DE733677C - Verfahren zur Wirksamerhaltung der aus Kaliumcarbonat und -bicarbonat bestehenden Waschloesung von Anlagen zur Entfernung von Schwefelwasserstoff und anderen sauren Verunreinigungen aus Gasen - Google Patents

Verfahren zur Wirksamerhaltung der aus Kaliumcarbonat und -bicarbonat bestehenden Waschloesung von Anlagen zur Entfernung von Schwefelwasserstoff und anderen sauren Verunreinigungen aus Gasen

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DE733677C
DE733677C DEK158536D DEK0158536D DE733677C DE 733677 C DE733677 C DE 733677C DE K158536 D DEK158536 D DE K158536D DE K0158536 D DEK0158536 D DE K0158536D DE 733677 C DE733677 C DE 733677C
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DE
Germany
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washing solution
bicarbonate
plants
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hydrogen sulfide
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Expired
Application number
DEK158536D
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English (en)
Inventor
Dr Franz Boennemann
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Heinrich Koppers GmbH
Original Assignee
Heinrich Koppers GmbH
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/12Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors
    • C10K1/122Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors containing only carbonates, bicarbonates, hydroxides or oxides of alkali-metals (including Mg)

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Description

  • Verfahren zur Wirksamerhaltung der aus Kaliumcarbonat und -bicarbonat bestehenden Waschlösung von Anlagen zur Entfernung von Schwefelwasserstoff und anderen sauren Verunreinigungen aus Gasen Es ist bekannt, Schwefehvasserstoff und andere saure Verunreinigungen aus cyanhaltien Gasen, wie Kohlendestillationsgas, ' durch eine Wäsche mit wä.ßrigen Lösungen von Kaliumcarbonatund-bicarbonat zu entfernen. Die genannten Stoffe setzen sich mit dem Alkalicarbonat unter Bildung von Sulfhy drat, Bicarbonat. Cyanid und anderem um. Durch Erhitzen .der Waschlösung, gegebenenfalls unter vermindertem Druck, werden die in der Lösung gebildeten Verbindungen unter Rückbildung des wirksamen kaliumcarbonats wieder _ zerlegt.
  • Das zu reinigende Kohlendestillationsgas enthält Eisencarbonyl (Fe(CO)5), welches sich bekanntlich in alkalischer Lösung in Gegenwart eines oxydierenden Stoffes in Eisenhydroxyd umsetzt. Die Vorbedingungen für diese Reaktion sind in der Kaliumcarbonat.enthaltenden Waschlösung gegeben, sobald das Gas freien Sauerstoff enthält, was fast immer der Fall ist. Das hierdurch in der Waschlösung gebildete Eisenhydroxyd reagiert mit Schwefehvasserstoff unter Bildung von Schwefeleisen. In ähnlicher Weise reagiert auch z. B. das durch Ablösen vom Rost nach Stillstand der Apparatur in der Waschlösung entstandene Eisenhydroxyd.
  • Die Wirksamkeit der Kaliumcarbonatlösung in bezug auf die Schwefehvasserstoffaufnahme läßt, wie beobachtet wurde, nach einer gewissen Betriebszeit nach. Es wurde früher gefunden, daß in erster Linie der Gehalt der Waschlösung. an Kaliumferrocyanid für die Verschlechterunz der Auswaschwilkung verantworElich ist. Durch Abscheiden von Kaliumferrocyanid, beispielsweise durch Abkühlender Lösung unter die normale niedrigsteBetriebstempieratur, gegebenenfalls auch durch Eindampfen, und Auskristallisierenlassen läßt sich der schädliche Lrberschuß an Kalitimferroc@-anid aus der Waschlösung i entfernen.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt nun di.# -.' Aufgabe zugrunde, die diadun des Kalium -t ferrocvanids auszuschalten oder doch so zu'" vermindern, daß die Waschlösung wesentlich länger als bisher ihre Wirksamkeit behält und namentlich auch der Verbrauch von wert- , vollen Kalisalzen für die Bildung des Blutlaugensalzes verringert wird.
  • Das diese Aufgabe lösende Verfahren, @nel= clies den Gegenstand der Erfindung lül-det, besteht -darin, aus der Waschlösung laufend oder absatzweise das darin als Niederschlag enthaltene Schwefeleisen zu entfernen, beispielsweise durch Filtration. Vorzugsweise wird dabei das Schwefeleisen aus der vom Gaswascher ablaufenden Waschlösung entfernt, bevor dieselbe in die Abtreibestufe des Flüssi.-keitskreislaufes gelangt.
  • Durch die Entfernung des Schwefeleisens aus der Waschflüssigkeit wird dessen Uni- I setzun.g mit Kaliumcvanid zu Blutlaugensalz weitgehend verhindert. Es wurde b eobaelttet, daß diese Umsetzung eine- gewisse Zeit erfordert und daß sie namentlich durch Temperaturerhöhung beschleunigt wird. Wenngemäß der Erfindung das feste Schwefeleisen durch eine Filtration entfernt wird, kann das Kaliumcyanid im Abtreiber zerlegt werden unter Rückbildun- der absorptionsfähigen lialiverbin,du iig, während Blausäure entweicht. Das wertvolle wirksame Kalisalz bleibt ;also in der Waschlösung erhalten. Diese Wirkung ist besonders deutlich. wenn das Sch-,vefelei:sen vor Erwärmung der WaschilüssigkLit auf die Abtreibetemperatur entfernt wird. cha in diesem. Falle auch die Beschleunigung der Nebenreaktion durch Temp-eratitrerböhung fortfällt.
  • Praktisch ist es häufig ausreichend, das Schwefeleisen laufend oder absatzweise nur aus einem. Teilstrom der NN'aschlösunb abzuzieheil, der nach der Filtration wieder inii dem Hauptstrom vereinigt wird. Diese Arbeitsweise ist möglich im Hinblick auf die ziemlich lange Zeit, die zur Umsetzung des Schwefeleisens mit Kaliumcvanid erforderlich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Wirksamerlialtun ` der aus haliumcarbonat-Bicarbonat bestehenden Waschlösungen von Anlagen zur Entferiutng von Schwefelwasserstoff und anderen sauren Verunreinigungen aus cyanhaAtigen Gasen, wie Kohlendestillationsgas, wobei die Waschlösung von den aufgenommenen Stoffen durch Abtreiben befreit und wieder verwendbar gemacht wird, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Wachlösung, vorzugsweise nach dem Ablauf vom G.aswascher und vor dem :Uhtreiben, laufend oder absatzweise das gebildete. Schwefeleisen entfernt wird.
DEK158536D 1940-08-27 1940-08-27 Verfahren zur Wirksamerhaltung der aus Kaliumcarbonat und -bicarbonat bestehenden Waschloesung von Anlagen zur Entfernung von Schwefelwasserstoff und anderen sauren Verunreinigungen aus Gasen Expired DE733677C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1091272B (de) * 1959-04-18 1960-10-20 Pintsch Bamag Ag Verfahren zum Entfernen von sauren Gasbestandteilen aus Gasen und Gasgemischen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1091272B (de) * 1959-04-18 1960-10-20 Pintsch Bamag Ag Verfahren zum Entfernen von sauren Gasbestandteilen aus Gasen und Gasgemischen

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