DE7301331U - Bürste, insbesondere zur Reinigung von Förderbändern - Google Patents

Bürste, insbesondere zur Reinigung von Förderbändern

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DE7301331U
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DE7301331U
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Kullenbuersten Kullen & Co KG
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Description

Die Neuerung betrifft eine Bürste, insbesondere zur Reinigung von Förderbändern vorzugsweise ins Untertagebetrieb oder ar. cXplOSiOuögcAahructen Einäatäötelien·
Insbesondere in Kohlenbergwerken, in denen sich explosive Gasgemische bilden können, müssen Reinigungsgeräte für Förderbänder verwendet werden, bei denen eine Funkenbildung nicht stattfinden kann. Hierfür wären an sich zum Reinigen der Förderbänder demgemäss Netallborsten zweckmässig. Diese haben jedoch den wesentlichen Nachteil, dass die vergleichsweise nachgiebigen Förderbänder zu stark beansprucht und vorzeitig unbrauchbar würden. Darüberhinaus haben Borsten aus einem Metalldraht keine ausreichende Reinigungswirkung auf derartige Förderbänder.
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Man kennt auch bereits ReinigungRbUrsten mit Kunststoffborsten« Diese laden sioh Jedoch im Betrieb elektrostatisch auf, so daß dip Refahr von Funkenbildung ertateht- Eine derartige Bürste würde daher beispielsweise den Kunststoff-PrUfbestimmungen des Deutschen Bergbaues nicht genügen. Deshalb ist die Reinigung von Förderbändern im Untertagebetrieb bisher unbefriedigend. Die Neuerung hat sich daher die Aufgabe gestellt, eine ReinigungsbUrste insbesondere für den Untertagebetrieb zu schaffen, die bei guter Reinigungswirkung einen antistatischen Bürstenbelag aufweist, deren antistatische Eigenschaft über die Lebensdauer der Bürste erhalten bleibt, wobei die Lebensdauer möglichst groß se.'.n soll.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht insbesondere darin, daß Kunststoffborsten und Netallborsten aus Litzen-Federstahldraht gemischtvorgesehen sind, wobei mindestens soviel Metallborsten vorgesehen sind, daß bei Betätigung der Bürste die Kunststoffborsten mit Metallborsten In Berührung kommen, so daß die elektrisoh-statische Aufladung der Kunststoffborsten über die Metallborsten und den Bürstenkörper od.dgl. Borstenträger funkenfrei ableitbar ist, und daß der Bürstenkörper od.dgl. Borstenträger und/oder ein darin eingelegter, die Metallborsten berührender Körper, z.B. ein Haltedraht aus elektrisch leitfähigem Werkstoff bestehen.
Zwar kennt man schon Bürsten, bei denen Kunststoffborsten und einfaohe Motalldrahtborsten miteinander kombiniert sind. Dabei besteht jedoch insbesondere für die Reinigung von Förderbändern im Untertagebetrieb der erhebliche Nachteil, daß diese einfachen Metalldrahtborsten häufig abbrechen und somit zum vorzeitigen Verschleiß neigen, so daß eine derartige Bürste nach kurzer Zeit nicht mehr die erforderliche antistatische Eigenschaft besitzt. Dies wird durch die Verwendung von Litzen als Stahlborsten aus überraschend einfache Weise vermieden, da es damit möglich ist, eine genügend stabile und dicke, an die jeweils zu erwartende Beanspruchung angepaßte Borste zu schaffen, welche dennoch flexibel und praktisch bruchfest ist.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung ler Neuerung kann darin bestehen, daß die Metallborsten und ggf. der Borstenträger mi^· einem Überzug aus Messing od.dgl. korrosionsbeständigem und leitfähigem Werkstoff versehen sind. Dadurch wird eine nicht leitfähige Rostschichtbildung weitestgehend vermieden, die ggf. eine statische Aufladung in unerwünschter Weise ermöglicht.
Gegebenenfalls können die gleiche Anzahl von Kunststoff- und Metallborsten miteinander vermischt auf den Borstenträger angeordnet sein. Während des Reinigungsvorganges werden dadurch die Kunststoffborsten häufig von den jeweils benachbarten Metallborsten berührt, so daß fortlaufend eine Entladung erfolgt. Dies begünstigt In vorteilhafter Weise eine die Berührungshäufigkeit erhöhende große seitliche Ausladung, wenn z.B. die Metallborsten
