-
Gefechtsstand für Flugzeuge mit am Drehkranz angeordnetem Schützensitz
und Waffe Die Erfindung bezieht sich auf einen Gefechtsstand für Flugzeuge mit am
Drehkranz angeordnetem Schützensitz und Waffe, die in der Waagerechten um 36o° verschwenkbar
und durch einen vom Schützen zu betätigenden Tretkurbeltrieb der Höhe nach verstellbar
sind.
-
Es sind bereits Waffeneinbauten dieserArt bekannt. Diese Gefechtsstände
sind als Gehäuse ausgebildet, welches der Schütze beim Seitenrichten der Waffe mit
der einen Hand in einem Drehkranz dreht und beim Höhenrichten mittels einer Tretkurbel
wie eine Wiege schwenkt, mit dem er .also Schaukelbewegungen ausführt. Diese Waffenanordnungen
haben den Nachteil, daß die Kampfkraft des ohnehin schon stark in Anspruch genommenen
Schützen durch das beim Höhenrichten erfolgende wiederholte Aufundniederschwingen
seines Körpers sehr vermindert wird.
-
Ferner sind Waffeneinbauten bekannt, bei denen die Waffe auf einem
bügelförmigen Träger angeordnet ist, der um eine quer zur Längsachse des Flugzeuges
liegende Achse schwenkbar ist und mit einer Tretkurbel überein Parallelogrammgestänge
gehoben und gesenkt werden kann. Bei diesen Waffeneinbauten ist der Seitenrichtb
reich der Waffe nur beschränkt, er beträgt also nicht 36o°, wie es bei auf einem
Drehkranz gelagerten Waffen der Fall ist.
-
Schließlich sind Lafetten für in Flugzeuge eingebaute Maschinengewehre
bekannt, die die Form eines aufrecht stehenden und die Hülse für die Pivotgabel
des Maschinengewehrs stets lotrecht stellenden Gelenkstangenparall:elogramms haben,
welches durch eine darin in diagonaler Richtung angeordnete Gewindespindel verspannt
wird. Würde man diese Lafetten auf einem Drehkranz anordnen,. so wäre dem Schützen
für die Dauer des Richtens eine Bedienung der Waffe unmöglich, da er. beim Seitenrichten
der Waffe mit der :einen Hand den Drehkranz drehen und zum Zwecke des Höhenrichtens
mit der anderen Hand die Gewindespindel oder ihren Handgriff betätigen müßte.
-
Durch die Erfindung sind diese Mängel der bekannten Waffeneinbauten
vermieden, und zwar ist dies dadurch erreicht, daß ein durch den Tretkurbeltrieb
zu betätigender, an dem Drehkranz und Schützensitz rechtwinklig zu diesen befestigter
Spindeltrieb vorgesehen ist.
-
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
-
Fig: i ist eine Seitenansicht der einen Ausführungsform, Fig. z eine
Draufsicht auf dieselbe ohne Waffe und deren Lagerung am Drehkranz, Fig.3 eine Seitenansicht
der zweiten Ausführungsform der Erfindung.
-
Wie Fig. i zeigt, sitzt der Schütze auf einem Sessel i, dessen Höhenlage
einstellbar
ist. Zum Verstellen des Sessels ist ein ,Rad 2 mit zwei
Tretkurbeln vorgesehen, das über eine Kette 3 und ein Kettenrad q. die Hohlspindel
5 antreibt, der die feststehende Spindel 6 zugeordnet ist. Mit der Spindel 5 ist
über den Arm i und die in ihrer Länge einstellbare Stange 8 die meinem Schwenkzapfen
io gelagerte Waffe 9 verbunden. Die Länge der Stange 8 ist so einzustellen, daß
die Blicklinie des Schützen in der Visierlinie i i liegt. Je nachdem ob der Schütze
den Sessel i hebt oder senkt, bewegt sich auch entsprechend die Waffe 9, wodurch
ihm das Visieren erheblich :erleichtert wird.
-
Durch die eben beschriebene Anordnung wird die Waffe der Höhe nach
auf das Ziel gerichtet, während sie in seitlicher Richtung in bekannter Weise durch
den Drehkranz 12 bewegt wird. Dafür ist ein Handrad 13 vorgesehen, das in den .äußeren
festen Drehkranz eingreift. Zwischen Handrad 13 und Drehkranz 12 ist eine zweckmäßige
übersetzung zu wählen.
-
Das Richten der Waffe mit der Einrichtung nach der Erfindung erfolgt
in der Weise, daß der Schütze durch Drehen des Handrades 13 die Waffe zunächst in
die Ebene des zu beschießenden Zieles bringt und sie dann durch Betätigen des Tretkurbeltriebes
auf die richtige Schußhöhe einstellt oder, je nach der Kampfphase, auch umgekehrt
verfährt. Die in Fig.3 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der in
den Fig. i und 2 gezeigten insofern, als der Sessel fest angeordnet ist. Durch das
Tretrad wird also lediglich die Höheneinstellung der Waffe geändert. Um nun zu erreichen,
daß sich das Auge des Schützen möglichst immer in der Ziellinie befindet, ist die
Waffe an einem Schwenkpunkt 15 ungefähr in Augenhöhe gelagert, und der Angriffspunkt
der Stange 8 liegt jetzt vor dem Schwenkpunkt. Während also im Falke der Fig. i
ein Anheben der Stange 8 eine Senkung der Waffenmündung herbeiführt, hat dieser
Bewegungsvorgang im Falle der Fig.3 ein Anheben der Waffenmündung zur Folge. Diese
Ausführungsform ist derjenigen nach Fig. i insofern überlegen, als der Schütze bei
der Einstellung der Waffe nicht mehr sein eigenes Gewicht zu bewegen braucht.