DE729345C - Vorrichtung zum Abfuellen von Fluessiggas - Google Patents

Vorrichtung zum Abfuellen von Fluessiggas

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DE729345C
DE729345C DEP81137D DEP0081137D DE729345C DE 729345 C DE729345 C DE 729345C DE P81137 D DEP81137 D DE P81137D DE P0081137 D DEP0081137 D DE P0081137D DE 729345 C DE729345 C DE 729345C
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Description

  • Vorrichtung zum Abfüllen von Flüssiggas Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abfüllen von Flüssiggas o. dgl. aus großen Behältern in Kleinflaschen. Bekanntlich muß das Flüssiggas beim Abfüllen unter überatmosphärischem Druck gehalten werden, so daß das Abfüllen nicht offen erfolgen kann, sondern die Kleinflaschen mit dem Behälter durch gas- und flüssigkeitsdichte sowie druckfeste Leitungen verbunden sein müssen. Üblicherweise wird das Flüssiggas durch eine Pumpe gefördert. Diese darf aber an keiner Stelle geölt «-erden und nutzt sich daher schnell ab. Bei einem anderen bekannten Verfahren läßt man während der Füllung Gas aus der Kleinflasche in die freie Atmosphäre ausblasen, so daß die Flüssigkeit durch den t'berdruck in der Großflasche gefördert wird. Dabei geht eine gewisse Gasmenge verloren, die außerdem für die Umgebung gefährlich ist, wenn sie nicht durch Albrennen unschädlich gemacht wird.
  • Es ist auch bekannt, daß man das Abfüllen bei Gasdruckausgleich ohne Verwendung einer Pumpe und ohne Gasverlust vornehmen kann, wobei die Kleinflaschen mittels einer Flüssigkeitsfalleitung und einer Gassteigleitung an den darüber befindlichen großen Behälter angeschlossen werden. Ferner ist es bereits bekannt, beim Füllen von Verbrauchsbehältern mit einer bestimmten Menge flüssiger Gase unter Verwendung einer Pumpe den Flüssigkeitsstand in den Verbrauchsbehältern mittels eines Tauchrohres zu begrenzen, das nach Erreichung der ge«-ünschten Flüssigkeitshöhe die überschießende Flüssigkeit zum Vorratsbehälter zurückführt. Erfolgt das Abfüllen in bekannter Weise unter Druckausgleich aus einem höher angeordneten Vorratsbehälter in einen niedriger angeordneten Verbrauchsbehälter ohne Verwendung einer Pumpe mittels einer Flüssigkeitsfalleitung und einer Gasdruckausgleichleitung, die die- Gasräume der beiden Behälter miteinander verbindet, und soll die Flüssigkeitshöhe in dem Verbrauchsbehälter in gleichfalls bereits bekannter Weise durch die Eintauchtiefe der Druckausgleichleitung bestimmt werden, so zeigt sich der 1Jißstand, daß nach Beendigung der gewünschten Füllung Flüssigkeit aus dem oben angeordneten Vorratsbehälter durch die Flüssigkeitsfalleitung in den unten befindlichen @"erbrauchsbehälter überstürzt, während gleichzeitig Gasblasen aus dein Verbrauchsbehälter durch die gleiche Flüssigkeitsfalleitung nach oben aufsteigen, bis der Vorratsbehälter vollkommen gefüllt ist. Dieser wechselseitige Austausch durch die Flüssigkeitsfalleitung ist um so lebhafter, je weiter diese Leitung zur Erreichung einer kurzen Füllzeit gehalten ist. Ohne Verwendung einer Pumpe ist es daher auf diese Weise nicht möglich, einen bestimmten Füllungsgrad der Verbrauchsbehälter einzuhalten.
  • Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß die aus Sicherheitsgründen erforderliche Begrenzung des Flüssigkeitsstandes in der Kleinflasche dann gelingt, wenn die untere Mündung der Flüssigkeitsfalleitung einen Siphon aufweist.
