DE729432C - Kolbenschieber fuer Kolbendampfmaschinen - Google Patents

Kolbenschieber fuer Kolbendampfmaschinen

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DE729432C
DE729432C DEE54549D DEE0054549D DE729432C DE 729432 C DE729432 C DE 729432C DE E54549 D DEE54549 D DE E54549D DE E0054549 D DEE0054549 D DE E0054549D DE 729432 C DE729432 C DE 729432C
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DE
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piston
steam
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valve
steam engines
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Expired
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DEE54549D
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Inventor
Friedrich Ernst Euler
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FRIEDRICH ERNST EULER
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FRIEDRICH ERNST EULER
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  • Kolbenschieber für Kolbendampfmaschinen Die Benutzung des einfachen Kolbenschiebers als Steuerung einer Kolbendampfmaschine für veränderliche kleine Füllungen, entweder durch gleichzeitige Veränderung des Schieberhubes und des Vor- bzw. Nacheilwinkels der Schieberkurbel oder unter Zuhilfenahme einer Kulisse o. dgl., entsprechend veränderlichem Leistungsbedarf gibt sowohl bei Auspuff- als auch bei Kondensationsbetrieb bekanntlich' wenig günstige Formen des Dampfdiagramms und schlechte Arbeitsweise und Ausnutzung des Dampfes. Bei kleinen und .ganz kleinen Füllungen erfolgt der Voraustritt so früh, daß die Dehnungsarbeit derselben dadurch unzureichend wird, weiter setzt die Verdichtung des im Zylinder verbliebenen Restdampfes so früh ein, daß eine verhältnismäßig sehr große negative Diagrammfläche auftritt, die in erster Linie einen kleinen Völligkeitsgrad des Dampfdiagramms und sonach eine geringe Zylinderleistung zur Folge hat. Daneben treten, durch die große negative Diagrammfläche verursacht, zusätzliche Gangverluste im Kubeltriebwerk auf, die ohne weiteres nicht aus dem Dampfdiagramm zu ersehen sind, die aber den mechanischen Wirkungsgrad der Maschine bekanntlich :beträchtlich herabsetzen und die Betriebssicherheit des Kurbelbetriebes durch Neigung zum Heißlaufen erfahrungsgemäß gefährden.
  • Nur bei Füllungswegen., die größer sind als 0,2,7 des Kolbenhubes, ergeben sich bei der Einzylindermaschine annehmbare Verhältnisse hinsichtlich der Form des Dampfdiagramms. Aber die unwirtschaftliche Ausnutzung des Dampfes infolge zu früh abgebrochener Dehnung, desselben im Zylinder bleibt bestehen.
  • D:ie erwähnten Übelstände können bei Verwendung eines nachneuen Gesichtspunkten geformten einfachen Kolbenschiebers, der den Gegenstand der Erfindung darstellt, beseitigt werden.
  • Die Fig. i und z der beiliegenden Zeichnung zeigen: die bekannte alte und die neue-Form desselben j e in einem halben Längsschnitt, und zwar in der Mittellage bei der Bewegung in der Schieberbüchse. In den Fig. 3 und .l sind wieder in je einem halben Längsschnitt die beiden Schieber finit Abweichung um den jeweiligen Radius der Schieberkurbel aus der Mittellage verzeichnet., Beide Schieber haben die gleiche Einlaßdeckung e, somit auch gleiche Eröffnungsweiten und -zeiten durch dieselbe. Zwischen beiden besteht hinsichtlich der äußeren Form bzw. den Abmessungen ein Unterschied insofern, als der neue Schieber an der Einlaßseite um einen gewissen Betrag d die Drossel--deckung länger ist. Diese hat nur die Aufgabe, die Menge des in den Zylinder eintretenden Frischdampfes durch Drosselung zu regeln. Erreicht wird dies dadurch, daß