DE72375C - Verfahren zum Schwefeln von Bierwürze und Wein - Google Patents

Verfahren zum Schwefeln von Bierwürze und Wein

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DE72375C
DE72375C DENDAT72375D DE72375DA DE72375C DE 72375 C DE72375 C DE 72375C DE NDAT72375 D DENDAT72375 D DE NDAT72375D DE 72375D A DE72375D A DE 72375DA DE 72375 C DE72375 C DE 72375C
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wort
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sulfur
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12HPASTEURISATION, STERILISATION, PRESERVATION, PURIFICATION, CLARIFICATION OR AGEING OF ALCOHOLIC BEVERAGES; METHODS FOR ALTERING THE ALCOHOL CONTENT OF FERMENTED SOLUTIONS OR ALCOHOLIC BEVERAGES
    • C12H1/00Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages
    • C12H1/12Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages without precipitation
    • C12H1/14Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages without precipitation with non-precipitating compounds, e.g. sulfiting; Sequestration, e.g. with chelate-producing compounds

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 25. Januar 1893 ab.
Zwei Behälter A und B (Fig. 1 der Zeichnung) sind an dem äufseren Ende oder oberhalb eines kleinen Kelters (Presse), welcher auf der Zeichnung nicht dargestellt ist, angeordnet. Diese Behälter A und B enthalten die Bierwürze bezw. den Wein, derart, dafs immer einer gefüllt und der andere leer ist. Seitwärts über denselben befindet sich ein viereckiger Stützpfeiler N, welcher eine gewölbte Nische zur Aufnahme eines Ofens ausgespart enthält. Der Ofen L, Fig. 2, besitzt einen Schornstein, der aus einer dreifach gebogenen Knieröhre M besteht, welche die im Ofen erzeugten Schwefeldämpfe durch die Oeffnung Q in das Innere eines auf dem Pfeiler N ruhenden Holzbottichs / einleitet. An der Seite des Pfeilers N ist eine Saug- und Druckpumpe F angeordnet, welche die Bierwürze oder den Wein aus den Behältern A oder B in den oberen Theil des Bottichs / befördert. Dieser Bottich I besitzt nahe am Boden eine Ausfiufsöffnung, durch welche die Bierwürze oder der Wein mittelst eines Kautschukschlauches J wieder in den leeren Behälter A oder B zurückfliefsen kann.
Das Ansaugen der Flüssigkeit aus den Behältern A und B geschieht durch ein horizontales Rohr E, von welchem senkrechte Rohre Z und Z^ abgezweigt sind, die bis nahe auf den Boden der Behälter A und B reichen. Jedes der Rohre Z und Z1 ist mit einem Absperrhahn C bezw. D versehen.
Der Ofen L ist mit einem Rost P und einem Aschenfall R ausgestattet; unterhalb des letzteren ist eine Oeffnung K vorgesehen, durch welche beständig Luft zutreten kann, welche die Verbrennung des Schwefels wesentlich befördert.
Der Schwefel ist pulver- oder körnerförmig und liegt in einer frei auf dem Roste stehenden Eisenschale O. Die Schwefeldämpfe gelangen durch das Knierohr M in den Bottich 2, welcher ungefähr 14 horizontale durchlöcherte Zwischenböden N in kleinen Abständen über einander enthält. Der oberste Abschlufsboden ist mit einem dicken, grobmaschigen Gewebe H bespannt, welches einerseits als Filter für die eingeleitete Flüssigkeit dient, andererseits das unmittelbare Ausströmen der Schwefeldämpfe verhindert.
Ist nun der Behälter A mit der zu schwefelnden Flüssigkeit gefüllt und setzt man bei geöffnetem Hahn C und geschlossenem Hahn D die Pumpe F in Thätigkeit, so wird die Flüssigkeit durch das Rohr E in die Pumpe gesaugt und durch das Rohr G oben in den Bottich / gedrückt. Die Flüssigkeit passirt nun zunächst das Gewebe H, wird hierdurch von mechanischen Verunreinigungen befreit und tropft dann durch die siebartig durchlochten Böden regenförmig herab, wobei sie mit den, den ganzen Bottich erfüllenden Schwefeldämpfen auf die vollkommenste Weise imprägnirt wird. Am Boden des Behälters / angelangt, fliefst die Flüssigkeit durch den Kautschukschlauch / in den leeren Behälter B. Da aber ein einmaliges Schwefeln zur Gährungsverhinderung nicht immer genügt, kann man. die Flüssigkeit zwei- oder mehrmals diesen Weg gehen lassen; man hat dabei nur nöthig, den Hahn C zu schliefsen, den Hahn D zu öffnen und den Kautschukschlauch J in den Behälter A überzuführen oder umgekehrt. Die Flüssigkeit gelangt auf diese Weise abwechselnd in die Be-

Claims (1)

  1. hälter A und B und in den Bottich I, und dies geschieht so lange, bis die Schwefelung genügend ist.
    Der Apparat hat den Vortheil, dafs er sich sowohl für den Grofs-, als auch für den Kleinbetrieb eignet und dafs man den Schwefelungsgrad der Flüssigkeit vollkommen in der Hand hat, was bei den bisherigen Schwefelungsverfahren in gleich sicherem Mafse nicht möglich ist.
    Bei Flüssigkeiten, welche diesen Procefs durchgemacht haben, wird die Gährung dauernd unterdrückt, auch gewinnen dieselben beim Lagern an Aroma, Güte und in hygienischer Hinsicht.
    Patenτ-Anspruch:
    Verfahren zum Schwefeln von Bierwürze und Wein, darin bestehend, dafs man dieselben in einem mit Schwefeldämpfen gefüllten Raum einmal oder mehrere Male durch eine Anzahl von Siebboden in Gestalt von Regen herabtropfen läfst, so dafs sie mit den Schwefeldämpfen in innige Berührung kommen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT72375D Verfahren zum Schwefeln von Bierwürze und Wein Expired - Lifetime DE72375C (de)

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