DE725675C - Dauergiessform zum Herstellen von plattierten Gussstuecken - Google Patents

Dauergiessform zum Herstellen von plattierten Gussstuecken

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DE725675C
DE725675C DEV36055D DEV0036055D DE725675C DE 725675 C DE725675 C DE 725675C DE V36055 D DEV36055 D DE V36055D DE V0036055 D DEV0036055 D DE V0036055D DE 725675 C DE725675 C DE 725675C
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DE
Germany
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casting mold
metal
mold according
heating
wall
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Expired
Application number
DEV36055D
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English (en)
Inventor
Karl Doernemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ver Deutsche Metallwerke AG
Original Assignee
Ver Deutsche Metallwerke AG
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Publication date
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Publication of DE725675C publication Critical patent/DE725675C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22—CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D7/00—Casting ingots, e.g. from ferrous metals
    • B22D7/02—Casting compound ingots of two or more different metals in the molten state, i.e. integrally cast

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

  • Dauergießform zum Herstellen von plattierten Gußstücken Die Erfindung bezieht sich auf die besondere Ausbildung einer Dauergießform zum Herstellen von plattierten Gußstücken.
  • Es ist bekannt, Schweißplattierungen in der Weise herzustellen, daß das geschmolzene Kernmetall in eine Form, die mit Blechen aus dem Auflagemetall ausgelegt ist, eingegossen wird. So werden z. B. Lagerschalen, deren Stützschale aus Eisen oder Stahl und deren Gleitwerkstoff aus einer Blei- oder Zinnbronze bestehen, in dieser Weise hergestellt. Die Eisen- oder Stahlbleche werden zunächst vorgewärmt. Alsdann wird -das Kernmetall aufgegossen und das Ganze plötzlich stark abgekühlt. Ein derartiges Schweißverfahren läßt sich natürlich nur anwenden, wenn es sich darum handelt, verhältnismäßig dünne Auflagen auf das Kernmetall aufzubringen.
  • Es ist weiterhin auch schon ein Verfahren bekanntgeworden, nach welchem das feste Auflagemetall selbst als Hohlform ausgebildet ist, in die das flüssige Kernmetall eingegossen ist.
  • Schließlich ist es auch nicht mehr neu, das im festen Zustand befindliche Kernmetall in einer Form mit dem flüssigen Auflagemetall zu umgießen. Bei den zur Durchführung eines solchen Verfahrens benutzten Einrichtungen besitzt der feste Kern einen wesentlich höheren Schmelzpunkt als der Auflagewerkstoff. Der Kern wird dabei zunächst vorgewärmt. Die Wärmeübertragung erfolgt nur durch Strak= Jung, da sich zwischen der Wärmequelle und dem Kern ein Hohlraum befindet. Die Durchführung dieser Maßnahme erfordert jedoch eine für den Betrieb verhältnismäßig lange Zeit und die Aufbringung einer unerwünscht großen Energiemenge. Außerdem fällt die Beheizung des festen Kernes nach dem Eingießen des flüssigen Auflagemetalls fort. Die Heizwirkung erstrecht sich nur noch auf die Gußbildung. Die Heizeinrichtung ist ferner so ausgebildet, daß sie stets einen Restteil der Gußform erhitzt und den übrigen Teil unbeeinflußt läßt. Mit Hilfe einer :derartigen Einrichtung ist es jedoch nicht möglich, eitle einwandfreie Plattierung durch Gießen des einen Werkstoffes auf den anderen herzustellen, insbesondere nicht, wenn es sich darum handelt, verhältnismäßig starke Plattierauflagen mit dem Guß zu verschweißen.
  • Es ist ferner bisher auch noch nicht einwandfrei gelungen, Metalle vom gleichen Schmelzpunkt oder ein Metall hohen Schmelzpunktes mit einem im festen Zustand befindlichen Metall niedrigen Schmelzpunktes zu vereinigen. In beiden Fällen tritt nämlich in cler Regel eine so starke Erweichung ,des festen :Metalls durch das eingegossene flüssige Metall ein, daß die Metalle sich ganz o:ler zum Teil ineinander lösen. Wird andererseits versucht, in an sich bekannter Weise von außen zu kühlen, so ergeben sich Gußstücke, die teilweise überhaupt keine Schweißung aufweisen, teils verschweißt, zum anderen Teil aber auch die Plattierungsauflage aufgelöst enthalten.
