DE734594C - Maschine zur Behandlung oder Anlage von Pflanzenkulturen, insbesondere von Reihenpflanzungen - Google Patents
Maschine zur Behandlung oder Anlage von Pflanzenkulturen, insbesondere von ReihenpflanzungenInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
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Landscapes
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Description
ÜMoiheek
Bnr. Ind. Eigendom
Bnr. Ind. Eigendom
'c 9 JUN! Wl
AUSGEGEBENAM 24. APRIL 1943
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JYe 734594
KLASSE 45a GRUPPE 54
KLASSE 45a GRUPPE 54
F 83057 UI\45 a.
ist als Erfinder genannt worden.
Maschine zur Behandlung oder Anlage von Pflanzenkulturen,
insbesondere von Reihenpflanzungen
insbesondere von Reihenpflanzungen
Patentiert im Deutschen Reich vom 25. Mai 193.7 an
Patenterteilung; bekanntgemacht am 25. März 1943
Patenterteilung; bekanntgemacht am 25. März 1943
Zur Bearbeitung von Pflanzcnkulturen, die in Reihen angelegt sind, also z. B. zum Hakken
von Rüben, Mais usw., sind bereits selbsttätig arbeitende Maschinen vorgeschlagen
worden, die mit einer mechanischen Steuerung mittels Taster versehen sind. Die Taster
verschieben sich längs den Pflanzenreihen und bewirken beim Auftrennen auf eine
Pflanze, die stehenbleiben SnIl1 das Ausweichen;
der Hack werkzeuge. Es, folgt daraus, daß eine solche Maschine nur bei Pflanzen
angewendet werden kann, die stark genug sind, den Druck eines oder mehrerer Taster
auszuhalten. Da die Xutzpflanzen nicht
is immer die genügende Stärke aufweisen, so
besteht flic Gefahr, daß zu viele zerstört
werf Ich.
Demgegenüber besteht das Wesen der Erfindung darin, daß als Steuerorgan für die
Tätigkeit der Maschine eine lichtelektrische ZeIJe vorgesehen ist. deren Lichtempfang von
gewissen Pflanzen oder auf dem Boden angebrachten Marken und Kennzeichen beeinflußt
wird. Hierdurch wird erreicht, daß die Zelle die Pflanzen, die stehenbleiben sollen.
einzeln gewissermaßen sieht und dabei den elektrischen Kreis eines Relais oder eines
Elektromagneten steuert, der das Hackgerät anhebt oder zurückzieht,.so daß nur die nicht
gewünschten Pflanzen entfernt werden.
Zum Vereinzeln- von zu dicht in der Reihe
stehenden .Xutzpflanzeii wird zweckmäßig mit
der lichtempfindlichen Zelle eine selbsttätige Kontakteinrichtung kombiniert, die von den
Fahrrädern der Maschine betätigt wird und entweder allein, bei Ausschaltung der Zelle,
«der in Verbindung mit dieser benutzt werden kann, derart, daß das Arbeitsgerät in
bestimmten Abständen oder Zwischenräumen in einer von der Zelle gesehenen Pflanzenreihe
arbeitet. Diese verschiedenen Wirkungsweisen der Maschine werden gemäß
der Art der Pflanzung gewählt, ίο Auf den Zeichnungen ist der Gegenstand
der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht einer erlindungsgemäßen
Maschine,
Fig. 2 eine Ansicht von hinten; . Fig. 3 zeigt im Schnitt einen von den Fahrrädern
angetriebenen Drehwähler; Fig. 4 ist ein teilweiser Grundriß, der die
Anordnung von zwei zwei Arbeitsgeräten
entsprechenden Wählern oder Umschaltern
•20 auf einem einzigen Zylinder zeigt, der zu
ihrem Antrieb dient;
Fig. 5 ist ein elektrisches Schaltschema, das einem der Werkzeuge entspricht:
Fig. 6 zeigt schematisch die Anordnung einer lichtelektrischen Zelle;
Fig. 7, 8 und 9 sind Pflanzungsschemata, welche die Arbeitsweise der Maschine veranschaulichen
sollen.
