DE723202C - Verfahren zur lagerichtigen Verbindung von mit Feldkennzeichnung versehenen Deckblaettern und mit Feldkennzeichnung versehenen Zeichnungen - Google Patents
Verfahren zur lagerichtigen Verbindung von mit Feldkennzeichnung versehenen Deckblaettern und mit Feldkennzeichnung versehenen ZeichnungenInfo
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Description
- Verfahren zur lagerichtigen Verbindung von mit Feldkennzeichnung versehenen Deckblättern - und mit Feldkennzeichnung versehenen Zeichnungen Die Erfindung betrifft eine vereinfachte Lösung der bekannten Aufgabe, Abänderungen bzw. Deckblätter einer Urzeichnung irrtumsfrei auf die Zeichnungskopien zu überi tragen.
- Es ist zu diesem Zweck bekannt, das die Urzeichnung tragende lichtdurchlässige Zeichenblatt mit einer über das gesamte Blatt sich verstreckenden, aus Stellen größerer Lichtdurchlässigkeit gebildeten Feldeinteilung und Feldkennzeichnung zu versehen, die sich zwangsläufig auf alle Zeichnungskopien überträgt. Hierdurch werden zwar besondere Schablonen überflüssig, dafür tritt aber der die Wirtschaftlichkeit störende Zwang auf, für jede Zeichnung, bei der irgendeine spätere Veränderung au erwarten ist, besonders hergerichtetes, mit Peldervordruck versehenes Zeichenpapier verwenden zu müssen. Auch hat die Verwendung solcher Papiere, deren Herstellung in größerer Breite und Länge --erfolgt, den Nachteil, daß die verschiedenen Größen der Zeichenblätter wegen der Lage der Felder innerhalb des Zeichenfeldes nicht ohne Abfall geschnitten werden können.
- Es ist fernerhin bekannt, an den Orten der Urzeichnung und aller Zeichnungskopien aus lichtdurchlässigem Papier bestehende Schablonen mit übereinstimmender Fel,derkennzeichnung vorrätig zu halten. Die D@eckblattkopien werden mit den mittels Schablone auf der Urzeichnung festgestellten Ortsangaben versehen und auf Grund dieser Angaben wiederum mittels Schablone auf jeder Urzeichnungskopie an die vorgeschriebene Stelle gebracht. Diieses Verfahren ist ungenau und infolge der zahlreichen und rasch verschleißenden Schablonen unwirtschaftlich.
- Die Erfindung stellt eine wesentlich billigere, einfachere und trotzdem äußerst zuverlässige Lösung dar. Sie betrifft demgemäß ein Verfahren zur lagerichtigen Verbindung von mit Feldkennzeichnung versehenen Deckblättern und mit Feldkennzeichnung versehenen Zeichnungen und kennzeichnet sich dadurch, daß nicht die Urzeichnung, sondern ihre Kopie mit Feldkennzeichnung versehen wird.
- Die Urzeichnung kann also auf jedem beliebigen unsignierten Zeichenpapier hergestellt werden. Zur Durchführung des Verfahrens ist lediglich eine Vorrichtung erforderlich, bei der die Feldkennzeichnung der Zeichnungskopie am Ort der Kopiereinrichtung mittels einer Schablone erfolgt. Diese Schablone kann unschwer haltbar ausgestaltet und aufbewahrt werden. Die erstmalige Feststellung der Lage eines Deckblattes kann zwar nicht mit der Urzeichnung selbst, sondern muß mit einer am Ort der Urzeichnung vorhandenen Kopie vorgenommen werden. Dies bedeutet aber keine Erschwerung oder Verteuerung, da üblicherweise die Urzeichnungen zur Vermeidung von Verlust und Beschädigung nach erfolgter Herstellung und Kopieentnahme unter Verschluß genommen werden.
- Die Feldkennzeichnung des Deckblattes kann auch in einer lagenrichtigen Anordnung der Blattumrandung zum Zeichnungsinhalt bestehen.
- Der zur Kennzeichnung der Erfindung benutzte Begriff Schablone ist in weitestem Sinne zu verstehen und umfaßt alle einerseits von der Urzeichnung und andererseits vom Kopiermaterial unabhängigen optisch wirksamen Mittel zur Sichtbarmachung einer auf allen Kopien übereinstimmend angeordneten Felderkennzeichnung.
