DE736952C - Druckausgleichvorrichtung fuer hydraulische Bremsen von Kraftfahrzeugen - Google Patents

Druckausgleichvorrichtung fuer hydraulische Bremsen von Kraftfahrzeugen

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DE736952C
DE736952C DEG104207D DEG0104207D DE736952C DE 736952 C DE736952 C DE 736952C DE G104207 D DEG104207 D DE G104207D DE G0104207 D DEG0104207 D DE G0104207D DE 736952 C DE736952 C DE 736952C
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DE
Germany
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valve
brake
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chamber
pressure
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Expired
Application number
DEG104207D
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English (en)
Inventor
August Grau
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AUGUST GRAU FA
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AUGUST GRAU FA
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T11/00Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator without power assistance or drive or where such assistance or drive is irrelevant
    • B60T11/10Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator without power assistance or drive or where such assistance or drive is irrelevant transmitting by fluid means, e.g. hydraulic
    • B60T11/28Valves specially adapted therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

  • Druckausgleichvorrichtung für hydraulische Bremsen von Kraftfahrzeugen Es ist üblich, in dem Druckkreis einer hydraulischen Bremsanlage von Kraftfahrzeugen eine Öffnung vorzusehen, die bei zurückgezogenem Hauptbremskolben, d. h. bei gelöster Bremse, die Bremsleitung mit einem Ausgleichsraum verbindet und somit einerseits der sich erwärmenden Bremsflüssigkeit die Möglichkeit gibt, sich in den Ausgleichsraum auszudehnen, andererseits für eine ständige Nachfüllung der Bremsleitung sorgt.
  • Einrichtungen dieser Art versagen, wenn die erwähnte Öffnung vom Hauptbremskolben verdeckt ist. Sie sind auch nicht anwendbar, wenn der Bremsanlage mehrere Betätigungsorgane zugeordnet sind, also beispielsweise wenn eine Bremse nach Wahl von Druckluft, von einem Auflaufgestänge, einer Speicherfeder o. dgl. gesteuert werden kann, oder wenn der Bremsleitung hilfsweise eine Handfeststellvorrichtung angeschlossen ist. ,In den zuletzt erwähnten Fällen würde- die Bremsflüssigkeit bei Betätigung des einen Steuerorgans offenbar durch die Ausgleichsöffnungen, die den Bremskreisen der anderen Organe zugeordnet sind, entweichen, anstatt die Bremsen anzulegen.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Druckausgleichvorrichtung für hydraulische Bremsen von Kraftfahrzeugen, insbesondere für solche mit mehreren Bedienungsorganen, die nicht nur von den geschilderten Nachteilen frei ist, sondern darüber hinaus die Aufrechterhaltung eines gleichmäßigen Bremsdruckes unter den verschiedensten Verhältnissen gewährleistet, z. B. auch dann, wenn sich die Bremsflüssigkeit bei starker Erwärmung ausdehnt. Nach der Erfindung, die sich bei Bremsanlagen der verschiedensten Konstruktionen anwenden läßt und auch dann einwandfrei arbeitet, wenn die Bremsen angelegt sind, wird in eine den Bremsdruckkreis mit einem Ausgleichsraum verbindende, nicht vom Hauptbremskolben übersteuerte Leitung ein Regelorgan eingeschaltet, das aus zwei Ventilen besteht, von denen das eine in bekannter Weise bei drucklosem Bremskreis offen ist und sich bei geringem Druckanstieg schließt, während das andere Ventil, das die Ausgleichsleitung mit einem das erste Ventil umgehenden Kanal verbindet, normalerweise geschlossen ist und sich bei hohen, den maximalen Bremsdruck übersteigenden Drücken öffnet.