Das Fahrgestell 1 der Maschine ist gemäß
Fig. ι und 2 mit Laufrädern 2 und einer Deichsel oder Trägern 3 (oder auch einer Einrichtung
zur Kupplung mit einem Schlepper) λ-ersehen.
Hinten an der Maschine sind das oder die Arbeitswerkzeuge 4 angeordnet, die in dem
dargestellten Beispiel aus drei umlaufenden Hackfräsern bestehen. Die Achse jedes dieser
Fräser wird von dem Gehäuse eines Elektromotors S gehalten, der den Fräser durch
Riemen 6 antreibt; das von dem Motor und seinem entsprechenden Fräser gebildete System
ist um eine waagerechte Achse 7 schwenkbar. Diese Schwenkung erlaubt die Entfernung des Werkzeuges vom Hoden, wenn
es über eine zu schonende Pflanze hinweggehen soll; dabei wird die Schwenkbewegung
durch einen Elektromagneten 8 bewirkt, der unmittelbar auf das Gehäuse des Motors
wirken kann, das auf diese Weise den Anker jenes Elektromagneten bildet. Das gleichzeitige
Anheben der Werkzeuge kann auch mechanisch durch einen Hebel r" und eine
nicht dargestellte Einrichtung bewirkt werden, wenn die Hackwerkzeuge ganz außer
Tätigkeit gesetzt werden sollen.
Jedem Werkzeug kann eine lichtelektrische Zelle zugeordnet werden, die in einem Gehäuse
9 angeordnet ist. das derart ausgebildet wird, daß es die Strahlen empfängt, die
von den Punkten ausgesandt werden, weiche ein wenig vor der Bodenlinie liegen, auf welcher
die Werkzeuge arbeiten (die Verstellung der Zelle vor dieser Linie ist dabei regelbar).
Die Räder 2 treiben mittels Kettenvorgelege 10 einen Drehwähler 11 an, dessen Einzelheiten
in Fig. 3 und 4 gezeigt sind. Auf einen Zylinder 12, der auf einer durch die
Treibkette 10 angetriebenen Welle 12" festgeklemmt ist, sind lose Kränze 13 in einer
der Zahl der Arbeitsgeräte entsprechenden Anzahl aufgesetzt. Jeder dieser Kränze trägt
außen radiale Lamellen oder Klingen 14, deren Vorsprungslänge durch Einschrauben
oder 'Herausschrauben von Gewindestücken 15 geregelt werden kann, auf denen diese
Lamellen befestigt sind.
Gegenüber jedem der Kränze 13 ist im Innern des Zylinders 12 ein Elektromagnet 16
angeordnet, dessen Anker· 17 eine Spindel iS
bewegt, die durch den Zylinder hindurchgeht, und deren Ende mit Kerben 19 zusammenwirkt,
die auf der Innenfläche des entsprechenden Kranzes 13 in denselben Winkelabständen
wie die Lamellen 14 vorgesehen sind.
Es ist ersichtlich, daß liei nicht erregtem
Elektromagneten 16 die Spindel 18 unter der Wirkung ihrer Rückholfeder 20 aus den Kerben
oder Einschnitten 19 herausgezogen ist und daß in diesem Falle der Kranz 13 nicht
mitgenommen wird. Wenn dagegen der Elektromagnet 16 erregt wird, so dringt die
Spindel 18 in eine der Kerben 19 ein, und der Kranz 13 wird mitgenommen. Bei der
Umdrehung dieses Kranzes wirken die Lamellen 14 auf einen Unterbrecher (und zwar
einen Unterbrecher je Kranz), der schematisch bei 21 in Fig. 5 gezeigt ist. Dieser
Unterbrecher wird beim Vorbeigang jeder Klinge 14 geschlossen und sendet demnach
Stromstöße in den Kreis, in den er eiligeschaltet ist. Es ist wichtig, daß in dem Augenblick,
wo die Mitnahme des Kranzes 13 aufhört, eine dieser Lamellen auf dem Unterbrecher
angehalten wird und diesen so geschlossen hält. Zu diesem Zweck kann man jedem Kranz eine Blattfeder 22 (vgl. Fig. 3
und 5) zuordnen, die derart gekrümmt ist. daß sie gleichzeitig zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Lamellen 14 des Kranzes oder zwischen zwei, wie diese Lamellen verteilten n°
Zähnen eingreift.
