge auszukochen und nachher in Wasser abzuspülen. Nach einem anderen Vorschlag wird das Resonanzholz in einem leicht flüssigen Gelatinebad gekocht. Diese Arbeitsweisen laufen im Ergebnis nur darauf hinaus, dem Holz entweder bestimmte Bestandteile zu entziehen oder das Holz mit gewissen Stoff-en zu tränken. Nach der neuen Arbeitsweise werden die Harze durch die erfindungsgemäß vorgesehene Behandlung des Holzes mit Benzin nicht schlechthin entfernt, sondern durch die weiterhin vorgesehene Maßnahme der Behandlung des mit Benzin getränkten Holzes im heißen Wasser das Holz durch die hierbei entstehende Gasentwicklung auch mechanisch in seinem morphologischen Aufbau verändert.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung kann nicht nur angewandt werden bei der Herstellung von Musikinstrumenten, es können auch ältere Musikinstrumente zerlegt und ihre Einzelteile in der beschriebenen Weise behandelt werden. Auch dadurch erreicht man eine Verbesserung in der Tonqualität.
- Das Verfahren wird beispielsweise wie folgt ausgeübt: ,Zur Herstellung einer Geige mit veredeltem Ton werden die Geigenteile, nämlich die obere und untere Decke, die Baßbalken und die Stimme, in einem Behälter mit Benzin getränkt. Es ist hierzu dafür Sorge zu tragen, da.ß sämtliche Geigenbeile ständig mit Flüssigkeit bedeckt sind. Die Dauer dieser Tränkung beträgt etwa zwei Tage. Sie schwankt mit der Dicke des Holzes. Ist die untere Decke sehr stark, dann muß man die Tränkung über längere Zeit erstrecken. Hierauf werden die einzelnen Teile der Geige diesem Bad entnommen und mit kochendem Wasser weiterbehandelt. Auch hierbei hat man dafür zu sorgen, daß durch Beschwerung der Holzteile diese nicht auf der Wasseroberfläche schwimmen, sondern vielmehr dauernd mit Flüssigkeit bedeckt sind.
- Diese Behandlung mit kochendem Wasser währt bei den Elementen einer Geige erfahrungsgemäß 1/2 bis 3; 4 Stunden. Hierauf läßt man die Holzteile mit dem Wasser abkühlen. Hat dieses Wasserbad Zimmertemperatur erreicht, so entnimmt man ihm die Holzteile: und baut nach den Regeln des Instrumentenbaues die Geige aus diesen auf.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Behandlung des Holzes zum Bau von Musikinstrumenten bzw. zur Behandlung fertiger Instrumente oder Instrumiententeile mit harzlösenden Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß man das Holz, das fertige Musikinstrument oder Teile desselben mit Benzin tränkt und sodann zwecks Lockerung der Fasern in diesem Zustand mit kochendem Wasser behandelt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW105928D DE721978C (de) | 1939-06-30 | 1939-06-30 | Verfahren zur Behandlung des Holzes zum Bau von Musikinstrumenten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW105928D DE721978C (de) | 1939-06-30 | 1939-06-30 | Verfahren zur Behandlung des Holzes zum Bau von Musikinstrumenten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE721978C true DE721978C (de) | 1942-06-25 |
Family
ID=7616506
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW105928D Expired DE721978C (de) | 1939-06-30 | 1939-06-30 | Verfahren zur Behandlung des Holzes zum Bau von Musikinstrumenten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE721978C (de) |
-
1939
- 1939-06-30 DE DEW105928D patent/DE721978C/de not_active Expired
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