DE728963C - Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Magnesiumchlorid aus Magnesiumchloridlauen bzw. hoeheren Magnesiumchloridhydraten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Magnesiumchlorid aus Magnesiumchloridlauen bzw. hoeheren Magnesiumchloridhydraten

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DE728963C
DE728963C DEI60307D DEI0060307D DE728963C DE 728963 C DE728963 C DE 728963C DE I60307 D DEI60307 D DE I60307D DE I0060307 D DEI0060307 D DE I0060307D DE 728963 C DE728963 C DE 728963C
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magnesium chloride
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anhydrous magnesium
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Dr Walter Schmid
Dr Georg Lange V Stocmeier
Dr Fritz Wienert
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F5/00Compounds of magnesium
    • C01F5/26Magnesium halides
    • C01F5/30Chlorides
    • C01F5/34Dehydrating magnesium chloride containing water of crystallisation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Magnesiumchlorid aus Magnesiumchloridlaugen bzw. höheren Magnes,iumchloridhydraten Die Herstellung von wasserfreiem Magnesiumchlorid aus Magnesiumchloridlauge ist ein Problem, das bereits seit vielen Jahren im Hinblick auf die Möglichkeit der schmelzflußelektrolytischen Gewinnung von Magnesium aus Abfallerzeugnissen der Kaliindustrie von erheblichster volkswirtschaftlicher Bedeutung ist. Eine technisch und wirtschaftlich befriedigende Lösung dieses Problems ist jedoch insofern mit erheblichen Schwierigkeiten verknüpft, als die bei fortschreitender Entwässerung, also fortschreitender Erhöhung der Temperatur, sich nacheinander bildenden, Hydrate des Chlormagnesiums in steigendem Maße zur Zersetzung unter Abspaltung von Salzsäure und Bildung von Magnesia neigen. Die Rücksicht hierauf bedingte, daß man die Überführung von Magnesiumchloridlauge in wasserfreies Chlormagnesium nur mit Hilfe einer größeren Zahl von aufeinanderfolgenden Verfahrensstufen durchführen konnte, was sich sowohl in apparativer wie auch in wärmetechnischer Hinsicht als denkbar unbefriedigend erwiesen hat. Es ist daher bisher nicht gelungen, wasserfreies Magnesiumehlorid aus Magnesiumchloridlauge zu einem Preis herzustellen, der einen Wettbewerb des aus ihm schmelzflußelektrolytisch erzeugten Magnesiums mit dem des nach anderen bekannten Verfahren gewonnenen Magnesiums (beispielsweise aus Magnesit) ermöglicht.
  • Die Rücksichtnahme auf die mit steigenden Temperaturen zunehmende Neigung der Magnesiumchloridhydrate zur Zersetzung bedingte, daß man gezwungen war, die Magnesiumchloridlauge zunächst bis zum Magnesiumchlorid-Hexahydrat einzudampfen und dann dieses Salz im Schmelzfluß in offenen Pfannen bis zum Magnesiumchlorid-Tetrahydrat zu entväss,ern. Die Überführung dieses letzteren Salzes in Magnesiumchloriddihydrat war dagegen nur durch schonende Trocknung möglich. Die Anwendung eines Vakuums hierfür wurde schon bald wegen der apparativen Schwierigkeiten verlassen, und es wurde statt dessen empfohlen, das Tetrahydrat in fester Form in einem Drehrohr-Ofen durch im Gegenstrom geführte Heizgase bis zum Dihydrat zu entwässern, wobei zum Schluß Temperaturen von etwa :2oo bis 220' erreicht werden mußten. Die Anforderungen, die dieses Verfahren an die Abstimmung der in der Zeiteinheit zugeführten Beschickungsmenge auf das Temperaturgefälle im Ofen stellte, ließen sich jedoch im praktischen Betrieb nicht restlos erfüllen: Selbst bei geringer, auch nur lokaler Überschreitung der in den- einzelnen Ofenzonen zulässigen Entwässerungstemperatur trat unter Schmelzen eine Zersetzung des Magnesiumchloridhydrats in merkbarem Umfange ein, die einerseits eine Bildung von Magnesia, andererseits eine Verkrustung der Wandungen des Ofens bedingte, Umstände, deren Eintritt den geregelten Fortgang der Entwässerung erst recht unmöglich machten.
