DE728883C - Anordnung zur Erfassung des Vorzeichens von Erdschlusswischern in Wechselstromanlagen - Google Patents

Anordnung zur Erfassung des Vorzeichens von Erdschlusswischern in Wechselstromanlagen

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DE728883C
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DE
Germany
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relay
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relays
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Expired
Application number
DES121814D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Hans Poleck
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R27/00Arrangements for measuring resistance, reactance, impedance, or electric characteristics derived therefrom
    • G01R27/02Measuring real or complex resistance, reactance, impedance, or other two-pole characteristics derived therefrom, e.g. time constant
    • G01R27/16Measuring impedance of element or network through which a current is passing from another source, e.g. cable, power line
    • G01R27/18Measuring resistance to earth, i.e. line to ground

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Description

  • Anordnung zur Erfassung des Vorzeichens von Erdschlußwischern in Wechselstromanlagen Um das Vorzeichen von Erdschlußwischern zu erfassen, hat man wattmetrische Relais verwendet, die vom Summenstrom und der Nullpiuiktverlagerung&spniiung erregt wer den. Jedoch hat man damit keine befriedigenden Ergebnisse erzielt, weil solche Relais von dem Produkt der Effektivwerte von Strom und Spannung abhängig sind und bei gewissen Phasenverschiebungswinkeln zwischen Strom und Spannung kein ausreichendes Drehmoment entwickeln können, wie es für die Erfassung von kurzzeitigen Wischern notwendig ist.
  • Es ist weiterhin vorgeschlagen worden, zur Erfassung von Erdschlußwischern Röhrenschaltungen zu verwenden, welche gegenüber wattmetrischen Erdschlußanzeigevorrichtungen den Vorteil geringerer Trägheit besitzen.
  • Man ist jedoch gezwungen, Röhren zu verwenden, die jederzeit stromdurchlässig werden können, und muß dabei in Kauf nehmen, daß diese Rähren von Zeit zu Zeit durch neue ersetzt werden müssen, weil sie nur eine begrenzte Lebensdauer besitzen.
  • Gemäß der Erfindung wird zur Erfassung des Vorzeichens von Erdschlußwischern in Wechselstromanlagen ein unmittelbar, d. h. ohne zwischengeschaltete Gleichrichter, vom Erdschlußstrom erregtes polarisiertes Gleichstromrelais solcher Trägheit angewendet, daß es auf die einzelnen Wechselstromhalbwellen nicht anspricht, so daß seine Ausschlagsrichtung nur von der Richtung der im Erdschlußstrom enthaltenen Gleichstromkomponente abhängig ist.
  • Man kann sowohl beim Strom wie auch in der Spannung ein entsprechend gesteu,grtes polarisiertes Gleichstromrelais vorsehen, um festzustellen, ob der Wischer während der positiven oder während der negativen Halbwelle der Spannung erfolgt. Die Ausschlagsrichtung des Gieichstrornrelais ist, je nachdem ob der Überschlag während der positiven Halbwelle oder der negativen Halbwelle erfolgt, verschieden, so daß es hier auf die Feststellung ankommt, ob die Gleichstromkomponente im Strom dasselbe oder das entgegengesetzte Vorzeichen hat wie die zu gleicher Zeit in der Spannung auftretende Gleichstromkomponente. Man erhält also eine eindeutige Anzeige dafür, ob der Erdschluß wischer rechts oder links von der Meßstelle aufgetreten ist, wenn man die Ausschlagsrichtungen des vom Strom gesteuerten und des von der Spannung gesteuerten Gleichstromrelais einander derart zuordnet, daß gleiche Ausschlagsrichtungen der beiden Relais stets die Bedeutung haben, daß der Fehler nach der einen Seite vom Relaisort aus betrachtet zu suchen ist, während ungleiche Ausschlagsrichtungen beider Relais die Bedeutung haben, daß der Fehler auf der anderen Seite vom Relaisort aus betrachtet entstanden ist.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand von schematischen Ausführungsbeispielen erläutert.
