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Verfahren zum Herstellen von Feueranzündern Die Erfindung betrifft
ein Verfahren zum Herstellen von Feueranzündern aus imprägnierten, danach in Streifen
geschnittenen und verpackten Holzwolleseilen.
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Es ist bekannt, zum Herstellen von Feueranzündern Holzwolleseile zu
verwenden, die ein verhältnismäßig festes gewebtes Gefüge haben, dessen Schußfäden
aus Seil oder Holzstäbchen bestehen. Nach dem Kühlen dieser getränkten Holzwolleseilbahnen
werden diese auf einer Schneidevorrichtung in einzelne Stücke zerteilt, die, wie
dies in der Technik allgemein bei solchen festen Werkstoffen üblich ist, von dem
Schneidtisch durch das nachfolgende Werkstück abgeschoben werden. Bei Verwendung
von Feueranzündern dieser Art müssen einzelne Stücke losgebrochen werden, was ziemliche
Kraft erfordert und außerdem durch die Sprödigkeit des Materials ein Splittern mit
den bekannten unangenehmen Erscheinungen zur Folge hat.
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Bei dem vorliegendenHerstellungsverfahren von Feueranzündern werden
dagegen zusammengedrehte oder zusammengelegte Holz-Z> verwendet, die auch nach dem
Tränken, Schleudern und Trocknen in sich einen nur lockeren Zusammenhang haben.
Solche Packungen haben den Vorteil, daß die einzelnen Stücke, welche als Feueranzünder
verwendet werden sollen, leicht aus der Packung entnommen werden können, ohne daß
Anstrengungen zum Zerkleinern der Feueranzünder notwendig sind und ohne daß durch
das bei diesen Arbeiten bisher unvermeidlich abbröckelnde Material Unannehmlichkeiten
entstehen.
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Würde ein solches Seil mit der erwähnten bekannten Vorrichtung zerschnitten,
so würden die einzelnen Bestandteile des Seiles beim Schneiden nach allen Seiten
hin stachelförmig wegstehen und das Seil würde schon auf dem Tisch zerfallen, so
daß es überhaupt nicht in die Rundpackung durch das nachschiebende Seil eingeschoben
werden könnte und auch bei einer senkrechten Füllung nicht alle abgeschnittenen
Bestandteile ohne Zusammenfegen und Sammeln in die darunterliegende Schachtel oder
Tüte einfallen würden.
Gemäß der Erfindung wird deshalb das lockere
Holzwolleseil in einer ersten Führung auf eine im Querschnitt beliebige Bündelform
zusammengepreßt, in dieseln 7usaminengepreßten Zustande durch eine -zweite Führung
gehalten und der Seilstrang dann zwischen den beiden Führungen durchgetrennt, worauf
(las abgeschnittene Bündel durch den sich vorschiebenden Seilstrang aus der zweiten
Führung unmittelbar in die Verpackung gepreßt wird.
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Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß (las verhältnismäßig lockere
Seilbündel, lvelclies in sich keinen festen Zusammenhalt hat, sicher in die Verpackung
eingeschoben wird oller in eine hinter oder unterhalb der Führung angeordnete Tüte
einfällt, ohne daß irgendwelche Teile des Seiles abfallen können oder die Tüten
ungleich gepackt werden.
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Es ist nun ein Verfahren zum Herstellen von Feueranzündern aus imprägnierten,
danach in Streifen geschnittenen und verpackten Holmvolleseilen bekannt, bei welchem
die imprägnierten Holzwolleseile auf eine im Querschnitt beliebige Bündelform zusaminengepreßt
und in diesem Zustand in eine der Otterschnittsforin des Bündels entsprechende Schachtel
o. dgl. als Verpackung eingeführt und nach dem Einführen von dein Seilstrang abgetrennt
«-erden.
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Diesem bekannten Verfahren gegenüber hat (las neue Verfahren den Vorteil,
daß der Schnitt zwischen zwei festen Führungen mit scharfen Begrenzungskanten erfolgt.
Der Schnitt ist also sehr sauber, und das abgeschnittene Seilende liegt vollständig
glatt in der Packung, wodurch die Packung einen sehr ordentlichen Eindruck macht.
Es werden auch Beschädigungen der Runddosen oder der Tüten durch die Schneidvorrichtung
ausgeschlossen, so da13 Stockungen beim Fii.llen oder im Gang der Maschine nicht
auftreten.
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Zur Formgebung des Holzwolleseilstranges werden zwei Führungen verwendet,
zwischen denen der Schnitt des :Messers erfolgt und von denen die eire unmittelbar
an der Verpackungsdose lieft, während die zweite Führung bis zur Einfüllöffnung
der senkrecht zu füllenden Packung (Tüten o. dgl.) reicht. Durch Verschieben des
Holzwolleseiles nach vorwärts wird darin der abgeschnittene Teil des Holzwolleseiles,
der sich in der unmittell,ar rieben der Packung liegenden Führung befindet, vorgeschoben
und tritt in die leere Packung ohne Bildung von Abfall ein.
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Es hat sich ferner herausgestellt, dar es bei bestimmten Packungen,
beispielsweise Tüten oder Faltschachteln, die senkrecht gefüllt werden und wesentlich
billiger als feste Runddosen sind, vorteilhaft ist, wenn das Bündel erst abgeschnitten,
darin in gleicher Richtung durch weiteres Vorschieben de: Holzwolleseiles «-eitertransportiert
wird, tun dann beim zweiten Schnitt durch die Abschnei(levorrichtung und durch an
ihr eritsprechend angebrachte Druckvorrichtungen in die betreffende senkrecht stehende
Packung gedrückt zti «-erden. Auch hier erfolgt die Führung des Holzwolleseilstranges
bis unmittelbar vor die Packung, so daß ein abfallfreies Einführen in diese Packung
erfolgt.
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In der Zeichnung sind schematisch Vorrichtungen. zur Durchführung
der Verfahrensstufen dargestellt, und zwar eine Vorrichtunzur Füllung einer Runddose,
die waagerecht liegend gefüllt wird, und zur Füllung einer Tüte oder Faltschachtel,
die senkrecht gefüllt avi rd.
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Der imprägnierte lockere Holzwolleseilstrang i wird in einer ersten
Führung 2 auf eine rin Querschnitt beliebige Bündelform zusammengepreßt, in dieseln
ztisaminengedrückten Zustande durch eine zweite Führung 3 gehalten und dann zwischen
den beiden Führungen -2 und 3 durch eine Sclineidvorrichtung.I getrennt, worauf
das abgeschnittene Bündel durch den sich vorschiebenden Seilstrang aus der zweiten
Führung 3 u riinittelbar in die Verpackung 5 gepreßt wird.
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Bei der zweiten Ausführungsform wird d.-<s abgeschnittene, von
der zweiten Führung 3 gehaltene und vorn Seilstrang vorgeschobene Bündel erst beim
zweiten Schnitt oder Hub der Abschneidevorrichtung d. durch eine an dieser angebrachte
Druckvorrichtung 6 in eine senkrecht stehende Faltschachtel ; Oder Tüte j' geprellt.
8 ist die an sickt bekannte Begrenzung für die Schnittlänge und j eilt Einfülltrichter.