DE726792C - Einrichtung zum Regeln einer elektrischen Netzgroesse - Google Patents

Einrichtung zum Regeln einer elektrischen Netzgroesse

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DE726792C
DE726792C DEL103542D DEL0103542D DE726792C DE 726792 C DE726792 C DE 726792C DE L103542 D DEL103542 D DE L103542D DE L0103542 D DEL0103542 D DE L0103542D DE 726792 C DE726792 C DE 726792C
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DEL103542D
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Dipl-Ing Erich Bornitz
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AEG AG
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/18Arrangements for adjusting, eliminating or compensating reactive power in networks
    • H02J3/1821Arrangements for adjusting, eliminating or compensating reactive power in networks using shunt compensators
    • H02J3/1828Arrangements for adjusting, eliminating or compensating reactive power in networks using shunt compensators with stepwise control, e.g. switched capacitor banks
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E40/00Technologies for an efficient electrical power generation, transmission or distribution
    • Y02E40/30Reactive power compensation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Supply And Distribution Of Alternating Current (AREA)
  • Control Of Electrical Variables (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Regeln einer elektrischen Netzgröße Für die selbsttätige Regelung elektrischer Netzgrößen, wie der Netzblindlast, Netzspannung usw., durch Drosselspulen oder Starkstromkondensatoren ist eine große Anzahl von Relaissteuerungen entwickelt worden. Hierbei wurden entweder die unmittelbaren Netzgrößen, wie der Blindstrom, die Scheinleistung, die angebotene Netzspannung, oder auch mittelbare Netzgrößen, wie die Tageszeit, der Oberwellengehalt der Netzspannungskennlinien, die in Höchstspannungsnetze zu übertragende Leistung, oder aber auch Kombinationen aus den vorstehenden Netzgrößen als Steuergrößen verwendet. Als Steuergeräte können entweder Relais, Kontaktmeßgeräte oder auch relaisartige Blindarbeit-, Wirkarbeit-, Spannungsstundenzähler oder Stromstundenzähler benutzt werden.
  • Mit großem wirtschaftlichem Vorteil verwendet man für selbsttätige Kondensator-oder Drosselspulenregelanlagen vorzugsweise die zuletzt erwähnten relaisartigen Zähler, zumal deren Ansprechgeschwindigkeit nicht gleichbleibend, sondern lastabhängig ist, ohne daß besondere Zeitglieder erforderlich würden. Derartige unter dem Namen Blindverbrauchzähler aufgebaute Blindleistungsrelais entwickeln bei ihrer.Verwendung in Blindleistungsregelanlagen ein der zu kompensierenden Blindleistung entsprechendes Drehmoment, welches durch das Triebsystem über ein Schneckenrad unter Zwischenschaltung einer Rutschkupplung sowie einer Übersetzung ins Langsame-eine Nockenwelle antreibt.
  • Ist in Kondensatorregelanlagen der Blindlastanfall induktiver Art z. B. infolge der Einschaltung von Motoren, so dreht sich das Triebsystem vorwärts und schaltet durch die Nockenwelle so lange Quecksilberschaltröhren und damit Kondensatoren aufs Netz, als induktive Blindleistung auftritt. Werden dagegen die Motoren abgeschaltet, so dreht sich der Zähler rückwärts und schaltet den zuletzt zugeschalteten Kondensator zuerst wieder ab. Bei der geschilderten Anordnung weisen die auf der Nockenwelle angebrachten Nockenscheiben Aussparungen auf, welche der wachsenden Stufenzahl entsprechend längs des äußeren Umfanges längere Aussparungen aufweisen.
  • Die Quecksilberschaltröhren schließen erst dann den Stromkreis des Kondensatorschützes, wenn ihre Laufrollen aus den vorerwähnten Aussparungen infolge Vorwärtsdrehung der Nockenscheibe herauswandern und sich auf dem äußeren Umfang der Nockenscheibe weiterbewegen. Die am stärksten ausgesparten Nockenscheiben geben den Schaltbefehl für das Einschalten der räumlich zuletzt angeordneten Kondensatorstufen auch erst zuletzt. Bei der vorstehend geschilderten Anordnung müssen die Leistungen je Schaltstufe mit Rücksicht auf andere charakteristische Eigenschaften des Blindleistungsbegrenzers gleich groß sein. Es werden daher für z. B. sieben Schaltstufen sieben Nockenscheiben mit sieben Quecksilberschaltröhren, sieben Kondensatorschützen und sieben Kondensatoren benötigt.
  • Es ist jedoch bekannt, unter Beibehaltung der vorerwähnten sieben Quecksilberschaltröhren unter Zuhilfenahme von Zwischenrelais in Sonderschaltung mit drei Kondensatoren gleicher Leistung und einem vierten Kondensator halber Leistung ebenfalls insgesamt sieben gleiche Leistungsstufen zu erzielen. Weiterhin ist bekannt, mittels z. B. eines elfstufigen Stufenschalters unter Verwendung von Zwischenrelais in Sonderschaltung mittels vier ungleicher Kondensatoren mit Leistungen im Verhältnis i : a : 3 : 5 insgesamt zehn gleiche Leistungsstufen zu erzielen. Man erreicht durch diese beiden Schaltungen eine Herabsetzung der Anzahl der erforderlichen Kondensatorschütze, muß allerdings eine größere Anzahl Zwischenrelais sowie eine größere Schalthäufigkeit der einzelnen Kondensatorschütze, welche in den Zwischenstufen anzuspringen haben, in Kauf nehmen.