  • Für die Überführung des so erzeugten, stets durch mehr oder minder erhebliche Anteile an Magnesia verunreinigten Dihydrats in wasserfreies Chlormagnesium wurden verschiedene Verfahren vorgeschlagen, die alle auf dem Grundsatz beruhen, entweder durch Aufrechterhaltung eines erheblichen Salzsäurepartialdrucks oder aber durch die Gegenwart von Chlor in Verbindung mit einem Reduktionsmittel, wie Kohle, der bei den höheren hier zur Anwendung gelangenden Temperaturen erheblichen Zersetzung des 3,lagnesiutnchlorids in Magnesia und Salzsäure entgegenzuwirken. Soweit jedoch eine kontinuierliche Durchführung dieser Verfahrensstufe, die technisch allein von Bedeutung ist, in Frage kommt, hat sich die Entwässerung im Salzsäurestrom wegen der mit ihr verbundenen apparativ en Schwierigkeiten und insbesondere der Unmöglichkeit, die Temperaturen in der Beschickungssäule richtig zu beherrschen, nicht als befriedigend erwiesen; hierzu tritt meist noch die Notwendigkeit, die Salzsäure aus dem elektrolytisch erzeugten Chlor herzustellen oder °im Kreislauf zu führen und dabei zu entwässern. Die Bestrebungen dagegen, die Entwässerung des auf dem vorstehend erörterten umständlichen Wege erhaltenen Dihydrats in Gegenwart von Chlor und Kohlenstoff durchzuführen, ergaben schließlich ein Verfahren, bei dem das Dihydrat, mit geringen Mengen grobgemahlener Holzkohle versetzt, fortlaufend auf die auf etwa 7oo° erhitzten Füllkörper eines Kieselturmes aufgetragen wurde, in den man von unten her Chlor einleitete. Die durch die Füllkörper des Kieselturmes bedingte große Oberflächenentwicklung des abschmelzenden Dihydrats ermöglichte hierbei im Verein mit dem aufsteigenden Chlorgas und der in der Schmelze suspendierten Holzkohle die t'berführung der im Dihydrat als Verunreinigung bereits enthaltenen bzw. durch Zersetzung bei der weiteren Entwässerung neu gebildeten Magnesia in wasserfreies Magnesiumchlorid, ,wobei die Höhe der Rieselkörpe@rschicht um so erheblicher bemessen werden mußte, je höher der Gehalt des Dihydrats an 1-lagnesia war.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von wasserfreiem Chlormagnesium aus höheren Hydraten des --\lagnesituns, insbesondere dem Magnesiumchloricl-Ilexahydrat, das sich zwar grundsätzlich an die bekannte Arbeitsweise anlehnt, indem auch hier zunächst ein niederes Hydrat des Chlormagnesiums durch Trocknung erzeugt und dieses anschließend in wasserfreies Chlormagnesium übergeführt wird; das Verfahren sieht jedoch auf Grund neuerer Erkenntnisse ein Ineinander,-reifen dieser beiden einzigen Arbeitsstufen derart vor, claß die geschilderten Mängel des bisherigen Mehrstufenverfahrens, insbesondere die umständliche Herstellungsweise des niederen Chloridhydrats und die damit einhergehende unerwünschte überin 'ßige ' el Magnesiabildung, vermieden werden. Das Verfahren besteht darin, daß zunächst ein geschmolzenes höheres Hydrat des Chlormagnesiums, beispielsweise 1Ig Cl.,, # 6 H=U. unter Anwendung des für die Herstellung Vott Tetrahydrat an sich bekannten Prinzips der Zerstäubungstrocknung, wobei man eine Lösung eines höheren \lagnesiunichloridbydrates unter gleichzeitiger Einwirkung eines auf etwa i 5o' erhitzten Luftstromes zerstäubt, behandelt. Die Temperaturen der Trocknungsgase werden jedoch im vorliegenden Falle wesentlich höher als i5o° gewählt, und zwar so hoch, daß das höhere Hydrat des Chlormagnesiums während der Zerstäubungsbehandlung im Heißluftstrom in ein niedere, i bis höchstens 2 Mole Wasser enthaltendes Hydrat übergeführt wird, das sich, wie festgestellt wurde, durch ein außerordentlich niederes Schüttgewicht bzw. eine hohe Porosität, auch in v erpreßtem Zustande, auszeichnet. Die letztgenannte Eigenschaft ermöglicht es, einen größeren Vorrat von Preßlingen auf einmal auf die Füllkörperschicht des Rieselturines aufzugeben und damit