die Drosseldeckung nicht an ihrem ganzen Umfang abgesperrt, sondern nur auf einem Teil derselben, und zwar in einer Größe, daß der für den Zutritt des Frischdampfes verbleibende Drosselquerschnitt nur ein Bruchteil desjenigen Querschnittes ist, den die Einlaßdeckung e jeweils freigibt. Die Drosseldekkung erhält zu dein Zweck, wie es die Fig. 2, .l. und 5 zeigt, eine Anzahl, axial an deren Umfang verlaufend, kleiner Drosselkanäle, die bis zur Einlaßdeckung e reichen. Der Frischdampf tritt so also rechtzeitig, aber stark gedrosselt in den Zylinder, verlangt aber für den Eintritt einer bestimmten Menge eine entsprechend verlängerte Eintrittsdauer bzw. größere Kanaleröffnung durch die Einlaßdeckung e, die nur durch großen Schieberhub bei gleichzeitig verändertem Vor- bzw. Nacheilwinkel der Schieberkurbel erzielbar sind. Damit sind die Bedingungen zur Erzielung einer guten Diagrammform auch bei kleinen in den Zylinder eintretenden Frischdampftnengen gegeben, nämlich genügend später Voraustritt und möglichst späte Verdichtung des im Zylinder verbliebenen Restdampfes. Auf den ersten Blick scheint die starke Drosselung des eintretenden Frischdampfes ein schwerer Mangel der Steuerung zu sein, weil die Einströmlinie im Dampfdiagramm stark absinkt und dadurch ein gewisser Verlust an Diagrammfläche während der Einströmung eintritt. Aber es ist zu beachten, daß ein Verlust an Frischdampf dabei nicht auftritt, weil der eintretende Frischdampf durch seine Drosselung mittelbar überhitzt wird, ein Umstand, der gerade bei dein Betrieb mit gesättigtem oder schwach überhitztem Dampf von großer Bedeutung ist. Er verringert die Dampfverluste durch Verringerung des Eintrittsniederschlages. Gegenüber dem großen Vorteil einer guten Diagrammform tritt der durch das starke Absinken der Einströmungslinie verursachte geringe Verlust an Diagrammfläche ganz zurück, zumal er ja auch in einfachster Weise durch geringe Zunahme der Füllung leicht ausgeglichen werden kann. Die neue Schieberform ergibt auch für kleine Füllungen ebenso niedrigen Dampfverbrauch der Maschine, wie er sonst nur bei Steuerungen für getrennten Ein- und Auslaß erzielt werden kann. Fig.6 der beiliegenden Zeichnung zeigt zur Veranschaulichung des vorstehend Ausgeführten das Dampfdiagramm, das durch die neue Schieberform geboten wird.
  • Wird statt Inneneinströmung Außeneinströmung gewählt, so sitzt naturgemäß die Drosseldeckung außen. Die für die Drosselung des zutretenden Frischdampfes erforderlichen kleirien Querschnitte in der Drosseldeckung können noch in verschiedener anderer Weise erreicht werden. So können an Stelle der nur an der Oberfläche der Drosseldeckung verlaufenden Kanäle oder Rillen eine Anzahl nach dem Innern durchgehende Schlitze oder Löcher treten. Es kann z. B. auch die Drosselung in einem ringförmigen Kanal erfolgen, der entsteht, wenn der äußere Durchmesser der Drosseldeckung etwas kleiner gehalten wird als der der Einlaßdeckung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH-. Kolbenschieber als Steuerungsorgan für den Ein- und Austritt des Dampfes bei Kolbendampfmaschinen mit veränderlichen, auch kleinen Füllungen, erzeugt durch gleichzeitige Änderung des Schieberhubes und des Vor- bzw. Nacheilwinkels der Schieberkurbel oder auch unter Benutzung einer Kulisse oder einer anderen Schwingenanordnung, dadurch gekennzeichnet, daß an der Einlaßseite eine besonders geformte Drosseldeckung vor die eigentliche Einlaßdeckung gesetzt ist.
DEE54549D 1941-02-19 1941-02-19 Kolbenschieber fuer Kolbendampfmaschinen Expired DE729432C (de)

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