  • Die Erfindung bezieht sich auf die Verbesserung einer solchen Regeleinrichtung mit beliebig vielen annähernd gleich großen Stufen unter Verwendung einer Schaltwelle, die von einem Regelrelais unmittelbar oder über einen Antriebsmotor zur Schaltung von in ihrer Leistung ungleich großen Regelmitteln, z. B. Kondensatoren, Drosselspulen usw., vor-bzw. rückwärts getrieben wird. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung des unnötig häufigen Ein- und Ausschaltens der Regelmittel kleiner Leistung beim Auf- und Abwärtsregeln das jeweils kleinere Regelmittel so lange durch ein zugeordnetes mechanisches oder elektrisches Relais am Eingriff gehindert wird, wie der Kompensationsbedarf bzw. Überschuß den Betrag des nächstgrößeren Regelmittels überschreitet, und daß beim Aufwärtsregeln nach Erreichen der zum erstmaligen Einschalten des letzten, im allgemeinen größten Regelmittels gehörigen Stufe eine Endausregelung aller Regelmittel kleinerer Größe erzwungen wird.
  • Man mußte bisher z. B. für die kleinsten Kondensatoren eines Satzes eine außerordentlich hohe Schalthäufigkeit in Kauf nehmen, da diese kleinen Kondensatoren stets für die Deckung der Blindleistungszwischenstufen herangezogen werden. Diese Schaltung eignet sich daher vorzugsweise nur für Anlagen mit einigermaßen ruhigem und selten sich änderndem Belastungscharakter. Nach der Erfindung kann man das bisher bei starken Laständerungen zu Betriebsbeginn, Betriebsende und während des Betriebes unvermeidbare Durchlaufen sämtlicher Regelstufen auf das erforderliche Mindestmaß herabdrücken und außerdem die bei kurzzeitigen Lastschwankungen während des Betriebes auftretende höhere Schalthäufigkeit für die Regeleinheiten kleinster Stufenleistung vermeiden bzw. auf ein erträgliches Maß herabsetzen. Trotzdem ist selbst bei geringen, langsam sich ergebenden Blindlastunterschieden die Ausregelung kleiner Stufenleistung möglich, wobei die Blindleistungsbegrenzer sowohl kochempfindlich (schnell anlaufend) als auch unempfindlich (langsam anlaufend) ausgelegt werden können. Außerdem wird bei der vorliegenden Schaltung beim Aufwärtsregeln nach Erreichen der zum erstmaligen Einschalten der letzten, im allgemeinen größten Regeleinheit, Regelkondensator bzw. Regeldrosselspule usw., gehörigen Stufe eine Endausregelung aller Regelgrößen kleinerer Stufenleistung trotz größten Blindlastanfalles erzwungen. Bei einer Störung in einem der Kondensatorstromkreise wird das Einschalten der nächsthöheren Regelstufen und ungestörtes Weiterarbeiten und Regeln der Einrichtung erzielt.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
  • In Fig. i ist der Erfindungsgedanke auf einen Blindleistungsbegrenzer A angewandt. Die Anlaufbegrenzung wird gesteuert durch Zentrifugalschalter ä, 9 und io mit verschieden großen Ansprechwerten,wobei außerdem eine Endausregelung der kleinen Kondensatoren C nach Erreichen der zum erstmaligen Einschalten der größten Regeleinheit gehörigen Stufe gewährleistet wird. Bei dieser Schaltung wird das Durchlaufen unnötiger Zwischenstufen bei großen induktiven oder kapazitivenBlindlaständerungenvermieden. Trotzdem werden die Zwischenstufen bei kleinen induktiven oder kapazitiven Blindlaständerängen sowie die Endstufen ohne weiteres ausgeregelt.
  • Der Blindleistungsbegrenzer weist vier Hauptstufen in Sparschaltung mit zugehörigen Regelkondensatoren C auf, deren Leistungen im vorliegenden Fall nach einer geometrischen Reihe abgestuft sind auf ioo, Zoo, 400 und 8oo kVar. Dazwischen den aufeinanderfolgenden Regelstufen gleich große Leistungsunterschiede erzielt werden sollen, welche im vorliegenden Falle von Stufe zu Stufe ioo kVar betragen, möge der Begrenzer bei einer induktiven Last von ioo kVar vorwärts anlaufen und bei Überschreiten einer kapazitiven Blindleistung von 5o kVar rückwärts anlaufen. Die Schaltwelle des Begrenzers hat vier Hauptstufenscheiben Al, A2, A3 und A4, welche die zugehörigen Quecksilberschaltröhren zum Kippen und damit zum Schließen des Betätigungsstromkreises des zugehörigen Fernschalters des zu steuernden Regelkondensators veranlassen, sobald die Rolle des Quecksilberschützes nicht mehr im inneren, sondern auf dem äußeren Teilbogen der Stufenscheibe abrollt. Die drei kleinen Kondensatoren können aber durch die zugeordnete Stufenscheibe Al bis As nur dann im unteren Regelstufenbereich zum Eingriff v eranlaßt werden, wenn die zugeordneten Zentrifugalschalter 8, 9 und io geschlossen sind. Statt der Ruhestromschaltung könnte naturgemäß auch Arbeitsstromschaltung der Zentrifugalschalter angewandt werden.