die schwierig durchzuführende, im Maße des Verbrauchs fortlaufende Zuführung des zu behandelnden Hydrats zu umgehen. Gleichzeitig wird durch Anwendung der Zerstäubungstrocknung erreicht, daß im Vergleich zu dein bisherigen Mehrstufentrocknungsverfahren entweder der Hydratwassergehalt des Erzeugnisses bei gleichem, durch Teilzersetzung bedingtem MgO-Gehalt ein niedrigerer ist, oder aber daß bei gleichem Hydratwassergehalt der Umfang der Zersetzung, also der MgO-Gehalt, entsprechend verringert wird. Das so erhaltene niedere Hydrat wird dann ohne Anwendung von Bindemitteln unter Zumischung geringer Mengen Kohlenstoff zu Formlingen verpreßt, die auf einer durchlässigen Unterlage bei Temperaturen, die für die Überführung in wasserfreies Maggnesiumchlorid ausreichen, mit Chlorgas behandelt werden. Bei dieser letzteren Behandlung wirkt sich zunächst die poröse Beschaffenheit des gemäß Erfindung erhaltenen niederen Hydrats, die auch bei der Herstellung der Preßkörper im wesentlichen erhalten bleibt, insofern besonders günstig aus, als sich die Überführung der letzteren in reines, wasserfreies Magnesiumchlorid bereits im wesentlichen im festen Zustand vollzieht, so daß durch die durchlässige Unterlage reines, wasserfreies Magnesiumchlorid abschmilzt. Dieser Umstand im Verein mit dem geringeren Hydratwassergehalt des niederen Hydrats bzw. dem geringen Gehalt desselben an verunreinigender Magnesia ermöglicht es aber wiederum, die Höhe der Füllkörperschicht in dem Chlorierturm bei der Arbeitsweise gemäß Erfindung im Vergleich' zum bisherigen Verfahren erheblich zu verringern, ohne die Wasserfreiheit und Reinheit des entstehenden wasserfreien Chlormagnesiums zu beeinträchtigen; ja es ist sogar möglich, bei entsprechender Leitung des Verfahrens als durchlässige Unterlage einen einfachen Rost oder dergleichen zu verwenden. Trotzdem wird man einer durch elektrische Widerstandsheizung beheizten Rieselschicht geringer Höhe den Vorzug -geben, da auf diese Weise die apparativ schwierige Aufheizung des Chlors außerhalb des Ofens vermieden wird: Die Überführung des Magnesiumchlorid-Hexahydrats in das niedere Hydrat durch Zerstäubungstrocknung erfolgt vorzugsweise durch Verblasen in heißer Luft, deren Temperatur erfahrungsgemäß wenigstens auf etwa @Loo° gehalten wird. Als besonders zweckmäßig in -wärmetechnischer Hinsicht hat sich aber die Durchführung derart erwiesen, daß das geschmolzene Hexahydrat im Gleichstrom mit Flammgasen, die eine Temperatur von etwa 65o° und mehr aufweisen und beispielsweise durch Verbrennen von Generatorgas erzeugt werden, verblasen wird, da hierbei die sonst erforderliche Rekuperatorheizung der Trocknungsluft in Fortfall kommt. Dabei ist überraschend, daß trotz der Gegenwart erheblicher Mengen von Wasserdampf in den Flammgasen, die an sich eine Zersetzung des Magnesiumchloridhydrats begünstigen sollten, eine solche Zersetzung in wesentlichem Um-. fange nicht eintritt. Selbst bei Anwendung von Flammgasen, . die eine Temperatur von etwa 65o bis 8oo° aufweisen, wird ein Erzeugnis erhalten, das den Zerstäubungsraum mit aoo bis 22o° verläßt, in seinem Wassergehalt dem. Chlormagnesiizm-Monohydrat entspricht und wegen der nur außerordentlich kurzzeitigen Berührung mit den Flammgasen trotzdem nur einen Gehalt von etwa 3 bis höchstens 6 % Magnesia aufweist, während nach dem bekannten Verfahren stets Erzeugnisse mit mehr als etwa 701, Magnesia erhalten werden. Dieses Erzeugnis läßt sich anschließend nach Zumischen von etwa a bis 3 °/a Kohlenstoff und Überführung in Formkörper auf einer durchlässigen Unterlage mit Chlor behandeln und liefert dabei ein unmittelbar für die Elektrolyse verwendbares wasserfreies Chlormagnesium. Gemäß Erfindung gelangt man also in -zwei einfachen Verfahrensstufen von Magnesiumchlorid-Hexahydrat zu wasserfreiem Magnesiumchlorid.
