-
Schaltungsanordnung für Arbeitsplätze in Fernämtern zur Anzeige der
voraussichtlichen Wartezeiten für die Herstellung vonVerbindungen Die Erfindung
betrifft eine Schaltungsanordnung für Arbeitsplätze in Fernämtern zur Anzeige der
voraussichtlichen Wartezeiten. Zur Zeit des. starken Verkehrs ist die sofortige
Erledigung der einlangenden Anrufe" d. h.- die sofortige Herstellung der
gewünschten Fernverb-indungen in bestimmten Verkehrsrichtungen nicht möglich, da
die in die betreffende Richtung führenden Leitungen für diesen Verkehr nicht ausreichen.
Die Teilnehmer -müssen daher unter Umständen sogar längere Zeit auf ihre gewünschte
Verbindung warten. Um unnötige Rückfragen zu vermeiden, hat man deshalb Einrichtungen
getroffen, !die den die Anrufe entgegennehmenden Beamtinneh z. B.- durch Signallampen
anzeigen, daß die Anrufe in der einen oder anderen Richtung nicht mehr sofort erledigt
werden können und daß für die Herstelliing -der Verbindung Wartezeiten erforderlich
sind. Es sind auch schon Vorschläge, gemacht worden, nach denen die Wartezeiten
anstatt nur durch Signallampen genauer, z. B. in Minuten ablesbar, kenntlich gemacht
wer-den.
-
Die Erfindung stellt eine Einrichtung dar,-bei derdie voraussichtlichen
Wartezeiten für die einzelnen Verkehrsrichtungen, z. B. in Minuten ablesbar, selbsttätig
kenntlich gemacht werden, sobald in einer der Rich-,tu,ngen eine -bestimmte Anzahl
von unerledigten Anrufen vorliegt. Diese Einrichtung iegistriert da(uernd die Zu-
und Abnahme der Anrufe, so daß #die angezeigten Wartezeifen immer. dem augenblicklichen
Stand der Verkehrsbelastung entsprechen, der -Aufwand-an Schaltmitteln aber-gering
gehalten wird. Dies wird da#durch erreicht, daß im Fernamt ein'oder mehrere Anzeigevorrichtungen
vorgesehen sind, denen für jede der in einer bestiminten Verkehrsrichtung ver-,.
laufenden -Leitungsgruppen ein füt Vor- und
Rückwärtslauf eingerichteter
Wähler zugeordnet ist, dessen Kontaktarm bei jedesnialiger Erregüng von Relais einen
Schritt vor- bzw. rückwärts geschaltet wird und über den beim Vorwärtsschalten bei
Zunehmen der unerledigten Anrufe sowie beim Rückwärtsschalten bei Abnahme der unerledigten
Anrufe jeweils beim Erreichen bestimmter Stellungen die &r Anzahl der jeweilig
vorliegenden unerledigten: Anrufe entsprechenden voraussichtlichen Wartezeiten,
z. B. in Minuten ablesbar, selbsttätig kenntlich ge# macht werden.
-
Nachstehend ist die Erfindung an Hand .des in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert..
-
Fig. i 'zeigt schematisch verschiedene Arbeitsplätze,eines -Fernamtes
mit der Anzeigevorrichtung, Fig. 2 und Fig. 3 zeigen Einzelheiten der letzteren.
-
Die Anzeigevorrichtung WA besteht im wesentlichen aus einer Anzeigetafel,
z. B. einem Tableau an sich bekannter Ausführung, das, wie im Ausführungsbeispiel
gezeigt ist, untereinander die Nameh der einzelnen Verkehrsrichtungen, z. B. München,
Dresden usw., enthält, während neben diesen Namen z. B. Schauzeichen angeordnet
sind, die bei Betätigung der Vorrichtung wahlweise die' jeweiligen voraussichtlichen
Wartezeiten in Minuten, z. B. 3o, 6o, i:2o Min., angeben. Die Schauzeichen werden
durch einen Wähler W gesteuert. Für jede Verkehrsrichtung ist ein solcher Wähler
vorgesehen. Er ist für Rechts- und Linksgang bzw. für Vqrwärts- und Rückwärtsbewegung
eingerichtet und wird durch die Drehmagnete Dmv und Dmr gesteuert. , Der
Drehnlagnet Dinv bewirkt die Vorwärtsschaltung und der Dreh-. magnet Dmr die Rückwärtsdrehung
des; Wählerarmes a. Die Drehmagnete ihrerseits werden durch die Relais V und R gesteuert,
,die an den in der Anzeigevorrichtung endenden, zu den Tasten Tv bzw. Tr führenden
Adern -liegen. Wird z. B. an einem Arbeitsplatz die Taste Tv der Richtung München
gedrückt, so spricht das Relais V an, schließt seinen Kontakt v im Stromkreis des
Drehmagneten Dmv, und der Wähler W macht einen -- Schritt vorwärts. Wird
eine entsprechende Taste Tr gedrückt, so spricht das Relais R an, sein Kontakt r
schließt den Stromkreis des Drehmagneten Dmr, und der Wähler W macht einen Schritt
rückwärts.
