DE732565C - Kupferlegierung fuer die Herstellung von Feuerbuechsen und Stehbolzen - Google Patents
Kupferlegierung fuer die Herstellung von Feuerbuechsen und StehbolzenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Kupferlegierung für die Herstellung von Feuerbüchsen und Stehbolzen ach einem bekannten Vorschlag werden Kupferlegierungen mit einem Gehalt von o,o5 %o bis Io% Mangan, o,o5 bis 5%o Phosphor, Rest Kupfer einer Vergütungsbehandlung durch Abschrecken von 9oo bis Iooo° C und anschließendes Anlassen bei Temperaturen von 450°C unterworfen. Dadurch werden Legierungen von großer Härte erzielt, die nach dem bekannten Vorschlag besonders für elektrische Zwecke, vorzugsweise für die Herstellung von Widerstandselektroden, verwendet werden sollen.
- Es wurde nun gefunden, daß diese bekannten Legierungen sich in ganz besonderem Maße auch für die Herstellung von Feuerbüchsen und Stehbolzen eignen, wenn sie o,3 bis 2%, Mangan, o,oI bis o,I °% Phosphor, Rest Kupfer enthalten. Schreckt man Legierungen dieser Zusammensetzung in der gleichen Weise wie nach obigem bekannten Vorschlag von höheren Temperaturen, z. L. 7oo bis 9oo vor der Kaltverformung ab und verwendet man Anlaßtemperaturen von 4oo° und darüber, beispielsweise von 6oo°, so können Festigkeits- und Dehnungswerte erzielt werden, die für die gedachte Verwendung für Feuerbüchsen und Stehbolzen besonders günstig sind.
- Die nachfolgend wiedergegebenen Versuche mögen dies an einer Legierung der vorstehend wiedergegebenen Zusammensetzung näher verdeutlichen.
- Eine Probe aus o.42% Mangan, o,o2% Phosphor, Rest Kupfer wurde an S min gepreßt, sodann bei etwa78o° abgesclhreckt und danach auf 6 mmn kalt gezogen. Der Draht zneigte hierauf folgende Werte:
Nach Anlassen der Probe bei 4oo° änderten sich die Werte wie folgt:Streckgrenze Festigkeit Dehnung Härte kg/mm2 kg/mm2 % kg/mnnm2 36,.4 37,2 9,7 Zoo Diese Aufstellung zeigt, daß die Festigkeit, Dehnung und Härte nach dreistüindigem Alllassen bereits eine Steigerung erfahren haben.Anlaßzeit Streckgrenze Festigkeit Dehnung Härte Stunden kg/mm2 kg nmrn2 % kg/mm2 3 34,o 38,o I5,o Io6 Io 33,5 39,I I5,8 IIo A8 33,7 39,I I4,5 III 72 33,8 39,2 I5,5 II2 - Bei einem weiteren Verstuck wurde die an 6null gezogene Legierung nochmals hei 78o@ abgeschreckt und dann in demn abgeschreckten Zustand bei 4oo° angelassen. Hierbei ergaben sich folgende Werte:
Aus den ermittelten Werten ergibt sich, daß während der Dauer des Anlassens die Streckgrenze auf das Doppelte ihres Anfangswertes gesteigert wurde, während die Härte eine etwa 50%ige Steigerung erfahren hat.Streckgrenze Festigkeit Dehnung Härte kg/nmm2 kg/mm2 ° % kg /mm2 abgeschreckt bei 78o2 ........... 5,24 22,5 54,2 44 3 Stunden angelassen .......... 8,4 25,7 46,7 56 Io - - .......... Io,4 26,5 43 58 72 - - .......... Io,3 26,8 46,8 63 - Um die Bedeutung des Abschreckens festzustellen, wurde imn Vergleich ztu den vorstehenden Versuchen die gleiche Legierung in einer Anzahl von Versuchen in bekannter Weise von 65o° langsam erkalten gelassen und dann kalt verformt und ausgehärtet. Bei dieser Behandlung verloren die Proben die Eigenschaft der Warmnaushärtbarkeit und der höheren AnlaElbestündigkeit Die nachfolgend aufgeführten Versuchsergebnisse lassen dies ohne weiteres erkennen:
Wie sich aus der vorstellenden Aufstellung ergibt, ist das bekannte Abschrecken von höherer Temperatur auch bei der Verwendung der Legierungen für Feuerbüchsen und Stehholzen vor der Kaltverformnung bzw. Warmaushärtung wesentlich. Gleichzeitig konnte durch andere Vergleichsversuche festgestellt werden, daß auch der geringe Phosphorgehalt für den Verwendungszweck der Legierungen wesentlich ist. Eine Legierung mit 0,5% oMangan ohne Phosphor, die vorher von 78o C abgeschreckt und dann bei 4oo angelassen wurde, ergab beispielsweise folgende Werte:Dehnung ß. H. Streckgrenze Festigkeit kg/mnnm2 kg/nmm2 % kg/mmnm2 etwa 5o% hart gezogen ......... 39,4 41,4 8,3 III 3 Stunden angelassen .......... z9,5 35,6 23,3 98 Io - - .......... 