DE72861A - Speisevorrichtung für Thon Walzwerke - Google Patents
Speisevorrichtung für Thon WalzwerkeInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Thon-Walzwerken kommt es häufig vor, dafs die Walzen den Thon nicht fassen, ein
Uebelstand, der insbesondere dann eintritt, wenn der Thon für die weitere Verarbeitung
zu fest und hart war und zur Erhöhung seines Feuchtigkeitsgrades mit Wasser begossen werden
mufste. Um in solchen Fällen den Betrieb aufrecht zu erhalten, wird es nothwendig, auf
den Thon eine Pressung in der Richtung auf die Walzen zu auszuüben. Es geschieht dies
so, dafs ein Arbeiter mit einer Keule auf die Thonmasse drückt. Die Walzen schleifen alsdann
zunächst die äufsere, wasserreichere Schicht des Thons ab und fassen von neuem,
sobald die trockenere, festere Thonmasse in ihren Bereich kommt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die beschriebene Handarbeit durch Maschinenarbeit
zu ersetzen.
Ueber dem Thon - Walzwerk ist an der Decke des Arbeitsraumes ein Rädervorgelege V
montirt, dessen Antriebsriemscheibe α von der Haupttransmission aus in Drehung versetzt wird.
Das Vorgelegerad r ist mit einem Kurbelzapfen \ versehen, an welchen eine Stange s
angeschlossen ist, deren unteres, durch einen kräftigen Bügel k oder auch keulenförmig verstärktes
Ende bis in den die Thonmasse aufnehmenden Rumpf des Thon - Walzwerkes herabreicht. Ein an die Stange s angeschlossener
Lenker /, Fig. 1 und 2, der seinen Drehpunkt an der nächsten Wand des Arbeitsraumes hat,
dient zur Führung der Stange bei ihrem Auf- und Niedergange.
Treten die oben erwähnten Störungen im Gange des Thonwerkes ein, so wird die beschriebene
Vorrichtung in Betrieb gesetzt. Die Stange s k übt dann dieselbe Wirkung auf die
Thonmasse aus, wie der mit der Keule bewaffnete Arm des Arbeiters.
Ist der Thon derartig' beschaffen, dafs ohne Beihülfe der beschriebenen Vorrichtung ein
gutes Arbeiten des Walzwerkes nicht zu erwarten ist, so bleibt dieselbe constant im
Gange.
Die durch die Fig. 4 und 5 dargestellte Vor-. richtung unterscheidet sich von der vorher beschriebenen
nur dadurch, dafs die Stange s k geradlinig geführt und durch eine besondere
Kurbelstange b mit dem Kurbelzapfen \ verbunden ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Speisevorrichtung für Thon-Walzwerke, bestehend in einer durch mechanischen Antrieb auf- und niederbewegten Stange (s), deren bügel- oder keulenförmig verstärktes Ende (k) in den die zu verarbeitende Thonmasse aufnehmenden Rumpf des Walzwerkes herabreicht und bei ihrem Niedergange einen Druck auf die Thonmasse ausübt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72861A true DE72861A (de) |
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