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| Plattemschieber für Gasleitungen, insbesondere fürs ichtgasleitungen |
Bei den bekannten Plattenschiebern für Gasleitungen, bei denen zwischen zwei Rohrleitungsenden
eine mit einer Durchgangsöffnung versehene Absperrplatte verschiebbar ist, müssen
Mittel vorgesehen werden, um die Rohrleitungsenden gegen die Platte anzudrücken
und von ihr abzurücken. Das Andrücken der Rohrleitungsenden gegen die Platte erfolgt
hierbei zu dem Zweck, ein Entweichen: des in der Rohrleitung geförderten Mittels
in die Atmosphäre zu verhindern, während das Abrücken den Zweck hat, ein Verschieben,
der Platte zu ermöglichen.
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Dieses Andrücken und Abrücken der Rohrleitungs.enden gegenüber -der
Schiebcrplatte kann nach. bekannten Vorschlägen von Hand oder mittels pneumatisch
bzw. hydraulisch betriebener Druckzylinder erfolgen.
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Des weiteren ist ein Plattenschieber be= kannt, bei welchem zwischen
einem festen und einem beweglichen Rohrleitungsrahmen eine -Platte verschiebbar
ist und die Bewegung des beweglichen Rohrrahmens gegen die Platte durch die Längenänderung
von. temperaturveränderlichen Rohren erfolgt, die über Joche und Verbindungsstücke
mit dein festen Rohrrahmen verbunden sind.
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Wenn nun ein Heizmittel in die temperaturveränderlichen Rohre geleitet
wird, dehnen sich diese infolge der hierdurch bewirkten Temperatursteigerung aus,
so daß .das eine Rohrleitungsende von der Platte abgedrückt wird, die nunmehr versdhoben
werden kann. Wenn die Schieberplatte sich dann wieder in der gewünschten Stellung
befindet, wird ein Kühlmittel in die Rohre geleitet, was zur Folge hat, daß sich
diese zusammenziehen und das Rohrleitungsende gegen die Schieberplatte angedrückt
und dadurch die Ab-
dichtung bewirkt wird.
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Dieser Schieber hat nun den erheblichen Nachteil, d,aß die zum Ausschwingen
der
Schieberplatte erforderliche, für -einen bestimmten Temperaturunterschied
berechnete Verschiebung zwischen dein einen Rohrleitungsende und der Schieberplatte
bei einer durch die Betriebsverhältnisse bedingten Veränderung dieses Temperaturunterschiedes
oft nicht mehr ausreicht, um dieses Ende genügend weit von der Schieberplatte abzuliegen,
was dann zur Folge hat, daß letztere nur unter großen Schwierigkeiten oder überhaupt
nicht mehr ausgeschwungen werden kann. Ist beispielsweise die Ausdehnung der temperaturveränderlichen
Rohre für eine Dampftemperatur von .2oo@ C und eine Außentemperatur von 3o C, d.
1i. für einen Temperaturunterschied von 170 - (.` berechnet und ergibt sich
bei diesem Temperaturtinter-.seliied eine für das Ausschwingen der Schieberplatte
genügend weite Verschiebung zwischen dein einen Rohrleitungsencle und der Platte,
so würde bei einer Erwärmung des Schiebers ini Betriebe auf beispielsweise i 5o'
C diese Verschiebung nicht mehr hinreichend sein, weil der Teniperaturunt:rschied
dann nicht mehr aoo - 30 - 1 70 - C, sondern nur mehr aoo - io = 5o='
C, d. h. weniger als 1i3 des für erforderlich festgestellten Temperaturunterschiedes
beträgt.
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Erfindungsgemäß kann <fieser Nachteil aber behoben werden, wenn
bei einem Plattenschieber der vorstehend gekennzeichneten Art die Verbindungsstücke
als Rohre mit Kühlwasserein- und -austrittsöftnungen, d. li. ebenfalls als temperaturveränderliche
Rohre ausgebildet sind.
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Durch diese Ausbildung wird die Möglichkeit geschaffen, einen Teil
der temperaturveränderlichen Rohre finit einem Heizmittel und den anderen "feil
gleichzeitig finit einem Kühlmittel zu beschicken, so daß fallweise der als günstigst
erkannte Temperaturunterschied und somit auch das Maß des Abrückens des einen Rohrleitungsendes
von der Schieberplatte mit Sicherheit erreicht werden kann, und zwar unabhängig
von der Er wärmung des Schiebers im Betrieb.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführun;,'sbeispiele des Plattenschiebers
g.mäli der I'rfindung dargestellt.
