DE738794C - Verfahren zum Herstellen eines Mehles, das zur vereinfachten Herstellung von Kartoffelkloessen dient - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines Mehles, das zur vereinfachten Herstellung von Kartoffelkloessen dientInfo
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Description
- Verfahren zum Herstellen eines Mehles, das zur vereinfachten Herstellung von Kartoffelklößen dient Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines Mehles oder Pulvers, aus dem in einfafier Weise durch Anrühren mit Milch oder Wasser ein Teig .für Kartoffelklöße hergestellt werden ; kann. Aus diesem bereits nach 2 Minuten gebilseten festen Teig werden Kartoffelklöße geformt und, wie üb- lich, etwa 15, bis 2o Minuten in Salzwasser gekocht.
- Die Herstellung von Kartoffelklößen geschah bisher in der Weise, daß die Kartoffeln längere Zeit mit der Schiale gekocht, dann geschält und gepreßt wurden, worauf aus der Kartoffelmasse unter Zusatz von Mehl und Eiernein Teig unter starkem Kneten in etwa 2o Minuten hergestellt wurde. Diese Klöße werden bei dieser Art der Herstellung aber oft zu weich; kleistrig oder unansehnlich. Außerdem erfordert das Anrichten und Kneten des Teiges eine -Lange Zeit und größten Kraftaufwand.
- Das neue Ausgangsprodukt nach dem Verfahren gemäß der Erfindung zeigt dagegen den Vorteil, daß der Teig für die Klöße durch ein neinfaches Anrühren mit Milch oder Wasser, hergestellt werden kann, so d.aß die langwier@gen Vorbereitungen (Waschen, Kochen, Abpellen und Durchpressen der Kartoffeln) und das umständliche Kneten des Teiges entfällt. @ Der weitere Vorteil besteht darin, daß dem neuen Ausgangsprodukt bei der Teigherstellung keine Eier zugesetzt werden brauchen, die bisher als Bindemittel für den Teig unerläßlich waren. Die entsprechenden Nährwerte sind gleichwohl in dem neuen Ausgangsprodukt in anderer Form enthalten. An Hand eines Beispiels sei die Herstellung des neuen Ausgangsproduktes beschrieben: Ein Quantum Weizengrieß wird mit etwa dem halben bis zweidrittel Teil der Gewichtsmenge mit Kartoffelmasse vermengt. Die Kartoffelmasse wird durch Pressen von gekochten, insbesondere gedämpften und geschälten bzw. gepellten Kartoffeln gewonnen. Diese Mischung wird nun unter i oo° C unter stetem Rühren so lange erhitzt, bis' der Weizengrieß durch den Wassergehalt der Kartoffelmasse aufgequollen und mit der Kartoffelmasse eine innige Verbindung eingegangen ist. In einer Trockenanlage erfolgt das restliche Trocknen der Masse, worauf anschließend das Zerkleinern in einer Mahlanlage erfolgt.
- In einem weiteren Arbeitsgang erfolgt ein Anreichern der nun vorhandenen Masse mit etwa dem gleichen Quantum Kartoffelmasse wie beim ersten Arbeitsgang. Diese Gesamtmasse wird wiederum bei Temperaturen unter i oo° C unter starkem Rühren so lange erhitzt, bis das aus dem ersten Arbeitsgang erhaltene Pulver aufgequollen und mit der Kartoffelmasse wieder eine innige Verbindung einbegangen isst. Das Endprodukt wird wieder getrocknet und gemahlen.
- Dieses Verfahren der Anreicherung der aus dem vorhergehenden Arbeitsgang erhaltenen Masse mit neuer Kartoffelmasse wird so oft wiederholt, bis das gewünschte Verhältnis zwischen Weizengrieß und Kartoffelmasse erreicht und durch die wiederholte Einwirkung der Kartoffelmasse auf den wiederholt aufgequollenen und wiederholt getrockneten Weizengrieß dieser die Eigenschaft verloren hat, beim Erhitzen mit Wasser kleistrig zu werden. Ein anschließendes Mahlen des Endproduktes bis zur zweckmäßigen Mehlfeinheit beendet das Herstellungsverfahren.
- Das Wesentliche des Verfahrens ist darin zu sehen, daß mit solchen Gewichtsmengen an Mehl und Kartoffeln gearbeitet wird, daß, eine Teigbildung nicht eintreten kann. Das neue Ausgangsprodukt liegt also in Form von Mehl und nicht als Teig vor.
- Die mit dem neuen Ausgangsprodukt hergestellten Klöße gelingen immer einwandfrei. Sie setzen sich auch nicht am Boden des Kochtopfes an. Das neue Herstellungsverfahren sichert dem neuen Ausgangsprodukt eine weit günstigere Erhaltung der Vitamine und Nährsalze der Kartoffel. Die hergestellten Klöße sind von lockerer Beschaffenheit und gutem Geschmack.
- In dem neuen Ausgangsprodukt sind die Weizen- und Kartoffelbestandteile in homogener Verbindung. Bei Verwendung von Grieß statt Mehl vermag der höhere Prozentsatz Kleber, der im Grieß enthalten ist, infolge seines höheren Eiweißgehaltes den bisher notwendigen Eizusatz bei der bekannten Art der Klößeh:erstellung zu ersetzen, so daß durch den Klebergehalt und durch eine gleichzeitig erfolgte .Anreicherung der in den verschiedenen Arbeitsgängen entstehenden Masse mit z. B. veredeltem Sojamehl der Nährwert des neuen Produktes auch an Eiweiß- und Fettgehalt .als außerordentlich gut angesprochen werden muß.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen eines Mehles, das zur vereinfachten Herstellung von Kartoffelklößen durch Anrühren des Mehles mit Milch oder Wasser dient, dadurch gekennzeichnet, daß, Mehl, vorzugsweise Grieß, mit gekochten oder gedämpften, von den Schalen befreiten Frischkartoffeln einer Erwärmung unter ioo° C unter ständigem Rühren und unter Vermeidung einer Teigbildung unterworfen wird, bis ein grob pulverförmiger Zustand erreicht ist, worauf die so erhaltene Masse getrocknet und gemahlen wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem weiteren Zusatz von Frischkartoffeln angereichert wird und eine erneute Erwärmung unter i oo' C unter ständigem Rühren stattfindet und anschließend ein erneutes Trocknen und Mahlen des Produktes erfolgt. Verfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß ein wiederholtes Anreichern des gewonnenen Produktes stattfindet, bis der Weizengrieß die Eigenschaft verloren hat, beim Erhitzen mit Wasser kleistrig zu werden.
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| DE (1) | DE738794C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1212828B (de) * | 1959-05-06 | 1966-03-17 | Unilever Nv | Verfahren zur Herstellung von entwaesserten gekochten Kartoffelflocken |
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1940
- 1940-11-09 DE DER108683D patent/DE738794C/de not_active Expired
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