DE725100C - Einrichtung zur selbsttaetigen Veraenderung der Fluegelblattsteigung mehrerer nicht gleichachsig angeordneter Verstelluftschrauben - Google Patents

Einrichtung zur selbsttaetigen Veraenderung der Fluegelblattsteigung mehrerer nicht gleichachsig angeordneter Verstelluftschrauben

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DE725100C
DE725100C DEI58408D DEI0058408D DE725100C DE 725100 C DE725100 C DE 725100C DE I58408 D DEI58408 D DE I58408D DE I0058408 D DEI0058408 D DE I0058408D DE 725100 C DE725100 C DE 725100C
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propellers
adjustment
screw
propeller
common
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DEI58408D
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Dr-Ing Otto Mader
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Airbus Defence and Space GmbH
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Messerschmitt Bolkow Blohm AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D35/00Transmitting power from power plants to propellers or rotors; Arrangements of transmissions
    • B64D35/08Transmitting power from power plants to propellers or rotors; Arrangements of transmissions characterised by the transmission being driven by a plurality of power plants

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Description

  • Einrichtung zur selbsttätigen Veränderung der Flügelblattsteigung mehrerer nicht gleichachsig angeordneter Verstelluftschrauben Die Erfindung bezieht sich auf eine Vortriebseinrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Luftfahrzeuge, bei welcher zwei oder mehr untereinander zwangsläufig verbundene Vortriebsschrauben, deren Flügelsteigung stetig veränderbar ist, von einer gemeinsamen Kraftquelle aus angetrieben werden. Es ist bei Vortriebsschrauben mit stetig veränderbarer Flügelsteigung bekannt, die Steigungseinstellung durch eine selbsttätig wirkende Einrichtung in Abhängigkeit von irgendeiner Zustandsgröße (z. B. Drehzahl der Schraube) vorzunehmen. Hierbei ist ein auf Änderungen dieser Zustandsgröße ansprechendes Glied (Regelglied) vorgesehen, welches, gegebenenfalls über einen eine Hilfskraft auslösenden Kraftschalter, die Verstellung der Schraubenflügel im gewünschten Sinne bewirkt. Beispielsweise kann dieses Regelglied ein Fliehkraftpendel sein, welches die Schraubenflügel so einstellt, daß die Schraube auch bei Änderungen der Vortriebsgeschwindigkeit oder der Dichte des Mediums, in dem sie arbeitet, oder des Drehmomentes ihres Antriebsmotors immer mit annähernd gleicher Drehzahl umläuft. Diese Einrichtungen arbeiten richtig, solange mit einem Antriebsmotor nur eine Vortriebsschraube gekuppelt ist. Treibt ein Antriebsmotor dagegen mehrere untereinander zwangsläufig verbundene Schrauben und würde man jede Schraube für sich mit einer derartigen selbsttätigen Flügelverstelleinrichtung versehen, so wäre eine Gewähr für richtiges Arbeiten dieser Einrichtungen nicht mehr gegeben. Hierbei könnte beispielsweise die eine Schraube auf eine Steigung eingestellt sein, welche höher ist als die für den vorliegenden Betriebsfall richtige Steigung, die andere Schraube dagegen auf eine niedrigere Steigung. Es würde sich dabei zwar die gewünschte Drehzahl der Vortriebsschrauben ergeben, aber die Schrauben würden unter ungünstigen Verhältnissen, also mit schlechtem Wirkungsgrad arbeiten. Sind solche Vortriebsschrauben beiderseits der Längsmittelebene des Fahrzeugs angeordnet, so ergibt die ungleiche Steigungseinstellung fernerhin ein unerwünschtes Drehmoment um die Hochachse des Fahrzeugs, das durch Rudereinstellung ausgeglichen werden muß, wodurch die Geschwindigkeit weiter verringert wird.