  • In Fig. 1 sind links ein Stromwandler 1 und rechts ein Spannungswandler 2 dargestellt. Der Stromwandler wird vom Summenstrom erregt, der Spannungswandler von der Nullpunktverlagerungsspannung. Im Sekundärkreis des Stromwandlers I liegt ein polarisiertes Relais 3 mit einem Umschaltkontakt 4.
  • Im Sekundärkreis des Spannungswandlers 2 liegt ein polarisiertes Relais 5 mit einem Umschaltkontakt 6. Wenn beide UTmschaltkontakte ihre obere Stellung einnehmen, wird ein Anzeigegerät oder Relais 7 ausgelöst, während, wenn beide Kontakte die untere Stellung einnehmen, ein Anzeigegerät oder Relais 8 erregt wird. Diese Anordnung führt nur dann zu einem Ansprechen der Vorrichtung 7 oder 8, wenn die Relais 3 und 5 gleiche Ausschlagsrichtung besitzen. Wenn beispielsweise die Gleichstromkomponente im Strom positiv ist und desgleichen die Gleichstromkomponente in der Spannung, dann wird die Anordnung 7 ausgelöst wenn aber die Gleichstromkomponenten im Strom und in der Spannung negativ sind, wird die Vorrichtung 8 betätigt. Wenn allein im Strom oder allein in der Spannung eine Gleichstromkomponente auftritt, wird nur der Kontakt 4 oder nur der Kontakt 6 vorübergehend ausschlagen. Eine Anzeige oder eine Relaiswirkung wird dadurch nicht ausgelöst, weil nicht beide Kontakte gleichzeitig geschlossen werden.
  • Mit den Einrichtungen 7 und 8 kann man beispielsweise Zählwerke verbinden, so daß man nach einer längeren Zeit feststellen kann, daß Erdschlußwischer meistens bei der positiven Halbwelle einer Spannung und seltener bei der negativen Halbwelle eintreten oder umgekehrt. Hieraus können Schlüsse z. B. für erforderliche Schutzmaßnahmen oder Änderungen der Anlage gezogen werden.
  • Um nur den ersten Ausschlag zur Anzeige zu bringen, nachträglich Ausschläge jedoch nicht anzuzeigen, kann man eine Schaltung der Signalvorrichtungen 7 und 8 gemäß Fig. 2 vorsehen. Der Erregerkreis für die Fallklappe 7 ist dort davon abhängig, daß nicht zuvor bereits der Erregerkreis der Fallklappe 8 einen Ruhekontakt II geöffnet hat.
  • Entsprechend umgekehrt ist die Erregung der Fallklappe 8 unmöglich, wenn vorher bei Erregung der Fallklappe 7 ein Ruhekontakt 12 geöffnet worden ist.
  • Ferner zeigt Fig. 2 Mittel, um die Wechselstrombelastung der Spulen der Relais 3 und 5 zu verringern. Diese Mittel bestehen z. B. darin, daß im Stromwandlersekmidärkreis eine Stromaufteilung zwischen der Spule 3 und einem hohen Wechselstromleitwert I vorgenommen wird. Wenn ferner mit der Relaisspule 3 ein hoher Wechselstromwiderstand 13 in Reihe geschaltet wird, wird dadurch die Wirksamkeit der Stromteilung gesteigert. Im Spannungssystem ist ein Wechselstromleitwert 15 unmittelbar der Wicklung des Relais 5 parallel geschaltet, und dieser Parallelschaltung ist ein hoher NVechselstromwiderstand I6 mit zweckmäßig kleinem Gleichstromwiderstand vorgeschaltet.
  • Die Anordnungen in den Fig. 1 und 2 führen nur dann zu einer Anzeige oder einer Relaiswirkung, wenn die Umschaltkontakte, die vom Strom und von der Spannung gesteuert werden, nach der gleichen Seite ausschlagen. Bei entgegengesetztem Ausschlag erfolgt keine Anzeige.
