DE728706C - Loetmittel zum Weichloeten von Aluminium und Aluminiumlegierungen - Google Patents

Loetmittel zum Weichloeten von Aluminium und Aluminiumlegierungen

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Publication number
DE728706C
DE728706C DEK150476D DEK0150476D DE728706C DE 728706 C DE728706 C DE 728706C DE K150476 D DEK150476 D DE K150476D DE K0150476 D DEK0150476 D DE K0150476D DE 728706 C DE728706 C DE 728706C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aluminum
solder
tin
chloride
zinc
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Expired
Application number
DEK150476D
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Koehler
Eduard Rouette
Wilhelm Standop
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KUEPPERS METALLWERK KOM GES
Original Assignee
KUEPPERS METALLWERK KOM GES
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K35/00Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
    • B23K35/22Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
    • B23K35/36Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest
    • B23K35/3612Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest with organic compounds as principal constituents
    • B23K35/3615N-compounds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Connection Of Electric Components To Printed Circuits (AREA)

Description

  • Lötmittel zum Weichlöten von Aluminium und Aluminiumlegierungen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lötmittel zum Weichlöten von Aluminium und Aluminiumlegierungen nach Patent 726 o69.
  • Dieses Patent hat ein Lötmittel zum Weichlöten von Aluminium nach Patent 726 o69 zum Gegenstande, und zwar enthält dieses Lötmittel die Komplexverbindung eines Halogenhydrates einer wasserstoffreichen organischen Aminbase mit einem Tetrahalogenid des Zinns. Dieses Lötmittel hat gegenüber den einfachen Halogenhydraten der wasserstoffreichen organischen Aminbasen den großen Vorzug der außerordentlichen Beständigkeit gegen Luftfeuchtigkeit, da das Halogen dieser Verbindungen nicht als Halogenion, welches das ,Zink (des Lötstaubes unter Bildung - von Zinkhalogenid angreift, auftritt, sondern Bestandteil des sich gegenüber dem Metallstaub einer Aluminiumweichlötpaste unwirksam verhaltenden zusammengesetzten Ions einer Halogenzinnsäure ist.
  • Als Komponenten der Komplexsalzlösung kommen alle Halogenhydrate, also die Chlor-, Brom-, Jod- und Fluorhydrate der wasserstoffreichen organischen Aminbasen, in Frage, sowie alle vier Stannihalogenide (Zinn-4-chlorid, -bromid, -jodid, -fluorid).
  • Es kann also beispielsweise das Bromhydrat einer Aminbase mit Stannibromid zu dem Aminsalz der Bromzinnsäure, d. h. zu einem Bromostannat, zusammentreten oder mit Stannichlorid, -jodid oder -fluorid, wodurch Komplexsalze von gemischten Halogenzinnsäuren entstehen, also ein Amindibromotetrachlorostannat oder ein Amindibromotetrajodostannat usw.
  • Die Komplexsalzbildung kann durch folgendes Schema veranschaulicht werden: L (X)3 N H] s Sn Y4 Z., wobei X ein wasserstoffreicher organischer Rest und Y und Z beliebige Halogenatome bedeuten. Y und Z können natürlich auch das gleiche Halogenatom sein.
  • Die eben erwähnten Komplexsalze haben einen sehr niedrigen Schmelzpunkt und wirken außerordentlich stark lösend auf Aluminiumoxyd ein. Das in ihnen enthaltene Zinn scheiden sie während des Lötvorganges ab und bilden auf dem blanken Aluminium verzinnte Flächen aus.
  • Es wurde .nun gefunden, daß, wenn man eines der genannten Komplexsalze mit wasserfreiem Zinn-2-halogenid, insbesondere Zinnchlorür, und Zinkhalogenid, insbesondere Chlorzink, mischt, man überraschenderweise ein ganz vorzügliches Lötmittel für die Lötung von MB-haltigen Aluminiumlegierungen erhält.
  • Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Mischung scheidet sich, nachdem das Komplexsalz die Oxydhäute abgelöst hat, durch Wechselwirkung mit dem Aluminium eine Legierung von Zinn und Zink aus, die die Lötverbindung herstellt. Dias bei der Umsetzung entstehende Aluminium- und Magnesiumhalogenif wird dabei von unzersetztem Komplexsalz aufgenommen und verdampft mit diesem restlos.
  • Es bleiben .also keine aluminium- und magnesiumhalogenidhaltigen Schlacken an der Lötstelle zurück, so daß eine Korrosion durch solche Salze ausgeschlossen ist. Das Magnesiumhalogenid, insbesondere -chlorid, hemmt also bei dein erfindungsgemäßen Lötmittel wie bei den bekannten Lötmischungen in Form einer festen Ausscheidung nicht mehr den Lötvorgang und verhindert nicht die Diffusion des gebildeten Lötmetalles in die Oberfläche der Legierung.
  • Die erfindungsgemäße Mischung, die wasserempfindliche Salze, wie Zinnchlorür und Chlorzink, enthält, kann in solchem Falle gegen die Einflüsse der Atmosphäre dadurch geschützt werden, daß man die Mischung mit einem wasserabstoßenden organischen Öl, wie Paraffinöl, mit Vaseline o. dgl. anreibt.
  • Die Mischungsverhältnisse zwischen Zinkhalogenid und Zinn-2-halogenid können in weiteren Grenzen -geändert werden, ohne die Wirksamkeit des Lötmittels zu beeinträchtigen. Als besonders ,günstig hat sich beispielsweise ein Verhältnis Chlorzink : Zinnchlorür = 14,5 : 85,5 Gewichtsteilen erwiesen, weil sich aus einer solchen Mischung die eutektische Zinn-Zink-Legierung mit dem niedrigsten Schmelzpunkt ausscheidet.
  • Das erfindungsgemäße Lötmittel lötet ohne die .geringsten ,Schwierigkeiten selbst Aluminiumlegierungen mit verhältnismäßig hohen Mg-Gehalten.
  • Ausführungsbeispiel I 33 Gewichtsteile Triäthylaminchlorostannat, 67 Gewichtsteile einer Mischung aus 14,5 Gewichtsteilen Chlorzink und 85,5 Gewichtsteilen Zinnchlorür. Nach einem weiteren Merkmal der vorliegenden Erfindung können der erfindungsgemäßen Mischung auch noch entwässerte Halogenide von Metallen beigegeben werden, die edler sind als das zu lötende Aluminium oder Mg-haltige Aluminium. Als zweckmäßig haben sich beispielsweise das Blei-2-chlorid (PbC12), das Cadmiumchlorid (CdCl2), das Antimon-3-chlorid (SbCl3) und das Wismut-3-chorid (Bi C13) erwiesen.
  • Es ist durch die eben genannten Zusätze möglich, beispielsweise die Lage des Schmelzpunktes .des reduzierten Metalls in weiten Grenzen zu verändern, was in häufigen Fällen sehr zweckmäßig ist. Ausführungsbeispiel II
    35 Gewichtsteile Triäthylaminchlorostan-
    nat werden mit
    65 Gewichtsmeilen einer der folgenden
    vier Mischungen innig verrieben:
    1. 85,5 Gewichtsteile Zinn-2-chlorid,
    7,5 - Zinkchlorid,
    7,0 - Blei-2-chlorid.
    2. 85,5 Gewichtsteile Zinn-2-chlorid,
    7,5 - Zinkchlorid,
    7,0 - Cadmiumchlorid.
    3. 85,5 Gewichtsteile Zinn-2-chlorid,
    7,5 - Zinkchlorid,
    7,0 - Antimon-3-chlorid.
    4. 85,5 Gewichtsteile Zinn-2-chlorid,
    7,5 - Zinkchlorid,
    7,0 - Wismut-3-chlorid.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Lötmittel zum Weichlöten von Aluminium und Aluminiumlegierungen nach Patent 726o69, bestehend aus dem Gemisch von Zinn-2-halogenid, insbesondere Zinnchlorür, und Zinkhalogenid, insbesondere Zinkchlorid, und einem Komplexsalz, das aus dem Halogenhydrat einer wasserstoffreichen organischen Aminbase und einem Tetrahalogenid des Zinns gebildet ist. 2. Lötmittel nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Zusatz wasserabstoßenden organischen Öls, wie Paraffinöl, oder von Vaseline. 3. Lötmittel nach Anspruch i oder a, gekennzeichnet durch ein Mischungsverhältnis Chlorzink: Zinnchlorür=I4,5:85,5. 4.. Lötmittel nach Anspruch i, 2 oder 3, gekennzeichnet durch den Zusatz einer Halogenverbindung eines Metalls, das edler ist als das zu lötende Aluminium oder die zu lötende Aluminiumlegierung.
DEK150476D 1938-04-29 1938-04-29 Loetmittel zum Weichloeten von Aluminium und Aluminiumlegierungen Expired DE728706C (de)

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