-
Künstliche Blättereinheit aus Papier, Pappe o. dgl. zur Herstellung
von Kränzen, Girlanden o. dgl. Die Erfindung betrifft eine künstliche Blättereinheit
aus Papier, Pappe o. dgl.. zur Herstellung von Kränzen, Girlanden o. dgl., die aus
mindestens zwei an ihren Seitenrändern oberhalb der Blattstiele verbundenen Blättergruppen
besteht. von denen jede sich aus zwei auf ihrer Stielseite verbundenen Blättern
zusammensetzt.
-
Derartige Blättereinheiten werden bekanntlich in Form von Blätterfächern
.verarbeitet, indem man die flachliegenden Blättereinheiten zusammenfaltet. Dabei
werden diese Blättereinheiten -entweder gleich beim Ausstanzen oder nachträglich
mit den Falzen versehen, um die sie zusammengefaltet werden. Eine solche Blättereinheit
weist dann z. B. außer den die Mittelrippen der Blätter darstellenden Falzen noch
solche an der VerbindungsstelLe der Stielseite der beiden Blättergruppen auf, wobei
der Falz zwischen je zwei auf einer Stielseite miteinander verbundenen Blättern
zur einen Hälfte von oben und zur anderen Hälfte von unten eingeprägt ist.
-
Als nachteilig hat sich bei derartigen Blättereinheiten erwiesen,
daß man beim Zusammenfalten derselben zum Fächer immer erst die Falze an den Verbindungsstellen
der beiden Blätttergruppen ansehen muß, um zu wissen, nach welcher Seite der Fächer
zü bilden ist. Ein- weiterer, noch gewichtigerer Übelstand ist der, daß diese ztfm
Fächer zusammengefalteten Blättereinheiten sich sehr schlecht an dem Kranz oder
der Girlande befestigen lassen, weil es ihnen hierzu an einem geeigneten Befestigungsteil
fehlt.
-
Um diesen Nachteil zu beseitigen, ist gemäß der Erfindung auf derjenigen
Längsseite der Blättereinheit, auf der in zum Blätterfächer gefaltetem Zustand der
Scheitel
des Fächers liegt, und zwar an der stielseitigen Verbindungsstelle
der Blättergruppen, ein den Stiel des Blätterfächers bildender Ansatz`' vorgesehen.
-
Auf diese Weise erhält ein zusammengefalteter Blätterfächer nicht
nur einen eigenen Stiel zum Festlegen des Ganzen an dem' Kranz oder Girlande, sondern
dieser den Stiel bildende Ansatz zeigt auch gleich an, nach welcher Seite der Fächer
gefaltet werden muß, nämlich nach der diesem Ansatz abgekehrten Seite.
-
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i eine flachliegende Blättereinheit. von oben
gesehen, Abb.2 diese Blättereinheit in zum Blätterfächer zusammengefaltetem Zustand
und Abb.3 eine Seitenansicht zu Abb. 2.
-
Die Blättereinheit besteht aus den Blättern i, 2, 3, q., von denen
die Blätter i, 3 und die Blätter 2, 4. an ihren Stielseiten zu je einer Blättergruppe
und diese Blättergruppen an den Seitenrändern an den Stellen 5, 6 zur Blättereinheit
verbunden sind. Für den Gebrauch werelen diese Blättereinheiten zu einem üblichen
Blätterfächer zusammengefaltet und hierzu gleich beim Ausstanzen oder nachträglich
mit den entsprechenden Falzen versehen. Die Blättereinheit i bis ¢ weist hierzu
außer den die Blättermittelrippen darstellenden Falzen ; , S die Falze 9, 9a und
i o, ioa auf, welch letztere an der stielseitigen Verbindungsstelle der beiden Blättergruppen
i, 3 und 2, ,l liegen. Die Falze 7, 8 sind dabei auf der Oberseite der Blättereinheit
vorgesehen, «,ährend von den anderen Falzen 9, 9a und i o. i oa nur die Falzteile
g und i o oben liegen, die Falzteile 9« und i oa hingegen auf der Unterseite der
Blättereinheit. Dies deshalb, weil die Blättereinheit ja nur nach einer Seite zum
Fächer gefaltet werden kann und diese betreffende Seite auf diese Weise gleich von
vornherein vorbestimmt ist. Auf der Längsseite der Blättereinheit, auf der, wenn
sie zum Blätterfächer gemäß Abb.2 zusammengefaltet ist, der Scheitel. des Fächers
liegt, ist erfindungsgemäß ein Ansatz i i vorgesehen, über den sich der Falz 9 mit
erstreckt. Dieser Ansatz i t bildet dann deii Stiel des Blätterfächers, wie insbesondere
aus #er Abb.3 hervorgeht, und bietet somit eine 1e sondere Angriffsstelle für den
Bindedraht 1-2 beim Befestigen derartiger Blätterfächür ih einem Kranz o. dgl. Außerdeih
zeigt dieser Stielansatz i i an, nach -welcher Seite der Fächer gebildet werden
muß. Zweckmäßig ist es dabei, die Einrichtung so zu treffen. dafa sich der Ansatz
i i nach seinem freien Ende zu verbreitert, wie insbesondere aus den Abb. i. 3 hervorgeht.
Der Bindedraht i:2 wird dadurch am Abrutschen verhindert, wie die Abb.3 zeigt.
-
Im Mittelteil der Blättereinheit gemä l:@ :ebb. i ist ein Ausschnitt
13 vorhanden, der die Blätter i, 2, 3, q. auf ihrer einander zugekehrten
Seite gegeneinander abgrenzt. Dieser Ausschnitt 13 kann, was nicht Gegenstand der
Erfindung ist, die Gestalt eines Blattes haben, wodurch beim Ausstanzen jeder vierblätterigen
Blättereinheit je ein fünftes, selbständiges Blatt gewonnen wird. Der sich sonst
ergebende Abfall wird somit nutzbringend verwertet.
-
Selbstverständlich läßt sich die Erfindung auch bei derartigen Blättereinheiten
verwerten, die aus mehr als -zwei Blättergruppen bestehen.