  • Der Eingriff des ioo-kVar-Kondensators wird nun erfindungsgemäß durch den Zentrifugalschalter B überwacht. Wenn die Zählerwelle, auf welcher sich die Zentrifugalkontakte in entsprechender Anordnung und Lagerung befinden, infolge des -Blindlastanfalles, der größer ist als die Blindleistung des zweiten Regelkondensators von Zoo kVar, eine entsprechende Umfangsgeschwindigkeit annimmt, öffnet der durch entsprechende Federvorspannung auf einen Ansprechwert von Zoo kVar eingestellte Zentrifugalschalter den Betätigungsstromkreis des Fernschalters des ioo-k'\7ar-Kondensators. Die Zentrifugalschalter können übrigens entweder auf der Welle des eigentlichen Blindleistungsbegrenzers oder auf der Welle eines in der gleichen Anlage von der gleichen Blindleistung durchflossenen Zählers mit zugehöriger Antriebswelle, evtl. unter Zwischenschaltung von Übersetzungen ins Schnelle aufgebracht werden. Bei einer Spannungsregeleinrichtung wird man die Welle eines an die gleiche Sammelschiene angeschlossenen Spannungsstundenzählers wählen.
  • Um Beschleunigungskräfte, die durch plötzliche Laständerungen ein unbeabsichtigtes Ansprechen der Zentrifugalschalter verursachen, unwirksam zu machen, wird man Zeitglieder zwischenschalten, die jedoch eine kürzere Ablaufzeit haben müssen, als der Blindleistungsbegrenzer im ungünstigsten Falle, d. h. bei größtem Blindlastanfall zum Weiterlaufen von einer Stufe zur nächstbenachbarten benötigt.
  • Der Zentrifugalschalter 9 ist so eingestellt, daß er erst dann seinen Kontakt öffnet, wenn etwas mehr Blindlast auftritt, als die Kompensationsleistung des nächstgrößeren, also des 40o-kVar-Regelkondensators beträgt. Tritt also ein Blindlastunterschied von beispielsweise 45o kVar auf, so wird der ioo-kVar-Kondensator durch den Zentrifugalschalter 8 und der 2oo-kVar-Kondensator durch den Zentrifugalschalter 9 an der Einschaltung verhindert. Der Zentrifugalschalter io öffnet seinen Kontakt erst dann; wenn die Blindlast größer ist als die Kompensationsleistung des vierten Kondensators, nämlich größer als 8oo kVar.
  • Die Zentrifugalschalter sprechen selbstverständlich sowohl bei induktiver als auch gleich großer kapazitiver Blindlaständerung, d. h. sowohl bei Vorwärts- als auch bei Rückwärtslauf des Blindleistungsbegrenzers bzw. des Spannungsbegrenzers o. dgl. an.
  • Nimmt man an, daß beispielsweise vom Leerlaufstillstand aus mit einer induktiven Blindlast o bei Betriebsbeginn sofort durch Einschalten von Motoren ein induktiver Blindleistungsbedarf von 85o kVar auftritt, so kann nur die vierte Stufenscheibe A den 8oo-kVar-Kondensator zum Eingriff bringen, da dem letzten, größten Regelkondensator keine Anlaufbegrenzungssteuerung bzw. Überwachung zugeordnet ist. Das Einschalten der Regelkondensatoren für ioo, äoo und 4ookVar wird durch Öffnen der Zentrifugalschalter 8, 9 und io gesperrt. Das Zuschalten des 8oo-kVar-Kondensators erfolgt jedoch erst dann, wenn der Regler auf Stufenstellung 8 angelangt ist. Nach Einschalten von SookVar bleibt nur noch 5o kVar induktiver Blindleistung übrig. Der Begrenzer kommt also auf Stufe 8 zum Stillstand. Wird durch Einschalten eines weiteren großen Motors 45o kVar Blindleistung benötigt, so werden durch die Zentrifugalkontakte 8 und 9 beim Durchlaufen der nächsten Regelstufen die durch Al und A2 gesteuerten Regelkondensatoren für ioo und 2oo'kVar am Eingriff gehindert. Es kommt lediglich der durch A, gesteuerte 40o-kVar-Kondensator - zur Wirkung, und zwar frühestens auf Stellung i2. Es verbleibt eineunkompensierteBlindleistung von 5o kVar ind. Der Regler kommt zum Stillstand.
  • Durch Einschalten weiterer Blindleistungsverbraucher möge nun eine induktive Blind- Leistung von 350 kVar auftreten. Durch Anordnung von drei Hilfsstufen, deren erste von Stellung 12 an, deren zweite von Stellung 1q. an und deren dritte von Stufenstellung 15 an Arbeitsstromkreise schließen, wird von der Regelstufe 12 aus die Möglichkeit für das Einschalten der 200- und ioo-kVar-Kondensatoren dadurch gegeben, daß parallel zu dem Zentrifugalschalter Leitungen über die Kontakte der Hilfsstufen H12, H14 und H15 geführt werden. Hierdurch wird auf der vorletzten, vierzehnten Stufe erreicht, daß der parallel zu dem Zentrifugalschalter 9 liegende Hilfskontakt H14 anspricht, wodurch der von A2 gesteuerte 2oo-kVar-Regelkondensator auf das Netz geschaltet wird; die induktive Blindlast sinkt von 35o auf i50 kVar zurück. Auf der letzten Regelstufe 15 wird durch den Hilfskontakt H15 der erste Regelkondensator für ioo kVar eingeschaltet, da gleichzeitig auch der Stufenschalter Al geschlossen ist. Die Gesamtblindleistung ist damit bis auf 5o kVar ind. kompensiert, d. h. der Begrenzer kommt zum Stillstand. Das Schließen der Stromkreise der Hilfsstufenscheiben kann auch durch die Hauptstufenscheiben erfolgen, wodurch man die Scheiben H12, H14, H15 sparen kann.
