DE724043C - Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung des absoluten oder prozentualen Feuchtigkeitsgehaltes stetig erzeugter Gueter - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung des absoluten oder prozentualen Feuchtigkeitsgehaltes stetig erzeugter Gueter

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DE724043C
DE724043C DEL99264D DEL0099264D DE724043C DE 724043 C DE724043 C DE 724043C DE L99264 D DEL99264 D DE L99264D DE L0099264 D DEL0099264 D DE L0099264D DE 724043 C DE724043 C DE 724043C
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    • G01N27/02Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance
    • G01N27/22Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance by investigating capacitance
    • G01N27/223Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance by investigating capacitance for determining moisture content, e.g. humidity

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Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung des absoluten oder prozentualen Feuchtigkeitsgehaltes stetig erzeugter Güter Bei der Erzeugung von Gütern, die in einem stetigen Strom einem Trocknungs- oder Befeuchtungsvorgang unterliegen, ist es aus den verschiedensten Gründen wichtig, den Wassergehalt vor oder nach der Behandlung stets genau zu kennen. Neben den verschiedensten gebräuchlichen gravimetrischen Verfahren werden für diesen Zweck vielfach Wassergehaltsmesser verwendet, die die Wirkung oder die Beeinflussung elektrischer Ströme auf oder durch das Meßgut zur Feststellung des Wassergehaltes benutzen. Diese Verfahren und die für sie vorgesehenen Einrichtungen haben den Vorteil, daß die Bestimmung des Wassergehaltes nach einer einmal erfolgten Eichung der Meßeinrichtung sehr rasch vor sich geht.
  • Diese elektrischen Schnellbestimmungsverfahren werden in zwei Arten angewendet.
  • Einmal werden Muster des betreffenden Stoffes untersucht, und zum anderen Mal wird der stetig erzeugte oder behandelte Strom des zu messenden Gutes ununterbrochen der Einwirkung der Meßströme unterworfen oder zu ihrer Beeinflussung herangezogen. Die Anwendung dieser Verfahren brachte viele Aufschlüsse über die tatsächlichen Vorgänge bei der Trocknung bzw. Befeuchtung von Waren, die bisher mit Hilfe der gravimetrischen Methode gar nicht oder sehr unvollkommen erfaßt und dargestellt werden konnten. So er-. geben die Messungen mit stetig arbeitenden Feuchtigkeitsmessern in vielen Industriezweigen, die scheinbar ein gleichmäßig feuchtes Gut herstellen, daß diese Gleichmäßigkeit keineswegs gegeben ist und daß in längeren und kürzeren Abständen ganz erhebliche Feuchtigkeitsschwankungen auftreten.
  • In den meisten Arbeitsstätten, die solche Güter erzeugen, ist der Wert der erzeugten Ware von ihrem Wassergehalt abhängig.
  • Wird also eine Einheit dieser Ware verkauft, so ist es für die gerechte Preisermittlung notwendig, genau das Verhältnis der Bestandteile Ware und Wasser zu wissen. Will man dieses Verhältnins mit Hilfe von Einzelbestimmungen erfahren, so sind hierzu viele Messungen erforderlich, die außerdem den Nachteil haben, daß bei der Probeentnahme eine unvermeidliche Zufälligkeit vorliegt, weil in fast allen Fällen das zu messende Gut nur im Durchschnitt gesehen eine gewisse Gleichmäßigkeit besitzt, während einzelne Teile des Güterstromes einen vom Durchschnitt wesentlich abweichenden Wassergehalt haben.
  • Verwendet man stetig wirkende Feuchtigkeitsmesser, deren Werte auf einem Registrierstreifen aufgeschrieben werden, so besteht die Möglichkeit, die Registrierwerte in dem Zeitraum der Erzeugung einer Wareneinheit zu planimetrieren und den so erzielten Mittelwert für die Preisberechnung einzusetzen.
  • Das Bedürfnis zu solchen Messungen liegt z. B. immer dann vor, wenn der stetig erzeugte Güterstrom in einzelnen Gewicht oder Raumeinheiten abgefaßt und zur Weiterbehandlung oder zum Versand gebracht wird. Solche Gewicht oder Raumeinheiten finden sich vielfach in der Form von Ballen, Paketen, Rollen, Behälterfüllungen u. dgl. in der gesamten Industrie vor. Die Einheit soll fast immer gleich groß gehalten werden, da sie meistens eine handelsübliche Größe besitzt oder im Falle der Weiterbehandlung im eigenen Betrieb gleichbleibenden Betriebsvoraussetzungen entsprechen soll.
