DE7364A - Engröhriger Siederohrkessel - Google Patents

Engröhriger Siederohrkessel

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DE7364A
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Original Assignee
H. HEINE, Ingenieur, in Berlin W., Linkstr. 10II

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Description

1879.
Klasse 13
H. HEINE in BERLIN. Engröhr,iger Siederohr kesse I.
Zusatz-Patent zu No. 751 vom 16. August 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Januar 1879 ab. Längste Dauer: 15. August 1892.
Im Anschlufs an das zweite Zusatz-Patent No. 5113 giebt der vorliegende Zusatz Neuerungen an dem Dampfkesselsystem, Patent No. 751, welche sich namentlich auf Schiffskessel beziehen. Für die stationären Kessel ist aufserdem die Circulation der Gase modificirt.
Stationärer Dampfkessel, Fig. 1 und 2.
Der Grundkörper des Kessels ist derselbe wie der in der Patentschrift No. 5113 dargestellte, jedoch ausschliefslich in Blech ohne Verwendung von Gufseisen ausgeführt.
A ist das centrale Rohr; B1 und B2 sind Kammern, C Wasserrohre; D ist der Oberkessel, E eine: Scheidewand, event, aus einzelnen Elementen bestehend, welche das centrale Rohr umschliefsen und die einzelnen Wasserrohre durchtreten lassen. Die gemauerte Feuerbrücke G schliefst an den Umfang dieser Scheidewand E an. Die Gase circuliren, vom Rost F aufsteigend, zunächst an der vorderen Hälfte des Kessels. Zwischen den Circulationsplatten /, Fig. 1, austretend, werden dieselben durch die an den Oberkessel anschliefsende Gegenmauerung gezwungen, unter demselben entlang zu streichen und hinter der Scheidewand E an der hinteren Hälfte des Kessels in umgekehrter Richtung zu circuliren. K ist die Drosselklappe, LMN sind Theile für Handhabung derselben, O1 0% O3 Mannlöcher.
Die Speisung erfolgt entweder in das centrale Rohr mittelst der Rohrleitung PP1 und eines dünnwandigen Schlammsammlers Q, welcher in der Axe des centralen Rohres gelagert ist, an dessen höchstem Punkt in der Richtung des Pfeils das vorgewärmte Wasser austritt oder in den Oberkessel mittelst des Speiserohrs P'1. R ist die Reinigungsöffnung für den Schlammsammler. S1 und S2 sind kleine Querplatten, um die Ablagerung von Niederschlägen an geeigneten Stellen des Kessels erfolgen zu lassen. T ist eine halsförmige Verlängerung der Hinterkammer nach unten, zu gleichem Zweck; U das Ablafsrohr. Der Kessel ist hinten mittelst der Verlängerung T gelagert; die vordere Kammer ist durch zwei säulenförmige Stützen W gehalten. X ist eine Circulationsplatte für das auftreibende Gemenge von Wasser und Dampf; Y der Anschlufs für die Dampfentnahme, und zwar ohne Verwendung eines Dampfdoms; Z eine Schutzplatte gegen Mitreifs en von Wasser.
Es bleibt jedoch vorbehalten, die Circulation der Gase in irgend einer anderen Weise an der Heizfläche des in Fig. 1 und 2 dargestellten Kessels erfolgen zu lassen.
Es bleibt ferner vorbehalten, die für die Verbrennung erforderliche Luft vor dem Eintritt unter den Rost durch die im Seitenmauerwerke sich aufspeichernde Wärme, oder durch ein gufseisernes, in den Abzug des Gases gelegtes Röhrensystem, durch welches die frische Luft gezwungen wird, zu circuliren, vorzuwärmen.
Schiffskessel, Fig. 3a, 3b und 4.
Hier besteht die principielle Neuerung darin, dafs der Oberkessel entweder aus zwei parallel neben einander gelegten cylindrischen Rohren besteht, zwischen welchen die Gase ihren Abzug nehmen, Fig. 3a, oder aus einem einzigen Oberkessel von beliebiger Querschnittsform unter der Annahme, dafs in demselben verticale Rohre angeordnet sind, durch welche die Gase entweichen, Fig. 3b.
Der Grundkörper des Kessels ist gleichfalls ganz in Blech ausgeführt angenommen.
Unter Bezugnahme auf Fig. 3 a und 4 ist A das centrale Rohr, B1B' und B2B* die vordere und hintere Kammer; C sind die Wasserrohre, D1 und D2 die cylindrischen Rohre des Oberkessels, unter sich und zum Unterkessel parallel. E ist der Rost, F der gemeinsame Abzug nach dem Schornstein, G der Anschlufs an denselben für den einzelnen Kessel, H die Zugregulirungsklapp e.
