DE728697C - Lichtbogenstromrichter mit Schirm- und Hauptelektroden - Google Patents

Lichtbogenstromrichter mit Schirm- und Hauptelektroden

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DE728697C
DE728697C DEA82410D DEA0082410D DE728697C DE 728697 C DE728697 C DE 728697C DE A82410 D DEA82410 D DE A82410D DE A0082410 D DEA0082410 D DE A0082410D DE 728697 C DE728697 C DE 728697C
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DE
Germany
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arc
electrodes
ignition
main
shield
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Expired
Application number
DEA82410D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Willy-Hans Traupe
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AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Publication date
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
    • H01T11/00Spark gaps specially adapted as rectifiers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)

Description

  • Lichtbogenstromrichter mit Schirm- und Hauptelektroden In Lichtbogenstromrichtern, beispielsweise Marx-Stromrichtern, erfolgt die Löschung des Lichtbogens durch einen DTuckgasstrom, der entweder aus einer Elektrode aus- und in die andere einströmt oder dem Raum zwischen den Elektroden radial zu- und durch die Elektroden axial abströmt. In beiden Fällen wird, nachdem der Lichtbogen bereits zerrissen ist, ein Teil des ionisierten Gases noch eine bestimmte Zeit, die durch die Strömungsgeschwindigkeit gegeben ist, im Lichtbogenraum bleiben und wie eine Flamme oder sonstige Spitze gegenüber der anderen Elektrode wirken. Aus diesem Grunde muß man dem @.ichtbogenstromrichter eine hohe Sicherheit gegen Rückzündung mit anderen Mitteln geben, wie beispielsweise durch großen Elektrodenabstand oder hohen Druck des Gases USW. Diese Mittel haben jedoch den wesentlichen Nachteil, daß durch sie die Lichtbogenspannung und damit die Verlustleistung des Lichtbogens erhöht wird, so daß eine natürliche Grenze besteht, wo diese Mittel keinen weiteren Erfolg mit sich bringen, sondern die Rückschlagsicherheit des Ventils wieder verschlechtern. Bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten und insbesondere in Verbindung mit größeren Elektrodenabständen treten weitere Schwierigkeiten hinsichtlich der Wirbelfreiheit der Strömung auf, da es bisher nicht gelungen ist, einen freiströmenden Gasstrahl Tiber einen größeren Abstand konzentriert zu halten.
  • Man hat nun zwar versucht, diese Schwierigkeiten dadurch zu beseitigen, daß man jeder Hauptelektrode eine Schirm- bzw. Zündelektrode zugeordnet und das Löschmittel in der Mitte zwischen den beiden Hauptelektroden radial zugeführt und über die beiden Hauptelektroden abgeführt hat. Hierdurch kann man wohl eine gewisse Erhöhung der Rückzündsicherheit erreichen. Bei der Verwendung der Lichtbogenstromrichter für hohe Spannungen - reicht aber auch diese Maßnahme nicht aus, und zwar um so weniger, als sich gezeigt hat, daß auch die Zuordnung einer Schirmelektrode zu jeder Hauptelektrode noch keinerlei Sicherheit für eine wirbelfreie Gasströmung innerhalb des Lichtbogenraumes bietet. Auch die Verwendung von Gasführungskörpern zwischen den Schirmelektroden bei einer bekannten Anordnung schafft keine wesentlich besseren Verhältnisse.
  • Alle diese Schwierigkeiten werden gemäß der Erfindung dadurch beseitigt und damit der Marx-Stromrichter wesentlich verbessert, daß bei einem Lichtbogenstromrichter mit Schirm- und Hauptelektroden in strömendem Löschmittel, bei dem jeder Hauptelektrode eine Schirm- bzw. Zündelektrode zugeordnet ist und das Löschmittel in der Mitte zwischen den beiden Hauptpolen radial zugeführt wird und über die beiden Hauptpole abgeführt wird, der Raum zwischen den Schirmelektroden durch zwei oder mehrere zusätzliche Schirme unterteilt ist und diese Schirme als Zündelektroden dienen.