  • Um praktische Beispiele aufzuzählen, sollen folgende Fälle erläutert werden. In einer Zellwollefabrik interessiert der Wassergehalt des zur Bereitung der Viscose oder der nach sonstigen Aufbereitungsverfahren hergestellten Spinnfiüssigkeit verwendeten Zellstoffes.
  • Je nach dem Wassergehalt des verwendeten Zellstoftes müssen die weiteren Zusätze bemessen werden. Die Gleichmäßigkeit des Ansatzes ist für die Güte des Erzeugnisses maßgebend. Andererseits interessiert in einer Zellwollefabrik der Wassergehalt der erzeugten Zellwolle, die bekanntlich am Schluß des Herstellungsprozesses einem Trocknungsverfahren unterliegt. Der Wassergehalt in der Zellwolle schwankt erheblich, und der gesamte Wassergehalt in einem Ballen, der aus dem stetig fließenden Strom hergestellt wird, ist für die Errechnung des gerechten Preises eine maßgebliche Größe. In beiden Fällen werden heute stetig wirkende Feuchtigkeitsmesser verwendet, deren Ergebnisse registriert und die registrierten Werte im Zeitablauf der Füllung eines Behälters oder der Anfertigung eines Ballens mit jeweils festliegenden Gewichten planimetriert und für den weiteren Betriebsvorgang ausgewertet werden.
  • Aber auch dieses Verfahren hat große Nachteile. Die Auswertung der Registrierkurven ist wegen der vorhandenen starken Ungleichmäßigkeit des Wassergehaltes außerordentlich zeitraubend und ungenau. Außerdem sind oft die Zeitabstände zwischen den einzelnen Abschnitten der Betriebsvorgänge sehr kurz und -oftmals auch ungleidnnäßig. so daß es schwer ist, den richtigen Zeitablauf auf der Registrierkurve zu erfassen.
  • Die vorliegende Erfindung soll diesem fabel stand abhelfen. Sie betrifft ein Verfahren zur Feststellung des tatsächlichen Wassergehaltes in einer für sich erfaßbaren Mengen- oder Gewichtseinheit eines stetig fließenden Güterstromes. Das Verfahren arbeitet mit Hilfe elektrisch wirkender Feuchtigkeitsmesser. Es kennzeichnet sich gegenüber der bisherigen Anwendung der elektrisch wirkenden Feuchtigkeitsmesser für stetige Messung dadurch. daß der den Wassergehalt anzeigende Meßstrom nicht nur über ein Anzeige- oder Registrierinstrument, sondern zugleich auch über einen elektrischen Zähler geführt wird. der die Summenbildung aller SchRanIiungen des Meßstromes vornimmt und der zweclimäßig jeweils nach Beendigung des Eetriebsvorgan ges auf seinen Nullwert zurückgestellt wird.
  • Das der Erfindung entsprechende Verfahren bietet gegenüber den bekannten Verfahren zur Feststellung des tatsächlichen Wassergehaltes einer stetig erzeugten Wareneinheit den Vorteil, daß die Messung ohne Anwendung weiterer Arbeitsvorgänge und ohne weiteren Zeitverbrauch mit einer viel größeren Genauigkeit erfolgt. Bei diesem Verfahren werden tatsächlich alle Schwankungen des Wassergehaltes ihrer Größe und Zeiteinwirkung nach vollkommen richtig erfaßt, was bei den manuell ausgeführten Meßverfahren nicht möglich ist. Soll nur der tatsächliche, in der durchgeflossenen Warenmenge vorhandene Wassergehalt festgestellt werden, so genügt allein die Ablesung des in der Zeit der Herstellung der Wareneinheit am Zähler entstandenen Meßwertes. Soll jedoch der prozentuale Wassergehalt ermittelt werden, so ist dieser Wert mit dem festgestellten Gesamtgewicht in Beziehung zu setzen und durch Rechnung der prozentuale Wert des Wassergehaltes zu ermitteln.