Eine auf dem Gestell der -Maschine befestigte Klinke 23. die Zähnen 24 zugeordnet
ist, welche auf jedem der Kränze vorgesehen sind, läßt die Drehung dieser Kränze nur in
dem gewünschten Sinne zu.
In Fig. 5 sieht mau außerdem einen Verstärker
für den von der Zelle y gelieferten Strom: Jd und 2- sind zwei Stromwender,
deren bewegliche Klingen in fester Verbindung miteinander stehen und die drei Stellungen
I, 11, III einnehmen können. if>" ist
ein· Elektromagnet, dessen Arbeitskontakt i-66
in dem Kreis liegt, der den Unterbrecher 21 mil den zum Anheben des Werkzeugs o. dgl.
dienenden Elektromagneten 8 verbindet. Iu
Fig. 5 sind nur diejenigen Verbindungen dargestellt,
die sich auf einen der Elcktromagnetc zum Ausheben der Hackwerkzeuge sowie auf
die Zelle und den "Drehwähler beziehen, die ihm entsprechen.
Die Zelle kann in der in Fig. 6 gezeigten Weise angeordnet werden. Sie wird in einem
Gehäuse 35 untergebracht, das durch einen anten offenen Trichter 36 verlängert ist.
Dieser wird seitlich an einen zweiten Trich-
■5 ter 37 angeschlossen, der zu einem Kasten 38
führt, welcher eine Lichtquelle enthält. Die Strahlen dieser Lichtquelle fallen -auf den
Boden oder die Pflanzen und werden von diesen auf die Zelle zurückgeworfen.
Vor dem die Zelle enthaltenden Gehäuse 35 kann man ein Filter oder einen Schirm 39
anordnen, welcher derart gefärbt ist, daß er die vom Boden beeinflußten Strahlen zurückhält
und nur die von den Pflanzen abhängigen Strahlen durchläßt.
Die Färbung der Filter hängt von der Art der Pflanzen ab, die geschützt werden sollen.
"Man wird beispielsweise für Zuckerrüben ein blaues Filter (einChinolinblau scheint zweckmäßig
zu sein) benutzen, das die vom Boden zurückgeworfenen Strahlen, insbesondere die
gelben Strahlen, zurückhält, aber die blauen Strahlen, die λ'οη dem Chlorophyll der Zukkcrrübenblätter
zurückgeworfen werden, durchläßt.
Der elektrische Strom, der für die verschiedenen
Geräte notwendig ist, wird entweder gemäß Fig. 1 von einer kleinen Stromerzeugergruppe
40/, die-auf dem Mäschinenrahmen angeordnet ist, oder von Akkumulatoren
geliefert.
Es versteht sich, daß die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen nur beispielshalber
angegeben worden sind und im einzelnen vielfach abgeändert werden können.
So könnte das Ausheben oder Zurückziehen der Werkzeuge, statt durch den von der Zelle
erzeugten Strom gesteuert zu werden, auch durch die Unterbrechung des Stromes der
Zelle bestimmt werden, was die Verwendung von Komplementärfiltern (oder umgekehrt
wirkenden Filtern) erfordern würde, welche die Strahlen des Bodens hindurchlassen, aber
diejenigen der zu schorrenden Kulturpflanzen
zurückhalten. Die Werkzeuge, die, wie bei dem beschriebenen Beispiel, von Motoren angetrieben
werden, können'durch alle anderen üblichen Werkzeuge, ersetzt werden, vorausgesetzt,
daß sie derart angebracht werden, daß ihr Ausweichen (Ausheben oder T-Seiseiteziehcn)
ermöglicht wird.