  • Nimmt man an, daß der Begrenzer auf Stellung 15 sich befindet und durch Abschaltung zahlreicher Motoren einen kapazitiven Blindlastüberschuß von 85o kVar auszuregeln hat, so dreht sich der Begrenzer A rückwärts und durchläuft die Stufen 15 bis 12, so daß nach Erreichen von Regelstufe 12 nur noch ein kapazitiver Überschuß von 450 kVar übrigbleibt. Der Begrenzer A arbeitet rückwärts weiter; auf Stellung i i wird der 4oo-kVar-Kondensator abgeschaltet. Auf Stufe 12 sollten eigentlich der ioo- und 2oo-kVar-Kondensator zum Eingriff kommen; der ioo-kVar-Kondensator wird jedoch durch den Zentrifugalschalter 8 gesperrt, da die Blindlast noch zu groß ist. Es ergibt sich somit eine Verringerung des kapazitiven Überschusses von -q.50 auf -25o kVar. Der Begrenzer A dreht sich also von Stufe i i über Stufe io bis zur Stufe 9 zurück, wobei im letzteren Falle auch die 2oo-kVar-Kondensatorleistung abgeschaltet wird. Es verbleibt noch ein kapazitiver Blindlastüberschuß von -5o kVar. Da dieser innerhalb der An- bzw. Rücklaufgrenzen des Begrenzers liegt, kommt der Begrenzer A zum Stillstand. Sinkt die Blindlast weiterhin ab, so ergibt sich ein ähnliches Verhalten des Begrenzers mit zugehöriger Anlaufbegrenzungssperre durch die Zentrifugalschalter.
  • Es ist also festzustellen, daß sowohl beim Aufwärts- als auch beim Abwärtsregeln bei starken Blindlaständerungen das Einschalten bzw. Ausschalten der Zwischenstufen auf das notwendige Mindestmaß herabgesetzt wird.
  • Während die Verriegelung des Anlaufes der bei starken Blindlaständerungen nicht benötigten Regeleinheiten kleiner und kleinster Leistungsstufen auf mittelbare Weise durch Heranziehung der Zentrifugalkraft erfolgte, kann man denselben Zweck auch auf unmittelbare Weise erreichen. Man kann hierbei die Anlaufbegrenzung beispielsweise durch Blindleistungs- oder Spannungsrelais, welche von der zu regelnden Netzgröße beeinflußtwerden, steuern lassen, wobei die Ansprech- und Abfallwerte bzw. die Maximal-und Minimalkontakte so eingestellt sind, daß bei Überschreiten des Leistungswertes des jeweils größeren Regelmittels das jeweils kleinere Regelmittel sofort oder nach einer gewissen evtl. staffelbaren Zeit durch öffnen des Betätigungsstromkreises des diesem kleineren Regelmittel zugeordneten Fernschalters am Eingriff gehindert wird. Auch hier ist wieder nur darauf zu achten, daß zwecks Vermeidung von Pendelungen die Sperrung früher eintritt, als das zu sperrende Regelmittel bei normalem Ablauf des Schaltvorganges durch den Begrenzer A zum Einsatz gelangen würde. Die Steuerung ist natürlich so ausgebildet, daß beim Aufwärtsregeln erst die nötigen Abschaltungen durchgeführt werden, ehe der nächstgrößere Kondensator zugeschaltet wird.
  • In Fig.2 sind die Zentrifugalschalter der Fig. i unmittelbar durch Blindleistungsrelais B und C ersetzt, wobei der Maximal-bzw. Minimalkontakt des Blindleistungsbegrenzers B bei Überschreiten von -1-20o kVar unter Zwischenschaltung eines Zeitrelais anspricht. Die Maximal- und Minimalkontakte des Blindleistungsrelais C sprechen bei Überschreiten von +qoo kVar an, und zwar ebenfalls vorzugsweise zeitverzögert. Im übrigen ist die Arbeitsweise der Blindleistungsrelais B und C die gleiche wie diejenige der früher erwähnten Zentrifugalschalter 8 und g.
  • Ferner kann - eine Überwachung und Anlaufbegrenzungssteuerung für die kleinen Regeleinheiten auf elektrische Weise auch dadurch erzielt werden, daß man an Stelle der zeitverzögerten Zentrifugalschalter der Fig. i oder der zeitverzögerten Blindleistungs- bzw. Spannungsrelais der Fig.2 beispielsweise Blindleistungsbegrenzer bzw. Spannungsbegrenzer benutzt. Hierbei sind die Ansprechwerte der Begrenzer und der Hilfsbegrenzer für Vorwärts- und Rückwärtslauf so eingestellt, daß bei Überschreitung des Leistungswertes der nächstgrößeren Regelgröße, Regelkondensator, Regeldrosselspule usw., die jeweils kleinere Regelgröße nach einer gewissen lastabhängigen gestaffelten Zeit durch Öffnung des Betätigungsstromkreises des Fernschalters dieser Regelgröße am Eingriff gehindert wird. Hierbei werden durch zweckmäßige Formgebung der Stufenscheiben der vorzugsweise schnell ansprechenden Hilfsbegrenzer Pendelungen dadurch vermieden, daß die Sperrung des Eingriffes des kleineren Regelmittels bereits durchgeführt ist, bevor letzteres bei normalem Ablauf des Regelvorganges durch den Hauptbegrenzer A zum Einsatz gelangt sein würde.