im Längsverlauf wellenförmig ausgebildet sind. Damit eine gleichbleibend gute Reinigungswirkung der Bürste während der Lebensdauer erhalten bleibt, kann die Dicke der Kunststoffborsten und der Metallborsten jeweils so gewählt sein, daß sie bei gleicher Beanspruchung etwa den gleichen Abtrieb bzw. die gleiche Abnutzung haben können.
Nachfolgend ist die Neuerung mit ihren ihr als neuerungswesentlich zugehörenden Einzelheiten an hand der Zeichnung noch näher erläutert. Es zeigt:
Fig.l eine Walzenbürste zum Reinigen von Förderbändern.
Fig.2 einen der die Bürstenwalze gemäß Fig. 1 zugehörigen Bürstenstreifen in Seitenansicht sowie
Fig.3 den Bürstenstreifen in Blickrichtung a gemäß Fig. 2.
Fig. 1 zeigt eine im ganzen mit 1 bezeichnete Walzenbürste zur Reinigung von Förderbändern. Diese besteht aus einem Walzenkörper 2, auf dem einige wendelförmig angeordnete, hin -tereinanderliegende BUrstensteifen angeordnet sind. Zur Veranschaulichung wurden hier beide Längsseiten jeweils einer Bürstenreihe 3 unterschiedlich schraffiert dargestellt. Jede dieser Burstenreihen 3 besteht aus einem in Längsrichtung wendelförmig angeordneten BUr st ens tr ei fen 4. Es kann jedoch auch jeweils eine
Bürstenreihe aus mehreren entsprechend geformten Bürstenstreifen bestehen.
Bürsten^» FiG. 2 zeigt einen verkürzt dargestellten ^Streifen 4, der eine Bürstenreihe 3 gemäß Fig. 1 ergibt. An einem Bürstenträger 5,
nachfolgend auch Borstenkörper 5 genannt, sind Kunststoffborsten 6 und Metallborsten 7 in jeweils etwa gleicher Anzahl unregelmäßig angeordnet. Die Metallborsten 7 bestehen aus gehärteten Litzen-Federstahldraht. Sie sind im Ausführungbeispiel im Längsverlauf wellenförmig ausgebildet, doch kann auch eine geradlienige Ausführung vorgesehen sein. Der wellenförmige Verlauf erschwert jedoch nicht nur in erwünschter Weise ein Auseinanderspleissen der einzelnen Litzendrähtej hierdurch wird auch eine größere seitliche Ausladung der Metallborsten möglich, so daß diese häufiger sowie mit mehreren KunstsfccfTborsten zwecks Entladung derselben in Berührung kommen. Die Kunststoffborsten 6 sind im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 gestreckt ausgebildet, sie könnten jedoch unter Umständen ebenfalls einen wellenförmigen Verlauf aufweisen.
Der Borstenträger 5 ist aus Metall hergestellt. In diesem sind die Borsten 6 und 7 formschlüssig verankert, so daß die Metallborsten 7 eine elektrisch leitende Verbindung zum Bürstenkörper 5 erhalten. Ebenfalls Befestigungslaschen 8 od.dgl. zum Befestigen der Bürste K sind aus Metall. Somit 1st eine elektrisch
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leitende Verbindung zur Masse über die Maschine und deren Erdung hergestellt.
Falls der Bürstenkörper 5 aus Holz oder einem nicht leitendem Kunststoff hergestellt werden soll, können die Metallborsten Jber eine leitende Innenschicht des Burstenkorpers 5 oder aber mit einem ebenfalls eingespannten sowie mit sämtlichen Metallborsten in Berührung kommenden Metalldraht oder Band elektrisch leitend verbunden sein* Der Draht bzw. das Band kann dann gesondert mit Masse verbunden sein.
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf die freien Enden der Borsten gerräß der Blickrichtung A. in Fig. 2. Hierbei wurden der Einfachheit halber bei den Borsten lediglich deren Querschnitts= flächen gezeichnet.
Um die kombinierte und besonders wirksame gleichzeitige Reinigungswirkung bei der Borstenarten 6,7 auch nach längerem Gebrauch weitestgehend sicherzustellen, sind deren Dicke und Formgebung auf gleichen Verschleiß abgestimmt. Sowohl eine auf beide Borstentypen 6,7 bezogene gleichmäßig geringe Bruohverteilung als auch gleiche Abriebeigensohaften gewährleisten einen hohen Reinigungswirkungsgrad der Bürste eelbfet unter extremen Belastungen.
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Somit bleibt die antistatische Eigenschaft über die Lebensdauer der Bürste erhalten. Damit insbesondere die Metallborsten 7 nicht an Kontaktsicherheit durch Rostansatz verlieren, sind deren Oberflächen mit Hilfe einer Messing-Bronze-od.dgl. Schulzschicht überdeckt. Somit ist die Bürste 4 während ihrer Lebensdauer auch bei ungünstigen Witterungseinflüssen zuverlässig antistatisch.
Alle in der Beschreibung, den folgenden Ansprüchen und Zeichnungen dargestellten Merkmale und Konstruktionsdetails können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander neuerungswesentlich sein.
Ansprüche

