DE734385C - Verfahren zur Herstellung einer beim Brennen nicht schwindenden keramischen Masse - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer beim Brennen nicht schwindenden keramischen MasseInfo
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- DE734385C DE734385C DET55351D DET0055351D DE734385C DE 734385 C DE734385 C DE 734385C DE T55351 D DET55351 D DE T55351D DE T0055351 D DET0055351 D DE T0055351D DE 734385 C DE734385 C DE 734385C
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer beim Brennen nicht schwindenden keramischen Masse Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von beim Brennen nicht schwindenden keramischen Massen. .Das Verfahren ist insbesondere zur Herstellung von Stütz-.teilen für :die Elektroden elektrischer Entladungsgefäße.geeignet. Für diese Zwecke bevorzugte man bisher. im allgemeinen Glimmer-.brücken, da sich.-diese mit einfachen Werkzeugen sehr genau bearbeiten lassen. Die -Toleranzen betragen dabei einige -hundertstel Millimeter, -Ks war bisher nicht möglich; solche Glirfmerbrücken -durch-keramische Köxper zu ersetzen, ohne -entweder- aus den 'mit Schwund erbrannten T,,örpern@ diejenigen Stücke mit der'richtigen Maßhaltigket auszuwählen oder die Platten nach dem Brande erst zu bohren. Durch die Erfindung -iv#dmL diese Schwierigkeiten überwunden.
- Gemäß .der Erfindung wird eine beim Brennen nicht schwindende keramische Masse, insbesondere für Stützteile für die Elektroden elektrischer Entladungsgefäße, dadurch hergestellt, daß wenigstens 6ö°0 über Zooo° C schmelzende Bestandteile, wie z. B. Ma= gnesiumoxyd, Aluminiumoxyd, Zirkonoxyd oder Berylliumoxyd, mit bis zu 40% unter roooQ C schmelzenden, gegenüber den hoch schmelzenden Bestandteilen reaktionsträgen Glaspulvern unter Hinzufügung eines herausdampfbaren Bindemittels gemischt, kalt verformt und anschließend bei .einer wenig-Über der Schmelztemperatur des niedrig schmelzenden Bestandteiles liegenden Temperatur gebrannt werden.
- Die hoch. schmelzenden Bestandteile sind zweckmäßig grobkörnig, beispielsweisekönnen sie vörgesintert sein.. Die niedrig schmelzenden Bestandteile sind adagegen vorteilhaft feinlcörnig,.beispielsweise staubartig. Es ist vorteilhaft, wenn die- Mischung zwischen den beiden verschieden schmelzenden Bestandteilen nicht allzu innig ist. Um dies zu erreichen; kann man .die Bestandteile erst gleichzeitig mit oder nach .dem Zugeben des Bindemittels zu einem der Bestandteile mit--einander mischen.
- Dämit.die hoch schmelzendenTeilchen beim Brände in. 'ihrer Form wenig durch einen chemischen Eingriff' .der niedrig schmelzenden Bestandteile ,geändert werden, ist es zweckmäßig, die Schmelzpunkte möglichst zweit auseinander zu rücken. Vorteilhaft liegt der Schmelzpunkf des höher schmelzenden Bestandteils, gerechnet in Celsiusgraden, wenigstens dreimal so hoch wie der Schmelzpunkt des niedrig schmelzenden Bestandteiles.
- Weiterhin wird die Gefahr einer Formänderung der hoch schmelzenden Körnchen dadurch herabgesetzt, daß ,die BrennteMpe-Tatur, gerechnet in Celsiusgraden, nur etwa. io bis :2o l/, über der Schmelztemperatur des niedrig schmelzenden Bestandteiles liegt. Auch ist es vorteilhaft, die höchste Brenntemperatur nur kurzzeitig, und zwar etwa 1o Minuten, einzuhalten. Um die Gefahr eineqs Angriffes der Körner des hoch schmelzenden Bestandteiles auch von der chemischen Seite her -möglichst herabzusetzen, wählt man den niedrig schmelzenden Bestandteil vorteilhaft so aus, daß -er mit den Stoffen des hoch schmelzenden Bestandteiles chemisch bei der Brenntemperatur bereits so weit gesättigt ist, daß der Anteil an flüssiger Phase beim Brennen oberhalb der Schmelztemperatur des niedriger schmelzenden Bestandteiles nicht größer wird. Ein besonders günstiges Beispiel ist .die Verwendung von Magnesiumoxyd zusammen mit magnesiahaltigem Glas, da in diesem Fall das Glas bereits an Magnesiumoxyd mehr öder weniger gesättigt ist.