  • Hiefnach wird entsprechend Fig.3 jeder Stufenscheibe mit Ausnahme der letzten des Hauptbegrenzers A ein Anlaufüberwachungsbegrenzer zugeordnet, so daß also zur Stufenscheibe Al ein Begrenzer B, zur Stufenscheibe A2 ein Begrenzer C gehört. Der Hauptbegrenzer A weist hierbei drei Stufenscheiben mit drei zugehörigen Regelkondensatoren mit der Leistung ioo : 200: q.oo kVar auf. Der Begrenzer A ist wieder der eigentliche Arbeitsbegrenzer, dessen Anlauf- und Rücklaufgrenzen für die Leistung des ersten Regelkondensators von ioo kVar ausgelegt sind. Genau wie im Beispiel der Fig. i mag der induktive Ansprechwert von A bei ioo kVar, der kapazitive Rücklauf-,vert bei 5o kVar liegen. Die Anlauf- und Rücklaufgrenzen des ersten Anlaufüberwachungsbegrenzers B sind genau so wie, bei dem Zentrifugalschalter 8 oder Blindleistungsrelais B so eingestellt, daß sie bei Überschreiten des Leistungswertes der nächstgrößeren Regelgröße, also bei +2oo kVar ansprechen und nach gewisser Zeit den Betätigungsstromkreis des Fernschalters des zu überwachenden 2oo-kVar-Kondensators öffnen. Die Anlauf- und Rücklaufgrenzen des zweiten Hilfsbegrenzers C' sind entsprechend der Leistung des dritten Regelmittels, d. h. im vorliegenden Falle so eingestellt, daß sie bei Überschreiten von -I-q.oo kVar ansprechen.
  • Gemäß Fig.3 wird der Stromkreis des ersten Ouecksilberschaltrohres des Begrenzers A über das erste OQuecksilberschaltrohr des Begrenzers B geführt. Bei dieser Reihenschaltung. der beiden Quecksilberschaltrohre erhält die Stufenscheibe des Schaltrohres des Begrenzers B eine derartige Sonderform, daß das zugehörigeOuecksilberschaltrohrBi einen Stromkreis so lange schließt, wie beispielsweise bei induktivem Blindlastanfall die induktive Anlaufgrenze des Begrenzers B, nicht überschritten wird. Es kann also im Bedarfsfalle die Schaltröhre A1 eine Einschaltung des ersten Regelkondensators für ioo kVar vornehmen, sofern die Anlaufgrenze des Begrenzers A überschritten ist. Fällt mehr als die doppelte Blindlast an, d. h. ist der induktive Blindleistungsbedarf der zu kompensierenden Anlage so groß, daß die induktive Anlaufgrenze des . Anlaufüberwachungsbegrenzers B von +2oo kVar überschritten wird, so läuft dieser an; seine Nockenwelle dreht sich, und nach einer gewissen Zeit, welche im allgemeinen kürzer gehalten wird als die Ansprechzeit des Schaltrohres A1 des Begrenzers A, kippt das Quecksilber der Schaltröhre des Begrenzers B nach unten. Es wird also- der kurze Zeit darauf von der Schaltröhre A1 des Begrenzers A gegebene Steuerbefehl für den ioo-kVar-Regelkondensator nicht ausgeführt.
  • Es kann und soll jedoch die zweite Steuerröhre A2 des Begrenzers A eingreifen, es sei denn, daß der Blindlastanfall so groß ist, und zwar größer als q.oo kVar, daß auch das Arbeiten der Steuerröhre A2 durch die zugeordnete Anlaufüberwachungsschaltröhre C1 des Begrenzers C' verhindert wird. Die Nokkenscheibe für die Schaltröhre Cl hat eine derartige Form, daß sie nach Ablauf einer gewissen Zeit den Stromkreis der zugeordneten Schaltröhre A2 des Begrenzers A unterbricht. Auch hier soll die Unterbrechung im allgemeinen schneller erfolgen als die Schaltröhre A2 des Begrenzers A beim Weiterrükken von einer Stufe auf die andere, d. h. also auch in kürzerer Zeit als die Schaltröhre Al des Begrenzers A zum Eingriff benötigt.
  • Da nun die Überwachungsbegrenzer nach Ausübung ihrer Relaisfunktion zum Stillstand gelangen und nicht wieder in die für die Erfüllung weiterer Überwachungsaufgaben erforderliche Ausgangsstellung zurückkehren, wird jeder Hilfsbegrenzer nach jeweiligem Vorwärts- oder Rückwärtslauf dadurch in seine Ausgangsstellung gebracht, daß sein Rückstellrelais durch den Umschaltkontakt der leistungsmäßig zugeordneten Schaltröhre A2 bzw. AS so lange spannungslos gemacht wird, bis der jeweilige Hilfsbegrenzer in seine Ausgangsstellung mit Sicherheit zurückgekehrt ist. Der Begrenzer A hat in der dargestellten Lage die Stufe 5 erreicht, während die Anlaufbegrenzer B und C in Ausgangsstellung ruhen.
  • Die Sparschaltung und Anlaufbegrenzungssteuerung nach Fig. 3 arbeitet demnach wie folgt: Tritt aus dem Leerlaufzustand ohne Blindlastanfall heraus bei Betriebsbeginn sofort ein induktiver Blindleistungsbedarf von 250 kVar auf, so wird der Schwellwert des Begrenzers B überschritten. Sein Ruhekontakt wird demnach geöffnet, bevor noch der Schaltkontakt A1 den ersten Regelkondensator ans Netz legen konnte. Nach einer gewissen Zeit schaltet jedoch der Begrenzer A den Schaltkontakt A2 und damit ein Zeitrelais A2 zu (Stufenstellung a). Hierdurch wird einerseits der zweite Regelkondensator von Zoo kVar eingeschaltet, so daß nur noch 5o kVar zu kompensieren übrigbleiben, andererseits unterbricht der Umschaltkontakt von .q. den Stromkreis des Rückstellrelais B-,# mittels des einstellbaren Zeitrelais A_' so lange, bis der Begrenzer B mit Sicherheit in seine Ausgangsstellung zurückgekehrt ist. Sämtliche Regler bleiben nunmehr in Ruhe.
