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Aufbewahrungskasten für die Atemschläuche, insbesondere von Sauerstoff-Atemgeräten
Die Erfindung bezieht sich auf einen Aufbewahrungskasten für Atemschläuche, insbesondere
Sauerstoff-Atemgeräten.
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Es ist bekannt, den Oberteil des ein Sauerstoff-Atemgerät aufnehmenden
Kastens zur Aufbewahrung der Atemschläuche zu verwenden, doch wurden dabei die Schläuche
mehr oder weniger ungeordnet im Kasten untergebracht, d. h. sie lagen nicht nebeneinander,
sondern irgendwie übereinander und durcheineinander, so daß oft der Deckel des Schlauchkastens
sich nicht ohne weiteres schließen ließ. Wird der Deckel mit Gewalt zugemacht, so
können die Schläuche beschädigt oder Schlauchtüllen verformt werden. Weiterhin war
bei den bisher bekannten Anordnungen eine gewisse Fertigkeit zur sachgemäßen Unterbringung
der Schläuche notwendig. Schließlich fehlt es an jeder Übersicht, ob alle Schläuche
wirklich eingepackt sind oder nicht. Steht der Kasten hochkant und wird dann der
Deckel des Schlauchkastens geöffnet, so fallen einem alle Schläuche entgegen, und
es ist nicht möglich, einen oder zwei Atemschläuche zu entnehmen. Ein weiterer Nachteil
der bekannten Vorschläge besteht darin, daß sich die Atemschläuche in Hochkantstellung
des Kastens überhaupt nicht verpacken lassen. Der Kasten mußte lediglich um der
Schläuche willen erst flach hingelegt werden. Im ganzen genommen ist also die bisherige
Art der Unterbringung der Atemschluäche umständlich und zeitraubend, und es können
leicht Schläuche verlorengehen bzw. beschädigt werden. Besonders -nachteilig ist
die bisherige Schlauchaufbewahrung dann, wenn zu dem gleichen Gerät Schläuche verschiedener
Länge gehören. Da jeder Überblick fehlt, besteht die Gefahr, daß man zunächst den
falschen Schlauch ergreift.
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Die Erfindung beseitigt die erwähnten Nachteile, indem sie sich die
Aufgabe stellt, den Schläuchen innerhalb des Aufbewahrungskastens ein für allemal
ihren festen Platz in ein und derselben Ebene zu geben und die Schläuche so übersichtlich
anzuordnen, daß gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines auf dem Deckel des Aufbewahrungskastens
angebrachten Stapelplanes die richtige
Lage mit einem Blick ermittelt
werden kann. Weiterhin sieht die Erfindung besonders einfache Mittel vor, um die
Schläuche gleichzeitig auch gegen Herausfallen sowie gegen sonstige unerwünschte
Lageänderurngen zu sichern.
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Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß zur geordneten Stapelung
mehrerer Atemschläuche in einer Ebene mit dem Kastenboden frei aus diesem herausragende
Pflöcke verbunden sind, die alle oder teil-«-eise in Abständen - auf der durch eine
Kastenecke gelegten Winkelhalbierenden angeordnet und derart ausgebildet und einander
zugeordnet sind, daß.sich die lose um die Pflöcke herumgelegten Schläuche gegenseitig
ohne Behinderung stützen und gleichzeitig gegen Lageänderungen in der senkrecht
zum Kastenboden verlaufenden Ebene gesichert sind. Im unteren Teil des Kastens können
weitere, als Abstandhalter für die inneren Schlauchlagen dienende Pflöcke angeordnet
sein.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung übergreift eine in den Kasten
eingelassene, zum Kastenboden parallele feste Zwischenwand die Schlauchenden und
sichert sie gegen Lageänderungen.
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Eine besonders einfache und billige Herstellung der Halte- und Umlenkpflöcke
ergibt sich, wenn diese aus halbzylindrischen Körpern bestehen und am Kopfende vorzugsweise
mit-einer wulstförmigen Verdickung versehen sind. Es ist dann möglich, die z. B.
aus Holz bestehenden Pflöcke zunächst als Vollzylinder zu drehen und "sie dann einfach
in der Mitte durchzuschneiden und an den sich dabei bildenden Kanten abzurunden.
Die wulstförmigen Verdickungen stellen ein besonders einfaches Mittel dar, um die
Atemschläuche gegen Lageänderungen in der senkrecht zum Kastenboden verlaufenden
Ebene zu sichern.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Abb. r ist eine Draufsicht auf einen Aufbewahrungskasten mit den erfindungsgemäß
in diesen gestapelten Aternschläuchen.