  • Einrichtungen zur gemeinsamen Einstellung der Regeleinrichtungen mehrerer einzeln angetriebener Verstelluftschrauben auf eine gemeinsame Solldrehzahl sind bekannt. Hierbei ist für jede Luftschraube eine selbständig arbeitende Regeleinrichtung mit Drehzahlregler vorgesehen, deren Einstellung auf eine gemeinsame Solldrehzahl aber nur dann zweckmäßig ist, wenn zu gleicher Zeit auch die Leistungen der Antriebsmaschinen, z. B. durch gemeinsame Regelung des Ladedruckes; in Übereinstimmung gebracht werdeni.
  • Für die Regelung des Blattanstellwinkels nicht gleichachsig angeordneter Verstelluftschrauben, die durch eine gemeinsame Kraftquelle angetrieben werden, vermeidet die Erfindung die Anordnung mehrerer selbständig arbeitender Regeleinrichtungen und die Nachteile, die sich daraus ergeben, durch Anordnung eines für alle Luftschrauben gemeinsamen, auf Änderungen einer Zustandsgröße, beispielsweise der Triebwerksdrehzahl, ansprechenden Reglers, dessen auf die Verstelleinrichtungen der einzelnen Luftschrauben übertragene Steuerbewegung die Blattanstellwinkel jeder Luftschraube um den gleichen Betrag verändert.
  • Man kann zu diesem Zweck von jeder Vortriebsschraube ein an deren Flügeln angreifendes Verstellgestänge zu einer allen Schrauben gemeinsamen Verstelleinrichtung hinführen. Diese Verstelleinrichtung kann zur Betätigung von Hand durch den Führer des Fahrzeuges eingerichtet sein oder aber selbsttätig wirken. Im letzteren Fall besteht diese Einrichtung zweckmäßig aus einem auf Änderungen einer Zustandsgröße ansprechenden Regelglied und einem von diesem Regelglied beeinflußten Kraftschalter, durch welchen eine die Flügelverstellung bewirkende Hilfskraft ausgelöst wird.
  • Da derartige zwischen den Flügeln der einzelnen Luftschrauben und der gemeinsamen Verstelleinrichtung angeordnete Kraftleitungen erhebliche Kräfte über größere Strecken zu übertragen haben, so erfordern sie einen beträchtlichen Gewichtsaufwand, außerdem kann die Genauigkeit der Be-«-E:gttngsübertragttng durch die bisher unverineidlichen erheblichen Formänderungen, durch toten Gang u. dgl. beeinträchtigt wer-(len. Derartige Mängel langer Kraftleitungen lassen sich vermeiden, indem an jeder Vortriebsschraube selbst eine die Verstellkraft liefernde Kraftquelle angeordnet wird, so daß die Kraftübertragungsglieder nur kurze Entfernungen zu überbrücken haben, also entsprechend leicht werden und weder störenden toten Gang noch erhebliche Formänderungen aufweisen. Diese Anordnung erfordert aber eine Steuerung dieser Kraftquellen in der Weise, daß die Flügelsteigung bei jeder der unter sich verbundenen Vortriebsschrauben eine ganz bestimmte Größe aufweist. Zu dein Zweck muß jede dieser Kraftquellen finit einer Steuerung (Kraftschalter) versehen sein, die von der gemeinsamen @er@telleinrichtung eingestellt wird und die derartig wirkt, daß jeder Einstellung dieser Steuerung eine ganz bestimmte Flügelsteigung zugeordnet ist. Die Steuerung ist zu diesem Zweck entweder als Rückführsteuerung oder als Folgesteuerung ausgebildet.
  • Bei der Rückführsteuerung wird von der Verstelleinrichtung das Steuerglied eines Kraftschalters verschoben, so daß ein Treibmittel zur Kraftquelle strömt und dort die Verstellung eines Kraftgliedes bewirkt. Diese Verstellbewegung wird auf das Kraftschalterglied im Sinne einer Zurückführung desselben in die Ausgangslage übertragen. Je größer also die Verschiebung ist, welche das Kraftschalterglied erfährt, um so größer ist auch der Verstellweg des Kraftgliedes, welcher nötig ist, um das Kraftschalterglied wieder in die Ausgangslage zurückzuführen. Die Größe der Verstellung des Kraftschaltergliedes und die durch den Hilfsmotor bewirkte Verstellung der Schraubenflügel stehen also stets in bestimmter Abhängigkeit voneinander.
