DE729893C - Verfahren zur Herstellung von Metallkomplexverbindungen von Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallkomplexverbindungen von Azofarbstoffen

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DE729893C
DE729893C DEI49288D DEI0049288D DE729893C DE 729893 C DE729893 C DE 729893C DE I49288 D DEI49288 D DE I49288D DE I0049288 D DEI0049288 D DE I0049288D DE 729893 C DE729893 C DE 729893C
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Germany
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dye
methyl
acid
violet
azo dyes
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DEI49288D
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Inventor
Dr Hugo Schweitzer
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00—Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02—Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14—Monoazo compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Metallkomplexverbindungen von Azofarbstoffen Den bisher bekanntgewordenen Metallkomplexverbindungen von Azofarbstoffen liegen im allgemeinen Azoverbindungen zugrunde, welche durch Kuppeln von dianotierten aromatischen o-Aminooxy- bzw. o-Aminocarboxyverhindungen mit Kupplungskomponenten hergestellt werden, die in o-Stellung zur Kupplungsstelle eine Hydroxyl- oder Aminogruppe enthalten.
  • Es wurde nun. gefunden, .daß man zu neuen Metallkomplexverbindungen gelangt, wenn man Azoverbindungen in Substanz oder auf der Faser mit metallabgebenden Mitteln behandelt, die in dem Rest der zu ihrem Aufbau verwendeten Diazoverbindung der Benzolreihe an Stelle der o-stäudigen Hydroxy 1- bzw. Carboxylgruppe eine Aminogruppe enthalten, deren eines Wasserstoffatom durch Acyl oder :Ukyl oder deren beide Wasserstoffatome durch Alkyl oder Alkyl und Aryl substituiert sein können, und in dem Rest .der Kupplungskomponente eine Hydroxylgruppe o-ständig zur Azogruppe enthalten.
  • Derartige zur Durchführung des vorliegenden Verfahrens geeignete Azoverbindungen lassen sich auf verschiedenen Wegen darstellen. Man kann z. B. von Diazoverbindungen ausgehen, die in o-Stellung zurDiazoniumgruppe eine Aminogruppe enthalten, deren beide Wasserstoffatome durch Alk-3,1 oder Allt-yl und Aryl substituiert sind, oder auch beispielsweise von Diazoverbindungen, die in o-Stellung eine Nitrogruppe oder ein Halogenatom enthalten. Im letzten Falle wird die Nitrogruppe oder das Halogenatom nach er-` folgter Farbstoffbildung in bekannter Weise : in die Aminogruppe übergeführt und diese gegebenenfalls substituiert (vgl. Patentschriften 643 059 und 658 84.1).
  • Die so erhaltenen schwermetallkomplexhaltigen wasserlöslichen Azofarbstoffe liefern i im allgemeinen Färbungen von sehr guten Echtheitseigenschaften, während die wasserunlöslichen wertvolle Pigmente sind. Gegenüber vergleichbaren bekannten Metallkomplexv erbindungen ist die -Nuance der neuen Farbstoffe im allgemeinen nach Gelb verschoben und das Egalisierungsvermögen verbessert. Das neue Verfahren bedeutet darüber hinaus insofern eine Bereicherung der Technik, als es danach möglich ist, auch Schwermetallkomplexe erbindungen solcher Azofarbstoffe herzustellen, deren Aminogruppe in der Diazotierkomponente Substituenten trägt, w ährend durch die Einwirkung von Schwer-! metallen, wie z. B. Chrom, auf Azofarbstoffe
    aus dianotierten o-Aminophenolen und in der
    Amitiogruppe all;vlierten Aminen eine weit-
    gehende Zerstörung des Farbstoffs eintritt.