  • In ähnlicher Weise ist schon vorgeschlagen worden, den durchschnittlichen Gehalt an Kohlensäure und Kohlenoxid von Rauchgasen zu ermitteln, indem die Meßergebnisse der Indikatoren in Form entsprechender Meßströme einem elektrischen Zähler zugeführt wurden. Hierbei handelt es sich jedoch um die Messung an einem gleichförmigen Meßgutstrom, während bei der Feuchtigkeitsmessung mit einem in der Menge stark schwankenden und oft unterbrochenen Strom zu rechnen ist. Diese Betriebsbedingungen erfordern neue Mittel zur Lösung der geschilderten Aufgabe.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Zur Feuchtigkeitsmessung dient in diesem Beispiel der Meßkondensator I, durch den der stetige Strom des Meßgutes 2 hindurchläuft. Der Meßkondensator I wird erregt durch einen Wechselstromerzeuger, der hier aus der Elektronenröhre 3, dem Gitterkreis mit der Tnduktivität 4, dem Abstimmkondensator 5, Gitterblockkondensator 6 und Gitterdrosset 7 gebildet wird. Zur Anfachung der Wechselströme dient der Rückkopplungskreis mit der Induktivität 8 und dem Abstimmkondensator 9. Parallel zum Rückltopplungskreis ist ein Saugkreis mit der Induktivität I0 und dem abstimmbaren Kondensator 11 angeschlossen. Parallel zu dem Kondensator II liegt der Kondensator 1. Die erforderliche Anodengleichspannung wird hier durch den Glimmlichtspannungsteiler I2 aufgeteilt und konstant gehalten.
  • Die Arbeitsweise des Wechselstromgenerators ist als bekannt vorauszusetzen. Es soll hier nur noch erläutert werden, daß der Meßgenerator zu konstanten Schwingungen angefacht wird, solange der Meßkondensator noch kein Meßgut enthält. In der Zuleitung des Anodenstromes fließt ein konstanter Gleichstrom, der diesem Schwingungszustand entspricht und der in dem Anzeigeinstrument I3 angezeigt wird. Beim Einführen des Meßgutes in den Meßkondensator wird die Rückkopplung in ihrer Abstimmung verändert, so daß nunmehr je nach Abstimmung stärkere oder schwächere Ströme in dem Wechselstromgenerator erzeugt werden, die einen gegenüber dem früheren Zustand stärkeren oder schwächeren Anodenstrom zur Folge haben.
  • In der Zuleitung des Anodengleichstromes liegt, der Erfindung entsprechend, ein elektrischer Stromzähler, in diesem Falle ein Gleichstromzähler, der aus dem Anker 14 dem Feldmagneten I5 und dem Zählwerk besteht.
  • Um eine größere Empfindlichkeit des Anzeigeinstrumentes und des Zählers zu erzielen, wird durch den Hilfswiderstand I7 der Teil des Auodengleichstromes, der konstant ist, in der Anodenstromzuleitung kompensiert, so daß also nur die Veränderung der Anodenstromstärke gegenüber dem Ruhestrom angezeigt und durch den Zähler gemessen wird.
  • Der Anodenstrom des Wechselstromgenerators verändert sich jedoch nicht nur beim Einführen des Meßgutes, sondern auch bei Veränderung des Wassergehaltes. Wenn die zugeführte Menge des Mellgutes, bezogen auf die Zeiteinheit, stets konstant bleibt, so sind die Anodenstromveränderungen, die durch die Änderungen des Wassergehaltes hervorgerufen werden, ein genauer Maßstab für den Wassergehalt. Man kann dabei das Anzeigeinstrum-ent I3 so eichen, daß es den Wassergehalt in 100 Teilen des Trockengehaltes oder des Feuchtgewichtes angibt. In gleicher Weise wirt auch das Zählwerk. Die Umlaufgeschwindigkeit des Zählwerkankers wird in festem Zusammenhang mit der Höhe des Wassergehaltes des Meßgutes stehen. Wird das Meßgut stets mit gleicher Geschwindigkeit durch den Meßkondensator geführt, so kann das Zählwerk in Kilogramm-Wasser als Mengenzähler geeicht werden. Es ist also möglich, den absoluten Wassergehalt einer bestimmten Warenmenge, die in einem be stimmten Zeitraum durch den Meßkondensator geführt worden ist, am Zählwerk abzulesen, wenn man das Zählwerk bei Beginn und am Schluß des Fertigungsvorganges dieser Warenmenge abliest. Aus dem ermittelten Warengewicht und der hier festgestellten Wassermenge läßt sich durch einfache Rechnung auch der prozentuale Anteil des Wassers bestimmen.