-
Die Stromkreise der Schauzeichen verlaufen von Erde am Wählerarin
a Über die Bankkontakte und die an diese angeschlossenen Adern, die Wicktungen
der Schauzeichen nach Batterie: Die beispielsweise ersten vier Bankkontakte sind
frei, d. h. beim Bestreichen derselben durch den Wählerarm geschieht nichts.
Sobald der Wähleram a auf den 5. Kontakt aufläuft, kommt nach ein ein weiteren
Merkmal der Erfindung ein an diesen angeschlossenes Relais X zum Ansprechen.
-
Die Arbeitsweise der Anordnung ist beigpielsweise so gedacht, daß
die Beamtin bei Einlangen der ersten Gesprächsanmeldung (Anruf) für eine Verkehrsrichtung
die letzterer zugehörige Taste Tv drückt, ebenso bei Einlangen jedes weiteren Anrufes,
wobei jedesmal der Wähler W einen Schritt vorwärts geschaltet wird. Während der
Zeit der Entgegennahme von Anrufen wer-den auch Gespräche abgesetzt, -d.h. Verbindungen
hergestellt, und dementsprechend jedesmal die Taste Ti- gedrückt, wodurch der Wähler
W
jeweiis einen Schritt rückwärts geschaltet wird. Ist nun ein Überschuß an
angemeldeten Gesprächen (wartenden Anrufen) vorhanden und auf fünf angestiegen (Wähler
W. steht alsdann auf dem-fünften Bankkontakt), dann spricht, wie gesagt, das Relais
X an. Durch seinen Kontakt x wird der Signalstromkreis für die Signallampen SL der
jeweiligen Richtung an allen Arbeitsplätzen geschlossen. Dies hat den Zweck, den
Beginn des Warteverkehrs für die betreffende Richtung anzuzeigen und gibt den die
An * rufe entgegennehmenden Beamtinnen die Weisung, die ausgefüllten Gesprächszettel-für
die jeweilige Richtung an die bestimmten Arbeitsplätze weiterzugeben. Eine starre
Einteilung der Plätze für bestimmte Aufgaben ist nicht vorg*sehen und auch nicht
zweckdienlich. Allgemein sind vorgesehen: Meldeplätze nur für die Entgegennahme
von Anrufen, Meldefernplätze hierfür und für die Herstellung von Verbindungen, Warteplätze
und Speicherplätze nur für die letztere Tätigkeit und Sammelplätze nur für #die
Entgegennahme von Gesprächszetteln und Verteilung dieser an die Arbeitsplätze. Wenn
die Betriebsverhältnisse es erfordern, kann diese Einteilung aber jederzeit ohne
weiteres geändert werden, die Arbeiü#plätze sind dementsprechend eingerichtet.
-
Wird der Wähler wieder einen Schritt weiter vorwärts geschaltet, so
gelangt sein Arm a auf den Koritakt 6. Dieser und die nachfolgen.,den Kontakte,
beispielsweise 6
bis io, sind untereinander verdrahtet und mit dem Schauzeichen
-»30 Minuten« verbunden. Solange der Wählerarm auf einem dieser Kontakte
steht, wird also eine Wartezeit von 30 Minuten angezeigt. Die nächsten Kontakte,
beispielsweise ii bis :2o, sind wieder untereinander verdrahtet ' und wenn
der Wählerarm auf einem dieser Kontakte steht" ist das Schauzeichen »6o Minuten«
eingeschaltet.
Die nächsten Kontakte, beispiels#-weise -gi bis
50, sind wieder untereinander, und mit dem Schauzeichen »i:2o Minuten« verbunden.