  • Tritt erneut eine induktive Last auf, so daß trotz Wirksamkeit des zweiten Regelkondensators eine induktive Blindlast von wiederum z. B. d.5o kVar zu kompensieren übrigbleibt, so läuft der Begrenzer B wieder an und verhindert das mehrfache Ein.- und Ausschalten des ersten Regelkondensators für ioo kVar. Es spricht nun der Begrenzer C an, öffnet die Schützspule des 2oo-lcVar-Regelkondensators, so daß die zu kompensierende Blindlast auf 65o kVar ansteigt. Unter dem Einfluß dieser Blindlast schaltet sich sehr schnell der 4oo-kVar-Regelkondensator infolge Eingriffes der Schaltröhre A3 (Stufenstellung d:) ein. Es bleibt also nach Einschaltung von 4.oo kVar Kondensatorleistung nur noch eine induktive Blindleistung von z5olcVar zu kompensieren übrig. Während des Erreichens der Stufenstellung ,4 wird das Rückstellrelais von B durch das Zurückkippen der Schaltröhre .-l. sowie durch Einschaltung der Schaltröhre A3 spannungslos. Der Begrenzer B kann also nicht mehr zur Wirkung kommen. Inzwischen läuft der Hauptbegrenzer <q weiter. Durch Betätigen der Schaltröhre A, erhält der ioo-kVar-Regellcondensator den Einschaltbefehl; dieser kann aber wegen der Verriegelung durch die Hilfsstufenscheiben H4 und H7 vorläufig nicht zur Ausführung gelangen. Inzwischen arbeitet der Begrenzer A weiter und gelangt über Stufenstellung 5 auf Stufenstellung 6, d. h. es wird der zweite Regelkondensator zugeschaltet, so daß die gesamte Blindleistung auf 5o kVar zurückgeht.
  • Fällt jetzt erneut induktive Blindlast von beispielsweise insgesamt 3oo kVar an, so kann jetzt der Begrenzer B nicht aus seiner Ausgangsstellung erneut anlaufen, da das Rückstellrelais infolge der gekippten Stellung des Schaltrohres .d3 spannungslos bleibt. Im übrigen ist die Wirkung des Begrenzers B durch die Hilfsstufen H4 und H, ausgeschaltet. Der Begrenzer A arbeitet jedoch weiter und kommt auf die Stufenstellung 7, d. h. es wird der letzte noch zur Verfügung stehende Kondensator von ioo kVar durch das Schaltrohr A, eingeschaltet. Hierdurch wird der induktive Blindlastanfall auf Zoo kVar verringert. Da jedoch keine weiteren Kondensatoren vorhanden sind, gelangt die Nockenwelle an einen Anschlag; es setzt die in den Begrenzer A eingebaute Rutschkupplung ein, so daß das Triebsystem des Zählers ungestört weiterlaufen kann. Bei der vorliegenden Schaltung wird in dem gewählten Beispiel demnach das Durchlaufen der Stufen i, 3 und 5 vermieden. Trotzdem wird das Ausregeln der Zwischenstufen bei geringen Blindlaständerungen sowie das Einschalten der kleinen und kleinsten Regelmittel am Ende der Regelstufen, d. h. nach erstmaligem Einschalten des letzten, im allgemeinen größten Regelmittels gewährleistet. Ähnliches gilt natürlich beim Rückwärtsregeln.
  • plan kann übrigens auch auf die Speisung des Rückstellrelais Dx des Hilfsbegrenzers B über den Ruhekontakt der Schaltröhre verzichten, da der Hilfsbegrenzer B durch die sowieso erforderlichen Hilfsstufen H., und H; unwirksam, d. h. entriegelt wird.
  • Soweit es sich um Anlagen handelt, in denen mit Blindlast- oder Spannungsschwankungen geringen Ausmaßes gerechnet %cerden kann, kann man zwecks Ersparnis die Zentrifugalschalter 9 bzw. Blindleistungs- oder Spannungsrelais C bzw. die Hilfsbegrenzer C fortlassen, wenn im allgemeinen keine größe ren Blindlastschwankungen als im Bereich von o bis :loo kVar auftreten. Hat der Arbeitsbegrenzer <d mehr als drei Hauptstufen, so braucht man sinngemäß nur so viel Relais C , D usw. vorzusehen, wie aller Wahrscheinlichkeit nach die größte auftretende Blindlastschwankung oder Spannungsschwankung o. dgl. ausfallen wird. Umgekehrt ist auch bei geänderten Betriebsbedingungen eine Erweiterung der Schaltung durch Hinzufügen der auf höhere Ansprech- und Rücklaufwerte eingestellten Anlaufsteuerungsrelais möglich.
  • Die bisherigen Ausführungen erstreckten sich auf eine Abstufung der Leistung der Regelgrößen nach einer geometrischen Reilie. Es können jedoch auch davon abweichende, andersgestaltete, beispielsweise aritlirretrische oder sonstige Reihen für die Abstufung der Leistungen der Regelgrößen zugrunde gelegt werden.
  • Die Sparschaltung und Anlaufbegrenzungssteuerung kann auch auf die bereits vorgeschlagene elektrische Hintereinanderschaltung zweier Blindleistungsbegrenzer angewendet werden, von denen der erste als Feinregler und der zweite als Grobregler ausgebildet ist.
