DE7332079U - Brückenwaage - Google Patents
BrückenwaageInfo
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Description
Patentanwälte
Dipl.-Ing. A. WEDDE
Dipl.-ing. K. E M P L1 4. 9. 1973
München 80, Schumannstr 2
Mettler Instrumente AG, Greifensee (Schweiz)
Die Erfindung betrifft eine Brückenwaage mit einer von zwei
Lasthebeln unterstüzten Brücke, und einer ausserhalb des Brückenbereichs angeordneten Auswägeeinrichtung.
Die Bürckenwaagen dieser Art weisen stets gleich lange, üblicherweise
symmetrisch angeordnete Lasthebel auf, von denen die Kraft über Zwischenhebel nach aussen zur Auswägeeinrichtung
übertragen wird. Die genau gleiche Länge der Hebel ist dabei notwendig, um gleiche Verschwenkwege der Lasthebel beim Wägevorgang
zu erhalten, da sonst beispielsweise Klemmungen auftreten können. Auch bei Waagen mit geringer Auslenkung des bewegten
Systems ist diese Anordnung bisher beibehalten worden (vgl. z.B. Reimpell-Bachmann, Handbuch des Waagenbaus, 1966,
S. 102) .
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Ein Nachteil dieser klassischen Hebelanordnung ist darin zu sehen, dass die Längen der Lasthebel von der Dimension der
Brücke abhängen und demzufolge die Genauigkeit der Waage entsprechend begrenzt ist.
Die Erfindung hat die Aufgabe, hier Abhilfe zu schaffen. Sie macht sich dabei konsequent die Möglichkeiten zunutze, die
sich aus der Entwicklung einer Vielzahl von wegarm bis praktisch weglos arbeitenden Kraftumformern ergeben, wie sie beispielsweise
als unter Geleisewaagen angeordnete Kraftmessdosen heute gebräuchlich sind. Die Verwendung solcher wegarmer
Systeme führt unter anderem dazu, dass beim Wägevorgang praktisch keine Verschwenkungen der einzelnen Teile des Hebelwerks
mehr vorkommen. Damit entfällt die Forderung nach gleicher Länge der Lasthebel, da keine Gefahr des Verklemmens
mehr besteht.
Erfindungsgemäss ist eine Brückenwaage der eingangs genannten
Art dadurch gekennzeichnet, dass die Auswägeeinrichtung einen wegarmen Kraftumformer umfasst iand dass die Lasthebel ungleich
lang und über ein gemeinsames Koppelglied mit dem Kraftumformer verbunden sind, wobei die Hebelarme beider Lasthebel dasselbe
UeberSetzungsverhältnis aufweisen.
Durch diese Anordnung ergeben sich folgende Vorteile: - Die Hebel können, unabhängig von den Brückendimensionen,
innerhalb eines nur durch die Materialeigenschaften begrenzten Bereichs beliebig lang gewählt werden. Dadurch
kann entweder die Genauigkeit der Waage erhöht oder der Justieraufwand bzw. die Präzision bei der Einhaltung der
, , 111111··
- Es resultiert eine grössere konstruktive Freiheit in der |
Gestaltung des Hebelwerks und seiner Anrodnung bezüglich j der Brückendimensionen; beispielsweise ist man nunmehr
auch bei nichtquadratischen Brücken frei, die Hebel längs oder quer zur Brückenrichtung herauszuführen.
- Bisher benötigte Zwischen- resp. Uebertragungshebel und entsprechende Koppelglieder bzw. Zwischenlager werden überflüssig.
Vorzugsweise wird ein mechanisch-elektrischer Kraftumformsr verwendet, obwohl auch andere Ausführungen, z.B. mit hydraul!- \
scher Umformung, möglich sind.
In Fällen, in denen eine grosse Untersetzung der Wägelast auf den Kraftumformer gewünscht wird,kann es zweckmässig sein,
zwischen den Lasthebeün und dem Kraftumformer noch einen oder
mehrere Uebersetzungshebel anzuordnen.
Nachstehend wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Für das Beispiel wurde
eine Waage mit elektromagnetischer Kraftkompensation gewählt.
