DE723862C - Verfahren zur Erhaltung der Streufaehigkeit und Lagerbestaendigkeit von Duengesalzen, insbesondere ammonnitrathaltigen Duengesalzen - Google Patents

Verfahren zur Erhaltung der Streufaehigkeit und Lagerbestaendigkeit von Duengesalzen, insbesondere ammonnitrathaltigen Duengesalzen

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DE723862C
DE723862C DEG81699D DEG0081699D DE723862C DE 723862 C DE723862 C DE 723862C DE G81699 D DEG81699 D DE G81699D DE G0081699 D DEG0081699 D DE G0081699D DE 723862 C DE723862 C DE 723862C
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duengesalzen
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05CNITROGENOUS FERTILISERS
    • C05C1/00Ammonium nitrate fertilisers
    • C05C1/02Granulation; Pelletisation; Stabilisation; Colouring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erhaltung der Streufähigkeit und Lagerbeständigkeit von Düngesalzen, insbesondere ammonnitrathaltigen Düngesalzen Gegenstand des Hauptpatents 670 5o6 ist ein Verfahren zur Erhaltung der Streufähigkeit und Lagerbeständigkeit von Düngesalzen, insbesondere ammonnitrathaltigen Düngemitteln, wonach man die Salze mit einer durch Zusatz von Alkali aus einer Eisensalzlösung hergestellten Eisenhydroxydsollösung in einer Menge von z bis .2 Gewichtsprozent bei gewöhnlicher Temperatur innig vermengt.
  • In weiterer Ausbildung der Erfindung wurde ermittelt, daß sich das gleiche Ziel auch dadurch erreichen läßt, daß man die. Düngesalze mit kolloidale Hydroxyde enthaltenden Lösungen von Salzen aus der Eisen- oder Chromgruppe, insbesondere Ferrinitrat, Ferrichlorid oder Chromnitrat, in Zusatzmengen entsprechend etwa 0,05'1" Fe oder Cr unter inniger Durchmischung benetzt.
  • Wie beim Hauptpatent dürfte auch die Wirkung der Eisen- oder Chromsalze eine rein mechanische sein. Das Verfahren der Erfindung hat nichts mit denjenigen zu tun, bei denen hygroskopische Zusätze verwendet werden. Dies geht auch schon äußerlich daraus hervor, daß nach lern Verfahren der vorliegenden Erfindung das Eisen- oder Chromsalz nur in der minimalen Menge von etwa 0,05'/, .F:e oder Cr zur Anwendung gelangt, während bei dem früheren Vorschlag die Zusatzmenge :des Aluminium- oder Eisensalzes sich :auf einige Prozent des Salzgewichts belief, um eine genügend sichere Wirkung bei längerer Lagerdauer zu erzielen.
  • Im Gegensatz hierzu ist die Wirkung des Verfahrens nach der Erfindung auch bei Verwendung .der angegebenen, äußerst geringen Zusatzmengen praktisch nicht begrenzt. Sie beruht entsprechend dem Verfahren des Hauptpatents darauf, daß die verwendeten Eisen- oder Chromsalze.bereits in wäßriger Lösung weitgehend hydrolytisch gespalten sind und daher ihre Lösungen in beträchtlichem Maße Ferri- oder Chromhydroxyd in kolloidaler Form enthalten. Dieses kolloidal gelöste Hydroxyd geht bei Berührung mit dem Düngesalz unter Einwirkung der in die Lösung eindringenden Salzionen in das b-,-treffende Gel über, so daß wie beim Verfahren des Hauptpatents jedes einzelne Salzkörnchen mit einer dünnen Gelhülle überzogen wird, welche etwa vorhandene oder noch hinzukomtnende Feuchtigkeit schwamanartig adsorbiert. Dieses Verfahren hat daher auch in seiner weiteren Ausbildung mit den Verfahren nichts zu tun, welche mit Kristallwasser bindenden Salzen, insbesondere Salzen der Doppelsalzen des Aluminiums oder Eisens in geringen, etwa einige Prozente betragenden Mengen arbeiten, und ist grundsätzlich auch auf andere backende Salze als Düngesalze anwendbar.