  • Die vorgenannten Mängel werden durch die Erfindung beseitigt. Bei der Durchbildung der zur Erlangung eines einwandfreien Plattiergusses benutzten Vorrichtung ist von der Erkenntnis ausgegangen, daß die Verschweißungsteniperatur auf der ganzen Trennfläche zwischen den beiden Metallen unbedingt gleichmäßig verteilt sein muß. Um diese Forderung zu erfüllen, ist daher die Dauergießform erfin;lungsgemäß mit einer besonderen Heiz- und Kühlvorrichttmg ausgerüstet, von denen jede für sich wahlweise verschieden stark eingestellt wer--rlen kann. Durch eine zonenweise Regulierung der abzuführenden bzw. zuzufiihrenden Wärmemenge wird dabei erreicht, daß die Oberfläche des Auflagemetalls auf der dein flüssigen Kernmetall zugekehrten Seite nur so weit in Lösung gellt, als es zur Erzielung einer einwandfreien Plattierung unbedingt erforderlich ist. Indem beide Vorrichtungen zum Heizen bzw. Kühlen oder je nach Beflarf auch nur die eine zu verschiedenen Zeiic.n je nach der Art der verwendeten Gußformen und der auftretenden Temperaturen eingeschaltet wird, ist dafür gesorgt, @laß über die ganze Höhe des Gußstückes ein gleichmäßiger Wärmeaustausch durch das, Auflagemetall von dem eingegossenen Kernmetall aus stattfindet. Auf diese ZVeise wird clie Gleichmäßigkeit der Verschweißungstemperatur längs -der ganzen Trennfläche gewährleistet.
  • Die Dauergießform ist ferner so ausgebilclet. claß das feste vorgewärmte und vorzugsweise aus Leichtmetall bestelienle Auflagemetall an der Wand der Gießform anliegt und mit einem flüssigen Kernmetall von höherem oder gleichem Schmelzpunkt. insbesondere Leichtmetall, verschweißt wird.
  • Beim Plattieren von Aluminitimle-ierttngeti mit Aluminium ist bekanntlich der Temperaturanstieg in den unteren Zonen der Gießform besonders stark, während er im Kopfteil geringer ist. Diese Erscheinung führt dazu, daß sich -das Auflagemetall in dein flüssigen eingegossenen Kernmetall nomalerweise auflöst, während es oben zti keiner Verschweißung kommt. Durch die zonenweise beeinflußbare Kühl- bzw. Heizvorrichtung gelingt es nun aber, dieser Erscheinung entgegenzuwirken und zti erreiclien, claß über die ganze Höhe Ales GnJI-stückes der Wärmeattstauscli gleichmäßig und durch das Auflagemetall hindurch erfolgt. Am vorteilhaftesten ist es, eine eie"-trisclie Belieizung zu benutzen. Es bestellt natürlich auch die Möglichkeit, die Dauergießforin mit anderen Heizduellen auszurüsten.
  • Unterstützt wird die angestrebte Wirkung noch durch die Formgebung der Dauergießform, wenn die letztere eine von oben nach unten zunehmende Wanddicke aufweist oder die Wandung zonenweise aus Baustoffen verschiedener hoher Wärmeleitfähigkeit besteht. Bei einer derartigen Gestaltung kann der notwendige Wä rrneaustauscli nach (lein Eingießen cles Kernmetalls claclurcli herbeigeführt werden, daß beispielsweise clie Zonen, in denen mit einem stärkeren Temperaturanstieg zu rechnen ist, eine entsprechend stärkere Wandausbildung erbalten. während die Wand in den Zonen schwächeren Temperaturanstieges entsprechend schwächer ausgebildet wird. Bei der Verwendung von Werkstoffen, die verschieden hohe Wärmeleitfähigkeit aufweisen, wird im entsprechenden Sinn vorgegangen. So kann die Wand der Gießform beispielsweise je nach dem Erfordernis aus Eisen, Kupfer oder einem anderen Metall oder auch aus nichtmetallischem Werkstoff aufgebaut sein.
  • Zweckmäßig ist es ferner, die Gießform mit einem auswechselbaren Boden verschiedener Stärke auszurüsten, so daß hierdurch auch ein besonders wirksamer Wärmeaustausch herbeigeführt werden kann. Um dem im oberen Teil der Gießform häufig beobachteten Nachhinken der Temperatur entgegenzutreten, wird es vorteilhaft sein, die Wandstärke daselbst zu verjüngen und das Metall reichlicher einfließen zu lassen, weil hierdurch das Gießmetall eine zusätzliche Erwärmung herbeiführt.
  • Die neue Dauergießform gestattet die Herstellung von plattierten Rundbarren und anderen Gußstücken, wie beispielsweise von Walzbarren und Formstücken in der dem jeweiligen Zweck entsprechend zu wählenden Gestalt. Mit Hilfe der Dauergießform nach Art der Erfindung gelingt ferner nicht 'nur die Herstellung von Außenplattierungen, sondern auch die von Innen- sowie von Innen- und Außenplattierungen.