Claims (6)

Kullenbürsten", ··■„· ..,, , • · ι 1 ' * ■ ι 11 »Akte M 72 441Kullen & Co. KQMe/Pi/Pa741 ReutlingenLederstrasse 86Ansprüche
1. Bürste zur Reinigung, insbesondere von Förderbändern vorzugsweise im Untertagebetrieb oder an anderen explosionsgefährdeten Einsatzstellen, dadurch gekennzeichnet, dass Kunststoffborsten (6) und Metallborsten (7) aus Litzen-Federstahldraht gemischt vorgesehen sind, wobei mindestens soviel Metallborsten vorgesehen sind, dass bei Betätigung der Bürste (*!) die Kunststoff borsten mit Metallborsten in Berührung kommen, so dass die elektrostatische Aufladung der Kunststoffeorsten über die Metallborsten und den Bürstenkörper (5) od.dgl. Borstenträger funkenfrei ableitbar sind, und dass der Bürstenkörper od.dgl. Borstenträger und/oder ein darin eingelegter, die MetalIborsten berührender Körper, z.B. Haltedrant, aus elektrisch leitfähigem Werkstoff bestehen.
2. Bürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallborsten (7) und ggf. der Borstenträger (5)
mit einem Überzug aus Messing od.dgl.korrosionsbeständigem und leitfähigem Werkstoff versehen sind.
3. Bürste nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß etwa die gleiche Anzahl von kunststoffborsten (6) und Metallborsten (7) miteinander vermischt auf den Borstenträger (5) angeordnet sind.
4. Bürste nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis J3, dadurch gekennzeichnet, daß diü Dicke der Kunststoffborsten (6) und der Metallborsten (7) jeweils so gewählt ist, daß sie bei gleicher Beanspruchung etwa den gleichen Abrieb bzw. die gleiche Abnutzung haben.
5. Bürste nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere z.B. die Metallborsten (7) im Längsverlauf wellenförmig ausgebildet sind.
6. Bürste nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß der Borstenträger (5) etwa streifenförmig ausgebildet ist und insbesondere mehrere solcher Burstenstreifen (4) z.B. wendelförmig und parallel auf einem Walzenkörper (2) anbringbar sind.
. Jv\\;vV W /
Patentanwalt'~ "ν
DE7301331U Bürste, insbesondere zur Reinigung von Förderbändern Expired DE7301331U (de)

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DE7301331U true DE7301331U (de) 1973-05-24

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DE (1) DE7301331U (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19830488B4 (de) * 1997-12-10 2006-09-07 Heidelberger Druckmaschinen Ag Reinigungseinrichtung für Zylinder von Druckmaschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE19830488B4 (de) * 1997-12-10 2006-09-07 Heidelberger Druckmaschinen Ag Reinigungseinrichtung für Zylinder von Druckmaschinen

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