Welin derz Arm a diese Kontakte bestreicht, wird die Wartezeit von i2o Minuten angezeigt.
-
Solange die einlangenden Anrufe an den einzelne A Arbeitsplätzen (Meldefernplätze)
noch ohne -bzw. ohne größere Wartezeiten .erledigt wer-den können, wird an diesen
P-1ä,tzen auch gleich die verlangte Verbindung hergestellt. Von diesen Plätzen aus
können Verbindungen in allep Verkehrsrichtungen hergestellt werden, die über das
Amt zu erreichen sind. Natürlich kann #di-e Einrichtung auch -so getroffen,
sein, daß an bestimmten Plätzen Verbindujigeii nur in, einer oder einigen wenigen
Richtungen abgewickelt weiden. Steigt der Verkehr an, so werden die Anrufe" die
nicht gleich erledigt werden können, mittels Gesprächszettel an, andere Plätze,
z. B. sogenannte Warteplätze, weitergegeben. Diese sind mit Tasten Tv und Tr für
jede Verkehrsrichtung versehen, bei deren _Betätigung Üie Anzeigevorrichtung WA
-in Tätigkeit gesetzt wird. .
-
Steigt nun in irgendeiner Verkehrsrichtu.ng der Verkehr weifer an,
so daß dafür bereits Wartezeiten von beispielsweise 30 Minuten in Frage kommen,
so ist inzwischen der Wähler W der Anzeigevorrichtung so weit fortgeschaltet, daß
sein Arm a auf den Kontakt 5 gelangt und die SignaHampe für die betreffeilde
Richtung an allen Arbeitsplätzen eingeschaltet witd. Beim nächsten Schnitt, den
der Wähler 777 -macht, wohei sein Arm auf Kontakt 6 gelangt, wird die voraussichtliche
erste Wartezeit von 3o Minuten für die betreffende Richtung eingeschaltet, wie oben
bereits geschildert. Mit dem Erscheinen der Signallampe SL für den Warteverkehr
werden die für die gekennzeichnete Richtung oder Richtungen einlangenden Anrufe-
ausgeschriebenen Gesprächszettel nicht mehr an einzelne, Plätze wie die erwähnten
Warteplätze, sondern an einen -schgenannten Sammelplatz geleitet, von, wo -aus sie-dann
an besondere Speicherplätze und auch an andere Plätze (Warteplätze) verteilt bzw.
geleitet werden. Dieser Sammelplatz SaF1 ist mit einer Taste Tv ausgerüstet, natürlich
auch für j-ede Richtung eine, die bei jedem einlangenden Gesprächszettel gedrückt
wird, wodurch jedesmal in # der Anzeigevorrichtung der Wähler W zum Ansprechen in
der Vorwärtsrichtung gebracht und somit der Zugang eines Anrufes registriert wird.
Die mit der Erledigung der einlangenden Anrufe, d. h. mit der Herstellung
- der Verbindung betrauten Plätze, z.B. die Speicher-, WartetindafichMeldefe-rn-plätze,
sindmitTastenTr ausgerüstet. Diese werden bei Herstellung der Verbindung bzw. bei
Gesprächsschluiß gedrückt. Durch Drücken einer ;dieser Tasten wird d"er Wähler
W in der Anzeigevorrichtung wieder zum Ansprechen ge-
bracht, matht
aber jedesmal. einen Schritt rückwärts und registriert damit die Ab-
nahme
der unerledigten Antufe.
-
Will man die Sammelplätze nicht mit Tasten belasten, ihnen also keine
Tasten zuordnen, dann werden alle Plätze mit Tasten Tv und Tr ausgerüstet. Man kann
nach 'einem w Iteren Merkmal der Erfindung die Einei richtu,ng aber auch so treffen,
daß beispielsweise die an den Arbeitsplätzen zur Aufbewahrung der Gesprächszettel
vorgesehenen Kästen Kontakte erhalten, die betätigt werden, sobald ein Gesprächszettel
daraus entnommen wird. Diesez Kontakt an den Kästen #bernimmtdieFunktion der Tasten
Tr, die alsdann an den Arbeitsplätzen in Fortfall kommen. Auf die, gleiche Weise,
d. b. durch Kontakte an den erwähnten Kästen, die beim Hineinlegen eines
Zettels betätigt werden, kann man natürlich auch -die Tv-Tasten entbehrlich
machen.