  • Das durch das untere Ende der Gassteigleitung gebildete Tauchrohr begrenzt den Flüssigkeitsstand in der Kleinflasche, während zugleich der Siphon verhindert, daß nach Erreichen des vorschriftsmäßigen Flüssigkeitsstandes im Kleinbehälter weitere Flüssigkeit durch die Flüssigkeitsfalleitung in die Kleinflasche überfließt und aus der gleichen Leitung Gasblasen in den großen Behälter aufsteigen. Außerdem gestattet der Siphon die Verwendung eines weiteren Flüssigkeitsrohres, wodurch _ die Umfüllgeschwindigkeit gesteigert wird.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert. Es zeigen Abb. i und 2 die erfindungsgemäße Vorrichtung bei versohiedenem Flüssigkeitsstand in der Kleinflasche, Abb. 3 einen senkrechten Schnitt durch ein auf die Kleinflasche aufgesetztes, mit Tauchrohr und Siphon versehenes Doppelventil.
  • Das Flüssiggas, z. B. Propan oder Butan, wird aus einem Vorratsbehälter a, der eine Stahlflasche oder ein Faß sein kann, in eine Kleinflasche b gefüllt. Zu diesem Zweck ist der Behälter a mit Ventilen c und d und die Kleinflasche b mit einem Doppelventil e versehen, und das Doppelventil ist durch eine Flüssigkeitsfalleitung f mit dem Ventil c sowie durch eine Gassteigleitung g mit dem Ventil d verbunden. Für den Anschluß der Leitungen f .und g sind am Doppelventil e Ventile h und i vorgesehen. An der Gasanschlußseite hat das Ventil e ein Tauchrohr i und an der Flüssigkeitsanschlußseite einen Siphon e.
  • An das Ventil d ist ein Standrohr k angeschlossen, das über den normalen Flüssigkeitsspiegel im Behälter a hervorragt und mit dessen Gasraum in Verbindung steht.
  • Nach Öffnen der Ventile fließt die Flüssigkeit unter dem Gefälledruck aus dem Behälter a. in die Kleinflasche b ab. Eine entsprechende Gasmenge tritt durch die Leitung g in den Behälter a über. Von dem Augenblick an, in dem die Unterkante in des Tauchrohres i von der Flüssigkeit in der Flasche b berührt wird, beginnt die Flüssigkeit in diesem sowie in der Gassteigleitung g zu steigen und wird schließlich an einem Schauglas p, das in die Leitung g eingesetzt ist, sichtbar und zeigt damit die beendete Füllung an.
  • Der Siphon it. hat die Aufgabe, bei vollzogener Füllung der Kleinflasche b zu verhinclern, daß Flüssigkeit aus der Flüssigkeitsfallleitung f in die Kleinflasche b herabstürzt und das Gas rückwärts durch die Flüssig-. keitsfalleitung f nach dem Behälter a hochsteigt. Dieser Siphon kann auch durch ein zweites Tauchrohr o, das gleiche Länge wie das Tauchrohr i hat, ersetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Abfüllen von Flüssiggas o. dgl. aus großen Behältern in darunter befindliche Kleinflaschen durch das natürliche Druckgefälle bei Gasdruckausgleich, bei der die Kleinflaschen mittels einer Flüssigkeitsfalleitung und einer bis zum gewünschten Flüssigkeitsspiegel in der Kleinflasche reichender Gassteigleitung an dein großen Behälter angeschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Mündung der Flüssigkeitsfallleitung (f) einen Siphon (x) aufweist.
DEP81137D 1940-08-13 1940-08-14 Vorrichtung zum Abfuellen von Fluessiggas Expired DE729345C (de)

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DEP81137D DE729345C (de) 1940-08-13 1940-08-14 Vorrichtung zum Abfuellen von Fluessiggas

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DE875590X 1940-08-13
DEP81137D DE729345C (de) 1940-08-13 1940-08-14 Vorrichtung zum Abfuellen von Fluessiggas

Publications (1)

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DEP81137D Expired DE729345C (de) 1940-08-13 1940-08-14 Vorrichtung zum Abfuellen von Fluessiggas

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1289072B (de) * 1959-09-08 1969-02-13 Nationale Sa Einrichtung zum Umfuellen verfluessigten Gases
DE1289074B (de) * 1959-09-08 1969-02-13 Nationale Sa Ventil zum Fuellen des Tanks von mit Fluessiggas betreibbaren Geraeten
DE1289073B (de) * 1959-09-08 1969-02-13 Nationale Sa Einrichtung zum Umfuellen verfluessigten Gases aus einem Nachfuellbehaelter in einen Tank
WO1988004007A1 (en) * 1986-11-19 1988-06-02 Pub-Gas International Pty. Ltd. Storage and transportation of liquid co2

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