Die beschriebene Maschine bietet.verschiedene Auwcndungsmöglichkeiteii.
Soll z. B. zwischen den einzelnen Pflanzen
von bereits angelegten Reihenkulturen gehackt werden (vgl. das Schema Fig. 7), so
wird die Maschine derart fortbewegt, daß ihre Arbeitswerkzeuge 4 mit ihren' vorangehenden
Zellen den Pflanzenreihen O1-Ci1',
(Ζο-σ/, αΆ-α3' folgen. Die Drehwähler 14
(Fig. 3 bis 5), die den Elektromagneten S zugeordnet sind, werden durch die Stromwender
26, 27 ausgeschaltet, die dabei in die in Fig. 5 punktiert dargestellten und mit I bezeichneten
Lagen gebracht werden. Gelangt nun eine der Zellen zu einer stehenzulassenden
Nutzpflanze a, so wird die Zelle durch die von den Blättern dieser- Pflanze ausgehende
Lichtwirkung beeinflußt, so daß sie einen Strom in den Verstärker 25 schickt. Dieser Strom, der von dem entsprechenden
Elektromagneten 8 empfangen wird, bewirkt die Verschwenkung des dieser Zelle entsprechenden
Werkzeugs 4 nach oben, so daß es über die Pflanze hinweggehen kann, ohne sie zu beschädigen. Darauf fällt das Werkzeug
wieder herab und. bearbeitet von neuem den Boden.
Wird die Maschine zum Auslichten oder Vereinzeln von zu dicht stehenden Pflanzenreihen
benutzt, so ist die Wirkung der Zelle nicht notwendig; man kann sie dann ausschalten
und ausschließlich die Drehwähler π benutzen, um die zum Anheben der Werkzeuge
dienenden Elektromagnete zu steuern (Stellung II in Fig. 5). Es ist angebracht,
daß die Abstände zwischen den durch die Kontakteinrichtungen 21 erzeugten Stromstößen
dem "gewollten Zwischenraum zwischen den Pflanzen einer Reihe entsprechen, was
man durch Einstellung des Übersetzungsverhältnisses des Kettenantriebes 10 (Fig. 1
und 4) erreichen kanu. Alan muß auch die.
Kränze 13 mit dem Zylinder 12 festlegen, beispielsweise
durch (nicht dargestellte) Kupp- i°5 hingen mit gleitend verschiebbarem Keil· oder
auch durch ständige Erregung der Elektromagnete 16 und i6a unter dem Einfluß einer
Stromquelle 26", die durch den Schalter 26 eingeschaltet wird (Fig. 5). Die Verwen- no
dung der Wirkung der lichtelektrischen Zelle ist indessen vorzuziehen, denn sie berichtigt
selbsttätig die Unregelmäßigkeiten, die in den Zwischenräumen zwischen den Pflanzen vorhanden
sein könnten, oder die Verlagerungen. die von den Unebenheiten des Bodens auf der
von den Rädern der Maschine verfolgten Bahn herrühren könnten.