27,o 34,8 24,8 9o 48 - - .......... 2I,5 3o,9 27,2 73 72 - - .......... 2I,I 29,6 28,8 6o 96 - - . . . . . . . . . . 2o,5 28,9 31,2 6o,I Diese Aufstellung zeigt, daß bereits nach @o Stunden eine völlige Erweichung eingetreten war. Etwa bessere Festigkeitswerte konnten durch eine Erhöhung des Mangangehaltes erzielt werden. Entscheidend war bei dem letztaufgeführten Versuch jedoch das Fehlen des Phosphorgehaltes. In den meisten Fällen wird ein so geringer Phosphorgehalt genügen, wie er etwa mit üblichen Oxydationszusätzen bzw. einer geringen Höhe dieser Zusätze erreicht werden kann.Dehnung B3. H. Streckgrenze Festigkeit hkg/mm2n kg/mnm2 % kg/mm2 hart gezogen ................... 36,3 37,3 9,8 9I 3 Stunden angelassen .......... 14,3 26,o 35,0 71 10 - - .......... .1,8 23,5 48,2 1;; - Den Legierungen können naturgemäß auch noch weitere Zusätze gegeben werden, die ihre Festigkeit, Aushärtbarkeit oder sonstigen Eigenschaften zu erhöhen geeignet sind. So können die Legierungen als Zusatz noch Silicium bis zu o, 5 %o, Nickel und Eisen bis I%, Zinn und Zink bis zu 3 % enthalten, durch die die Festigkeit und Aushärtbarkeit erhöht werden. Das Eisen kann dabei als natürliche Verunreinigung durch einen der Legierungsbestandteile in die Legierung gelangen.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Kupferlegierung für die Herstellung von Feuerbüchsen und Stehbolzen, gekennzeichnet durch die Verwendung von o,3 bis 2% Mangan, o,oI bis o, I °% Phosphor, Rest Kupfer.
- 2. Kupferlegierung nach Anspruch I, gekennzeichnet durch die Verwendung von Zusätzen von Silicium bis o,5o%, Nickel und Eisen bis I °%, Zinn und Zink bis 3%.
- 3. Verfahren zur Aushärtung von Kupferlegierungen nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierungen bei Temperaturen zwischen 7oo und 9ooo° abgeschreckt und anschließend bei Temperaturen zwischen 3oo und 6oo° angelassen werden. d.
- Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierungen vor dem Abschrecken einer Verformungsbehandlung, z. B. durch Warmpressen oder Warmwalzen, und gegebenenfalls nach dem Abschrecken @emer Kaltverformung, z. B. durch Kaltziehen oder Kaltwalzen, unterworfen werden.
- Verfahren nach Anspruch .4, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierungen nach der Kaltverformung nochmals bei Temperaturen zwischen 700 und goo° abgeschreckt und anschließend zwischen 300 und 6oo° angelassen werden.
- 6. Verfahren nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlaßbehandlung mehrere Stunden, vorzugsweise mindestens io Stunden, durchgeführt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV36041D DE732565C (de) | 1939-07-11 | 1939-07-11 | Kupferlegierung fuer die Herstellung von Feuerbuechsen und Stehbolzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEV36041D DE732565C (de) | 1939-07-11 | 1939-07-11 | Kupferlegierung fuer die Herstellung von Feuerbuechsen und Stehbolzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE732565C true DE732565C (de) | 1943-03-06 |
Family
ID=7590019
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV36041D Expired DE732565C (de) | 1939-07-11 | 1939-07-11 | Kupferlegierung fuer die Herstellung von Feuerbuechsen und Stehbolzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE732565C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0626459A1 (de) * | 1993-05-27 | 1994-11-30 | KABUSHIKI KAISHA KOBE SEIKO SHO also known as Kobe Steel Ltd. | Rohr aus korrosionsbeständige Kupferlegierung und Rippenrohrwärmeaustauscher |
-
1939
- 1939-07-11 DE DEV36041D patent/DE732565C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0626459A1 (de) * | 1993-05-27 | 1994-11-30 | KABUSHIKI KAISHA KOBE SEIKO SHO also known as Kobe Steel Ltd. | Rohr aus korrosionsbeständige Kupferlegierung und Rippenrohrwärmeaustauscher |
| US6202703B1 (en) | 1993-05-27 | 2001-03-20 | Kabushiki Kaisha Kobe Seiko Sho | Corrosion resistant copper alloy tube and fin-tube heat exchanger |
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