  • Bei hydraulischen Bremsen ist es an sich bekannt, in eine Leitung, die vom Ha.uptbremszylinder zu einem Nachfüllgefäß führt, einen Ventilkolben einzuschalten, der, normalerweise offen, beim Ansteigen des Druckes in der Bremsleitung geschlossen wird. jedoch handelt es sich hierbei lediglich um eine Nachfüllvorrichtung, nicht aber um ein aus zwei Ventilen kombiniertes Druckausgleichorgan.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung arbeitet so, daß bei ungebremstem Fahrzeug der Druckkreis und der Ausgleichsraum in bekannter Weise miteinander verbunden sind, so daß die Bremsflüssigkeit sich entweder frei in den Ausgleichsraum ausdehnen oder aus diesem zum Nachfüllen in die Bremsleitung strömen kann. Sobald aber bei Beginn einer Bremsung ein geringer Überdruck von beispielsweise o,4. bis o,8 atü entsteht, unterbricht das erstgenannte Ventil die Verbindung zwischen Druckkreis und Ausgleichsraum tmabhängig von der Stellung des Hauptbremskolbens. Entstehen andererseits in der Bremsleitung Drücke, welche die normalen Bremsdrücke von z. B. 6o bis ; o atü übersteigen, also gerade bei Erwärmung und Ausdehnung der Bremsflüssigkeit, so wird unter Umgehung des ersten Ventils durch das zweite Ventil eine Verbindung zwischen Druckkreis und Ausgleichsraum hergestellt. Die beschriebenen Vorgänge vollziehen sich unabhängig davon, ob bei einer Bremsanlage auf denselben Druckkreis oder auf verschiedene miteinander in Verbindung stehende Druckkreise mehrere Betätigungsorgane wirken, da die normalerweise offene Ausgleichsleitung in jedem Falle geschlossen wird, sobald eine Druckerhöhung entsteht.
  • Weitere Maßnahmen der Erfindung sind darauf gerichtet, daß die geringe Menge Bremsflüssigkeit, die bis zur Schließung des ersten Ventils aus der Bremsleitung entweicht, stets zuverlässig wieder in den Druckkreis zurückgeführt wird. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß man die Ausgleichsleitung an die dem Bremskreis zugekehrte Kammer einer Rohrbruchsicherung anschlie13t, oder dadurch, daß der Hauptbremskolben mit seiner Kolbenstange verbunden ist, ihr also nicht, wie sonst vielfach üblich, frei anliegt. In beiden Fällen wird beim Rückgang des Hauptbremskolbens in die Ausgangsstellung ein gewisser Sog erzeugt, der Bremsflüssigkeit aus dem Ausgleichsraum in die Bremsleitung fließen läßt.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erf ndung ist in der Zeichnung gezeigt.
  • Fig. i gibt teils im Längsschnitt, teils in Ansicht eine Druckausgleichvorrichtung mit anschließendem Ausgleichsraum und anschließender Nachfüllvorrichtung wieder.
  • Fig.2 zeigt einen Längsschnitt durch die Ausgleichsvorrichtung in einer bestimmten Betriebsstellung.
  • Fig.3 zeigt eine Einbaumöglichkeit für die Ausgleichsvorrichtung.
  • In Fig. i ist mit 5 ein Anschlußstutzen bezeichnet, tler die Ausgleichsleitung 6 mit einem Bremsdruckkreis verbindet. Der Stutzen 5 sitzt an einer Kammer 7-, die ein weiteres Stück 8 der Ausgleichsleitung enthält und an den Ausgleichsraum io angeschlossen ist. An das den Raum i o enthaltende Schraubstück i i schließt sich ein Gehäuse 12 an, in dessen zylindrischem Raum 13 der Kolben 14 einer Nachfüllvorrichtung 15 beweglich ist.
  • Die Verbindung zwischen dem Leitungsabschnitt 8 und der Leitung 6 kann durch ein Ventil abgeschlossen werden, das im Zeichnungsbeispiel als kappenartiger oder kolbenartiger Körper ausgebildet ist. Dieser Ventilkörper ist in zwei zweckmäßig aneinandergeführte Teile 2o und 2 i unterteilt, von denen der erste als eigentlicher Ventilteller den Leitungsabschnitt 8 . abschließen kann und einen mit Bohrungen 22 versehenen, durch eine Feder 23 belasteten Ringflansch 2.1 auf-«-eist, während der zweite im wesentlichen einen Ring darstellende Teil 2 i einen Flansch 25 aufweist, der dem Ventilkörper 2o bzw. seinem Flansch 24 so anliegt, daß zwischen beiden ein Ringspalt 26 frei bleibt.