-
Da die Tasten Tv und Tr für jede Verkehrsrichtung,
-d. h. für jede in einer bestimmten Richtung verlaufende LeitungsgrUppe vorgesehen
sind, sind sie in einer den Verkehrsrichtungen entsprechenden Zahl an allen Arbeitsplätzen
erforderlich. Diese Tastenfelder sowohl für die Tasten Tv als auch Tr an den Arbeitsplätzen
kann man nach einem weiteren Erfindungsmerkmal vermeiden. Fig. 2 zeigt dies für
die Tasten Tr, indem man an Stelle der Tasten Tr für die einzelnen Richtungen den
Plätzen einen (#in-. fachen Drehwähler Wr zuordnet, an dessen von seinem Arm a'
bestrichene Ausgänge die zur Anzeigeyorrichtung WA' führenden Adern für Üie einzelnen
Verkehrsrichtungen bzw. die Relais 9 der letzteren angeschlossen sind. ,Dieser
Wähler Wr wird von der Beamtin z. B. mittels ihres Zahlengebers auf den Kontakt
mit der gewünschten Richtung eingestHlt, worauf,dann beim Drücken der einzigen mit
dem Wählerarm d verbundenen Taste Tr &s zugehörige Relais R' in der Anzeigevorrichtung
zum Ansprechen kommt. Bei dieser Anordnung ist also dann ah jedem Platz für alle
Richtungen nur eine einzige Tr-Taste erforderlich.
-
. Aber auch diese -einzige 'Tr-Taste kann nach Fig.
3 noch vermieden -werden und,die Rückwärtsschaltung allein durch die
Betätigung des Zahlengebers erreicht werden dadurch, daß - in den Stromkreis
des den Plätzen zugeordneten Wähl - ers Wr' die Kon- i takte zweier Hilfsrefais
A' und V eingeschaltet -,ver-d#n, die die- Schließung des
Stromkreises
für das Rückstellrelais R" des jeder Richtung zugeordneten Wählers erst ermöglichen,
wenn die Einstellung des Wählers Wr' auf den richtigen Kontakt erfolgt ist. Wenn
die Beamtin ihren Zahlengeber betätigt, wird: bei jedesmaligem Schließen des Impillskontaktes
nsi der Drehmagnet Din erregt, der die Wählerarme d' und c um einen Schritt vorwärts
schaltet. Beim ersten Schritt kommt über den WAlerkontakt d
das Relais
A zum Ansprechen, das seinen Kontakt i a öffnet und seinen Kontakt
5 a
schließt. Über letzteren wird Relais V erregt, das seinen Kontakt
4v öffnet und seinen Kontakt 3 V schließt. Wenn der Wähler Wi-' durch,die
vom Zahlengeber der Beamtin ausgesandten Impulse auf den Kontakt mit der gewünschten
Richtung eingestellt ist und durch dauerndes Öffnen des Kontakt-es d das
Relais A abfällt, wird durch Schließen des Kontaktes i a bis zum Abfall des
Relais V .der Stromkreis für das Relais Y' in der Anzeigavorrich#tüngkVA"geschloss,en.
RelaisR" schaltet den zugehörigen, Wähler einen Schritt rückwärts. Nach Abfall von
Relais V wird durch Kontakt 3v der Stromkreis für die Relais R"" geöffnet,
während nun der Wähler Wr` Über einen TJ-nterbrecher, Kontakt 4v, Wählerarm c in
die Ruhelage geschaltet wird. In der gleichen Weise kann man auch die Tasten Tversetzen.
Wilf man beide Tasten Tr und Tv auf die geschilderte Weise durch die Betätigung
nur des Zahlengebers vermeiden, dann müßte natürlich noch - eine Richtungstaste
vorgesehen werden, die die Umschaltung auf Vorwärts-.oder Rückwärtsschaltung bewirktund
vor Betätigung des Zahlengdbers umzulegen wäre.
-
Uni, was vorkommen könnte, beim gleichzeitigen Drücken der Tasten
einer Richtung an mehreren Arbeitsplätzen zu verhindern, daß der Wähler dabei etwa
nur einen Schritt macht, können an sich bekannte einfache Verzögerungs- bzw. Speichervorrichtungen
vorgesehen werden, die die ordnungsgemäße Übertragung jedes einzelnen Impulses sicherstellen.