- Die. Körner des hoch schmelzenden Bestandteiles haben vorteilhaft eine rauhe Oberfiäche.
- Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bild `en die Körner des hoch schmelzenden Bestandteiles .ein festes Gerippe, dessen Form sich auch beim Brande nicht mehr ändert, während der niedrig schmelzende Bestandteil im wesentlichen nur zum Verkitten der hoch schmelzenden Körner dient.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung einer beim Brennen nicht schwindenden keramischen Masse, insbesondere zur Herstellung von Stützteilen für die Elektroden elektrischer Entladungsgefäße" .dadurch gekennzeichn.et, daß . wenigstens 6o% über 2oöo° C schmelzende Bestandteile, wie z. B. Magnesumoxyd, Aluminiumoxyd, Zirkonoxyd oder Berylliumaxyd, mit bis q.o °/o unter looo° C schmelzenden, gegenüber den hoch schmelzenden Bestandteilen reaktionsträgen Glaspulvern unter Hinzufügung eines herausdampfharen Bindemittels gemischt, kalt verformt und anschließend bei einer wenig über der Schmelztemperatur des niedrig schmelzenden Bestandteiles liegenden .Temperatur gebrannt werden. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die hoch schmelzenden Bestandteile -grobkörnig, z. B. vorgesintert, sind. 3. Verfahren nach Anspruch i oder @, dadurch gekennzeichnet, daß die niedrig schmelzenden Bestandteile staubförmig sind. q.. Verfahren nach Anspruch i Ader folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung erst gleichzeitig mit oder nach dem Zugeben .des Bindemittels zu einem der Bestandteile erfolgt. 5. Verfahren nach Anspruch i oder folgenden, dädurch gekennzeichnet, daß der Schmelzpunkt des höher schmelzenden Bestandteiles, gerechnet in Celsiusgraden, wenigstens dreimal so hoch liegt wie -der Schmelzpunkt des niedrig schmelzenden Bestandteils. 6. Verfahren nach Anspruch z oder folgenden, .dadurch gekennzeichnet, daß die Brenntemperatur, - gerechnet in Celsiusgraden, etwa io bis zo°/o über der Schmelztemperatur des niedrig schmelzenden Bestandteils liegt. 7. Verfahren nach-Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die höchste Brenntemperatur nur kurzzeitig, etwa 1o Minuten, eingehalten wird. g. Verfahren nach Anspruch i oder folgenden, dadurch- gekennzeichnet, daß der niedrig schmelzende Bestandteil mit dein Stoff, aus dem der hoch schmelzende Bestandteil besteht, bei .der Brenntemperatur -chemisch gesättigt ist. g. Verfahren nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch die Verwendung von Magnesiumoxyd als hoch schmelzenden und Magnesia enthaltenden Glas als niedrig schmelzenden Bestandteil.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET55351D DE734385C (de) | 1941-04-23 | 1941-04-23 | Verfahren zur Herstellung einer beim Brennen nicht schwindenden keramischen Masse |
Applications Claiming Priority (1)
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| DET55351D DE734385C (de) | 1941-04-23 | 1941-04-23 | Verfahren zur Herstellung einer beim Brennen nicht schwindenden keramischen Masse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE734385C true DE734385C (de) | 1943-04-14 |
Family
ID=7564498
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET55351D Expired DE734385C (de) | 1941-04-23 | 1941-04-23 | Verfahren zur Herstellung einer beim Brennen nicht schwindenden keramischen Masse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE734385C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE977206C (de) * | 1951-03-28 | 1965-06-10 | Merlin Gerin | Schaltkammerwand fuer Leistungsschalter |
-
1941
- 1941-04-23 DE DET55351D patent/DE734385C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE977206C (de) * | 1951-03-28 | 1965-06-10 | Merlin Gerin | Schaltkammerwand fuer Leistungsschalter |
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