  • Im Mantel des Ventilteils 2 i sind Bohrungen 26' und im Flansch 25 Bohrungen 27 vorgesehen. Eine Feder 28 drückt den Ventilteil 21 gegen den Tei12o, ist aber schwächer als die Feder 23, so daß bei drucklosem. Zustand der Einrichtung die Feder 23 die Ventilteile 2o, 2 i entgegen der Feder 28 nach unten drückt, wobei die Unterkante des Teils 2 i konzentrisch um die Zuleitung 6 auf dem Boden 29 der Kammer 7 aufruht.
  • Wenn im Bremskreis kein Druck vorhanden ist, kann die Bremsflüssigkeit, wenn sie sich beispielsweise unter der Einwirkung von Wärme ausdehnt, vom Bremskreis kommend über die Ausgleichsleitung 6, die Bohrungen 26' und 2; sowie die Bohrungen 22 ungehindert in den Leitungsabschnitt 8 und von dort in den Ausgleichsraum io strömen. Entsteht aber in der Bremsleitung ein Druck, wird also die Bremse angezogen, so wirken die öffnungen 27 auf die schneller strömende Flüssigkeit drosselnd, derart, daß der Flüssigkeitsdruck den Ventilteller 2o anhebt und damit den Leitungsabschnitt 8 abschließt, so daß nunmehr der Flüssigkeitsdruck voll auf die Bremsen wirkt. Läßt der Druck in der Bremsleitung nach, so hebt sich das Ventil 2o wieder ab, so daß bei Bedarf Bremsflüssigkeit in den Druckkreis zurückströmen kann.
  • Zwischen einer Bohrung 35 des in die Kammer 7 eingeschraubten Deckels 36 und dem Leitungsabschnitt 8 ist ein ringförmiger Kanal 37 ausgespart, der als Umgehungsleitung für das Ventil 2o dient. Der-Kanal wird durch einen ebenfalls ringförmigen Ventilkörper 38 abgedeckt, der unter der Einwirkung einer starken Feder 40 steht, wobei der untere Ventilteller 41 dieser Feder zweckmäßig kalottenartig (bei 42) am Ventilteller 38 anliegt, um unter allen Umständen ein dichtes Aufsitzen dieses Tellers zu gewährleisten.
  • Die Kraft der Feder 40 ist so bemessen, daß diese zusammengedrückt wird, wenn der Druck, der über den .Kanal 37 auf den Ventilkörper 38 wirkt, den Maximaldruck der Bremsflüssigkeit bei angezogener Bremse überschreitet. Nimmt also beispielsweise bei geschlossener Bremse der Flüssigkeitsdruck zu, weil sich das Bremsöl infolge Sonnenbestrahlung ausdehnt, so wird schließlich der Ventilkörper 38 abgehoben, so daß die Bremsflüssigkeit am Leitungsabschnitt 8 vorbei in den Raum io ausweichen kann. Fig. 2 zeigt diesen Augenblick. Das Ventil 38 ist geöffnet, während das Ventil 2o unter Zusammendrückung der Feder 23 geschlossen ist.