  • Im übrigen nützen die wasserbindenden Zusätze da nichts, wo die Erhärtung auf andere Ursachen als Wasseraufnahme zurückzuführen ist, z. B. auf nachträgliche Umsetzungen oder Umwandlungen in andere Kristallformen, sog. Festkörperreaktionen, die besonders bei ammonnitrathaltigen Mi,schdüngesalzen eintreten und während des Lagerns stattfinden können. Demgegenüber bewährt sich das Verfahren der Erfindung auch in diesen Fällen, und die danach behandelte Salzmasse bleibt streufähig, auch in Gegenwart der geringen Wassermenge, die erforderlich ist, die gewünschte leicht feuchte, also nicht staubende Beschafenheit des Düngers zu gewährleisten.
  • Die Salze des Nickel und Kobalt, die dem Eisen am nächsten verwandt sind, zeigen diese Wirkung nicht bz.w. die Kobaltsalze in viel geringerem Maße. Die Salze des Chroms dagegen, das ebenfalls im periodischen System nicht weit vom Eisen entfernt ist und mit letzterem die Eigenschaft gemein hat, in der dreiwertigen Form mit Säuren Salze zu bilden, sind in der Beeinflussung der Backfähigkeit der Düngesalze dem Eisen fast gleichzustellen.
  • Das Verfahren ist naturgemäß nicht nur auf feinkörniges Salz, wie es bei ,dem üblichen Fabrikationsgang meistens anfällt, sondern auch auf gekörnte Düngesalze anwendbar.
  • Die weitere Ausbildung der Erfindung besitzt gegenüber dem Hauptpatent mehrere Vorteile. Die benutzten Lösungen sind unbegrenzt haltbar und lassen sich infolge ihrer Haltbarkeit jederzeit leicht zerstäuben, ohne daß die Gefahr einer Düsenverstopfung besteht. Die Herstellung der Lösungen ist besonders einfach, da sie sich im wesentlichen auf das Auflösen der Salze beschränkt.
  • Ausführungsbeispiel Es werden 238 g Chromnitrat in Wasser gelöst und zu 1 1 aufgefüllt. Diese grüngefärbte Lösung wird, gegebenenfalls nach Kochen, bei gewöhnlicher Temperatur mittels Druckluft durch eine Zerstäuberdüse in geringer Menge, beispielsweise 1/2 bis 2 1, auf ioo kg Düngesalz, z. B. Ammonsulfatsalpet, r, unter gutem Durchmischen aufgespritzt. Eine weitere Behandlung erfolgt nicht.
  • Das so behandelte Salz behält seine Streufähigkeit unter allen normalen Lagerungs-, Transport- und Witterungsbedingungen.
  • Versuchsbericht Lagerversuche mit nach der Erfindung behandelten Salzen sind folgendermaßen verlaufen: Die nach der Erfindung behandelten und unbehandelten Düngesalze wurden in Säcken von ioo kg unter Belastung durch vier andere Säcke 4 Wochen lang unter einer gedeckten Rampe gelagert. Die Bedingungen entsprachen also etwa denen, wie sie auf dem Lande zu herrschen pflegen. Die zu den Lagerversuchen verwendeten Düngesadzmengen sind ihrer Entstehung, Zusammensetzung und dem Wassergehalt nach somit in jeder Beziehung einander geich und entsprechen in ihrer Beschaffenheit dem heutigen Stande der Fabrikationstechnik.
  • Versuch i ioo kg Ammonsulfatsalpeter wurden bei gewöhnlicher Temperatur mittels einer Zerstäuberdüse mit 1 l Ferrinitratlösung (etwa 56 g/1 Fe) bespritzt. Nach gutem Durchmischen wurde eingesackt.