- Da die Zeichnungsvervielfältigung fast ausschließlich mittels Kontaktlichtdruck erfolgt, wird die Kopierschablone normalerweise als mit der Urzeichnung oder dem Kopiermaterial oder beiden in dichter flächiger Berührung stehender Körper ausgebildet.
- Die Schablone besteht aus einem ein photographisches Silberbild tragenden Film oder aus :einer das Kennzeichnungsbild tragenden durchsichtigen Andrückplatte. Die Andrückplatte kann z. B. die Deckplatte eines Kopierrahmens oder die Glaswalze einer Kopiertrommel sein.
- Es ist aber auch möglich, die Kopierschablone entfernt, insbesondere in verkleinertem Ausmaß, anzuordnen und durch bekannte optische Mittel auf dem Kopiermaterial abzubilden.
- Die Kopierschablone kann durch unterschiedliche Transparenz oder Reflexion wirken. Im ersteren Falle wird sie im Lichtweg zwischen Lichtquelle und Kopiermaterial, im letzteren Fall im Lichtweg hinter dem Kopiermaterial angeordnet.
- Die Kopierschablone kann optisch in der Weise wirken, daß die Feldkennzeichnung entweder mit gleichem oder mit entgegengesetztem Kontrast wie die Zeichnung auf der fertigen Kopie .erscheint. Im letzteren Falle werden z. B. bei Positivkopien die Zeichnung in dunkler und die Feldkennzeichnung in hellerer Darstellung auf seinem schwach getönten Zeichengrund sichtbar werden. Die Sichtbar-' machung heller oder dunkler Feldkennzeichnung auf den Kopien kann also durch eine Schablone mit größerer Lichtdurchlässigkeit der etwa vorgesehenen Linien und Kennleichen oder der diese umgebenden Fläche erreicht werden.
- Die Feldkennzeichnung kann aus im Zeichenfeld angeordneten, unter sich ungleichen Zeichen, z. B. Ziffern oder Buchstaben oder Linien- oder Punktfolgen mit nirgends übereinstimmender Lagenordnung, z. B. Spirale mit steigender Ganghöhe, oder aus außerhalb des Zeichenfeldes angeordneten, zumindest in einer Koordinatenrichtung unter sich ungleichen Zeichen bestehen. Im letzteren Falle können im Zeichenfeld Hilfskennzeichen in Form von Linien- oder Punktnetzen vorhanden sein.
- Die optischen Eigenschaften der Kopierschablone werden der Empfindlichkeit des Kopiermaterials angepaßt. Da die üblichen Kopiermaterialien für kurzwellige Strahlen, insbesondere Ultraviolett, besonders empfindlich sind, wird die Kennzeichnung zweckmäßigerweise durch Stellen unterschiedlicher UV-Absorption gebildet.
- Die Herstellung der Kennzeichnung kann auf verschiedene Weise erfolgen. Man kann die Schablonenmasse selbst verschieden lichtdurchlässig machen oder oberflächlich mattieren oder lichtabsorbierende Körper, z. B. von Fadenform, einlagern. Man kann fernerhin strahlenabsorbierende Stoffe durch Aufdruck oder photomechanische oder photochemische Verfahren aufbringen. Eine besonders starke UV-Absorption besitzen bekanntlich Berlinerblau, Nitrosodimethylanilin und fein verteiltes metallisches Silber.
- Eine für Positivkopierverfahren, insbesondere nach dem Diazotypieprozeß, geeignete Kopierfolie wird beispielsweise dadurch erhalten, daß man einen mit Halogensilberemulsion überzogenen Film unter einem si- i gnierten Liniennetz von z. B. 5o mm Maschenweite schwach belichtet und entwickelt. Es entsteht dann ein Negativ, das auf leicht geschwärztem Untergrunde helle Linien zeigt. Umgekehrt kann ein Negativ so ausgebildet 1 werden, daß leicht geschwärzte Linien auf hellem Untergrunderscheinen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE; i. Verfahren zur lagerichtigen Verbindung von mit Feldkennzeichnung versehenen Deckblättern und mit Feldkennzeichnung versehenen Zeichnungen, dadurch gekennzeichnet, daß nicht die Urzeichnung, sondern ihre Kopie mit Feldkennzeichnung versehen wird. z. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Feldkennzeichnung der Zeichnungskopie mittels einer Schablone erfolgt, die aus seinem ein photographisches Silberbild tragenden Film oder aus einer .das Kennzeichnungsbild tragenden durchsichtigen Andruckplatte besteht.
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1940
- 1940-10-19 DE DESCH121197D patent/DE723202C/de not_active Expired
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