  • Diese Einrichtung wird jedoch dann Fehlmessungen erbringen, wenn durch einen Betriebszwischenfall die durch den Meßkondensator geführte Ware zum Stillstand kommt oder wenn die Ware aus dem Kondensator ganz entfernt wird. Dieses ist ja ohne weiteres erklärlich, wenn man berücksichtigt, daß beim Stillstand der Ware während dieser Zeit nur der Wassergehalt angezeigt und gezählt wird, den das Meßgut, das augenblicltlich sich im Meßkondensator befindet, besitzt. Ist der Stillstand von längerer Dauer, so kann hierdurch bei stark streuendem Wassergehalt des Meßgutes ein erheblicher Meßfehler entstehen.
  • Andererseits ruft ja bereits das vollkommen trockene Meßgut eine bestimmte Veränderung des Anodenstromes hervor, so daß nur die Veränderungen von der Anodenstromstärke ab, die der Füllung des Meßkondensators mit vollkommen trockenem Meßgut entspricht, in dem Anzeigeinstrilment bzw. im Zählwerk gemessen werden können. Dadurch besteht die Gefahr, daß beim völligen Austreten des Meßgutes aus dem Meßkondensator eine erhebliche Anodenstromveränderung eintritt, die eine Bewegung des Zählwerkes entgegengesetzt der normalen Zählrichtung hervorrufen wird.
  • Um diese Fehler zu vermeiden, kann das Zählwerk durch den Kontakt IS kurzgeschlossen werden. Der Kontakt IS wird durch eine mechanische oder elektrische Vorrichtung bekannnter Bauart kurzgeschlossen, wenn das Meßgut zum Stillstand kommt oder der Meßkondensator kein Meßgut enthält. Durch diese Einrichtung wird also vermieden, daß durch unerwünschte Betriebsvorkommnisse Fehlzählungen hervorgerufen werden.
  • Die bisher beschriebene Einrichtung genügt in allen den Fällen, wo das Meßgut sich mit gleichmäßiger Geschwindigkeit bewegt. Es ist klar, daß bei ungleichmäßiger Geschwindigkeit des Meßgutes Fehlmessungen auftreten müssen, weil es vorkommen kann, daß ein Teil der Ware mit geringem Wassergehalt sehr langsam durch den Meßkondensator läuft und dadurch das Zählwerk so beeinflußt, daß ein hoher Wassergehalt vorgetäuscht wird.
  • Andererseits kann der Zeitwert eines Teiles des Meßgutes mit hohem Wassergehalt zu kurz bemessen sein, so daß ein zu niedriger Wassergehalt vorgetäuscht wird, wenn die zu feuchte Teilmenge zu rasch den Meßkondensator passiert. Um diesem Fehler zu begegnen, soll das Zählwerk durch den Geschwindigkeitsfaktor mit beeinflußt werden. Dieses kann z. B. dadurch erfolgen, daß eine zusätzliche Bremsscheibe 19 mit einem Bremsmagneten 20 auf der Zählerachse angeordnet wird und hemmend auf die Bewegung des Zählwerkes einwirkt. Die Erregung des Bremsmagneten soll in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Meßgutes erfolgen. Bei steigender Geschwindigkeit soll die Bremswirkung verringert werden, während bei sinkender Geschwindigkeit die Bremswirkung erhöht wird. Die Erzeugung des richtig bemessenen Bremsstromes für den Magneten 20 kann in bekannter Weise durch einen vom Meßgut in Bewegung versetzten Gleichstromgenerator oder einen in Abhängigkeit von einer Geschwindigkeitsmessung verstellten Widerstand erfolgen. Die Angleichung der Bremswirkung und Zählwirkung kann durch parallel geschaltete Widerstände zum Zählwerk bzw. zum Bremsmagneten erfolgen.
