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Schiffsdampfturbine Ein Haupterfordernis im Schiffsturbinenbau ist
es, möglichst wenig Raum zu beanspruchen. Diese Forderung wird bei aus schiffbaulichen
Gründen auch hinsichtlich der Höhe beschränkten Maschinenräumen besonders wichtig.
Insbesondere muß bei Schiffsturbinen vielfach der äußere Durchmesser des Abdampfgehäuses
schon deshalb möglichst gering sein, um die Niederdruckturbine neben der Hochdruck-
und Mitteldruckturbine unterbringen zu können, und es muß daher das Bestreben sein,
jeden verfügbaren Abdampfraum bestens auszunutzen.
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Aus den durch die Energieumsetzung bedingten und durch ihre Größe
annähernd festgelegten Massen des Läufers einer Turbine ergeben sich die mindest
notwendigen Außenmaße des Turbinengehäuses. Bei der Niederdruckturbine sind die
Abmessungen des Gehäuses jedoch um ein erhebliches Stück zu vergrößern, um die Dampfabströmung
aus dem letzten Schaufelkranz in den Kondensator mit möglichst geringem Widerstand
zu ermöglichen. Diese Forderung nach geringstem Widerstand und die eingangs erwähnte
nach; geringstem Raum sind einander entgegengesetzt. Die Erfindung betrifft eine
Dampfturbinenbauart, bei der beide Forderungen weitgehend verwirklicht sind. Bei
den bekannten Turbinenbauarten gelangt der Dampf aus dem letzten Schaufelkranz in
einen Abdampfraum der Turbine und von diesem in den Kondensator. Dieser Abdampfraum
liegt bei Einstromturbinen in der Regel einseitig und in Richtung der Dampfströmung
gesehen hinter dem letzten Schaufelkranz. Bei Doppelstromniederdruckturbinen ist
eine zweiseitige Anordnung des Abdampfraumes, die durch die Teilung des Dampfstromes
ermöglicht wird; bekannt. Sie bietet manche Vorteile, besonders hinsichtlich des
Raumbedarfes, da die Abmessungen. kleiner und vor allem auch gleichmäßiger werden,
welch letzteres für die raumsparende Unterbringung im Schiff meistens wichtig ist.
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Bei axial beaufschlagten Turbinen mit Niederdruckvorwärts- und Rückwärts-
bzw. Niederdruckrückwärtsteil auf der gleichen Welle, die einen gemeinsamen Abdampfraum
besitzen, sind auch schon Leitbleche am Austritt bekannt. Diese Bleche verhindern,
daß der aus der Rückwärtsbeschaufelung austretende Dampf gegen die gegenüberliegende
letzte Stufe der Vorwärtsbeschaufelung bläst und damit eine leistungsvermindernde
Wirkung ausübt. Ebenso wird die umgekehrtg Wirkung bei der Vorwärtsfahrt, bei der
der austretende Dampf gegen die letzte Stufe der
Rückwärtsbeschaufelung
strömen könnte, vermieden. Die Umlenkung in diese Leitschaufeln beträgt höchstens
9o°, meistens aber viel weniger.
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Bei Turbinen der letztgenannten Art ist es nach einem anderen Vorschlage
bekannt, eine Verteilung des Abdampfraumes zu beiden Seiten des Dampfaustritts,
ähnlich wie bei Doppelstromturbinen, vorzunehmen. Würde dies ohne weitere Hilfsmittel
ausgeführt, so würde der Dampf hauptsächlich nur den in Richtung des Dampfaustrittes
liegenden Teil durchströmen, während der andere Teil sehr schlecht nutzbar gemacht
wird.
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Gemäß der Erfindung wird daher der aus dem letzten Schaufelkranz des
Vorwärtsturbinenteiles austretende Dampf durch hinter diesem Schaufelkranz angeordnete
Leitbleche etwa zur Hälfte in zur Beaufschlagungsrichtung entgegengesetzter Richtung
abgelenkt.
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Gegenüber den bisher bekannten Leitblechen hinter der letzten Stufe
derartiger Turbinen wird nunmehr also nur etwa die Hälfte des Dampfes, dafür aber
um nahezu i8o° umgelenkt, so daß de>; Dampf alle Räume des Abdampfgehßuses in geordneter
Strömung ausfüllen kann und die Abmessungen des Abdampfgehäuses auf ein hleinstmaß
herabgesetzt werden können, insbesondere der Höhe und Breite nach. Dabei ist zu
berücksichtigen, daß infolge der von den Seiten nach der Mitte zu, vor allem im
Vorwärtsteil, meistens wachsenden Stufendurchmesser an den Seiten der für den Abdampf
zur Verfügung stehende Raum größer ist als der in der Mitte und erst durch die geordnete
Strömung richtig ausgenutzt werden kann.
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Falls der Rückwärtsteil einen erheblich geringeren Stufendurchmesser
aufweist als der Vorwärtsteil, kann auch ein Absatz im Abdampfgehäuse angeordnet
werden.
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In der Abbildung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Es ist bezeichnet mit i der Läufer einer NiederdrticlzscliifFstui-l)ine, auf dein
die Sturen 2, 3. 4 und 5 für Vorwärtsfahrt und die Stufen 6 und 7 für Riickwärtsfalirt
angeordnet sind. Der bei Vorwärtsfahrt aus der Stufe 5 austretende Dampf gelangt
zur Hälfte in Richtung des Pfeiles 8 in den zwischen dein Leitschatifelträger 9
der Rückwärtsturbine und dein äußeren Abdampf gehäuse io vorhandenen Raum; der andere
Teil des Dampfes wird durch Leitbleche ii um etwa i 8o' umgelenkt und gelangt in
Richtung des Pfeiles 1? in den auf der entgegengesetzten Seite zwischen dein Leitschaufelträger
13 der Vorwärtsturbine und dem Gehäuse rd. vorhandenen Raum. Die Entfernung 1.1
zwischen den Stufen 5 und 7 bann erheblich verringert werden, ebenso kann die Höhe
1 ,# ein geringeres Maß als bisher aufweisen, da der für den aus der letzten Stufe
5 austretendenDampf notwendigeRauni an den Seiten der Turbine zur Verfügung steht
und ohne Wirbelverluste erreicht werden kann.