  • Die vorliegende Sparschaltung braucht naturgemäß nicht nur auf die bisher behandelte Schalternockenwelle der Blindleistungs-bzw. Spannungsbegrenzer beschränkt zu bleiben, soweit sie unmittelbar durch Blindverbrauchs- oder Spannungsverbrauchszähler angetrieben werden. Sie läßt sich vielmehr auch ohne weiteres auf die zählerartigen Steuergeräte mit nachgeschalteten Schaltapparaten anwenden, wobei letztere durch einen Motor angetrieben werden und ebenfalls eine Schaltwelle mit bis 15 Quecksilberschaltröhren aufweisen. Die Sparschaltung erstreckt sich weiterhin auch auf die anderen Schaltwellen, welche durch einen Antriebsmotor angetrieben werden, wobei der eigentliche Antriebsmotor z. B. durch Blindleistungs-, Spannungsrelais o. dgl. zum Vorwärts- bzw. Rückwärtslauf veranlaßt und durch ein Bremsrelais zum Stillstand gebracht wird.
  • Von den Zählern bzw. von den vorbeschriebenen Antriebsmotoren brauchen nicht nur Schaltwellen mit Stufenscheiben und Quecksilberschaltröhrengedreht zu werden, sondern es können auch Schaltwalzen mit Kontaktbahnen angetrieben werden, welche dann Aussparungen, segmentartige Leitereinlagen usw. erhalten können. Um Fehlschaltungen zu vermeiden, die durch Erdschlüsse in den Betätigungsstromkreisen von Relaissteuerungen auftreten können, kann die gesamte Sparschaltung und Anlaufbegrenzungssteuerung auch zweipolig ausgeführt werden.
  • Von großer Bedeutung ist schließlich noch das Verhalten der erfindungsgemäßen Regeleinrichtung bei Störungen an einem der Regelkondensatoren, Kondensatorschalter usw. infolge von Kurzschluß, Überlastung u. dgl. Für solche Fälle werden den Kondensatoren bekanntlich Schutzschalter mit Wärme- und magnetischer Schnellauslösung vorgeschaltet, die elektrische und mechanische Wiedereinschaltsperren erhalten, um ein neues Einschalten und damit ein Pumpen zu unterbinden. Während nun bei den bekannten Einrichtungen zum Regeln von Kondensatoren ungleicher Leistungsgrößen eine Teil- oder Gesamtabschaltung der bereits unter Spannung stehenden Kondensatoren unter Umständen erforderlich wird oder infolge des Abweichens zwischen den Meßwerten eines Modellstromkreises und den eingeregelten Kondensatorleistungen ebenfalls ein Pumpen eintritt, schaltet die Regeleinrichtung nach der Erfindung ohne weiteres die in Betracht kommenden nächsthöheren Regelstufen ein.
  • Die gesamte Anlage kann also unbeeinflußt weiterarbeiten und auch während der Störungszeit die volle Kompensationsleistung der gesunden Kondensatoren dem Betrieb zur Verfügung stellen, so daß für die zu kompensierende Anlage keine Nachteile tariflicher, technischer oder wirtschaftlicher Art, z. B. erhöhte Blindstromgebühr, zu große Spannungsabsenkung, Anwachsen der Übertragungsverluste usw., auftreten. Dies ist insbesondere für unbediente Anlagen außerordentlich wichtig.
  • Man wird allerdings zur Kenntlichmachung der Störung eine akustische oder zumindest optische Signalvorrichtung und außerdem je Kondensatorfernschalter einen Paketschalter für das Ausschalten des Einschaltmagneten und der Nullspannungsspule benutzen, damit man in Störungsfällen an dem schadhaften Regelkondensatorkreis arbeiten kann. Wird der Paketschalter für drei Stellungen (Aus, Hand- und selbsttätiger Betrieb) vorgesehen, so kann man außerdem im Normalbetrieb von selbsttätiger auf Handbetätigung umschalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Regeln einer elektrischen Netzgröße in beliebig vielen annähernd gleich großen Stufen unter Verwendung einer Schaltwelle, die von einem Regelrelais unmittelbar oder über einen Antriebsmotor zur Schaltung von in ihrer Leistung ungleich großen Regelmitteln, z. B.. Kondensatoren, Drosselspulen usw.,. vor- bzw. rückwärts getrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung des unnötig häufigen Ein- und Ausschaltens der Regelmittel kleiner Leistung beim Auf- und Abwärtsregeln das jeweils kleinere Regelmittel so lange durch ein zugeordnetes mechanisches oder elektrisches Relais am Eingriff gehindert wird, wie der Kompensationsbedarf bzw. -überschuß den Betrag des nächstgrößeren Regelmittels überschreitet, und daß beim Aufwärtsregeln nach Erreichen der zum erstmaligen Einschalten -des letzten, im allgemeinen größten Regelmittels gehörigen Stufe eine Endausregelung aller Regelmittel kleinerer Größe erzwungen wird. Einrichtung nach Anspruch i,- dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufwärtsregeln nach Erreichen der zum erstmaligen Einschalten des letzten, im allgemeinen größten Regelmittels gehörigen Stufe eine Ausregelung aller Regelmittel durch die Wirkung der kelaisanlaufbegrenzung ausschaltende Hilfskontakte erzwungen wird, wobei z. B. bei einer geometrischen Reihe von Regelmitteln im Verhältnis 1 ::2:4:,9 das Einschalten der Stufe d. erst auf der Regelstellung 12 erfolgt, wodurch gleichzeitig das Einschalten von Stufe 2 und i freigegeben wird, das Einschalten der Stufe 2 erst auf der Regelstellung 14. erfolgt, wobei gleichzeitig das Einschalten der Stufe i freigegeben wird, und die Stufe i erst auf der letzten Regelstellung 15 eingeschaltet wird. