-
Kennzeichnung der Adern von elektrischen Kabeln oder Leitungen Die
Erfindung bezieht sich auf mehradrige elektrische Kabel oder Leitungen, bei denen
zur Unterscheidung der mit band- oder streifenförmigem Isolierstoff, z. B. Papierstreifen,
isolierten. Adern diese gruppenweisie durch verschiedene Farben gekennzeichnet sind.
Die mit der gleichen Farbe bezeichneten Adern jeder Gruppe werden bei den bekannten
Ausführungen z. B. in der Weise voneinander unterschieden, daß die die Deck-Jage
ihrer Isolation bildenden Bänder oder Streifen von Isoliermaterial mit für jedeAder
verschiedenen Lochungen, gezahnben Einschnitten an den Rändern u. @dgl. vers#.h.en
sind.
-
Diese Ausführungen haben den Nachteil, daß z. B. bei papierisolierten
Adern die die Decklage der Isolation bildenden Papierstreifen in einem gesonderten
Arbeitsgang mit den die Adern kennzeichnenden Lochungen oder Einschnitten versehen
werden müssen. Außerdem wird ,durch diese Lochungen oder Einschnitte nicht nur die
Isolation örtlich geschwächt, sondern sie bilden auch Hohlräume in der Isolation,
die aber insbesondere bei mit Isoliermitteln getränkten Kabeln aus elektrischen
Gründen weitgehendst vermieden werden sollen.
-
Es ist ferner auch bekannt, gleichgefärbte Leitungen durch aus deren
Isolation hervorragende Kennzeichen voneinander zu unterscheiden. Diese Art der
Kennzeichnung ist in erster Linie für Leiter mit einer umsponnenen bzw. umflochtenen
oder einer kompakten Isolation, wie Gummi o. dgl., bestimmt. Ihre Anwendung auf
Leiter, die mit einem band-oder streifenförmigen Isolierstoff isoliert sind,
würde
die Sonderanfertigung des die erhabenen Kennzeichen tragenden, die Decklage ,der
Isolation bildenden Isolierstoffstreifens bedingen, die in der Regel einen weiteren
zusätzlichen Arbeitsgang erfordert. Außerdem besitzen Leitungen mit Kennzeichen
dieser Art keine glatte Oberfläche, was im allgemeinen unerwünscht ist, da die aus
der Isolation hervorragenden Kennzeichen leicht zii Beschädigungen der Isolation
bei der weiteren Verarbeitung bzw. der Verlegung der Leitungen führen können. Bei
Hoch,spannungsleitungen ist eine glatte Oberfläche aus elektrischen Gründen notwendig.
Demgegenüber betrifft die Erfindung Anordnungen, bei denen diese Nachbeile grundsätzlich
vermieden sind.
-
Nach der Erfindung wird die Kennzeichnung der Adern in der Weise durchgeführt,
daß sich innerhalb jeder Adergruppe mit gleicher Farbe die einzelnen Adern unter
Beibehaltung der glatten Außenfläche durch verschiedene Abmessungen oder verschiedene
Lage oder Aufbringungsart der die Isolation oder eine Schicht derselben, vorzugsweise
die Deckschicht bildenden Streifen oder Bänder voneinander unterscheiden.
-
Gegenüber den bekannten Ausführungen bietet die Erfindung den wesentlichen
Vorteil, daß für die Kennzeichnung der Adern die normalen handelsüblichen Streifen
Isolierstoff, z. B. Papierstreifen, und zwar entweder verschiedener oder gleicher
Abmessungen -verwendet werden. Eine Sonderbearbeitung der die: Deckschicht der Isolation
bildenden Isolierstoffstreifen zur Herstellung von Lochungen oder Einschnitten bzw.
erhabenen Kennzeichen, wie sie bei den bekannten Ausführungen not-,vendig ist, entfällt.
Auch sind die durch die Einschnitte bzw. Lochungen bedingten Lufteinschlüsse in
der Isolation vermieden. Ferner bleibt die glatte Außenfläche der isolierten Adern
gewahrt.
-
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Anwendung
bei einem vieradrigen Kabel, wobei jede Ader ;einzeln dargestellt ist. ,r ist die
Seele der Ader, z die z. B. aus Papier bestehende Isolation. Mit 3 bis 6 sind die
die Decklage der Isolation bildenden Papierstreifen bezeichnet. Zur Kennzeichnung
der vier Adern werden nur zwei verschiedene Farben benutzt. Die Kennzeichnung der
Adern I und II besteht aus einer Decklage aus naturfarbenem Papier, die der Adern
III und IV aus z. B. blau oder rot gefärbtem Papier. In der Zeichnung ist die Verschiedenheit
in der Farbe zwischen den Decklagen 3, 4. und 5, 6 durch Sehraffur der letzteren
hervorgehoben. Zur Unterscheidung der Adern 1 und II bäw. III und IV sind
-die je gleichfarbigen Deckstreifen 3 und .l bzw. 5 und 6 verschieden breit ausgeführt.
Diese,U n terscheidung kann jedoch auch bei völlig gleicher Form der Deckstreifen
der gleichfsirbigen Adern dadurch erreicht werden, daß die Lage der Deckstreifen.
auf der fertigen Ader verschieden ist, z. B. daß sie mit verschiedenen Steigungen
öder mit verschiedenen Überlappungen usw. auf die Adern ge%\-ickelt -u-erden.
-
Durch die Erfindung wird in ihrer weiteren Entwicklung eine besonders
vorteilhafte Kennzeichnung der Adern von Kabeln, die mit dunkler Tränkmasse, insbesondere
Bituin.en, getränkt werden, geschaffen. Bei solchen Kabeln hat sich gezeigt, daß
fast alle für die Kennzeichnung verwendeten Farben von der Tränkmasse überdeckt
werden und nur sehr schwer, oft auch gar nicht, unterschieden werden können. hur
die rote Farbe zeigt ein anderes Verhalten. Sie ist bei verhältnismäßig dunkler
Tränkmasse auch bei schlechter Beleuchtung immer noch gut erkennbar.
-
Bei derartigen Kabeln wird daher ein Teil der Adern mit rot gefärbten
Decklagen, der andere Teil mit naturfarbenen Decklagen versehen. Die einzelnen Adern
jeder dieser beiden Gruppen werden durch die erfindungsgemäße Ausführung der Decklagen
von einander unterschieden.
-
Durch die Erfindung wird es ermöglicht, bei mit stark färbenden Tränkmitteln
getränkten Kabeln, trotzdem zur einwandfreien Unterscheidung nach Farbe nur zwei
Farben verwendet werden., auch bei sehr großer Adernzahl die Adern jeder Gruppe
durch Verwendung handelsüblicher Papierstreifen eindeutig zu kennzeichnen.