Die cylindrischen Rohre D sind hier über die Stirn der Vorderkammer hinausgeführt angenommen, um von dem obersten Punkt des Verschlufsdeckels J mittelst der Dampfleitung M die Dampfabgabe an den Dampfsammler L oder einen Dampfüberhitzer zu bewirken. Zu diesem Zweck ragt eine cylindrische Verlange-
rung des Deckels J, einen Hohlraum bildend, in jedes Rohr D hinein, und tritt nun der Dampf, .wie durch die Pfeile angedeutet, an dem höchsten Punkte in diesen Hohlraum ein, um ein Ueberreifsen von Wasser zu vermeiden. Jene cylindrische Verlängerung des Deckels J trägt alsdann die Circulationsplatte K, entsprechend der Anordnung bei den stationären Kesseln. Es mag jedoch irgend eine andere Anordnung der Dampfentnahme gewählt werden. O ist die nach unten geführte halsförmige Verlängerung der hinteren Kammer, welche dem Kessel gleichzeitig als festes Auflager auf einem Constructionstheil P des Schiffskörpers dient. Q sind die Seitenwände, welche den Kessel einschliefsen. Diese mögen entweder aus röhrenförmigen oder kastenförmigen Kesseln bestehen, welche mit Wasser gefüllt sind, und mit dem Wasser- und Dampfraum des Hauptkessels in geeigneter Verbindung stehen. Oder dieselben mögen aus einer Verbindung von Chamotteplatten mit geeignetem eisernen Rahmenwerk bestehen. Es bleibt sodann vorbehalten, die frische für die Verbrennung erforderliche Luft zwischen einer äufseren Ummantelung und der eigentlichen Begrenzungswand Q durchstreichen zu lassen, so dafs eine continuirliche Abkühlung dieser Wand Q erfolgt. R sind Verstärkungswangen in der Höhe des Rostes. Die vordere Kammer des Kessels ist natürlich in geeigneter Weise unterstützt.
Bei dieser Anordnung, Fig. 3 a, sind gar keine Circulationsplatten für die Führung der Gase erforderlich." Letztere erhalten beim Verlassen des Unterkessels durch die beiden Rohre D1 und D" die erforderliche Contraction, so dafs die Gase gezwungen werden, sämmtliche Wasserrohre auf ihrer ganzen Länge gleichmäfsig zu bestreichen.
Fig. 3 b giebt die andere Modification des Oberkessels D £>. Derselbe hat hier elliptischen Querschnitt. Die Kammern B1 Bx und B*B-schliefsen sich in gleicher Weise an denselben an, wie bei dem stationären Kessel in Fig. 2 gezeigt. Dem Oberkessel kann auch irgend ein anderer, den Verhältnissen entsprechender Querschnitt gegeben werden. Der Oberkessel ist von Rohren G durchsetzt, welche mit ihren Enden in-den Boden und die Decke des Oberkessels in verticaler Richtung eingefügt sind und den Gasen für die zwischen den Rohrwänden der beiden Kammern B1JB1 und B'2B- gelegene Länge desselben den Abzug gewähren. Hier sind Circulationsplatten .S für geeignete Führung der Gase angeordnet.
Namentlich die letzt beschriebene Anordnung mag ebenfalls auf stationäre oder transportable Kessel angewendet werden.
Es wird ausdrücklich hervorgehoben, dafs die Form der Endkammern dieser Kesselsystems sich an die concentrische Anordnung der Wasserrohre möglichst genau anschliefsend, in beliebiger, der Verschiedenartigkeit der Verwendung angepafster Weise die ursprüngliche cylindrische Grundform umschliefsen kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Verbindung eines durch die in den Patentschriften No. 751 und 5113 aufgeführten Patent-Ansprüche näher definirten, nahezu horizontalen Unterkessels (Wasserrohrkessels) mit zweien zu letzterem ganz oder nahezu parallelen als Oberkessel dienenden cylindrischen Rohren, deren obere Hälfte den Dampfraum bildet, zu einem Dampfkessel, und zwar dergestalt, dafs der Wasserraum des Unterkessels in Verbindung steht mit demjenigen der beiden cylindrischen Rohre des Oberkessels und unter der Annahme, dafs die abziehenden Gase zwischen den beiden genannten Rohren entweichen.
2. Die Verbindung eines solchen Unterkessels mit einem Oberkessel von beliebiger Querschnittsform, dessen obere Hälfte den Dampfraum bildet und zwar dergestalt, dafs das Wasser des Unterkessels in Verbindung steht mit demjenigen des Oberkessels und unter der Annahme, dafs die Gase durch Rohre ihren Abzug nehmen, welche den Oberkessel in verticaler Richtung durchsetzen und an dem zwischen den Rohrwänden der beiden
[ Endkammern liegenden Theile desselben angeordnet sind.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.

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