  • Fig. 3 dagegen zeigt eine Anordnung, bei der sowohl bei übereinstimmenden Ausschlagsrichtungen als auch bei entgegengesetzten Ausschlags richtungen Anzeigevorrichtungen oder Relais ausgelöst werden. Das Gleichstromrelais 3 steuert dabei zwei Umschaltkontakte 21 und 22. Auch das Gleichstromrelais 5 steuert zwei l; mschaltkontakte 23 und 24. Die Kontakte 22 und 24 sind geschaltet wie die Kontakte-l. und 6 in Fig. 1. Sie steuern je eine Anzeigevorrichtung 7 und 8.
  • Die Kontakte 22 und 23 dagegen rufen nur bei ungleicher Ausschlagsrichtung eine Anzeige hervor. Wenn der Stromkontakt 2I die untere Stellung, der Spannungskontakt 23 dagegen die obere Stellung einnimmt, wird ein Signal 25 und im umgekehrten Fall ein Signal 26 ausgelöst. Diese Anordnung mit vier Signaleinrichtungen zeigt bei gleicher Ausschlagsrichtung beider Relais durch die Signale 7 und 8 an, ob die Gleichstromkomponente im Strom und Spannung positiv oder negativ war. Sie zeigt bei ungleichem Ausschlag der Relais 3 und 5 durch die Signale 25 und 26 an, ob bei der entgegengesetzten Ausschlagsrichtung beider Relais die Stromkomponente positiv und die Spannungskomponente negativ oder umgekehrt die Stromkomponente negativ und die Spannungskomponente positiv war. Man kann aus Fig. 3 entnehmen, daß der Fehler von der Relaisstelle aus nach der einen Seite zu suchen ist, wenn eins der Signale 7 und 8 wirksam wird, und daß die Uberschlagsstelle nach der anderen Seite zu suchen ist, wenn eins der Signale 25 und 26 anspricht. Gleichzeitig erkennt man auch, bei welcher Halbwelle der Spannung der Fehler entstanden ist. Man kann damit auch beispielsweise durch eine Beobachtung über eine längere Zeit hinweg oder durch ein Zählwerk, welches die Uberschläge bei positiver und bei negativer Spannungshalbwelle getrennt zählt, sowie ein weiteres Zählwerk, welches die Uberschläge im Abschnitt rechts von der Überwachungsstelle sowie die Überschläge links von der Uberwachungsstelle zählt, ermitteln, wo die häufigsten Überschläge eintreten und bei welcher Spannungswelle sie sich meistens ereignen.
  • Die Anordnung in Fig. 3 läßt sich, wie Fig. 4 zeigt, erheblich vereinfachen, wenn es lediglich darauf ankommt, festzustellen, in welcher Richtung vom Relaisort aus die Fehlerstelle zu suchen ist. Es genügt in diesem Fall, wenn nur eins der beiden Relais 3 und 5 zwei Umschaltkontakte besitzt.
  • Ferner genügen auch zwei Anzeigevorrichtungen oder Relais 31 und 32, von denen die eine jedesmal in T-ätigkeit tritt, wenn die beiden Relais 3 und 5 nach der gleichen Richtung aus schlagen, während das zweite in Tätigkeit tritt, wenn die Relais nach entgegengesetzten Seiten aus schlagen. In Fig. 4 besitzt beispielsweise das Stromrelais 3 zwei ITmschaltkontakte 35 und 34, während das Spannungsrelais 5 nur einen Umschaltkontakt 35 besitzt. Durch die Kontakte 33 und 35 wird die Signaleinrichtung 3I gesteuert. Durch den Kontakt 34 wird im Verein mit Kontakt 35 die Signaleinrichtung 32 gesteuert, die nur dann ansprechen kann, wenn die Überschlagsrichtung dieser Kontakte entgegengesetzt ist.
  • Es bedeutet das Aufleuchten der Lampe 31, daß der Fehler beispielsweise rechts vom Relaisort entstanden ist, wähnend das Aufleuchten der Lampen 32 anzeigt, daß der Überschlag links vom Relais ort lag.
