DE72293C - Verfahren zum Wechseln von Platten in photographischen Cameras - Google Patents

Verfahren zum Wechseln von Platten in photographischen Cameras

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DE72293C
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DE
Germany
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camera
sheets
sheet
plates
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT72293D
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English (en)
Original Assignee
Dr. R. KRÜGENER in Bockenheim
Publication of DE72293C publication Critical patent/DE72293C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/28Locating light-sensitive material within camera
    • G03B17/32Locating plates or cut films
    • G03B17/34Changing plates or cut films

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Packages (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ao. October 189a ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zum Wechseln der Platten oder Folien einer photographischen Camera, bei welcher lichtempfindliche einzelne Blätter angewendet werden. Diese einzelnen Blätter sind auf eine ganz neue Art zu Packeten von beliebiger Stückzahl zusammengefafst und werden in dieser Packung direct, also ohne besondere Cassette oder dergleichen in die Camera eingesetzt. Es sind zwar schon ähnliche Verpackungsarten bekannt, z. B. bei der Camera von Perron. Bei dieser werden jedoch die lichtempfindlichen Blätter bei der Auswechselung gerollt, und das soll gerade bei der vorliegenden Verpackungsart vermieden werden.
Vermittelst der neuen Methode geschieht das Auswechseln der lichtempfindlichen Blätter in der Camera auf die denkbar einfachste Weise und ohne dafs dieselben gerollt werden, so dafs dadurch auch die Camera selbst sehr vereinfacht wird. Aufser diesem wesentlichen Vortheil, aus dem sich die weiteren der grofsen Billigkeit und leichten Handlichkeit von selbst ergeben, besitzt die zu verwendende Camera noch den weiteren Vortheil, dafs sie trotz der grofsen Zahl von Aufnahmen, welche mit derselben hinter einander möglich sind, doch sehr leicht gemacht und auf das denkbar geringste Volumen beschränkt werden kann, ein Vortheil, der besonders für die gröfseren Formate von aufserordentlich grofsem Werth ist.
Das Wesen der Erfindung liegt,. wie schon gesagt, in der eigenartigen Packung und Auswechselung der lichtempfindlichen Blätter. Es sind zwei Arten derselben dargestellt (Fig. 4 und 5). Die erste (Fig. 4) ist durch einen langen Streifen α von Papier oder dergl. gekennzeichnet. Dieser Streifen α ist in Falten gelegt, welche um ein Weniges gröfser sind als die zu verwendenden Blätter. An den unteren Falten sind quer über den. Streifen α kleine Querstreifen b aufgeklebt Dieselben, sind, wie aus Fig. 4 ersichtlich, etwas abgebogen und halten so im Verein mit der betreffenden oberen Faltung des Streifens a die lichtempfindlichen Blätter c zwischen zwei Papierlagen fest.
Es ist klar, dafs auf diese Weise eine sehr grofse Anzahl lichtempfindlicher Blätter ia einem sehr kleinen Raum der Camera untergebracht werden können.
Die oben beschriebene Packungsmethode und die sich daraus ergebende Auswechselungsart der lichtempfindlichen Blätter kann in Cameras verschiedener Ausführung zur Anwendung kommen. Zwei der einfachsten Ausführungsarten sind in den Fig. 1 und 2 dargestellt. Die Camera (Fig. 1) besteht aus der eigentlichen Camera A, dem Magazin B und dem waagrecht angeordneten Raum C für die belichteten Blätter. Camera A und Magazin B sind durch eine Glasscheibe D von einander getrennt.
Gegen diese legen sich die jeweilig in den Focus tretenden lichtempfindlichen Blätter c. Die Auswechselung bezw. Ueberführung der belichteten Blätter c in den Sammelraum C geschieht dadurch, dafs das verlängerte Ende d des Streifens α über eine Rolle E und von dieser durch einen lichtdicht verschlossenen Spalt F nach aufsen geführt ist. Sobald man an diesem Ende d des Streifens α zieht, wird