  • Versuch 2 An Stelle der Ferrinitratlösung wurde Chromnitratlösung (5z gll Cr) benutzt. Versuch 3 Unbehandelter Ammonsulfatsalpeter, der bei der Einlagerung etwa i'/, Wasser enthielt, wurde eingesackt und eingelagert.
  • Die Säcke wurden in der angegebenen Weise gelagert und blieben unberührt vier Wochen lang liegen. Der Inhalt der Säcke nach Versuch i und :2 konnte ohne weiteres ausgeschüttet werden. Es fand sich kein einziger zusammengebackener Klumpen, so daß kein Zertrümmerungsdruck zu bestimmen war. Der Inhalt des Sackes nach Versuch 3 ließ sich nicht ausschütten, da er zu einem zusammenhängenden Block erhärtet war. Herausgeschnittene Würfel von 7 cm Kantenlänge zeigten im Durchschnitt einen Zertrümmerungsdruck von 7,1 lcg/qcm.
  • Daß der Inhalt der Säcke nach Versuch i und :2 vollkommen streufähig geblieben war, ist durchaus kein ausnahmsweise günstiges Ergebnis, sondern diese Erscheinung tritt stets auf, wenn das Salz mit den Metallsalzlösungen nach der vorliegenden Erfindung behandelt wird und unter normalen Bedingungen lagert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erhaltung der Streufähigkeit und Lagerbeständigkeit von Düngesalzen, insbesondere ammonnitrathaltigen Düngesalzen, nach Patent 670 5o6, dadurch gelcennzeichnef'; daß man die Düngesalze mit kolloidale Hydroxyde .enthaltenden Lösungen von Salzen aus der Eisen- oder Chromgruppe, insbesondere Ferrinitrat, Ferrichlorid oder Chromnitrat, in Zusatzmengen entsprechend etwa 0,05 °/o Fe oder Cr, unter inniger Durchmischung benetzt.
DEG81699D 1932-01-20 1932-01-20 Verfahren zur Erhaltung der Streufaehigkeit und Lagerbestaendigkeit von Duengesalzen, insbesondere ammonnitrathaltigen Duengesalzen Expired DE723862C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1016277B (de) * 1954-11-10 1957-09-26 Ruhrchemie Ag Verfahren zur Herstellung von Spurenelemente enthaltenden koernigen und mit Puderschicht ueberzogenen mineralischen Duengemitteln
DE1040049B (de) * 1956-08-29 1958-10-02 Salzdefurth Ver Kaliwerke Herstellung frei fliessender, lagerbestaendiger, nicht backender und nicht erhaertender Kaliduengesalze unter Anwendung organischer Schutzstoffe in Form von Emulsionen
DE972197C (de) * 1953-10-25 1959-07-02 Bergwerksgesellschaft Hibernia Verfahren zur Nachbehandlung von koernigem, geringe Mengen von Eisensalzen, insbesondere Eisensulfat, enthaltenden, aus schwach sauren Schmelzen der Salzkomponenten hergestellten Ammonsulfatsalpeter
DE1214655B (de) * 1958-10-17 1966-04-21 Solvay Werke Gmbh Verfahren zur Verringerung bzw. Verhinderung der Kornvergroeberung und/oder des Zusammenbackens von Natriumchlorid (Industriesalz) infolge Temperatur- und/oder Feuchtigkeitsschwankungen waehrend der Lagerung

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DE972197C (de) * 1953-10-25 1959-07-02 Bergwerksgesellschaft Hibernia Verfahren zur Nachbehandlung von koernigem, geringe Mengen von Eisensalzen, insbesondere Eisensulfat, enthaltenden, aus schwach sauren Schmelzen der Salzkomponenten hergestellten Ammonsulfatsalpeter
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DE1040049B (de) * 1956-08-29 1958-10-02 Salzdefurth Ver Kaliwerke Herstellung frei fliessender, lagerbestaendiger, nicht backender und nicht erhaertender Kaliduengesalze unter Anwendung organischer Schutzstoffe in Form von Emulsionen
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