Man kanu die Zelle zum Ausrichten auf eine bereits ausgeführte Arbeit oder sogar
zum Ausrichten in bezug auf Merkzeichen oder Absteckpfählc benutzen, die in auge-
messener Weise auf der Seite des Feldes verteilt sind. Hierbei verfährt man wie folgt:
Eine einzige Zelle steuert sämtliche zum Anheben der Werkzeuge dienende Elektromagnete
8; diese Zelle ist dabei mit einem Verstärker 25 verbunden, der an die verschiedenen
Elektromagnete 8 angeschlossen ist (Stellung I der Umschalter 26 und 27, die untereinander verbunden sind). Die Zelle
wird dabei seitlich an der Maschine angeordnet, wie strichpunktiert auf Fig. 2 dargestellt
ist. so daß sie der Linie O1-B1' einer bereits
bearbeiteten Pflanzenreihe (Fig. S) folgt, während die Werkzeuge, weiche den Linien
O1-O1', ci3-a3', Gf3-O3' folgen, nur diejenigen
Pflanzen dieser Reihen stehenlassen, welche sich in denselben Abständen befinden, wie die
Pflanzen der Reihe b^-bi (oder wie die auf
dieser Reihe oder Linie verteilten Pflöcke ao oder Merkzeichen).
In Fig. 2 sind zwei seitlich angeordnete Zellen strichpunktiert dargestellt: man be-·
nutzt dabei die eine oder die andere Zelle, je nachdem ob die Linie, welche als Bezugslinie
dient, rechts oder links von der Maschine
liegt.
Die in dieser Weise durch die Maschine
hergestellte regelmäßig stehende Pflanzung kann dann mit gewöhnlichen Hackvorrichtungen
in Längs- und Querrichtung gehackt werden.
Sollen die stehenbleibenden Pflanzen in Rautenauordnung oder Schachbrettstellung
stehen, z. B. auf einem Feld, das länger als breit ist, so ist es erforderlich, daß das Ausheben
der verschiedenen Werkzeuge zeitlich in angemessener Weise verstellt wird. Wenn zu diesem Zweck die Steuerung des Aushebens
der Werkzeuge durch die Drehwähler 13 bis 20 (Fig. 3 und 4) ausgeführt wird, so
könnte man z. B. den Zylinder 12 in einzelne je einem Kranz 13 entsprechende Teile unterteilen
und die so erhaltenen Teilzylinder auf ihrer Welle im Winkel verstellen. Man könnte auch die Werkzeuge in der Richtung
der Längsachse der Maschine verstellen.
Handelt es sich schließlich um die Bearbeitung einer mehr oder weniger unregelmäßigen
Pflanzung, so wird jedes Werkzeug unabhängig von den anderen durch eine Zelle,
welche derselben Linie oder Reihe folgt, wie jenes Werkzeug, und durch den entsprechenden
Drehwähler gesteuert.
Die Stromwender 26 und 2~ nehmen dabei die in Fig. 5 voll ausgezogen dargestellte
Lage ΠΙ ein.
In dem Schema der Fig. Q ist C1-C1'' die
Linie oder Reihe, der eine Zelle und das ihr zugeordnete Werkzeug folgt. Bei d trifft die
fio Zelle beispielsweise auf den Anfang einer
ununterbrochenen Pflanzenreihe und I dem Verstärker 25 Strom, der den Elektromagneten
16 der Drehkontakteinrichtung und .'las Relais 16" speist. Der Kranz 13 wird
dabei mitgenommen, und seine Lamellen 14 schließen und öffnen nacheinander den Unterbrecher
21; die Dauer jeder Schließung hängt dabei von der Einstellung der \rorsprungslänge
der Lamellen auf den Kranz ab. Bei jeder Schließung des Unterbrechers 2t wird
der Elektromagnet 8 erregt und hebt den Fräser 4 an. Dieser wird also Pflanzen oder
Setzlinge in regelmäßigen Abständen in der Reihe cl-e fortnehmen.
Ist bei e das Ende der Pflanzenreihe erleicht, so hört die Stromlieferung durch die
Zelle auf; die Erregung der Elektromagnete 16 und i6a hört auf, der Kranz wird nicht _
mehr mitgenommen, und infolgedessen bearbeitet das Werkzeug den Boden nun ununterbrochen.