  • Bei der Folgesteuerung wird die Treibmittelzufuhr zur Kraftquelle durch ein in Richtung der Verschiebung des Kraftgliedes verstellbares Steuerglied so beeinflußt, daß das Kraftglied jeder Verstellung des Steuergliedes unmittelbar folgt, so daß die Verstellung des Steuergliedes und die daraus sich ergebende Verstellung des Kraftgliedes einander völlig gleich sind. Es gibt auch Folgesteuerungen, bei welchen das eine Glied (z. B. das Steuerglied) verschiebbar, das andere Glied (;z. B. das Kraftglied) schwenkbar angeordnet ist und bei denen einer bestimmten `'erschiebebewegung des einen Gliedes ein bestimmter Schwenkwinkel des anderen Gliedes entspricht. Bei Verstell- oder Steuergliedern, welche durch ein gemeinsames, selbsttätig wirkendes Regelglied verstellt werden, kann außerdem noch eine zusätzliche Verstellung (entweder ebenfalls gemeinsam oder für jedes Steuerglied einzeln) vorgesehen sein.
  • Eine solche Einrichtung kann beispielsweise dazu dienen, um beim Versagen des Antriebsmotors oder bei absichtlicher Stillsetzung desselben die Flügel der von ihm angetriebenen Schrauben in die sogenannte Segelstellung bringen zu können, bei welcher die ruhenden Schrauben den kleinsten Fahrtwiderstand aufweisen oder um umgekehrt 'vorübergehend, z. B. beim Landen eines Flugzeuges oder beim Manövrieren eines Wasserfahrzeuges, die Schraubenflügel auf negative Steigung einzusftellen, um dadurch die Fahrt zu hemmen bzw. - beim Wasserfahrzeug -eine Rückwärtsfahrt zu ermöglichen.
  • Bei Fahrzeugen mit mehreren beiderseits der Längsmittelebene angeordneten Vortriebsschrauben kann die zusätzliche Steigungsverstellung auch so erfolgen, daß die Flügelsteigungen der verschiedenen Vortriebsschrauben während einer Kurvenbewegung verschieden groß eingestellt werden, derart, daß die im Bogen außenliegenden Schrauben eine größere Steigung als die im Bogen innenliegenden . Schrauben aufweisen. Eine so wirkende Verstelleinrichtung für die Vortriebsschrauben kann mit dem die Seitenbewegungen des Fahrzeugs beherrschenden Ruder (Seitenruder) gekuppelt sein, so daß die Wirkung der Ruderverstellung selbsttätig durch eine gegensätzliche- Veränderung der Flügelsteigung der Vortriebsschrauben unterstützt wird.
  • In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in verschiedenen Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
  • Abb. i zeigt schematisch den Grundriß der Vortriebsanlage eines Flugzeuges mit zwei von einem Motor angetriebenen beiderseits der Längsmittelebene desTlugzeugs angeordneten Vortriebsschrauben.
  • Abb.2 zeigt im Längsschnitt die Flügelverstelleinrichtung einer Luftschraube, bei welcher die als hydraulischer Motor ausgebildete Kraftquelle und'der Kraftschalter an der Luftschraube selbst angeordnet sind.
  • Abb.3 zeigt das Schema einer ähnlichen Anordnung, bei welcher jedoch der Kraftschalter festliegend außerhalb der Vortriebsschraube angeordnet ist. -Die Steuerung der Kraftquelle ist in beiden Beispielen @(Abb. 2 und 3) als Rückführsteuerung ausgebildet.
  • Abb.4 zeigt im Längsschnitt eine hydraulisch betätigte Flügelverstelleinrichtung, bei welcher das Kraftglied und der Kraftschalter nach Art einer Folgesteuerung zusammenwirken.