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Die Abb. a und 3 geben in Seitenansicht und Draufsicht einen der erfindungsgernäß
ausgebildeten Halte- und Umlenkpflöcke in vergrößertem Maßstab wieder.
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Der Aufbewahrungsbehälter für die Atemschläuche besteht beim Ausführungsbeispiel
aus einem kastenförmigen Gebilde, das z. B. aus Holz gefertigt werden kann, das
jedoch, ohne das Wesen der Erfindung zu berühren, auch aus irgendwelchen anderen
Werkstoffen bestehen kann. Ebenso sind auch die äußer en L 'mrißformen des Kastens
sowie dessen Zuordnung zu den anderen Geräteteilen für das Wesen der Erfindung belanglos.
Wie Abb. r erkennen läßt, sind mit dem Boden des zweckmäßig durch einen nicht dargestellten
Deckel verschließbaren Kastens Halte- und Umlenkpflöcke a., b und ä verbunden, deren
andere Enden frei in den Kasten hineinragen. Die Pflöcke a. und b liegen in Abständen
hintereinander im wesentlichen auf den durch die betreffenden Kastenecken gedachten
Winkelhalbierenden. Die mit lt
bezeichneten Pflöcke sind in der Zeichnung
absichtlich an einer Stelle angeordnet, die nicht ganz zweckentsprechend wäre, da
der Abstand der beiden Pflöcke h. von den Pflökken b zu groß ist, so daß bei einer
sehr starken Neigung des Kastens nach vorn die um die Pflöcke h gelegten Schlauchteile
abrutschen könnten. Es wird damit deutlich gemacht, daß die Pflöcke lt zur
Erzielung einer noch besseren Wirkung in gleicher Weise angeordnet werden können,
wie dies bezüglich der Pflöcke a und b beim Ausführungsbeispiel dargestellt
ist.
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Die Halte- und Umlenkpflöcke bestehen aus halbzylindrischen Körpern,
die an den frei in den Aufbewahrungsbehälter hineinragenden Enden die aus den Abb.
z und 3 ersichtliche wulstförmige Verdickung besitzen. Diese verhindert in Verbindung
mit der besonderen gegenseitigen Lage der einzelnen Halte- und Umlenlzpflöclze ein
Verrutschen der Schläuche innerhalb des Aufbewahrungskastens, und zwar sowohl in
der Zeichnungsebene als vor allem auch in der senkrecht zum Kastenboden verlaufenden
Ebene. Die Schläuche können bei aufrecht stehendem Kasten selbst dann nicht von
den Pflöcken herunterrutschen ,wenn der Kasten nach vorn geneigt wird. Sie behalten
ihre in der Zeichnung wiedergegebene Lage sogar dann bei, wenn man den Kasten ganz
nach vorn umklappt. Es wird dies dadurch erreicht, daß z. B. der mit c bezeichnete
Atemschlauch mit Hilfe der Pflöcke a und b gegen jegliche Lageänderung gesichert
ist. Das gleiche gilt für den nach außen liegenden, mit d bezeichneten Atemschlauch,
da dieser einerseits an den Kastenwänden und andererseits an der Außenseite der
Pflöcke a fest anliegt und durch die Verdickung der Pflockenenden gegen Herausfallen
gesichert wird. Die beiden innenliegenden Schläuche e und j werden in gleicher Weise
durch die Pflöcke h und g gehalten, wobei die Pflöcke Ir sich, wie schon an anderer
Stelle angedeutet wurde, an einer anderen Stelle befinden, als in der Zeichnung
wiedergegeben ist, und die Pflöcke g gleichzeitig auch noch die Funktion als Abstandhalter
erfüllen.
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Das Einlegen und Herausnehmen der Atemschläuche ist denkbar einfach
und kann trotz des Vorteils größter Übersichtlichkeit
und ständiger
Griffbereitschaft in kürzester Zeit vorgenommen werden.
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Um auch die freien Schlauchenden gegen Herausfallen zu sichern, ist
in dem Aufbewahrungskasten ein in dem rechten Teil der Abb. i wiedergegebener Zwischenboden
eingelassen. Evt. könnte dieser Zwischenboden auch aufklappbar ausgebildet oder
durch einen Klemmsitz bzw. durch Blattfedern oder andere Hilfsmittel leicht lösbar
mit dem Aufbewahrungsbehälter verbunden werden.