  • Hierdurch wird das Sperrgebiet zwischen den Schirmelektroden in zwei Hälften unterteilt, so daß bei einem Durchschlag der einen, Hälfte desLichtbogenstromrichters die andere Hälfte immer noch bei geeigneter Bemessung ir: der Lage ist, die Sperrung des Stromrichters in der Sperrzeit aufrechtzuerhalten. Der bei der Löschung des Lichtbogens auftretende Schwanz von heißem ionisiertem Gas kann nun nicht mehr, bevor er in eine Schirm- bzw. Hauptelektrode geblasen wird, gegenüber der anderen Hauptelektrode als Spitze wirken. Die in der Mitte der Sperrstrecke erfindungsgemäß angeordneten Schirme, die zugleich als Zündschirme dienen, haben je eine axial angeordnete düsenartige Öffnung, durch die das Gas nach jeder Seite des Schirmpaares in die Sperrstrecke in Richtung auf die Hauptelektroden zu ausströmt. Hierdurch wird erreicht, daß das Löschgas im ganzen Verlauf seiner Strömung durch den Löschraum eine hohe Geschwindigkeit besitzt. Außerdem wird der Lichtbogen, der durch diese Düsen hindurchbrennt, durch das radial von allen Seiten zuströmende Gas sehr genau zentriert; er brennt in der Achse der Düsen und damit im Gebiet höchster Gasgeschwindigkeit. Hierdurch wird der Löschprozeß außerordentlich beschleunigt. Durch den Umstand, daß diese Düsenanordnung nach beiden Seiten des Sperrgebietes hin wirksam ist, wird die Entionisierungszeit gegenüber der früheren Anordnung mit einseitiger Beblasung des Löschraumes halbiert. Sollte die erreichbare Zeitspanne bis zur Sperrfähigkeit des Stromrichters noch nicht ausreichen, so kann man auch eine mehrmalige Unterteilung des Lichtbogenraumes vorsehen.
  • Nicht nur für die Löschung und Sperrfestigkeit, sondern auch für die Zündung erhält man günstigere Verhältnisse als bisher, insbesondere dann, wenn die in dem Raum zwischen den Schirmelektroden angeordeten zusätzlichen Schirme einen Doppelschirm bilden, zwischen dessen Teilen der Hilfslichtbogen oder der Hilfsüberschlag eingeleitet wird. Der Hilfslichtbogen kann dann durch eine Gasströmung, beispielsweise zu einer Doppelschleife, nach beiden Elektroden hin ausgeblasen werden. Hierbei können die Schirme oder Zündelektroden entweder ganz aus Metall oder aus Isolierstoff bestehen bzw. mit isolierender Oberfläche versehen sein, wobei nur für die Ansatzpunkte des Hilfslichtbogens leitende Flächen eingesetzt oder ausgespart sind.
  • Durch die Erfindung werden somit folgende wesentliche Verbesserungen des Stromrichters erzielt: i. eine erhebliche Verbesserung der Löschwirkung des Gases durch Erzielung eines geschlossenen Gasstrahles in jedem Teilgebiet des Sperraumes, der den Lichtbogen zentrisch einhüllt, und ein Ausweichen des Lichtbogen aus der Zone höchster Gasgeschwindigkeit dadurch verhütet, daß in der den Gasstrahl bildenden Düse keine Metallteile (Hauptelektroden), die den Abbranderscheinungen und damit Formänderungen unterworfen sind, oder Lichtbogenfußpunkte vorhanden sind 2. eine Erhöhung der Löschgeschwindigkeit des Stromrichters dadurch, daß das Löschgas aus dem Schirmpaar nach zwei Seiten ausströmt; 3. eine wesentliche Erhöhung der Durchschlagssicherheit in der Sperrzeit durch Aufteilung des Sperrgebietes in elektrisch voneinander unabhängige Abschnitte, wodurch erreicht wird, daß bei einem Durchschlag eines Teilabschnittes die Sperrspannung von dem verbleibenden gesunden Abschnitt gehalten wird; .l. eine bessere und sichere Zündung des Stromrichters durch Verwendung der zusätzlichen Schirme als Zündelektroden.