  • Die Abbildung stellt ein Ausführungsbeispiel dar. Sie zeigt eine Form i, deren Wandung beispielsweise aus Eisen bestehen kann. Die Wandung ist nach unten zu verdickt ausgebildet. Außerdem sind in der Wandung ein Heizsystem a und ein Kühlsystem 3 angeordnet. Das Heizsystem besteht im Beispielsfalle aus einer elektrischen Widerstandswicklung, deren einzelne Windungen für sich beeinflußt werden können, während das Kühlsystem von Kanälen gebildet wird, die in die Wandung der Form i gebohrt sind und ebenfalls einzeln nach Belieben stark mit einem Kühlmittel, z. B. Wasser, beschickt werden können. Die Form i steht auf einem Boden 4, der gleichfalls ein Heizsystem 5 und ein Kühlsystem 6 aufweist. Die Arbeitsweise mit der beispielsweise dargestellten Vorrichtung gestaltet sich wie folgt: Zunächst wird die Form mit Hilfe des Heizsystems in der Wandung auf etwa 53o° C und im Boden auf etwa i40° C aufgeheizt. Sodann wird in den Hohlraum der Form ein Aluminiumrohr 7 eingesetzt, das augenblicklich die Temperatur der Form annimmt. Ist dies geschehen, so wird eine Aluminiumlegierung, beispielsweise Aluminium-Kupfer - Magnesium, deren Gießtemperatur etwa bei 7oo° C liegt, eingegossen und zugleich die Heizung abgestellt. Nunmehr tritt ein Wärmeaustausch zwischen der eingegossenen Legierung und der Wandung der Form ein, der einmal durch die verschieden starke Wandung der Form und, falls diese nicht ausreicht, durch zusätzliche Kühlung der Wandung mit Hilfe des Kühlsystems 3 derart geleitet wird, daß in der Wandung der Form ein Temperaturanstieg von etwa io bis 2o° C eintritt, was zur Folge hat, daß sich gleichmäßig über die Trennfläche verteilt die erforderliche Schweißtemperatur einstellt, die etwa bei'6oö° C liegt. Ist die Abkühlung an einzelnen Stellen zu stark, so kann hier durch zusätzliche Beheizung mit Hilfe des Heizsystems 2 der Ausgleich geschaffen werden. Wesentlich und entscheidend ist jedenfalls, daß die in den verschiedenen Höhenlagen entsprechend dem Gießvorgang frei werdenden Wärmemengen sinngemäß abgeleitet und reguliert werden.
  • Eine gleiche Form kann man auch ohne Heiz- und Kühlsystem verwenden. Nur ist es dann erforderlich, die Wandstärke über die Höhe der Form zonenweise so stark zu bemessen, wie es erfahrungsgemäß für den betreffenden Fall notwendig ist, um die Temperaturverhältnisse zu schaffen, die zur Erzielung einer gleichmäßig verteilten Schweißtemperatur erforderlich ist.
  • In gleicher Weise wie oben beschrieben können auch plattierte Bleche, Walz- und Preßbarren, Formteile o. dgl. hergestellt werden. Beispielsweise wird bei Herstellung plattierter Barren jedoch an Stelle der dargestellten Form eine Form verwendet, deren Innenraum rechteckig ausgebildet ist und deren Innenwandung einseitig oder zweiseitig mit einem Blech aus dem Plattierungsmetall ausgelegt wird. Wesentlich ist auch hier, daß die an dem Plattierungsblech anliegende Wandung durch geeignete Bemessung der Wandstärke oder durch Anordnung eines Heiz- und Kühlsystems oder in anderer geeigneter Weise so ausgebildet ist,. daß der erfindungsgemäß notwendige Temperaturaustausch herbeigeführt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Dauergießform zum Herstellen von plattierten Gußstücken, bei der ein festes, an der Wand der Gießform liegendes, vorgewärmtes Auflagemetall, insbesondere aus Leichtmetall, mit einem flüssigen Kernmetall von höherem oder gleichem Schmelzpunkt, insbesondere Leichtmetall, verschweißt wird, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung der Gießform, daß zum Erreichen einer bestimmten, über die ganze Schweißfläche gleichmäßig verteilten Schweißtemperatur die Kühlung und Wärmezufuhr durch das Auflagemetall hindurch zonenweise geregelt werden kann. z. Gießform nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine von oben nach unten zunehmende Wanddicke. 3. Gießform nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung zonenweise aus Baustoffen verschieden hoher Wärmeleitfähigkeit besteht. .1. Gießform nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Kühlung, die zonenweise eine beliebig starke Wärmeabführung erlaubt. 5. Gießform nach Anspruch i bis d., gekennzeichnet durch die Anordnung einer Heizung, die eine beliebig starke Deheizung einzelner Zonen der Form gestattet. 6. Gießform nach Anspruch i bis 5. gekennzeichnet durch die Anordnung eines Bodens mit Heizung und Kühlung.
DEV36055D 1939-07-14 1939-07-14 Dauergiessform zum Herstellen von plattierten Gussstuecken Expired DE725675C (de)

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DE (1) DE725675C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE841509C (de) * 1950-10-13 1952-06-16 Ver Leichtmetall Werke Ges Mit Verbundwerkstoff

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE841509C (de) * 1950-10-13 1952-06-16 Ver Leichtmetall Werke Ges Mit Verbundwerkstoff

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