  • Fig.3 der Zeichnung veranschaulicht, wie den Bremsen der Vorderräder die Bremsflüssigkeit durch eine Leitung 45 zugeführt wird, während zur Speisung der Hinterradbremsen eine Leitung 46 dient. Die beiden Druckkreise sind in an sich bekannter Weise an eine Rohrbruchsicherung 47 angeschlossen. Jedem der beiden Druckkreise 45, 46 ist eine Ausgleichsvorrichtung 48 bzw. 49 (mit Nachfüllvorrichtung) zugeordnet, die beide über -Leitungen 5o und 51 an die entsprechenden Kammern der Rohrbruchsicherung angeschlossen sind. Rohrbruchsicherungen sind bekanntlich so eingerichtet, daß an den Hauptbremszylinder 52 quer liegende, den Druckkreisen zugeordnete Hilfszylinder 53, 54 angeschlossen sind, wobei in jedem Hilfszylinder ein Kolben beweglich ist, der in Bremsrichtung durch den Druck der Bremsflüssigkeit, in entgegengesetzter Richtung dagegen durch eine starke Feder gesteuert wird. Die Kraft dieser Rückholfeder ist größer als diejenige der Rückholfedern für die Bremsbacken. Beim Lösen der Bremse entsteht demgemäß durch die Rückbewegung der Kolben in den Hilfszylindern, und zwar in der Kammer zwischen Hilfskolben und Druckkreis, ein gewisser Unterdruck, der demgemäß, da die Leitungen 50, 51 von den Anschlußstutzen 5 (Fig. i) kommend, an diese Kammern angeschlossen sind, ein beschleunigtes Zurückfließen der Bremsflüssigkeit aus dem Ausgleichsraum i o gemäß Fig. i zur Folge hat.
  • Wenn in die Bremsleitung Flüssigkeit nachgefüllt werden soll, so wird der Kolben 1 4. (Fig. i) nach unten bewegt; gegenüber dem kräftigen hierbei entstehenden Druck wirken die öffnungen 27 des Flansches 25 drosselnd, so daß sich der ganze Flansch entgegen der Feder 28 vom Ventilteil 2o abhebt und hierdurch das öl frei durchströmen kann.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Druckausgleichvorrichtung für hydraulische Bremsen von Kraftfahrzeugen, insbesondere für solche mit mehreren Betätigungsorganen, dadurch gekennzeichnet, daß in eine den Bremsdruckkreis mit einem Ausgleichsraum (i o) verbindende, nicht vom Hauptbremskolben übersteuerte Leitung (6, 8) zwei Ventile (20, 38) eingeschaltet Bind, deren eines (20) in bekannter Weise bei drucklosem Bremskreis offen ist und sich bei geringem Druckanstieg schließt, während das andere Ventil (38), das den Ausgleichsraum (io) mit einem Umgehungskanal (37) des ersteren Ventils verbindet, normalerweise geschlossen ist und sich bei höhen, den maximalen Bremsdruck übersteigenden Drücken öffnet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie an die der Bremsleitung zugekehrte Kammer einer bekannten Rohrbruchsicherung (47) angeschlossen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichsleitung (6) in eine erweiterte, die beiden Ventile (20, 38) und die von ihnen gesteuerten Leitungsabschnitte (8, 37) enthaltende Kammer (7) mündet.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper des ersten Ventils als Hohlkolben ausgestaltet ist, dessen Boden einen Ventilteller bildet, während sein Mantel eine oder mehrere drosselnde öffnungen (26') aufweist und im drucklosen Betriebszustand durch eine Feder (23) mit seiner Unterkante konzentrisch zur Einmündung der Ausgleichsleitung (6) auf den Boden (29) der Kammer (7) gepreßt wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkolben quer zur Achse in zwei ineinandergeführte Abschnitte unterteilt ist, wobei beide Abschnitte einander mit durchbohrten Flanschen (2q., 25) anliegen und der Flansch des oberen Abschnittes (20) als Teller für eine das Ventil normalerweise offenhaltende Feder (23) dient.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der Umgehungskanal (37) als ein im Deckel (36) der Kammer (7) angeordneter Ringraum ausgebildet ist, der den vom ersten Ventil (2o) abzuschließenden Leitungsabschnitt (8) umgibt und in den Ausgleichsraum (io) mündet.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Ventilkörper des zweiten Ventils ein den Umgehungskanal abdeckender Ring (38) dient, dem der Federteller (q.1) der Ventilfeder (q.0) vorzugsweise in Gestalt einer Kalotte (q.2) anliegt. B. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptbremskolben des zugehörigen Bremskreises zwecks Erzeugung eines Soges beim Kolbenrücklauf in an sich bekannter Weise mit der Kolbenstange verbunden ist.
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