  • Abb. 5 zeigt in schaubildlicher Darstellung das Verstellgestänge für zwei beiderseits der. Fahrzeugmittelebene angeordnete Vortriebsschrauben, deren Flügel gemeinsam und selbsttätig in Abhängigkeit von einer Zustandsgröße (Drehzahl) verstellt werden und außerdem bei Betätigung des Seitenruders eine zusätzliche entgegengesetzte Verstellung erfahren.
  • Bei der Vortriebsanlage eines Flugzeuges nach Abb. i werden, die beiderseits -der Längsmittelebene angeordneten Luftschrauben i und 2, welche auf den Wellen 3 und 4 sitzen, gemeinsam von dem Motor 5 über die Motorwelle 6, das Kegelradgetriebe 7, 8, g, die Zwischenwellen 11, 12 und die Kegelradgetriebe 13, 14 und 15, 16 angetrieben. Die Steigung der in den Naben 21, 22 drehbar gelagerten Luftschraubenflügel ist durch Drehen der Flügel um ihre Längsachse veränderbar. Diese Flügelverstellung wird durch Verschiebung der Gestänge 17, i8 bewirkt, welche von außen her in die hohlen Wellen 3 und .4 hineinführen. und die entweder über mechanische Übertragungsglieder mit den Flügeln verbunden sind oder besondere, die Verstellkraft liefernde Kraftquellen steuern. Die äußeren Enden dieser Gestänge 17, 18 sind über Winkelhebel ig, 20 und Gestänge 23, 24 je an das Mittelgelenk --der doppelarmigen Hebel 25, 26 angeschlossen. Die einen Enden 27, 28 dieser Hebel greifen in die Schlitze einer verschiebbaren Kulisse 30 ein, die an. ein selbsttätig wirkendes Regelglied 31 angeschlossen ist und von diesem verstellt wird. Dieses Regelglied ist beispielsweise ein Fliehkraftregler, der durch eine Welle 32 mit der Motorwelle 6 verbunden ist und bei Änderung :der Motordrehzahl die Kulisse 30 in der einen oder anderen Richtung verschiebt. Die anderen Enden 33, 34 der Hebel 25, 26 sind an Stellhebel 35, 36 angeschlossen, die von Hand verschwenkt werden können und mittels gezahnter Rasten 37, 38 in ihrer jeweiligen Lage feststellbar sind. Denkt man sich die Stellhebel 35, 36 in der Mittellage festgehalten, so ist die Flügelsteigung beider Vortriebsschrauben i und 2 durch die jeweilige Lage der Kulisse 3o bestimmt, und beide Schrauben erfahren beider Verstellung dieser Kulisse in der einen oder andren Richtung die gleiche Veränderung ihrer Flügelsteigung. Durch Verstellung der Handhebel 35, 36 kann die Flügelsteigung entweder für jede Schraube einzeln oder bei beiden Schrauben zugleich, und zwar in gleicliem oder in entgegengesetztem Sinne, ver.-ändert und so den jeweiligen. Betriebsbedingungen noch besonders angepaßt werden. Bei der Einrichtung nach Abb. 2 dient zur Verstellung der in der Schraubennabe 21 drehbar gelagerten Schraubenflügel 41, 4a ein als Zahnradmotor mit den Zahnrädern 43, 4-l ausgebildeter hydraulischer Motor, der im Vorderteil der Nabe 21 angeordnet ist. Der Motor treibt über die Stirnradgetriebe 45, 4() und 45, 47 die Schneckenwellen 48, 49, welche in je eine Schneckenverzahnung 51, 52 am Fuße der Luftschraubenflügel41, 42 eingreifen. Die Speisung des