  • Andererseits bestehen die Vorteile des Verfahrens zur Überführung des niederen, beispielsweise des Chlo-rm.agnesium-Monohydrats in wasserfreies Chlormagnesium gemäß Erfindung darin, daß infolge der Verwendung des Reaktionsgemisches in Form von gepreßten, locker auf die durchlässige Unterlage aufgeschütteten Formkörpern die Durchlässigkeit für das durch die Unterlage aufsteigende Chlorgas auch bei erheblicher Schütthöhe stets gewahrt ist; insbesondere unterbleibt auch bei ununterbrochenem Betrieb jede störende Brückenbildung im Reaktionsgut oberhalb, der Rieselschicht.
  • Überraschend ist insbesondere, daß sich das bei der Zerstäubungstrocknung erhaltene Erzeugnis ohne Anwendung von Bindemitteln zu Formkörpern ausreichender Festigkeit verpressen läßt, und daß die Porosität des Erzeugnisses auch hierbei im wesentlichen erhalten bleibt. Beides ist offenbar auf die durch die Anwendung der Zerstäubungstrocknung unter Anwendung hocherhitzter Gase bedingte, mikrokristallin außerordentlich sperrige Beschaffenheit des Erzeugnisses zurückzuführen, die eine innige Verfilzung der Mikrokristalle unter Beibehaltung des porösen Gefüges beim Verpressen ermöglicht.
  • Es ist bereits ein Verfahren bekannt, bei dem zur Herstellung von wasserfreiem Magnesiumchlorid geformte Gemenge von Chlormagnesiumhydraten, Magnesia und Kohle der Einwirkung von Chlorgas bei Temperaturen ausgesetzt werden, die für die Überführung der anwesenden Magnesiumverbindungen in wasserfreies Magnesiumchlorid ausreichen. Die Herstellung der Formkörper bei jenem Verfahren erfolgte jedoch dadurch, daß die Magnesia in das geschmolzene Chlormagnesiumhydrat eingerührt und daß der als Reduktionsmittel dienende Kohlenstoff in einer Form verwendet wurde, die bei der anschließenden Trocknung und Verkokung der aus der breiigen Masse hergestellten Formkörper innerhalb der letzteren eine starke Porosität erzeugte. Im Gegensatz zu diesem Verfahren wird bei dem vorliegenden das ungeschmolzene niedere Chlormagnesiumhydrat lediglich unter Zusatz geringer, die Bindung von aus Magnesiumoxydverunreinigungen frei werdendem Sauerstoff bewirkenden Mengen an Kohlenstoff zu Formkörpern verpreßt, wobei es im Gegensatz zu den bekannten Verfahren nicht darauf ankommt, daß der Kohlenstoff in einer Form zugegeben wird, die beim Erhitzen bzw. Verkoken Poren erzeugt, da die für die anschließende Chlorierung erwünschte Porosität der Formkörper bereits durch die besondere Beschaffenheit des durch Zerstäubungstrocknung gemäß Erfindung erzeugten niederen Hydrats bedingt ist. Beim vorliegenden Verfahren ist eine besondere Zugabe von Magnesia zum Reaktionsgemisch nicht vorgesehen und auch nicht notwendig. Die Zugabe von Magnesia ist auch deshalb nachteilig und unerwünscht, weil der Übergang von Magnesiumoxyd in Magnesiumchlorid unter Volumenvergrößerung stattfindet. Immerhin ist es aber auch überraschend, daß trotz e; nes gewissen, zwischen etwa 3 und 6 0/0 liegenden Gehalts an Magnesia die durch die besondere Form des nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen niederen Hydrats bedingte Porosität der Formkörper ausreicht, um bei Behandlung mit Chlorgas reines wasserfreies Chlormagnesium zu ergeben.