das vorderste (belichtete) Blatt c in die Höhe gehoben.
Durch die Anordnung der Rolle E bezw. durch das vortheilhaft zum Schutz der Schichtseite des Blattes α mit Sammt oder dergl. weichem Material bekleideten Klötzchen G wird das emporgehobene Blatt ein wenig gekrümmt, schiebt sich nach vorn und fällt endlich von selbst in den Raum C nieder. Man zieht nun den Streifen α noch ein entsprechendes Stück weiter aus der Camera heraus und reifst dann das überflüssige Ende ab. Damit ist das belichtete Blatt abgelegt und gleichzeitig auch ein neues Blatt für eine weitere Aufnahme bereit gemacht, da durch . das Herausziehen des Streifens α das folgende Blatt c frei geworden ist und sich gegen die Glasplatte D legt, was mit Hülfe eines Federbrettchens geschieht, welches die ganze Packung nach vorn drückt. Nach erfolgter Belichtung wird das neue Blatt c in derselben Weise wie das vorhergehende in den Raum C gebracht und ein neues, unbelichtetes Blatt c gelangt wieder in den Focus.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführung ist der Raum C senkrecht über dem Magazin B angeordnet und von diesem durch die Zunge H getrennt. Bei dieser Ausführung bewegen sich die belichteten Blätter c gerade in die Höhe, werden beim Weiterziehen des Streifens a durch die Zunge H von demselben abgenommen und gelangen auf diese Weise in den Raum C.
In Fig. 5 ist eine etwas andere Packungsart der empfindlichen Blätter α dargestellt. Es ist hier kein zusammenhängender Streifen angewendet, sondern es kommen eine ganze Reihe einzelner Streifen α zur Anwendung. Die oberen Enden dieser Streifen α sind umgebogen und liegen auf einander, die unteren sind mit Querstreifen b, wie bei der ersten Verpackungsart, versehen. In diesen letzteren ruhen die empfindlichen Blätter c; dieselben werden nach oben hin durch die umgebogenen oberen Enden der Streifen a am Herausgleiten gehindert.
Das ganze in Fig. 5 dargestellte Packet wird nun nach Fig. 3 in einem der Apparate (Fig. 1 und 2) derart untergebracht, dafs die oberen freien Enden der Streifen α durch den Spalt F herausragen. Zieht man nach der Belichtung den obersten Streifen aus der Camera heraus, so wird durch das Blech K oder durch sonstige beliebige Vorrichtungen das belichtete Blatt c in den Raum C geleitet und gleichzeitig auch das folgende lichtempfindliche Blatt c zur Aufnahme bereit gemacht. Der sich im Verlauf der Aufnahmen durch das Herausziehen der Streifen α immer mehr erweiternde Schlitz F wird durch eine beliebige Vorrichtung, z. B. durch eine der Entleerung entsprechend langsam nachgleitende, in Führung L bewegliche Platte N lichtdicht verschlossen gehalten, oder er wird durch eine aufsen liegende Klappe verdeckt.
Anstatt an den Streifen α Querstreifen b anzukleben, welche die lichtempfindlichen Blätter c halten und heben, können letztere auch direct mit Klebstoff an die Streifen α angeheftet werden. Beim Ziehen an dem Streifen α reifsen sich die angeklebten Blätter los und fallen in das Magazin.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Wechseln von Platten in photographischen Cameras, gekennzeichnet durch das Aufstellen, Anheften oder Ankleben des unteren Randes der zu belichtenden Platten (c) entweder auf bezw. an einem fächerartig zusammengefalteten Papierstreifen oder an einzelnen hinter einander geschichteten Bändern (a), durch deren Herausziehen aus der Camera die Platten (c) unter Abtrennung von dem Band (a) aus dem Focus in einen Ablegeraum (C) gelangen, während gleichzeitig eine neue Platte in den Focus tritt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT72293D Verfahren zum Wechseln von Platten in photographischen Cameras Expired - Lifetime DE72293C (de)

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