    Beispiel i
    38,7 Gewichtsteile des durch Reduktion der
    Nitrogruppe in dein Farbstoff aus dianotier-
    tem 1-3Lletlivl-3-nitro-d.-aniinobenzol und
    i-(.l'-Sulfoplieily-1)-3-nietli3-1-5-p3-razolon er-
    hältlichen Amitioazofarbstoffs (vgl. Patent
    643 o59) werden in 6oo C=eit-ichtsteilen%t'asser
    mit einer Clirotnforniiatlösung, entsprechend
    9,5 Gewichtsteilen Cr, 03, -. Stunden auf
    13o° C unter Druck erhitzt. Die nach dem
    Erkalten des Reaktionsgemisches auskristalli-
    sierte Chromverbindung wird abgesaugt, aus-
    gewaschen, in das Natriumsalz übergeführt
    und getrocknet. Der Farbstoff stellt ein gelb-
    braunes Pulver dar und färbt Wolle aus
    saurem Bade in sehr gleichmäßigen und sehr
    echten braungelben Tönen.
    Ersetzt man das i-(q'-Su@fop@envl)-3-me-
    tliyl-5-pvrazolon durch andere Pvrazolone, so
    erhält man Farbstoffe von ähnlichen E igen-
    schaften.
    Beispiel 2
    54,5 Gewichtsteile des Farbstoffs, der
    durch Kuppeln von diazotierteni i-3vletlivl-
    3-nitro-.l-aminobenzol mit 2-f,.1.', S'-Distilfo-
    naphthy-1)-3-metliyl-5-pyrazolon, darauffol-
    gende Reduktion der Nitrogruppe und Ace-
    tylierung der Aminogruppe erhältlich ist, wer-
    den, wie in Beispiel i angegeben, mit ameisen-
    saurem Chrom q. Stunden auf 130° C unter
    Druck erhitzt. Die nach dein Erkalten aus-
    kristallisierte Chromverbindung wird ab-
    ges:,ugt, mit Wasser gewaschen und in das
    Natriunisalz übergeführt. Der Farbstoff färbt
    Wolle aus saurem Bade in sehr gleichmäßi-
    gen echten gelbbraunen Tönen.
    Der obige nicht chromierte Farbstoff färbt
    Wolle aus saurem Bade in orangen Tönen,
    die, beim \achcliromieren auf der Faser oder
    nach dein Metachromverfaliren gefärbt. in ein
    sehr echtes und gleichmäßiges Gelbbraun
    übergehen.
    Beispiel 3
    .46,9 Gewichtsteile des Farbstoffs der durch
    Kuppeln von dianotiertem i-1@lethvl-3-nitro-
    q-atninobenzol mit i-(3'=Sulfoplien3-1)-3-ine-
    tlial-5-pvrazolon, Reduktion der Nitrogruppe
    und Benzovlieren der Aminogruppe erhältlich
    ist, werden, wie in Beispiel i angegeben, finit
    aineisensauretn Chrom erhitzt. Der nach dein
    Erkalten auskristallisierte Farbstoff wird ab-
    gesaugt, gewaschen und in das -; atriunisalz
    übergeführt. Er färbt Wolle aus saurem Barle
    in echten rotstichiggelben gleichinäVligen
    Tönen.
    Beispiel
    5.4,1 Gewichtsteile des Farbstoffs, der durch
    Kuppeln von dianotiertem i-hletltYl-3-nitro-
    -1.-atninobenzol mit i-(2'-Sulfophen3-1)-3-nie-
    tlivl-5-pvrazolon, Reduktion der Nitrogruppe
    nur Aminogruppe und Acvlierung finit p-To-
    luolsulfonsäureclilorid erhältlich ist, werden.
    wie in Beispiel i angegeben, mit ameisen-
    sauretn Chrom unter Druck erhitzt. Der nach
    dein Erkalten des Reaktionsgemisches aus-
    kristallisierte neue Farbstoff wird gewaschen,
    in das Natriumsalz übergeführt und ge-
    trocknet. Er färbt Wolle aus saurem Bade in
    sehr echten und gleichmäßigen Orangetönen.
    I
    Beispiel 5
    21,6 Gewichtsteile i -Dinietli,7laniino--
    2-aminobenzol-q.-sulfonsättre werden in iil)-
    licher Weise mit 6,9 Gewichtsteilen Natriuni-
    nitrit bei Gegenwart von Salzsäure dianotiert.