  • Es sind in den Schaltungsschemen nicht die Vorrichtungen dargestellt, mit deren Hilfe die Vorrichtungen 7, 8, 25 und 26, 3I und 32 trotz nur vorübergehender Erregung eine Daueranzeige bewirken können. Dieses tritt ein, wenn beispielsweise die Anzeigevorrichtung in Fallklappen besteht, welche nach ihrer Auslösung in der Anzeigestellung liegenbleiben. Auch können Relais mit elektromagnetischer oder mechanischer Selbsthaltung verwendet werden. Die Zurückstellung der Fallklappen oder der Relais mit Selbsthaltung kann dann von Hand erfolgen, wobei zweckmäßig ein Alarm bei der Auslösung dieser Vorrichtungen ertönt, oder auch automatisch durch ein Zeitwerk nach Ablauf einer gewissen Wartezeit und zweckmäßig auch nach vorheriger Registrierung oder Fernmeldung. Es ist auch möglich, die Vorrichtungen nicht unmittelbar, wie dargestellt, zu steuern, sondern sie beispielsweise durch Hilfsrelais zu steuern, wodurch dann z. B. die Verwendung von Lampensignalen an Stelle von Fallklappen möglich wird. Die Verwendung von Hilfsrelais ergibt weiterhin noch die Möglichkeit der Fernanzeige und macht den Anschluß einer Zählvo,rrichtung sehr einfach.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Anordnung zur Erfassung des Vorzeichens von Erdschlußwischern in Wechselstromanlagen, gekennzeichnet durch ein unmittelbar, d. h. ohne zwischengeschaltete Gleichrichter, vom Erdschlußstrom erregtes polarisiertes Gleichstromrelais solcher Trägheit, daß es auf die einzelnen Wechselstromhalbwellen nicht anspricht, so daß seine Ausschlagsrichtung nur von der Richtung der im Erdschlußstrom enthaltenen Gleichstromkomponente abhängig ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß e Gleichstroirrkomponenten im Strom und in der Spannung auf je ein Gleichstromrelais einwirken, welche gemeinsam ein weiteres Gerät steuern.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erfassung der Richtung, in welcher vom Relais aus betrachtet ein Erdschluß oder Erdschlußwischer entstanden ist, der Summenstrom und die Nullpunktverlagerungsspannung auf je ein Gleichstromrelais einwirken.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ausschlagsrichtungen des von der Gleichstromkomponente des Stromes beeinflußten Relais je einer Ausschlagsrichtung des von der Gleichstromkomponente der Spannung beeinflußten Relais derart zugeordnet sind, daß das Ansprechen einer bestimmten unter mehreren Anzeigevorrichtungen von den bei einem Erdschluß ausgelösten Aus schlägen beider Gleichstromrelais ab hängig ist.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzeigevorrichtung nur dann ausgelöst wird, wenn je ein von der Gleichstromkompe nente eines Stromes, insbesondere des Summenstromes, und ein von der Gleichstromkomponente einer Spannung, insbesondere der Nul lpunktverlagerungs spannung, derselben Anlage gesteuertes Gleichstromrelais gleichzeitig je einen bestimmten Kontakt schließen.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch I bis 5 mit mehreren Anzeigevorrichtungen oder Relais, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anzeigegerät oder. ein Relais, welches durch die Komponente eines oder beider Gleichstromrelais zum Ansprechen gebracht wurde, ein nachträgliches Ansprechen eines oder mehrerer weiterer Relais oder Anzeigegeräte verhindert.
  7. ,. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei gleicher Ausschlagsrichtung des vom Strom und des von der Spannung gesteuerten Gleichstromrelais ein anderes Anzeigegerät oder ein anderes Relais ausgelöst wird als bei ungleicher Ausschlags richtung.
  8. 8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden Gleichstromrelais das eine oder beide je zwei Umschaltkontakte besitzen.
  9. 9. Anordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselstroinbelastung der Wicklungen der Gleichstromrelais, welche zweckmäßig in Sekundärkreisen von Wandlern liegen, in an sich bekannter Weise verringert ist.
DES121814D 1936-03-04 1936-03-04 Anordnung zur Erfassung des Vorzeichens von Erdschlusswischern in Wechselstromanlagen Expired DE728883C (de)

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