  • In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Mit i sind die Hauptpole, mit 2 die Schirmelektroden und mit 3 die gleichzeitig als Zündelektroden dienenden zusätzlichen Schirme bezeichnet. Die Anordnung ist in diesem Fall völlig symmetrisch, um möglichst günstige Strömungsv erhältnisse in Verbindung mit der radialen Gaszuströmung zu erhalten. Die Richtumg der Gasströmung ist mit Pfeilen bezeichnet, wobei angenommen ist, daß das gesamte Gas aus dem Raum zwischen den Zündelektroden 3 dem Lichtbogenraum zuströmt. Selbstverstän;dl.ich kann auch noch von einer anderen Stelle der Kammer her eine Gasströmung eingeführt -tverden; jedoch muß erfindungsgemäß dafür gesorgt werden, daß die Strömungsgeschwindigkeiten aller Gasströmungen annähernd gleich sind, so daß Wirbelbildungen möglichst vermieden werden. Die Zündelektroden haben in der Nähe ihrer mittleren Öffnung den geringsten Abstand, so daß der Zündlichtbogen in der Nähe dieser mittleren Öffnung entsteht und durch .die Gasströmung nach beiden Seiten gl.eichmäßig zu einer Schleife ausgeblasen wird. Diese Schleife ist in der Abbildung ebenfalls dargestellt. Zweckmäßig kann man (aber muß nicht) rings um die mittlere öffnung der Zündelektrode zusätzliche Öffnungen q. anbringen, um einen Teil des Gasstromes zur Einhüllung des Hilfslichtbogens und des späteren Hauptlichtbogens zu verwenden.
  • Diese zusätzlichen Öffnungen sind jedoch nicht unbedingt erforderlich, da durch die Zuführung des Gases zwischen den Zündelektroden der Lichtbogen selbsttätig in der öffnung der Zündschirme zentriert wird. Um diese Wirkung möglichst sicher zu erhalten, kann man auch in dem Raum zwischen den Zündelektroden einen Strömungsverteiler, beispielsweise aus Draht- oder Fasergewebe, ver-,venden, der die Gasströmung vergleichmäßigt.
  • Das Potential der als Schirme wirkenden Zündelektrodenpaare soll vorzugsweise durch beliebige Spannungsteiler so gesteuert werden, daß jeweils der günstigste Wert der Sperrspannung erreicht werden kann, d. h. bei symmetrischen Anordnungen soll eine symmetrische Potentialaufteilung über der Sperrstrecke erreicht werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Lichtbogenstromrichter mit SchirmundHauptelektroden in strömendemLöschmittel, bei dem jeder Hauptelektrode eine Schirm- bzw. Zündelektrode zugeordnet ist und das Löschmittel in der Mitte zwischen den beiden Hauptpolen radial zugeführt und über die beiden Hauptpole abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum zwischen den Schirmelektroden durch zwei oder mehrere zusätzliche Schirme unterteilt ist und diese Schirme als Zündelektroden dienen.
  2. 2. Lichtbogenstromrichter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem Raum zwischen den Schirmelektroden angeordneten zusätzlichen Schirme einen Doppelschirm bilden, zwischen dessen Teilen die Hilfszündung eingeleitet wird.
  3. 3. Lichtbogenstromrichter nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gasströmung zwischen den zusätzlichen Schirmen hindurchgeführt wird und so der Hilfslichtbogen bzw. die durch die Hilfszündung erzeugten Ionen gleichmäßig nach beiden Elektroden geführt werden. 4-. Lichtbogenstromrichter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Potential der Schirme durch Spannungsteiler so gesteuert wird, daß während der Lösch- und Sperrzeit jeweils günstigste Sperrfähigkeit erreicht wird.
DEA82410D 1937-03-23 1937-03-23 Lichtbogenstromrichter mit Schirm- und Hauptelektroden Expired DE728697C (de)

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