In der Zeichnung zeigen f,
Fig. 1 eine räumliche Darstellung des Hebelwerks, Fig. 2 den Anschluss des Hebelwerks an den Kraftumformer,
und
Fig. 3 eine Variante in schematischer Darstellung. Die Brücke 5 (der Uebersichtlichkeit halber nur strichpunktiert
dargestellt) ruht auf vier Stützen 6. Diese weisen auf ihrer Unterseite V-förmige Pfannen auf, welche mit vier Schneiden
-4-
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Lagerstellen 7 bilden. Die Schneiden sind auf der Oberseite von zwei Lasthebeln 8 bzw. 9 angebracht. Beide Lasthebel
ruh<$si über vier Schneidenlager 10 auf vier Stützen 11, welche
mit dem Waag'enunterbau fest verbunden sind. Der Laathebel 8 ist mit einem mehrfach abgekröpften Ausleger
über den Lasthebel 9 geführt. Der Ausleger 12 mündet in
einen Schneidenträger 14. In gleicher Weise endet ein Ausleger 13 des Lasthebels 9 in einem Schneidenträger 14', wobei die
Schneidenlinien auf einer Geraden liegen. Beide Schneidenträger ruhen in einer zweiteiligen, vorzugsweise selbsteinstellenden
V-förmigen Lagerpfanne 15, 15' eines Koppelgliedes 16f welches als Gehänge Über ein Zugelement 17 die Verbindung
zum beweglichen Teil eines Kraftumformers 18 herstellt. Dieser ist fest im Waagengehäuse angeordnet und nur andeutungsweise
dargestellt. Es handelt sich hierbei um einen elektromagnetisch arbeitenden Kompensationstopf, wie er im schweizerischen
Patengesuch Nr. 5006/71 näher beschrieben wurde, mit dem einzigen Unterschied, dass die Wägelast dort direkt und
von oben auf die Topfwaage wirkt, während sie hier am unteren jEnde - untersetzt - ziehend angreift. Auf die Einzelheiten
der Auswerte- und Anzeigeeinrichtung wurde hier verzichtet, da sie ohne Belang sind für die vorliegende Erfindung.
Die Abstände zwischen den Lagern sind so gewählt, dass die Verhältnisse 1-,/I2 u11^ Li/Lo 9enau 1;9 betragen; es ergibt
sich eine Untersetzung von 10:1, bei einer Kapazität von Q = 15 kg wirkt auf den Kraftumformer 18 also eine Kraft von
maximal 1,5 kg. Die beschriebene Waage arbeitet auf 30 mg
-5-
genau, liefert also eine Auflösung von 5^10 « Diese Leistung
ist trotz der verschieden langen miteinander gekoppelten Lasthebel 8 und 9 deshalb möglich, weil die Auslenkung des
beweglichen Teils des Kraftumformers 18 unter Last, übertragen durch das Zugelement 17, nur in der Grössenordnung
von Tausendsteln eines Millimeters liegt.
Fig. 3 zeigt eine Variante der oben beschriebenen Anordnung in schemätischer Seitenansicht. Sie unterscheidet sich im
Prinzip lediglich durch die Einfügung zweier Uebersetzungshebel 19 und 20 zur Erzielung einer grösseren Wägekapazität. Auch
hier ist das wesentliche Kriterium die praktisch wegfreie Uebermittlung der Wägelast von der Brücke 5 auf den Kraftumformer
18 unter Verwendung ungleich langer Lasthebel 8 und 9
Da die im Beispiel verwendeten Schneidenlager nicht dazu dienen, eine Schwenkbewegung zu ermöglichen, ist prinzipiell
jauch jede andere Verbindung Brücke/Lasthebel bzw. Lasthebel/
Grundplatte geeignet. Die Art dieser Verbindung hängt - ausser von der Richtung der aufzunehmenden Kräfte - lediglich von
(Sen Anforderungen ab, welche an die Genauigkeit der Hebel= ' Übersetzung gestellt werden.
Die beiden Lasthebel müssen;:nicht nebeneinander an das Koppelglied
(bzw. an einen uebersetzungshebel) angeschlossen werden, sondern können auch hinter- oder übereinander an diesem angreifen.
Claims (3)
1. Brückenwaage mit einer von zwei Lasthebeln unterstützten Brücke und einer ausserhalb des Brückenbereichs angeordneten
Auswägeeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswägeeinrichtung einen wagarmen Kraftumformer umfasst
und die Lasthebel ungleich lang und über ein gemeinsames koppelglied mit dem Kraftumformer verbunden sind, wobei
die Hebelarme beider Lasthebel dasselbe Uebersetzungsverhältnis aufweisen.
2. Brückenwaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein mechanisch-elektrischer Kraftumformer verwendet
wirrt.
3. Brückenwaage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen das gemeinsame Koppelglied und den Kraftumformer noch wenigstens ein Ueberfaetzungshebel creschaltet
ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1429072 | 1972-09-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7332079U true DE7332079U (de) | 1973-12-06 |
Family
ID=1296645
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7332079U Expired DE7332079U (de) | 1972-09-29 | Brückenwaage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7332079U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2853074A1 (de) * | 1978-12-08 | 1980-06-26 | Sartorius Gmbh | Brueckenwaage |
-
0
- DE DE7332079U patent/DE7332079U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2853074A1 (de) * | 1978-12-08 | 1980-06-26 | Sartorius Gmbh | Brueckenwaage |
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