Hilfsmotors 43, 44 erfolgt durch eine Zahnradpumpe 53, die beispielsweise vom Schraubenantriebsmotor 5 (Abb. i) mit angetrieben wird. Diese Pumpe ist durch eine Zuleitung ,54 und eine Rückleitung 55 mit den Ringnuten 57 und 58 einer die Schraubenwelle 3 flüssigkeitsdicht umfassenden Büchse 56 verbunden. Von diesen Ringnuten führen Kanäle 59y 6o in der Schraubenwelle 3 zum Kraftschalter (Kolbenschieber 61). Von dort führen weitere Kanäle 62, 63 zum Hilfsmotor 43, 44. Der Kanal 6o bildet gleichzeitig die Bohrung zur Aufnahme des Schiebers 61. Der Schieber 61 ist an der einen Seite über ein Gewinde 65 an eine Stange 67 angeschlossen, welche in der hohlen Schraubenwelle 3 längs verschiebbar, aber mittels eines Vierkants 66 gegen Drehung gesichert, angeordnet ist und nach außen zur Verstelleinrichtung führt. Am anderen Ende trägt der Schieber 61 eine Vierkantbohrung 68, in welche längs verschieblich der Vierkantfortsatz 69 einer Welle 7o eingreift, die über Kegelradgetriebe 71, 72 und ein Stirnrad 73 an das Stirnrad 45 des Hilfsmotordrehkörpers 44 angeschlossen ist, so daß die Drehbewegung der Welle 7o in einem ganz bestimmten Verhältnis zur Drehbewegung des Zahnkörpers 44 des Hilfsmotors steht. Der Schieber 61 berührt die Bohrung 6o mit zwei Ringflächen 74 und 75, deren Kanten die Kanäle 62, 63 steuern. Der Ringraum 76 zwischen diesen Ringflächen steht dauernd mit der Zuleitung 59 in Verbindung. Im Schieber 61 ist ferner ein Kanal 77 ausgespart, welcher die beiderseits des Schiebers liegenden. Räume der Bohrung 6o miteinander verbindet.
  • Die Einrichtung wirkt wie folgt: Wird der Schieber 61 durch Verstellen der Stange 67 aus der gezeichneten Mittellage, in welcher er die Kanäle 62 und 63 absperrt und bei welcher demzufolge der Hilfsmotor 43, 44 ruht, um eine bestimmte Strecke verschoben, so werden die Kanäle 6a und 63 geöffnet, der Hilfsmotor 43, 44 setzt sich in Gang und verstellt -die Schraubenflügel 41, 42, wobei seine Bewegungsrichtung durch die Richtung der Verschiebebewegung der Stange 67 bestimmt ist. Gleichzeitig versetzt der Hilfsmotor über die Vierkantkupplung 68, 69 den Schieber 61 ' in Drehung, so daß dieser sich nunmehr auf dem Gewinde 65 verschraubt und dadurch eine Längsverschiebung erfährt, die der erstgenannten Verstellung entgegengesetzt ist. Sobald der Schieber bei dieser Rückführllewegung die gezeichnete Mittellage wieder erreicht und die Kanäle 62, 63 abgeschlossen hat, bleibt der Hilfsmotor 43, 44 stehen, die Schraubenflügel haben eine neue Stellung eingenommen. Die Verstellung, welche die Schraubenflügel hierbei erfahren haben, steht in zwangsläufigem Zusammenhang mit der Größe des Rückführweges, also auch mit der Größe der der Stange 67 erteilten Verschiebung, da letztere ja dem Rückführweg gleich ist. Durch die jeweilige Stellung der Stange 67 ist also auch die Einstellung der Schraubenflügel 41, 42 bestimmt; diese Stange entspricht sonach der Stange 17 oder 18 in Abb. i.
