DE73690A - Verfahren zur Herstellung von Kunstkalkstein und Kunstsandstein unter Anwendung von Aetzkalk und Löschen desselben bei gehinderter Ausdehnung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunstkalkstein und Kunstsandstein unter Anwendung von Aetzkalk und Löschen desselben bei gehinderter AusdehnungInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abänderung, des durch Patent Nr. 34862 geschützten
Verfahrens und bezweckt die Erzielung von Ersparnissen durch den gleichzeitigen Gebrauch
mehrerer Formkessel, sowie eine Verbesserung des erzeugten Productes.
Es hat sich in der Praxis herausgestellt, dafs das Verfahren des Patentes Nr. 34862 sich nur
bei einem Ueberschufs von heifsem Wasser befriedigend ausführen läfst. Um nun bei dem
Betrieb mit mehreren Formkesseln das aus dem einen abgelassene Wasser und die in demselben
vorhandene Wärmemenge nicht zu verlieren, hat man versucht, dasselbe in einem anderen
Formkessel wieder zu verwenden.
Es stellte sich dabei heraus, dafs das Ergebnifs ein ungenügendes ist, und zwar ist dies
darauf zurückzuführen, dafs die in dem Wasser natürlich vorhandene Kohlensäure ein wesentlicher
Bestandtheil bei Anwendung des Verfahrens ist, der bei dem ersten Procefs verbraucht
wurde. Man hatte also diese Kohlen-. säure wieder zu ersetzen. Zu dem Zwecke
wird die in einem Formkessel benutzte Wassermenge in ein z\veites Gefäfs eingeführt, welches
mit einer Kohlensäureleitung in Verbindung steht.
Es ergab sich dann weiter, dafs die Zuleitung der Kohlensäure in reichlicherem Mafse, als sie
das Wasser in natürlichem Zustande besitzt, eine Verbesserung des Productes in Bezug auf
seine Härte zur Folge hatte. Die Einführung kleiner Mengen Flufssäure ergab ein ähnliches
Resultat.
Die Zeichnung stellt eine Anlage, die dem angegebenen Verfahren dient, dar. Mit A sind
die Formkessel bezeichnet, welche alle mit einem Zwischengefäfs B so verbunden sind, dafs
sie sowohl aus demselben gefüllt, als in dasselbe entleert werden können. Dieses Gefäfs
ist einerseits mit einer Heifswasserleitung oder einem Dampfkessel verbunden, um das verbrauchte
Wasser und den Temperaturabfall zu ersetzen, und steht andererseits mit einem Kohlensäurebehälter oder Flufssäurebehälter in
Verbindung.
Von dem Zwischengefäfs B aus werden die einzelnen Formkessel, nachdem sie ihre Füllung
mit dem im Patent Nr. 34862 erwähnten Material erhalten haben, unter Wasser gesetzt,
welches jedesmal nach seiner Wirksamkeit in einem Kessel in das zweite Gefäfs zurückkehrt,
um hier mit Kohlensäure oder Flufssäure angereichert zu werden.
Claims (1)
- Pa te nt-Anspruch:Eine Abänderung des durch Patent Nr. 34862 geschützten Verfahrens für den Betrieb mehrerer Formkessel, bestehend in der jedesmaligen Ueberführung des in einem Formkessel gebrauchten heifsen W'assers in ein Zwischengefäfs, Anreicherung mit Kohlensäure oder Flufssäure daselbst und Wiederbenutzung in einem weiteren Formkessel.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE73690A true DE73690A (de) |
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