    Die gelbe Lösung der Diazoverbindung lälit
    man alsdann in eine alkalische Snspension
    von 14,4 Gewichtsteilen 2-OYvnaphthalin ein-
    laufen. Nach beendeter Kupplung salzt man
    den Farbstoff aus und arbeitet ihn in der
    üblichen Weise auf. Er färbt Wolle aus
    saurem Bade in roten Tönen, die beim Nach-
    chromieren auf der Faser in ein echtes Bor-
    deaux übergehen.
    Die aus diesem Farbstoff durch Kochen mit
    aineisensaurein Chrom unter Rückflußkühlung
    in Substanz hergestellte Chroml;oinplezver-
    bindung färbt Wolle aus saurem Bade echt
    rotviolett.
    Ersetzt man das -2-Oxvnaplitlialin durch
    die äquivalente Menge eines Pvrazolons, z. B.
    i-Plienyl-3-methyl-5-pyrazolon, und chroniiel-t
    den Farbstoff nach den Angaben des Bei-
    spiels .j, so erhält man Clirotnlcoinpiezverbin-
    dungen, die Wolle aus saurem Bade in gellen
    Tönen von guten Echtheitseigenschaften
    färben.
    Die i-Dimeth3-laniino-2-aminobeiizol-q.-stil-
    fonsäure wird aus i-Clilor-2-liitrobenzol-
    A.-sulfonsäure durch Austausch des Chlor-
    atoms finit Ditnethvlamin und Reduktion der
    i Nitrogruppe der entstandenen i-Diniethyl-
    aniino-:-tiitrobenzol--l.-sulfonsäure hergestellt.
    Beispiel 6
    I 43,3 Gewichtsteile des Farbstoffs, der durch
    Kuppeln von dianotierter 2-\itro-i-aniino-
    benzol-.j-sulfonsäure mit 2-Otvnaplitlialin
    und Reduktion der Nitrogruppe erhältlich ist,
    werden, wie in Beispiel i angegeben, mit
    aineisensauretn Chrom erhitzt. Der neue, leim
    Erkalten auskristallisierende Farbstoff wird
    abgesaugt, gewaschen und in das Natriulnsalz
    übergeführt. Er färbt Wolle aus saurem Bade
    in echten bratinstichigen, sehr glLiclimäl@ig@n
    0
    roten Tönen.
    Beispiel 7 5i,i Gewichtsteile der Toluolsulfoverbindung des Farbstoffs, der durch Kuppeln von diazotiertem i-Methyl-3-nitro-4-aminobenzol mit i-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure, Reduktion der Nitrogruppe zur Aminogruppe und Acylieren mit p-Toluolsulfonsäurechlorid erhältlich ist, werden, wie in Beispiel i angegeben, mit ameisensaurem Chrom unter Druck erhitzt. Der nach dem Erkalten des Reaktionsgemisches auskristallisierte Farbstoff wird ausgewaschen, in das Natriumsalz übergeführt und getrocknet. Er färbt Wolle aus saurem Bade in echten violetten Tönen. Beispiel 8 43,7 Gewichtsteile des Farbstoffs, der durch Kuppeln von diazotiertern i-Methyl-3-nitro-4-aminobenzol und i-Oxynaphthalin-3, 7-.disulfonsäure und Reduktion der Nitrogruppe erhältlich ist, werden, wie in Beispiel i angegeben, mit ameisensaurem Chrom unter Drück erhitzt. Nach dem * Erkalten ist der neue Farbstoff .auskristallisiert. Er wird in das Natriumsalz übergeführt und getrocknet. Er färbt Wolle aus saurem Bade in echten und gleichmäßigen rotsticbigvioletten Tönen.