  • Bei der in Abb. 3 schematisch gezeichneten Einrichtung umschließt die Umrahmung I die am Fahrzeug festliegenden Teile, die Umrahmung 1I die mit der umlaufenden Schraube verbundenen Teile. In die Umrahmung II sind die Mittel zur Übertragung der Verstellbewegung vom Hilfsmotor 43, 44 auf die Luftschraubenflügel nicht eingezeichnet; diese können in gleicher Art wie in Abb. 2 ausgestaltet sein. Diese Einrichtung unterscheidet sich von der in Abb.2 dargestellten im wesentlichen nur dadurch, daß der Schieber 71, welcher den Zu- und Abfluß des Treibmittels zu dem an der Luftschraube sitzenden Hilfsmotor 43, 44 steuert, nicht an einem umlaufenden Teil der Schraube, sondern in einem am Fahrzeug festliegenden Gehäuse ; 2 angeordnet ist, das durch die Leitungen 54, 55 mit der Treibmittelpunrnpe 53 und durch die Leitungen 63, 64 mit dem Hilfsmotor 43, 44 verbunden ist. Der Schieber 71 ist über eine Stange 73 an das eine Ende 74 eines doppelarmigen Hebels 75 angeschlossen; das andere Ende 76 dieses Hebels steht über ein Zwanglaufgetriebe, bestehend aus den Stirnrädern 77, 78, 79, Zahnstange 8o und Gestänge 8 i, mit dem Hilfsmotor in Verbindung, so daß einer bestimmten Verstellung des Hilfsmotors auch eine bestimmte Verschiebung des Punktes 76 entspricht. Der mittlere Gelenkpunkt 83 des Hebels 75 ist mittels des Gestänges 84 an den mittleren Gelenkpunkt 85 eines weiteren doppelarmigen Hebels 86 angeschlossen. Der eine Endpunkt 87 dieses Hebels ist mit der Muffe 88 eines Fliehkraftreglers 89, der andere Endpunkt 9o mit einem Handhebel gi verbunden, der in seiner jeweiligen Einstellung mittels einer gezahnten Rast 92 festgehalten wird. Mit der Reglermuffe 88 ist ferner ein zweiter Hebel 86' verbunden, an welchen die gleiche Einrichtung wie an dem Hebel 86. für eine zweite Vor triebsschraube angeschlossen ist.
  • Wenn die Vortriebsschraube und ihr Antriebsmotor mit der vorgeschriebenen Drehzahl arbeiten, steht der Schieber 71 in Mittellage, in welcher die Kanäle 63, 64 zum Hilfsmotor 43, 44 abgeschlossen sind; der letztere ist also in Ruhe. Ändert sich diese Drehzahl so schlägt der Regler 89 aus und verschiebt den Schieber 71 um eine bestimmte Strecke nach der einen oder anderen Seite. Der Hilfsmotor 43, 44 setzt sich in Gang und verstellt die Schraubenflügel. Bei dieser Verstellung wird gleichzeitig das Gestänge 81 verschoben und der Schieber 71 über den Hebel 75 i seine Ausgangslage zurückgeführt. Auch hierbei stehen also der Ausschlag des Schiebers 71 und die Verstellung der Schraubenflügel in zwangsläufiger Abhängigkeit voneinander. Jeder Einstellage des Gestänges 84 das dem Gestänge 23 der Abb. i entspricht ist also eine ganz bestimmte Einstellung der-Schraubenflügel zugeordnet.
  • Bei der Einrichtung nach Abb. 4 erfolgt die Verstellung der drehbar in der Schrauben nahe 2i gelagerten Schraubenflügel 41 und 4 mittels eines hydraulischen Kolbens 95, der i einer Bohrung 96 der Schraubennabe in Rich tung ,der Achse der Schraubenwelle verschiebbar angeordnet ist. Die Kolbenbewegung wird über eine Kolbenstange 97 auf ein Querhaupt 9& übertragen, das an seinen Enden j eine Zahnstange ioi, io2 trägt. Jede Zahnstange greift in ein am Schraubenflügel 41 bzw. 42 festsitzendes Zahnrad 103 bzw. 10 4 In eine zentrale Höhlung io6 des Kolbens 95 ist das Ende einer Stange 107 flüssigkeitsdicht eingepaßt, die gegenüber dem Kolben sowohl verschieblich als auch drehbar ist. Diese Stange ist durch die hohle Schraubenwelle 3 nach außen geführt und dort mit einem Gelenkauge ioß für den Anschluß an die Verstellenrichtung versehen. Die Stange 107 dient sowohl zur Steuerung der Bewegung des Kolbens 95 als auch gleichzeitig zur Zu- und Abfuhr des Treibmittels. Sie ist zu dem Zweck :durch eine Zwischenwand iog in zwei Kanäle, einen Zulaufkanal i i i und einen Ablaufkanal i i2, unterteilt. Jeder dieser Kanäle ist durch eine biegsame Leitung 113, 114 an die Treibmittelquelle, z. B.. eine Druckpumpe, angeschlossen. Die äußeren Wände der Kanäle i i i, 112 weisen in dem im Kolben 95 liegenden Teil Durchbrechungen 115, 116 (im Zulauf) und 117 (im Ablauf) auf, welche in Ringnuten 118, iigy i2o ausmünden, die in die Stange io7 eingearbeitet sind. Diese Ringnuten wirken mit im Kolbenkörper ausgesparten und von der Höhlung 166. ausgehenden Kanälen 121 und i22 zusammen. Die Kanäle 121 münden in den Raum 12,5 auf - der einen Seite, die Kanäle i22 in den Raum 126 auf der anderen Seite des Kolbens 95.