  • Eine andere Möglichkeit, den Geschwindigkeitsfaktor mit in die Zählung hineinzubringen, besteht darin, daß ein zusätzlicher Strom, der wie der Bremsstrom für den Magneten 20 in seiner Stärke zu der Geschwindigkeit proportional ist, dem Zähler über seine Bürsten zugeleitet wird. Dieser Strom müßte mit sinkender Geschwindigkeit ebenfalls sinken, und mit steigender Geschwindigkeit ansteigen. Zu seiner Erzeugung können die gleichen Mittel dienen, wie oben bereits geschildert.
  • Aus den vielen Möglichkeiten, den Geschwindigkeitsfaktor in diese Mesung hineinzubringen, soll letzten Endes noch die erwähnt werden, einen Parallelwiderstand 21 zum Zählwerk zu legen, dessen Größe in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Meßgutes gesteuert wird.
  • Es sind jedoch noch andere Fälle denkbar, bei denen es sich nicht um ein Meßgut gleichbleibender Stärke oder gleichbleibenden Gewichtes handelt, sondern das Meßgut stoßweise und in unregelmäßigen Mengen aus dem Herstellungsvorgang anfällt. Auch hier ist es notwendig, den tatsächlichen Wassergehalt einer bestimmten Menge dieser Ware zu ermitteln. Die hier beschriebene Erfindung ermöglicht auch dieses, und zwar auf folgendem Wege: Wie oben schon erklärt, bringt ja nicht nur die feuchte Ware einen Ausschlag des Feuchtigkeitsmessers zustande, sondern schon die trockene Ware. Wenn man also den Ausgleichwiderstand 17 so einstellt, daß bei leerem Meßkondensator kein Strom durch das Anzeigeinstrument bzw. Zählwerk fließt, so würde bei gleichbleibendem Wassergehalt der Ware der Ausschlag des Anzeigeinstrumentes bzw. die Geschwindigkeit des Zählwerkes allein von der Menge der hindurchgetretenen Ware abhängig sein. Eine steigende Menge würde also einen Ausschlag in gleicher Richtung hervorrufen, wie ein steigender Wassergehalt. Beeinflußt man also die vom Anodengleichstrom hervorgerufene Umlaufgeschwindigkeit des Zählwerkes in ähnlicher Weise wie vordem von der Geschwindigkeit des Meßgutes jetzt von seiner Menge, so wird die Zählung des Wassergehaltes immer wieder in richtiger Weise erfolgen. Mittel zur Beeinflussung eines Widerstandes oder eines Stromes in Abhängigkeit von der Menge eines Gutes sind bekannt, so daß diese Beeinflussung ohne weiteres möglich ist. Zu berücksichtigen ist ferner noch, daß die Beeinflussung des Anodenstromes durch eine veränderte Menge des Meßgutes bei gleichbleibender Feuchtigkeit nicht so wirkungsvoll ist, wie die gleich große Beeinflussung der Feuchtigkeit bei gleichbleibender Menge.
  • Setzt man also einer vorher gemessenen Menge des Meßgutes mit einer bestimmten Feuchtigkeit einen bestimmten Gewichtsanteil gleichen Meßgutes zu, so ist die Veränderung des Ausschlages bedeutend geringer, als wenn man den gleichen Gewichtsanteil in Wasser hinzufügt. Es besteht also die Möglichkeit. auch ohne einen Ausgleich der veränderlichen Menge in der oben beschriebenen Art eine Messung des absoluten Wassergehaltes vorzunehmen, wenn man eine geringeUngenauigkeit in Kauf nimmt.
  • Aus dem oben Gesagten ergibt sich, daß die hier geschilderte Erfindung bedeutende Vorteile gegenüber den bisher bekannten Verfahren zur Ermittlung des Gesamtwassergdialtes einer bestimmten Menge eines stetig fließenden Warenstromes erbringt. Dieses wird um so deutlicher, je ungleichmäßiger der Wassergehalt der einzelnen Teile dieses Warenstromes ist. Alle, auch die kürzesten Veränderungen des Wassergehaltes werden ihrem absoluten Wert und ihrem Zeitwert entsprechend richtig gemessen, während die Ermittlung gerade dieser Veränderungen mit Hilfe der üblichen Verfahren sehr große Schwierigkeiten mit sich bringt. Es ist ferner durch die selbsttätige Ermittlung des absoluten Wassergehaltes in einer bestimmten Warenmenge ein großer Zeitgewinn zu erzielen, wobei die Ausschaltung von Ausfertigungs- und Rechnungsfehlern als zusätzlicher Vorteil auftritt.