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Es zeigen Abb. z den Schieber in teilweiser Ansicht und teilweisem
Schnitt, Abb. -2 eine andere Ausführungsform in teilweiser Ansicht und teilweisetn
Schnitt. Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie .-1-B der Abb. 2, und Abb.4
eine Endansicht.
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M"ie die Abbildungen zeigen, sind die 1>°iden Rohrleitungsenden i
und 2 durch die Schieberplatte 3 voneinander getrennt. Auf dem Leitungsende r sitzt.
an eine Konipen ätionmembrane angeschlossen, der bewegy liche Rahmen ..1, während
ein ähnlicher Ralinien 0 mit dem anderen Rohrleitungsende fest verbunden ist. Die
Bewegung des Raltinetis 4 vermitte:n temperaturveränderliche Rohre 8, d, z-on denen
die ersteren an dein festen Ralrmen () und die letzteren an dem beweglich:-n Rahmen
4. mit je einetn Ende angeschlossen sind. Die anderen Enden der Rohre S.
9 sind durch nuerhäupter io miteinander verbunden.
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Inn halten Zustand der Rohre «-ir-d die Platte 3 eingeschwenkt und
durch Anzielten der entsprechenden, auf den Rohren R sitzenden Muttern die Rahmen
d., 0 mit ihren Dichtungsflächen ; dichtschließend gegen die Platt: geprellt. Die
die Dichtungsflächen tragenden Sitze können hierbei auswechselbar sein. Soll die
Platte 3 nun zum Schwenken freigegeben werden, 1ä ßt man heiklen Dampf aus einer
Ringleitung und durch Öffnungen i t in die Rohre 8 eintreten und durch Austrittsöffnungen
12 entweichen. Gleicliz@itig wird kalte: Wasser durch Öffnungen 13 in die Rohre
o geschickt und tritt durch Öffnungen rd aus: hierbei ziehen sich die Rohre y entgegen
den Rohren 8 zusammen. Beide Bewegungen: die Ausdehnung der Rohre 8 und das Zusammenziehen
der Rohre c) summieren sich, so daß starke Kräfte entstehen. die das Verschieben
des betveglichen Rahmens .a. und die Freigabe der Schieberplatte 3 bewirken. Zum
Andrücken der Rohrleitungsenden gegeit die Schieberplatte hat man lediglich die
Dampfzufuhr zu den Rohren 8 abzustellen und gegebenenfalls noch Kühl«-ass,-r in
(fiese Rohre einzuleiten.
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Weil in Leitungen großer Durchmesser, beispielsweise in (richtgasleitungen,
häufig Marke Schubkräfte auftreten, die die Be«-egutrgen des Schieber: hindern,
«-irl für solche Fälle erfindungsgemä ß ein Schieb--r gemäß der Ausführun-sforin
nach Abb. 2 vorges°hen. Die Druckentlastung der Scliieberplatte geschieht hier durch
die Anordnung eines dritten Rahmens i 3, der «-ic der Rahmen t) fest mit seinem
Rohrleitungsteil @-erbun-den ist. Stehbolzen ih sichern den gegenseitigen Abstand
der Rahmen (i. r @, und zwar unter vollständiger I:ntl@istung des be«-eglichen Rahmenteils
1, der nunmehr- jederzeit leicht zur Platte hin und da%-on weg gescliohen «-erden
kann. Im übrigen ist clie Ausbildung des Schieber: und insbesondere :eines teinperatutweränderlichen
Teils die gleiche t wie diejenige des Schiebers nach Abb. 1.
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Uni die Schieberplatte 3 ungehindert drehen zu können, ist die Scheibe
i; vor^eselien. die da: Rohr h und die Stehbalzen iti trnifaßt, und auf clie die
Platte 3 aufgebracht ist Der i Antrieb der Platte kann durch ein an ilireni Umfan;;-
angreifen(les "Zahnrad 18 gesclielieri.
Natürlich sind auch Abweichungen
von der beschriebenen Bauart des erfindungsgemäßen Plattenschiebers möglich, ohne
daß dadurch das Wesen der Erfindung berührt wird. So kann beispielsweise die Bewegung
des verschieblichen Rahmens gegen die Schieberplatte, die bei den gezeichneten Schiebern
an drei Stellen durch je ein aus drei Rohren bestehendes Rohrsystem bewirkt wird,
auch nur von zwei Stellen aus erfolgen und jedes Rohrsystem auch aus einer anderen
Anzahl als drei Rohren bestehen. Zum Erhitzen bzw. Abkühlen der Rohre läßt sich
außer Dampf bzw. Wasser jedes andere gasförmige oder flüssige Mittel verwenden;
außerdem kann die Erzeugung der Wärme noch durch elektrischen Strom erfolgen.