  • In der gezeichneten Mittellage der Stange 1o7 sind alle Kanäle abgeschlossen. Der Kolben 95 bleibt also in Ruhe. Wird die Stange 1o7 in einer Richtung, z. B. nach e vorn, verschoben, so erhält der Zulaufkanal a i i über Öffnung i 16, Ringnut i 19 und Kanäle i22 Verbindung mit dem Raum 126.
  • e Der Kanal 112 erhält über Öffnung 117, Ringnut i2o und Kanäle 121 Verbindung mit t dem Raum 125. Der hierdurch im Raum 126 g entstehende Überdruck treibt den Kolben 95 n ebenfalls nach vorn und bewirkt dadurch n eine Verstellung der Schraubenflügel. Diese h Verstellung dauert so lange, bis die inneren Mündungen der Kolbenkanäle wieder abgedeckt sind, d. h. der Kolben folgt genau den Verstellungen der Stange 107 (Fölgesteuerung). Diese Stange io7 entspricht in ihrer Wirkung also wiederum der Stange 17 oder i8 in Abb. i, d. h. jede Verstellung dieser Stange hat eine in ihrer Größe genau bestimmte Verstellung der Schraubenflügel zur - Folge.
  • 2 An Stelle der bei den Beispielen nach n Abb.2 bis 4 verwendeten hydraulischen - Hilfskraft können auch andere Hilfskraftarten (z. B. pneumatische, mechanische, elektrische Hilfskräfte) die Flügelverstellung bewirken; diese Kräfte müssen in sinne entsprechender Weise der gleichen Steuerung wie .die hydraulische Hilfskraft bei den vorerwähnten Beispielen unterworfen sein.
  • 4 Abb. 5 zeigt das Verstellgestänge für eine Vortriebsanlage, welche der in Abb. i gezeichneten Anlage ähnlich ist; es sind deshalb übereinstimmende Teile wie dort bezeichnet. Auch die Wirkungsweise ist im wesentlichen . dieselbe wie bei der Anlage nach Abb. i.