  • In der folgenden Zusammenstellung sind weitere nach dem vorliegenden Verfahren erhältliche metallhaltige Farbstoffe und die Farbtöne der .mit ihnen erhältlichen Färbungen aufgeführt. Es bedeuten: a) Färbung auf Wolle mit der in Substanz hergestellten Chromkomplexverbindung des Farbstoffs, ' b) nachchromierte Färbung auf Wolle mit dem nichtchromierten Farbstoff, c) Färbung auf Wolle mit der in Substanz hergestellten Eisenkomplexv erbindung, d) Färbung der in Substanz hergestellten Eisenkomplexverbindung des Farbstoffs in Nitrocelluloselack.
    Anfangskomponente 1 Kupplungskomponente 1 Farbton
    i. i - Methy 1- 3, 4 - diaminobenzol i - (3' - Sulfophenyl) - 3 - methyl - a) braunstichiges Gelb
    (die Aminogruppe in 4-Stellung 5-pyrazolon b) gelbbraun
    bildet die Uobrücke)
    2. 1 - Methyl - 3 - toluolsulfamino - i - (2' - Chlor - 4' - sulfophenyl) - a) rotbraun
    4-aminobenzol 3-methyl-5-pyrazolon b) orangebraun
    3. i-Chlor-3, 4-diaminobenzol i - (4' - Sulfophenyl) - 3 - methyl - a) orangebraun
    (vgl. 1) 5-pyrazolon b) rotstichiges Braun
    4.. 1- Methyl - 3 - toluolsulfaminö - 2 - (4 ', 8'- Disulfonaphthyl) - 3 - me- a) rotorange
    4-aminobenzol thyl-5-pyrazolon b) rotorange
    5. 1-Sulfo-3, 4-diaminobenzol i-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolön a) rotstichiges Gelb
    (vgl. i) b) gelb
    6. 1-Sulfo-3, 4-diaminobenzol Acetessigsäureanilid a) gelb
    (vgl. i) b) gelb
    7. 1, 2-Diaminobenzol i, 8-Dioxynaphthalin-3, 6-disulfon- a) blau
    säure
    8. 1 - Methyl - 3 - acetylamino - i-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure a) violett
    4-aminobenzol b) violett.
    g. i-Methyl-3, 4-diaminobenzol i-Oxynaphthalin-5-sulfonsäure a) violett
    (vgl. 1) b) violett
    io. i - Äthoxy - 3, 4 - diaminobenzol 2 - Acetylamino - 8 - oxy naphthalin - a) violett
    (vgl. i) 6-sulfonsäure b) violett
    ii. i - Methyl - 3, 4 - diaminobenzol i - Oxynaphthalin - 3, 6 - disulfon- a) rotviolett
    (vgl. i) säure b) violett
    12. 1-Sulfo-3, 4-diaminobenzol i-Oxy-4-methylbenzol a) violett
    (vgl. i) b) violett
    13. 1 - Methyl - 3 - acetylamino - i - Oxynaphthalin - 3, 7 - disulfon- a) rotviolett
    4-aminobenzol säure b) rotviolett
    14. 1- Methyl - 3 - toluolsulfamino - i - Oxynaphthalin t 3, 7 - disulfon- a) violett
    4-aminobenzol säure b) violett
    15. 1 - Methyl - 3, 4 - diaminobenzol i - (2' - Chlor - 4' - sulfophenyl) - c) braun
    (vgl. i) 3-methyl-5-pyrazolon
    16. 1- Methyl - 3, 4 - diaminobenzol i-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon d) braun
    (vgl. i)

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß solche Azoverbindungen, die im Rest der zu ihrem Aufbau verwendeten Diazoverbindung der ßenzolreihe in o-Stellung zur Diazogruppe eine Arninogruppe, deren eines Wasserstoffatom durch Acyl oder Alkyl oder deren beide Wasserstoffatome durch Alkyl oder Alkvl und _1r#1 ersetzt sein können, und in dein Rest der Kupplungskomponente eine Hcdroxylgruppe o-ständig zur Azobrücke enthalten, rnit metallabgebenden Mitteln behandelt «-erden.
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