  • Das der Erfindung entsprechende Verfahren kann mit den verschiedensten elektrischen Wassergehaltsmessern ausgeübt werden. Es ist nur notwendig, daß in Abhängigkeit vom Wassergehalt des Meßgutes ein veränderlicher Meßstrom erzeugt wird. Hierbei ist es gleichgültig, ob für die Zählung ein Gleichstrom-oder ein Wechselstromzählwerk verwendet wird, da ja auch viele Feuchtigkeitsmesser die Meßströme in anderer Weise erzeugen, als hier beschrieben ist. Auch hinsichtlich des Ausgleiches des Zeitfaktors geben diese Darstellungen nur eine kleine Auswahl der verschiedenen Möglichkeiten. Grundsätzlich wird durch die Erfindung klargestellt, das mit Hilfe elektrischer Feuchtigkeitsmesser die Ermittlung des absoluten Wassergehaltes in einem bestimmten Teil eines stetig erzeugten Warenstromes möglich ist, ohne daß man gezwungen ist, die Warenmenge einer Messung zu unterziehen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Bestimmung des absoluten oder prozentualen Feuchtigkeitsgehaltes von für sich erfaßbaren Mengen oder Gewichtseinheiten stetig erzeugter Güter mit Hilfe von elektrisch wirkenden Feuchtigkeitsmessern, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Feuchtigkeitsgehalt des Meßgutes beeinflußte Meßstrom über einen elektrischen Zähler geführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Zeiteinheit den Feuchtigkeitsmesser durchströmende Menge des Meßgutes als Gewichts- oder Raumeinheit mit zur Einwirkung auf den Gang des Zählwerkes gebracht wird und die Umlaufgeschwindigkeit des Zählwerkes verändert.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ausbleiben des Meßgutes oder beim Stillstehen des Meßgutstromes das Zählwerk durch Kurzschluß-, Brems- oder Umschalteinrichtungen stillgesetzt wird.
  4. 4. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zähler des Feuchtigkeitsmessers eine Bremsscheibe besitzt, die im Feld eines Elektromagneten läuft, welcher in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit oder dem in der Zeiteinheit durch den Meßkondensator hindurchströmenden Gewicht des Meßgutes erregt wird.
  5. 5. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Zähler des Feuchtigkeitsmessers ein Zusatzstrom geführt wird, dessen Stärke in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Meßgutes oder dem Gewicht des in der Zeiteinheit durch den Meßkondensator fließenden Meßgutes verändert wird.
  6. 6. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an die I(lemmen des Zählers ein Widerstand gelegt ist, der einen Teil des Meßstromes aufnimmt, wobei dieser Widerstand in seiner Größe abhängig gemacht wird von der Geschwindigkeit des Meßgutes oder von seinem in der Zeiteinheit durch den Meßkondensator hindurchgeführten Gewicht.
  7. 7. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Röhrensendern als Wechselstromerzeuger der konstante Ruhestrom bzw. der sich bei vollkommen trockenem Meßgut ergebende Meßstrom nicht auf den Zähler einwirkt, sondern nur der hiervon abweichende Betrag des Meßstromes.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2607830A (en) * 1947-05-28 1952-08-19 Chain Belt Co Method and apparatus for measuring moisture content of sand or the like
DE1039261B (de) * 1952-05-19 1958-09-18 Paul Lippke Mess Und Regelgera Feuchtigkeitsmesser fuer bewegte Bahnen
DE1057797B (de) * 1953-02-24 1959-05-21 Ind Machinery Company Ltd Verfahren und Anordnung zur Messung des prozentualen Feuchtigkeitsgehalts eines Materialstromes
DE1077459B (de) * 1952-07-08 1960-03-10 Henri Eicken Genannt Estienne Vorrichtung zur Bestimmung des Feuchtigkeitsgehalts von Materialien bzw. zur Steuerung von Trockenmaschinen, Trockeneinrichtungen u. dgl.

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