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlaufbegrenzung durch auf der Welle eines von der zu regelnden Netzgröße beeinflußten Zählersystems o. dgl. aufgebaute Zentrifugalschalter mit Zeitverzögerung derart erfolgt, daß bei Überschreiten der Größe des nächstgrößeren Regelmittels, Kondensator, Drosselspule usw., das jeweils kleinere Regelmittel durch vorzugsweises Öffnen des Betätigungsstromkreises des Fernschalters dieses kleinen Regelmittels am Eingriff gehindert wird, und zwar, zwecks Vermeidung von Pendelungen, noch bevor dieses kleinere Regelmittel bei normalem Ablauf des Schaltvorganges zum Einsatz gelangen würde. 4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansprechwerte der Zentrifugalschalter durch Veränderung der Federkräfte der einzelnen Zentrifugalschalter den abgestuften Erfordernissen angepaßt werden können. 5. Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlaufbegrenzung durch von der zu regelnden Netzgröße beeinflußte Blindleistungs-oder Spannungsrelais erfolgt, und daß die Ansprech- und Abfallwerte" bzw. Maximal- und Minimalkontakte so eingestellt sind, daß bei Überschreiten des Leistungswertes des nächst größeren Regelrriittels, Kondensator bzw. Drossel, das jeweils kleinere Regelmittel sofort oder nach einem gewissen, gegebenenfalls gestaffelten Zeitablauf durch Öffnen des Betätigungsstromkreises für den Fernschalter dieses kleinen Regelmittels am Eingriff gehindert wird, und zwar, zwecks Vermeidung von Pendelungen, noch bevor dieses kleinere Regelmittel bei normalem Ablauf des Schaltvorganges zum Einsatz Gelangen würde. 6. Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlaufbegrenzung durch von der zu regelnden Netzgröße beeinflußte Spannungs- oder Blindleistungsbegrenzer mit vorzugsweise verzögertem Anlauf erfolgt, wobei die Ansprechwerte für Vorwärts- und Rück= wärtslauf so eingestellt sind, daß bei Überschreiten des Leistungswertes des nächstgrößeren Regelmittels, Regelkondensator, Regeldrosselspule usw. das jeweils kleinere Regelmittel nach einer gewissen lastabhängig gestaffelten Zeit durch Öffnung des Betätigungsstromkreises des Fernschalters dieses Regelmittels am Eingriff gehindert wird, und daß durch zweckmäßige Formgebung der Stufensteuerscheibe des vorzugsweise schnell ansprechenden Hilfsbegrenzers zwecks Vermeidung von Pendelungen erreicht wird, daß die Sperrung des Eingriffes dieses kleineren Regelmittels bereits erfolgt ist, bevor es bei normalem Ablauf des Regelvorganges zum Einsatz gelangt sein würde. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hilfsbegrenzer nach dem Vor- oder Rückwärtslauf dadurch in seine Ausgangsstellung gebracht wird, daß sein Rückstellrelais durch den Umschaltkontakt des leistungsmäßig zugeordneten Steuerkontaktes, z. B. einer Stufenscheiben-nuecksilberschaltröhre (A2 bzw. As), so lange vorübergehend spannungslos gemacht wird, bis der jeweilige Hilfsbegrenzer mit Sicherheit in seine Ausgangsstellung zurückgelehrt ist. B. Einrichtung nach Anspruch i oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß in Anlagen mit verhältnismäßig geringen Spannungs- bzw. Laständerungen nur die am meisten der Regelung ausgesetzten, im allgemeinen kleinsten Regelmittel durch ein mechanisches oder elektrisches Relais, Zentrifugalschalter, Blindleistungs- bzw. Spannungsrelais, Blindleistungs- bzw. Spannungsbegrenzer usw., am Anlauf gehindert werden. 9. Einrichtung nach Anspruch i oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl ein Fein- als auch ein ihn ablösender Grobregler mit Mitteln zur Vermeidung des unnötigen Ein- und Ausschaltens versehen ist. io. Einrichtung nach Anspruch i oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der Schaltmittel Stufenscheiben mit segmentartigen Leitereinlagen als Schaltgitter dienen oder daß Schaltwalzenkontaktbahnen mit Aussparungen undzugehörigen Quecksilberschaltröhren bzw. mit segmentartigen Leitereinlagen benutzt werden. i i. Einrichtung nach Anspruch i oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung zweipolig anstatt wie bisher einpolig ausgeführt wird, wobei beide Pole gleiche Ausführungsformen bezüglich der Stufenscheiben und Quecksilberschaltröhren oder der segmentartigen Einlagen in den Stufenscheiben oder der Schaltwalzenkontaktbahnen (Aussparungen oder segmentartige Einlagen) aufweisen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE971093C (de) * 1950-04-12 1958-12-11 Masing & Co K G Dr Anordnung zur selbsttaetigen Steuerung der Kompensation von Blindleistungsverbrauchern
DE1143265B (de) * 1960-02-29 1963-02-07 Rudolf Schroeter Automatischer Leistungsfaktor-Regler mit Blindleistungszaehler-Einrichtung und Programmschaltwerk
DE1153823B (de) * 1959-10-22 1963-09-05 Heliowatt Werke Elek Zitaets A Einrichtung zur elektrischen Blindleistungs-begrenzung in Wechselstromanlagen mittels Phasenschieberkondensatoren mit Rueckstellvorrichtung

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DE1143265B (de) * 1960-02-29 1963-02-07 Rudolf Schroeter Automatischer Leistungsfaktor-Regler mit Blindleistungszaehler-Einrichtung und Programmschaltwerk

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