Wenn bei / sich wieder eine einzelstehende Xutzpflanze befindet, so sendet die Zelle von
neuem Strom in die Elektromagnete 16 und i6", der Kranz wird mitgenommen, der Elektromagnet
S wird augenblicklich erregt und hebt den Hackfräser 4 hoch, der so über die
Pflanze hinweggeht, ohne ihn zu beschädigen. Außer für die vorstehend beispielshalber
angegebenen A'erwendungszwecke kann die beschriebene Steuervorrichtung mit lichtempfindlicher
Zelle auch an verschiedenen anderen Maschinen benutzt werden, beispielsweise an selbsttätig arbeitenden Erntemaschinen,
wie Rübenhebern u. dgl., ferner an Sämaschinen usw.
Namentlich für Sämaschinen wird man auf die Zelle die Strahlungen wirken lassen können,
die von Absteckpfählen oder anderen Markierungen beeinflußt werden, wobei letztere
gegebenenfalls durch die Maschine angebracht werden und in den gewünschten Abständen
auf der Bahn \-erteilt sind, welcher die Zelle beim Lauf der Maschine folgt..
Die Anwendung der Erfindung auf Sämaschinen mit Einrichtungen, welche die
Saatkörner in senkrecht oder diagonal verlaufenden Reihen verteilen, wird infolge der
Regelmäßigkeit · der Saat die Verwendung von gewöhnlichen Vorrichtungen zur Pflege
der Saat gestatten.
Die Einrichtungen zur Steuerung mittels lichtelektrischer Zelle können auch zur Lenkung
und Führung von Geräten zur Anlage und Behandlung von Pflanzenkulturen angewandt
werden.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Maschine zur Behandlung oder Anlage von Pflanzenkulturen, insbesondere von Reihcnpflanzungen, mit selbsttätigerSteuerung, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuerorgan für die Tätigkeit der Maschine eine lichtelektrische Zelle vorgesehen ist, welche auf diejenige.Wirkung anspricht, die von gewissen Pflanzen oder auf dem Boden angebrachten Marken und Kennzeichen auf die in die Zelle gelangenden Lichtstrahlen ausgeübt wird.
- 2. !Maschine nach Anspruch i, dadurch ίο gekennzeichnet, daß die lichtelektrischeZelle mit entsprechend gefärbten Filtern oder Schirmen versehen ist. so daß sie nur von den gewünschten Strahlen getroffen wird, insbesondere den \όιι den tj Pflanzen oder anderen Gegenständen zurückgeworfenen Strahlen, auf deren Einwirkung die Zelle ansprechen soll. .
- 3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge oder Arbeitsgeräte (4) der Maschine unter dem Einfluß eines elektrischen Stromes beiseite geschoben oder .ausgehoben werden können, der von der Photozelle (9) oder einem Relais (16") herrührt, wobei jedes dieser Werkzeuge zweckmäßig auf einem schwenkbaren Gestell angeordnet ist, das durch einen oder mehrere Elektromagnete (8) bewegt wird.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein von den Rädern (2) der Maschine angetriebener Drehwähler oder eine drehbare Kontakteinrichtung (13 bis 14) vorgesehen ist, die dazu dient, entweder unmittelbar Stromstöße den zum. Ausheben oder Zurückziehen des oder der Werkzeuge (4) dienenden Elektromagneten (S) zu senden oder auch eine ununterbrochene Stromsendung zu unterteilen, die von der Zelle (9) geliefert wird, wenn sie beispielsweise eine ununterbrochene Pflanzenreihe antrifft.Hierzu 2 Blatt Zeichnungengedruckt in der
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR734594X | 1937-03-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE734594C true DE734594C (de) | 1943-04-24 |
Family
ID=9129587
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF83057D Expired DE734594C (de) | 1937-03-18 | 1937-05-25 | Maschine zur Behandlung oder Anlage von Pflanzenkulturen, insbesondere von Reihenpflanzungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE734594C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1937
- 1937-05-25 DE DEF83057D patent/DE734594C/de not_active Expired
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