  • Die Flügel der beiden Schrauben i und 2 werden zunächst wieder in Abhängigkeit von einem gemeinsamen drehzahlenempfindlichen Glied, z. B. einem Fliehkraftregler 34 verstellt. Die Muffe 130 dieses Fliehkraftreglers ist an das Verstellgestänge nicht unmittelbar,, sondern unter Zwischenschaltung einer Hilfskraftquelle 131 angeschlossen, die als hydraulischer Kolben ausgebildet sein kann, der durch eine Folgesteuerung (ähnlich derjenigen nach Abb. 4) so beherrscht wird: daß erden Verschiebungen einer an die Muffe 130 angeschlossenen Stange 132 genau folgt, und dessen Verschiebebewegungen durch die Kolbenstange 133 weiterhin auf das Verstellgestänge übertragen werden. Die der Fliehkraft entgegenwirkende Feder 135 dieses Reglers kann mittels eines Hebels 137, dessen eines Ende sich gegen das verschiebbare Federwiderlager 136 abstützt und dessen anderes Ende an eine Schraubspindel 138 angeschlossen ist, mehr oder weniger gespannt werden. Dadurch kann die Drehzahl, welche der Regler 3z konstant halten soll, verschieden hoch bemessen werden. Dieser Drehzahlregler greift wie in Abb.1 an den einen Enden a7, 28 der Doppelhebel 25, 26 an, deren mittlere Gelenke mit den Gestängen 23, 24 verbunden sind. Die anderen Hebelenden 33, 34 sind über die Gestänge 141 und zdz an einen doppelarmigen Ruderhebel 1.1d4 beiderseits von dessen Drehachse 145 angeschlossen. Dieser Ruderhebel dient beispielsweise zur Verstellung des Seitenruders eines Flugzeuges oder des Ruders eines Wasserfahrzeuges. Wird das Ruder durch Verschwenken des Hebels 144 verstellt, so erfahren die Hebel 25, 26 eine gegensätzliche Verstellung. Dementsprechend erfahren auch die Flügel der Vortriebsschrauben 1, a zusätzlich zu der vom Regler 31 ihnen erteilten Einstellung eine Verstellung, und zwar bei der einen Schraube auf größere, bei der anderen Schraube auf kleinere Steigung. Der Anschluß des Schraubenverstellgestänges an den Ruderhebel wird derart vorgenommen, daß die im Bogen außenliegende Schraube eine Vergrößerung, die im Bogen innenliegende Schraube eine Verkleinerung ihrer Steigung erfährt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur selbsttätigen Regelung des Blattanstellwinkels mehrerer nicht gleichachsig angeordneter Verstellluftschrauben, die durch eine gemeinsame Kraftduelle angetrieben werden, gekennzeichnet durch einen für alle Luftschrauben gemeinsamen, auf Änderungen einer Zustandsgröße, beispielsweise der Triebwerksdrehzahl,ansprechenden Regler, dessen auf die Verstelleinrichtungen der einzelnen Luftschrauben übertragene Steuerbewegung den Blattanstellwinkel jeder Luftschraube um den gleichen Betrag verändert. a. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerbewegung des für alle Luftschrauben gemeinsamen Reglers durch eine zusätzliche Stellvorrichtung eine zweite Bewegung überlagerbar ist, welche eine willkürliche zusätzliche Änderung des Blattanstellwinkels aller Luftschrauben ermöglicht. 3. Einrichtung nach Anspruch i oder z, dadurch gekennzeichnet, daß für jede einzelne Luftschraube eine Stellvorrichtung zur zusätzlichen willkürlichen Änderung ihres durch die Reglerstellung bedingten Blattanstellwinkels vorgesehen ist. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3 für Luftfahrzeuge, bei welchen die Verstelluftschrauben zu beiden Seiten der durch die Fahrzeuglängsachse gelegten Lotebene angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Luftschrauben einer Seite vorgesehene zusätzliche Stellvorrichtung mit derjenigen für die auf der anderen Seite gelegenen Luftschrauben durch ein gemeinsames Stellglied in der Weise gekuppelt ist, daß bei einer Betätigung des letzteren der Blattanstellwinkel der auf der einen Seite liegenden Luftschraubengruppe vergrößert und gleichzeitig der Blattanstellwinkel der auf der anderen Seite gelegenen Luftschraubengruppe verkleinert wird. 5. Einrichtung nach Anspruch d., dadurch gekennzeichnet, daß als gemeinsames Stellglied der für beide Luftschraubengruppen vorgesehenen zusätzlichen Stellvorrichtungen der Fußhebel der Seitensteuerung des Fahrzeuges dient und der letztere so angekuppelt ist, daß beim Legen des Seitenruders der Blattanstellwinkel der nach der Innenseite der Flugkurve gelegenen Luftschraubengruppe verkleinert, dagegen derjenige der nach der Außenseite der Flugkurve gelegenen Luftschraubengruppe vergrößert wird.
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