DE732444C - Blattfeder fuer Messdosen - Google Patents
Blattfeder fuer MessdosenInfo
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01L—MEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
- G01L7/00—Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements
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Description
Die Erfindung betrifft eine Blattfeder, d. h. eine Feder mit einem Federblattquerschnitt,
dessen Breite groß, im Verhältnis zu seiner Höhe ist, für Meßdosen zur Führung der Dose
— 5 gegen Querverlagerungen. Die Dose wird an einer Stirnseite gehalten und an der anderen
Stirnseite durch die Blattfeder geführt.
Bei einer bekannten Meßdoseneinrichtung dieser Art ist im Gegensatz zu der sonst übliehen
Schraubenfeder eine ellipsenförmige Doppelblattfeder vorgesehen, bei der die Breite des Federblattquerschnittes groß im
Verhältnis zu seiner Höhe ist. Dies soll den Zweck haben, die Dose gegen Querverlagerungen
zu führen. Eine Führung ist aber nur in einer Richtung quer zu der von der Feder eingeschlossenen
Ellipsenfläche gegeben, während sie in allen anderen Richtungen so> klein ist,
daß sie praktisch nicht in Erscheinung tritt.
Wollte man nun, um diesen Nachteil zu beseitigen, zwei Doppelblattfedem kreuzförmig anordnen,
so würde dies eine Erschwerung der Herstellung bedeuten, insbesondere dann, ' wenn man eine derartige Kreuzfeder aus
einem Stück herstellen würde. Im anderen Falle, d. h. bei Herstellung aus zwei Doppelblattfedern,
wäre zur Verbindung der beiden Federn ein besonderer Arbeitsgang notwendig. Außerdem aber würde auch eine solche
• 30 Verdoppelung der bekannten Blattfeder, nicht den Mangel der einfachen Doppelblattfeder
beseitigen, der darin begründet ist, daß die beiden Federblätter beide in der Mitte an dem
zu führenden Teil bzw. an dem die Feder halten den Teil befestigt sind, während die Enden
der beiden Federblätter keine Führung haben. Bei Schwingungs- und Beschleunigungsmessern
ist es weiterhin bekannt, die Masse an zwei Membranen zu halten, die in Achsrichtung
federnd nachgeben, aber gegen Quer-Verlagerungen der Masse führen. Solche
Membranen, gleichgültig, ob sie unter Stehenlassen von radialen Speichern ausgespart sind
oder nicht, haben die für die Führung in Querrichtung notwendige Ouersteifigkeit nur,
wenn sie auch in Achsrichtung steif sind. Jede Verminderung der Steifigkeit in Achsrichtung
bringt eine Verkleinerung der Ouersteifigkeit, so daß also auch mit weicheren Membranen dann nicht gearbeitet werden
kann, wenn größere Hübe oder weichere Axialfederung zu fordern sind.
Bekannt ist ferner eine Parallelführung für Beschleunigungsmesser aus mehreren nicht
radialen Blattfedern, und zwar je vier auf jeder Seite der Masse. Eine solche Parallelführung
mag für Beschleunigungsmesser brauchbar sein, weil bei diesen die Ausschläge der Masse so klein sind, daß sich eine Verkürzung
der radialen Blattfedern praktisch nicht bemerkbar macht, jedenfalls höchstens eine
Drehung der Masse um ihre Achse verursacht. Für größere Hübe, d. h. also für Meßdosen,
ist mithin diese Parallelführung nicht geeignet, nicht zuletzt deshalb, weil bei Meßdosen
eine Drehung von Seiten der Parallelführung zu vermeiden ist.
Der Erfindung gemäß soll bei an sich bekannter Ausbildung der Feder als Speichenmembran
diese mit um ihre Mitte bogenför-
mig" verlaufenden Schlitzen versehen werden. Dabei sollen die durch die Schlitze gebildeten
Windungen an den Schlitzenden Zusammenhang haben. Vorteilhaft ist es, den Schlitzen
Spiralform zu geben und sie so· zu führen, daß die Windungen außen und/oder innen ie
in einem geschlossenen Ring auslaufen. Eine derart ausgebildete Scheibenfeder führt nicht
nur die Dose gegen Ouerverlagerungen in ίο allen Richtungen gleich gut, sondern sie ermöglicht
unter Wahrung dieses Vorteiles größere Hübe oder weichere Axial federung. Dies ist für Meßdosen von vordringlicher Bedeutung.