  • Man kann naturgemäß an Stelle von geschmolzenem Chlormagnesium-Hexahydrat auch von Chlormagnesiumlaugen ausgehen und diese der Zerstäubungstrocknung unterwerfen. Im allgemeinen ist es jedoch vorteilhafter, zunächst auf übliche Weise ein Eindampfen der Laugen bis zum Chlormagnesium-Hexahydrat bziv. einem etwas, niedrigeren Hydrat (gegebenenfalls bis zum Viererhydrat) vorzunehmen, da dieses sich ohne Schwierigkeit durchführen läßt.
  • Beispiel Geschmolzenes Clilormagnesium-Hexahydrat, hergestellt aus den Endlaugen der Kaliindustrie, mit d.7 % Mg C12, 1o % Fremdsalzen (M,-SO., KCl, NaCI) und 430/0. Wasser wird mit Druckluft von 3 atü und 19o° im Gleichstrom mit Gasen zerstäubt, die eine Temperatur von 65o° besitzen und durch Verbrennung von Generatorgas mit einem Überschuß von Luft erzeugt sind. Für die Zerstäubung von iooo kg Schmelze während einer Stunde werden 5oo cbm Druckluft (76o min Hg 2o°) und .Ioo cbm Generatorgas von 1350 W. E. verwendet. Die Abgase verlassen den Zerstäubungsraum mit einer Temperatur von 22o°. Das getrocknete Erzeugnis wird in einem Zyklon abgeschieden. Es besteht aus 68 % Mg C12, 15 0% Fremdsalzen (MgS04, KCI, NaCl), 5 % Mg0 und 12 % Wasser und ist von außerordentlicher poröserBeschaffenheit (Schüttgewicht.Ioog/l).
  • Zur Herstellung von wasserfreiem Chlormagnesium wird das Erzeugnis mit etwa 3 % Kohlenstoff (Braunkohlenbrikettstaub) vermischt und unter Anwendung eines Druckes von 6oo lcg/cm2 zu Formkörpern gepreßt. Diese Formkörper werden anschließend portionsweise in einem mit keramischer Ausmauerung versehenen Chlorierer auf eine elektrisch beheizte, durchlässige Unterlage aufgetragen, durch die Chlorgas von unten eingeleitet wird.
  • Die Reaktion geht ohne Störung vonstatten, wobei durch die Unterlage wasserfreies Chlormagnesium abläuft und je nach Bedarf aus dem unteren Teil des Reaktionsraumes zur unmittelbaren Verwendung für die Elektrolyse abgezogen wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Erzeugung von reinem, wasserfreiem Chlormagnesium aus höheren Hydraten des Chlormagnesiums, insbesondere MgCl2 # 6H20, durch Entwässerung des höheren Hydrats bis zu einem niederen Hydrat und anschließende Behandlung des niederen Hydrats mit Chlor in Gegenwart von Kohlenstoff, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst das geschmolzene höhere Hydrat des Chlormagnesiums unter Anwendung des Prinzips der Zerstäubungstrocknung mit heißen Gasen in ein niederes, etwa 1 bis höchstens 2 Mole Kristallwasser enthaltendes Hydrat übergeführt wird, worauf dieses ohne Anwendung von Bindemitteln unter Zumischung geringer Mengen Kohlenstoff zu Formlingen verpreßt wird, die auf einer durchlässigen Unterlage bei Temperaturen, die für die Überführung in wasserfreies Magnesiunichlorid ausreichen, mit Chlorgas behandelt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstäubungstrocknung mit Hilfe von Flammgasen erfolgt, die zweckmäßig eine Temperatur von etwa 65o° besitzen.
DEI60307D 1938-01-22 1938-01-23 Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Magnesiumchlorid aus Magnesiumchloridlauen bzw. hoeheren Magnesiumchloridhydraten Expired DE728963C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1102122B (de) * 1959-12-09 1961-03-16 Elektrochemisches Kom Bitterfe Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem, geschmolzenem Magnesiumchlorid
DE1180357B (de) * 1960-11-05 1964-10-29 Zentrale Forschungsstelle Fuer Verfahren zur Gewinnung von Magnesiumoxyd aus magnesiumchloridhaltigen Loesungen oder Salzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1102122B (de) * 1959-12-09 1961-03-16 Elektrochemisches Kom Bitterfe Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem, geschmolzenem Magnesiumchlorid
DE1180357B (de) * 1960-11-05 1964-10-29 Zentrale Forschungsstelle Fuer Verfahren zur Gewinnung von Magnesiumoxyd aus magnesiumchloridhaltigen Loesungen oder Salzen

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