DE722485C - Verfahren zum Schutz von Munitions-Einzelteilen aus Eisen oder Stahl gegen Korrosion - Google Patents

Verfahren zum Schutz von Munitions-Einzelteilen aus Eisen oder Stahl gegen Korrosion

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DE722485C
DE722485C DED82294D DED0082294D DE722485C DE 722485 C DE722485 C DE 722485C DE D82294 D DED82294 D DE D82294D DE D0082294 D DED0082294 D DE D0082294D DE 722485 C DE722485 C DE 722485C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C8/00—Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
    • C23C8/80—After-treatment

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Schutz von Munitions-Einzelteilen aus Eisen oder Stahl .gegen Korrosion Auf vielen Gebieten der Metalltechnik wird der Übergang von der Verwendung edleren metallischen Werkstoffs zur Verwendung weniger edlen Werkstoffs angestrebt. Insbesondere ist der besonders leicht zugängliche Werkstoff Eisen bzw. Stahl auch zur Herstellung von Munitionseinzelteilen, beispielsweise Patronenhülsen u. dgl., als Austauschwerkstoff für edlere Metalle und Legierungen vorgeschlagen worden. Es ist bekannt, daß der Übergang von edleren Metallen und Legierungen zu dem Austauschwerkstoff Eisen bzw. Stahl. besondere Maßnahmen-erfordert, um den genannten Werkstoff (Eisen bzw. Stahl) -auf Grund seines chemisch unedleren Verhaltens gegen die Einflüsse der verschiedensten Korrosionen zu schützen. Auf dem Gebiete des Korrosionsschutzes von Eisen bzw. Stahl sind im Laufe der Entwicklung sehr .verschiedenartige überzüge angewendet und technisch in großem Umfang in Gebrauch. genommen worden.
  • Die Auswahl eines besonders geeigneten Korrosionsschutzes für Werkstücke aus Eisen oder Stahl richtet sich bekanntlich in erster Linie nach der Art der korrodierenden Einflüsse, die durch die Inanspruchnahme der aus solchem Werkstoff gefertigten Werkstücke auftreten. Eines der ältesten bekannten Korrosiansschutzverfahren für Eisen und Stahl bzw. aus diesem Material gefertigter Werkstücke besteht in der Verwendung bzw. Aufbringung von :oxydischen Schutzschichten, und es ist bekannt, daß gerade diese. Methode des Korr#osiansschutzes (Oberflächenschutzes) von Werkstücken aus Eisen oder Stahl in zahlreichen Varianten ausgebildet worden ist. So ist es auch bekannt, daß derartige oxydische Schichten auf Eisengegenständen durch äufgetragene Lackschichten verbessert werden können und die Lacktrocknung durch Induktionsbeheizung. durchzuführen.
  • Das Schutzvermögen eines oxydiscben Überzuges auf Eisen oder Stahl ist beschränkt; z. B. werden solche oxydische Schutzschichten unter Umständen gegen starke chemische Säureeinflüsse nur * einen relativ geringen Korrosionsschutz darstellen. Bezüglich des Korrosionsschutzes von Munitionseinzelteilen jedoch, die im allgemeinen nur milden korra# dnerenden Einflüssen (beispielsweise durch Atmosphärilien, Wasser, Seewasser) unterworfen werden, aber die unbedingte Einhaltung bzw. Aufrechterhaltung der Maßgenauigkeit der Werkstücke erfordern, kann mit Vorteil auf oxydische Schutzschichten zurückgegriffen werden, da diese sich in außerordentlicher Homogenität und ebensowohl in einer außerordentlichen Dünnheit auf die Werkstücke aufbringen lassen, wobei bei thermischer Erzeugung dieser oxydischen Schutzschichten auch eine besonders leichte, augenfällige Kontrolle ihrer H:omagenität bzw. ihres Dickenmaßes durch Beurteilung der Interferenzfarbe der Schutzschicht ermöglicht wird.
  • Derartige thermisch erzeugte Schutzschichten besitzen ferner eine überraschende mechanische Stabilität (Verschleißfestigkeit) und bilden einen vorzüglichen Haftgrund für zur Erweiterung des Korrosionsschutzes aufgebrachte Lackciberzüge. Infolge der ungewöhnlichen Homogenität solcher thermisch erzeugter Schutzschichten läßt sich bei ihrer Verwendung als Haftgrund für eine Lackschicht auch diese letztere durch Strukturbeeinflussung seitens des Haftgrundes gleichfalls in einer außergewöhnlichen Homogenität und einem gewünschten bzw. nicht zu überschreitenden Dickenmaß, d. h. aber auch unter knappestem Materialverbrauch bezüglich des angewandten Lackes erzeugen.
  • Demgemäß besteht die Erfindung darin, da.ß auf Munitionseinzelteilen aus Eisen oder Stahl zum Schutz gegen Korrosion durch induktive Beheizung der . Werkstücke eine oxydische Schutzschicht erzeugt wird und auf diese Oxydschicht Lacküberzüge aufgetragen werden, die ebenfalls durch induktive Beheizung getrocknet werden können. Im einzelnen wird das Verfahren wie folgt ausgeführt: Auf thermischem Wege wird eine oxydische Schutzschicht auf den genannten Werkstücken erzeugt. Auf diese oxydische Schutzschicht wird zur Verstärkung des Korrosionsschutzes durch Arbeiten in geeigneter Lackverdünnung eine Lackschicht aufgebracht. Die Erzeugung der Oxydschicht und'die Trocknung der nach der Oxydierung der Werkstücke aufgebrachten Lackschicht wird technisch im Fließverfahren miteinander verbunden und durch induktive Beheizung des Werkstückes auf die zur Erzeugung der Oxydschicht und zur Trocknung der Lackschicht erforderlichen Temperaturen vorgenommen.
  • Ein erheblicher Fortschritt des Verfahrens besteht darin, daß durch die induktive Trocknung der Lackschicht, d. h. durch die Trocknung der Lackschicht von innen aus dem Werkstück durch den Haftgrund heraus, die Verstärkung *des Korrosionsschutzes der oxydischen Schutzschicht durch die Lackschicht noch zusätzlich vergrößert wird gegenüber der durch die normale, d. h. vi)n außen erfolgende Trocknung der Lackschicht gegebenen Korrosionsschutzerweiterung oxydischer Schutzschichten und üaß ferner die gegenüber der normalen Trocknung besonders anpassungsfähig induktive Trocknung der Lackschicht auch zu einer höheren mechanischen Stabilität des Lackfilms führt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren gewährleistet in ausreichendem Maße Korrosionsschutz für die Fertigstellung, den Transp(irt, die Lagerung, den Gebrauch und gegebenenfalls die erleichterte Wiederverwendung der Werkstücke soiyie gegen die dabei in Frage kommenden noemalen mechanischen Beanspruchungen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Schutz von Munitions-Einzelteilen aus Eisen oder Stahl gegen Korrosion, dadurch gekennzeichnet, daß durch induktive Beheizung der Werktücke auf ihnen eine oxydische Schutzschicht erzeugt wird und auf diese Oxydschicht Lacküberzüge aufgetragen werden, die ebenfalls durch induktive Beheizung getrocknet werden können.
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