Hinzu kommt, daß im Vergleich zu der bekannten ellipsenförmigen Doppelblattfeder
die Befestigung der Scheibe am Umfang, d. h. der radiale Abstand der Befestigungsstellen
von der Drehachse, ohne Beeinträchtigung der Axial federung eine Erhöhung der Quersteifigkeit
mit sich bringt. Schließlich ist der Vorteil hervorzuheben, daß eine solche Federscheibe
bei Herstellung durch nur einen Stanzvorgang wegen des Zusammenhaltens der einzelnen Windungen eine Vereinfachung
beim Zusammenbau bringt, im Gegensatz zu den bekannten federnden Führungen bei Schwingungs- und Beschleunigungsmessern,
bei denen auf jeder Seite der zu führenden Masse je vier einzelne Blattfedern mit je zwei
Befestigungsstellen vorgesehen sind.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes,
und zwar zeigt
Abb. ι eine Meßdoseneinrichtung mit dem neuen Führungsglied im Schnitt,
Abb. 2 eine Draufsicht auf das neue Führungsglied.
Bei dem dargestellten Beispiel handelt es sich um eine Regeleinrichtung, etwa für die
Brennstoffzuführung, bei welcher die Meßdose ι die Aufgabe hat, in Abhängigkeit von
z. B. der Luftdichte im Ansaugrohr des Motors zu regeln. Die Meßdose 1 ist in einem
Gehäuse 2 aufgehängt. Das Gehäuse 2 steht durch eine Leitung3 in Verbindung mit dem
Ansaugrohr des Motors, so daß in dem Gehäuse 2 dieselbe Luftdichte wie im Ansaugrohr
herrscht und die Meßdose auf die Schwankungen der Luftdichte anspricht. Die dadurch hervorgerufenen Expansions- und
Kontraktionsbewegungen der Dose 1 werden mittels eines Stiftes 4 auf einen Kraftschalter,
z. B. einen Steuerkolben 5, übertragen, der seinerseits in bekannter Weise den Zufluß
eines Druckmittels zu einem Servomotor 6 steuert. An diesen ist dann ebenfalls in bekannter
Weise das zu steuernde Organ, z. B. eine Brennstoffpumpe, geschaltet.
Die auf den Stift 4 wirkende Stirnseite der Meßdose 1 ist mit einem Führungsglied 7 fest
verbunden, das nach Art einer Spiralfeder gestaltet ist und den Axialbewegungen der MeIldose
ohne weiteres folgt, ihrem Bestreben, sich auch seitlich zu verstellen, aber entgegenwirkt.
Das Führungsglied 7 ist an dem Boden 2" des Meßdosengehäuses 2 befestigt.
Es wird aus einer Scheibe dadurch hergestellt, daß die Scheibe spiralförmig geschlitzt wird
und die dabei gebildeten Windungen außen und innen je in einen geschlossenen Ring auslaufen.
Ein Beispiel hierfür zeigt Abb. 2. Der innere Ring 7" wird an der Stirnseite
der Meßdose befestigt und der äußere Ring;·'' mit dem Gehäuseboden 2" fest verbunden.
Grundsätzlich könnte natürlich die Anordnung des Führungsgliedes 7 auch umgekehrt
erfolgen, d. h. also der innere Ring am Gehäuseboden 2° und der äußere Ring an" der
Meßdose befestigt werden.
Wesentlich für die Gestaltung des Füllrungsgliedes ist, daß dessen Windungen breiter,
als höher sind und am äußeren und/oder inneren Ende starr in bezug aufeinander gehalten
werden. Diese Eigenschaften sind von Bedeutung für die angestrebte Gradführung
der Dose ohne Störung der eigentlichen Impulsbewegung.
Wenn bei der dargestellten Ausführungsform etwa infolge von heftigen Erschütterungen
o. dgl. Bruch in der Dosenaufhängung oder in der Dose selbst eintritt, so würde ohne
das Führungsglied 7 der Stift 4 unter der Einwirkung des Dosengewichtes heruntergedrückt
und der Servomotor falsch gesteuert werden. Diesem Übelstande wird dadurch beg'egnet, daß durch die Federkraft des Führungsgliedes
7 das Gewicht der Dose aufgenommen wird, die Dose also bei Bruch der Aufhängung vom Führungsglied getragen
wird.
Claims (2)
1. Blattfeder für Meßdosen zur Führung der Dose gegen Querverlagerung, dadurch
gekennzeichnet, daß bei an sich bekannter Ausbildung der Feder als Speichenmembran
diese mit um ihre Mitte bogenförmig verlaufenden Schlitzen versehen ist und die durch die Schlitze gebildeten Windungen
an den Schlitzenden Zusammenhang haben.
2. Blattfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze Spiralform
haben und die Windungen außen und/oder innen je in einem geschlossenen
Ring auslaufen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA80188D DE732444C (de) | 1936-08-09 | 1936-08-09 | Blattfeder fuer Messdosen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA80188D DE732444C (de) | 1936-08-09 | 1936-08-09 | Blattfeder fuer Messdosen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE732444C true DE732444C (de) | 1943-03-03 |
Family
ID=6947949
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA80188D Expired DE732444C (de) | 1936-08-09 | 1936-08-09 | Blattfeder fuer Messdosen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE732444C (de) |
-
1936
- 1936-08-09 DE DEA80188D patent/DE732444C/de not_active Expired
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