DE73421C - Verfahren zur Herstellung reine»-Salpetersäure - Google Patents
Verfahren zur Herstellung reine»-SalpetersäureInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B21/00—Nitrogen; Compounds thereof
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- C01B21/46—Purification; Separation ; Stabilisation
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- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
Bekanntlich enthält die in der üblichen Weise durch Destillation erzeugte Salpetersäure eine
nach dem Chlorgehalt des verwendeten Natronsalpeters und dem Grade der Erhitzung
wechselnde Menge von niedrigen Stickstoffoxyden bezw. von salpetriger Säure, welche
besonders im Falle der Erzeugung von Salpetersäure aus den Abfallsäuren der Nitrokörper bedeutend
ist, und welche bisher aus der fertigen condensirten Säure * durch »Bleichen« entfernt
wurde. Dieses »Bleichen« erfolgt entweder durch Erwärmen der Säure und Einführung
eines kalten oder warmen Luftstromes oder durch Einblasen von Luft in ein Zwischengefäfs
unmittelbar nach der Condensation der Säure oder in ähnlicher Weise, stets aber durch Behandlung der fertigen Säure, wobei
die niedrigen Stickstoffoxyde nur langsam entfernt und manchmal auch in irgend einer
Form wiedergewonnen werden.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird dagegen die gasförmige Säure im Augenblick
ihrer Bildung behandelt, wodurch nicht nur ein inniges Aufeinanderwirken von Luft und
Säure herbeigeführt ist, sondern auch die niedrigen Slickstoffoxyde durch die Einwirkung
der Luft und des in der Säure enthaltenen Wassers unmittelbar in Salpetersäure umgewandelt
werden, somit reine Salpetersäure entsteht.
Das Verfahren besteht darin, dafs die Salpetersäure in einem Destillationsgefäfs A in
der üblichen Weise durch Erhitzen von Salpeter und Schwefelsäure in Gasform erzeugt wird.
Die gasförmige Säure wird von dem Gefäfs A durch das Rohr B zu einer Condensationsvorrichtung
C geführt, welche nach Art des Apparates der Patentschrift Nr. 63799 aus
einem geneigt liegenden Hauptrohr α und senkrecht stehenden, in das Hauptrohr einmündenden
Rohren b bestehen kann. Das Rohr α ist durch Querwände c in viele
Kammern getheilt; in jede Kammer führen zwei der Rohre b, während auf der unteren
Seite des Rohres α je zwei benachbarte Kammern durch Knie- oder Bogenrohre d
mit einander verbunden sind. Die oberen Enden je zweier benachbarter, zwei verschiedenen Kammern angehöriger Rohre b
stehen durch Bogenrohre e mit einander in Verbindung, bis auf die beiden Zu- und Abführungsrohre
an den Enden des Apparatensystems.
Es ist ersichtlich, dafs die Gase von der einen Kammer zur nächstfolgenden durch die
Rohre b übergeführt werden und hierbei eine Condensation in den inhaltlich grofs genug
gewählten Rohren b erfolgt. Die Condensationsflüssigkeit sammelt sich in den Kammern an
und fliefst von der einen durch die Rohrstücke d in die andere Kammer und schliefslich
in das Sammelgefäfs D. Weil die Rohrstücke d mit Condensationsflüssigkeit gefüllt
sind, können die Gase nicht direct durch das Kammerrohr strömen, sondern müssen die
Rohre b passiren.
Bevor nun die in der Entwickelungsretorte A erzeugten Gase sich in dem vorbeschriebenen
Apparat C condensiren, wird in sie ein Luftstrom eingeführt. Hierzu lä'fst sich ein Gebläse
benutzen, bestehend aus einem Hohlkörper E, welcher in das Leitungsrohr B eingeschaltet
ist. Durch den Hohlkörper wird Luft in das Leitungsrohr eingeblasen, die gasförmige
Säure also gleich nach ihrer Entstehung mit Luft vermischt, wodurch die vorhin
gekennzeichneten Vortheile dem alten Verfahren gegenüber erreicht werden. Damit auch
die Gase innerhalb der Retorte A immer mit Luft in Berührung sind, wird, weil durch den
eingeblasenen Luftstrom möglicherweise die Luft theilweise aus der Retorte mit fortgerissen
werden könnte, die Retorte mit einer Oeffnung versehen, durch welche beständig
frische Luft in dem Mafse nachgesaugt wird, als das Luftgebläse Luft aus der Retorte
heraussaugt. Dafs durch diese Oeffnung salpetersaure Gase entweichen, ist ausgeschlossen, weil
diese durch das Luftgebläse zur Condensationsvorrichtung gerissen werden.
Da die gebräuchlichen Retorten in ihrem Mannlochdeckel eine kleine, mittelst Stöpsels
verschliefsbare Oeffnung zur Einführung der Schwefelsäure besitzen, kann man bei diesen
den Lufteintritt durch Offenlassen dieser Oeffnung herbeiführen.
In zweiter Linie wird durch das Lufteinblasen erreicht, dafs die sich bildenden
Halogenverbindungen durch den Luftstrom weg vom Condensationsapparat zu einem Behälter
getrieben werden, der hinter dem Condensationsapparat in beliebiger Einrichtung zum Auffangen
der letzten Gasspuren angeordnet ist.
Die in das Gebläse strömende Luft kann entweder kalt sein oder besser erwärmt werden,
indem die sie zuführende Rohrschlange F erhitzt wird.
Claims (2)
1. Die Zuführung von Luft in die gasförmige Salpetersäure unmittelbar nach ihrer Bildung
und vor ihrer Condensirung, unter Wahrung . eines lufterfüllten Raumes im Destillationsgefäfs,
zum Zwecke der Umwandlung der niedrigen Stickstoffoxyde bezw. der salpetrigen Säure in reine Salpetersäure.
2. Zur Ausführung des gekennzeichneten Verfahrens ein in die Rohrleitung (B) zwischen
die Destillations- und Condensationsvorrichtung (A bezw. C) eingeschaltetes .
Gebläse (E), welches Luft in die gasförmige Säure einbläst, die Halogenverbindungen
verjagt und Luft in das theilweise offene Destillationsgefäfs nachsaugt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE73421C true DE73421C (de) |
Family
ID=346554
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT73421D Expired - Lifetime DE73421C (de) | Verfahren zur Herstellung reine»-Salpetersäure |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE73421C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE943049C (de) * | 1952-11-22 | 1956-05-09 | Pintsch Bamag Ag | Verfahren zur Aufarbeitung des im Kondensator von Salpetersaeureanlagen anfallenden Kondensats |
-
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- DE DENDAT73421D patent/DE73421C/de not_active Expired - Lifetime
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|---|---|---|---|---|
| DE943049C (de) * | 1952-11-22 | 1956-05-09 | Pintsch Bamag Ag | Verfahren zur Aufarbeitung des im Kondensator von Salpetersaeureanlagen anfallenden Kondensats |
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