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Gegenfernsehanordnung unter Verwendung des Lichtflecks auf dem Schirm
einer Braunscheu Röhre zur AAbtastung Beim Gegensehen wird gewöhnlich nach; dem
Lichtstrahlabtastverfahren ;gearbeitet. Die Bewegung des Lichtpunktes kommt z. B.
dadurch zustande, daß der auf dem Schirm einer Braunscheu Röhre nach dem üblichen
Abtasts.chema bewegte Leuchtfleck konstanter Helligkeit mittels eines optischen
Systems in die Ebene der zu übertragenden Person abgebildet wird. Bei dieser Abtastung
besteht nun der Übelstand, daß die Person niemals auf den Schirm der Abtaströhre
blickt, wie es für eine überiragung, die wirklich den. persönlichen Eindruck des
Fernsehgesprächsteilnehmers übermitteln soll, erforderlich wäre, sondern ihren Blick
auf die besondere Empfangsröhre richten muß, weil sie ja nur dorrt den anderen Gesprächsteilnehmer
sehen kann. Beiden meisten bisher üblichen: Anordnungen wurde die Person .daher
stets schräg von der Seite öder von unten, bzw. oben gesehen. Der gleiche Nachteil
besteht bei mit mechanischen Mitteln durchgeführter Lichtstrahlabtastung.
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Es ist nun schon bekannt, zur Vermeidung dieses@Nachteils die Strahlen
der Biildzerlegervorrichtung an der Empfangsvorrichtung vorbei auf den aufzun@enden
Gegenstand zu richten. Eine solche Anordnung bewährt sich aber bei Gegensehanlagen
mit Braunscheu. Röhren wegen der verhältnismäßig ;großen Baulänge der Röhren nicht.
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Eis ist ferner bekannt, durch gesteuerte( Gasentladungen in z. B.
mäanderförmig gekrümmten und zu .einem Schirm vereinigten Leuchtröhren in Gegensehanlagen
ein Empfangsbild zu erzeugen und dieselbe Anordnung nach Umschaltung ;als konstante
Lichtquelle für. -die Abtastung der zu übertragenden Person zu verwenden. Dieses
übertragungsverfahren
hat aber den Nachteil, daß die Übertragung
stets nur in einer Richtung :erfolgen kann, so daß die Person, deren Bild übertragen
werden soll, nicht gleichzeitig das Bild des anderen Fernsehgesprächsttilnelimers
erblicken kann.
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Mit der Erfindung werden die vorerwähnten Nachteile beseitigt. Dies
geschieht dadurch, daß der Schirm einer einzigen Bra.lmschen Röhre sowohl zum Bildaufbau
des Empfangsbildes als auch zur Lichterzeugung für diie Abtastung benutzt wird.
Zu diesem Zwecke wechseln auf dem Schirm Zonen, insbesondere Zeilen, für die Abtastung
und den Bildaufbau ab. Durch optische Hilfsmittel, beispielsweise eine unterteilte
Optik mit verschiedenen Brennweiten, wird einerseits das Abta;stlichtrast-er scharf
in der Ebene der zu übertragenden Person abgebildet, andererseits eine gleich->
zeitige Betrachtung des ,auf den anderen Streifen des Leuchtschirms geschriebenen
Empfangsbildes durch dieselbe Person ermöglicht.
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Ein Beispiel für diese Lösung wird i 1 folgenden beschrieben: Der
Leuchtschirm ist in zahlreiche Streifen i (vg1. die- Zeichnung unterteilt, dieabwechselnd
versch"edeneLeuchteigenschaften besitzen. Soll z. B. mit 9o Zeilen gearbeitet werden,
so :erhält der Leuchtschirm i So Streifen, von denen 9o zur Bildzusammensetzung,
die übrigen 9o zur Abtastung dienen. Jeder Streifen der einen Gruppe ist also von
zwei Streifen der anderen Gruppe !eingeschlossen.
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Bei dieser Anordnung ist es möglich, zwei Kathodenstrahlen zu verwenden,
von :denen der eine den konstanten Lichtfleck auf den 9o Abtastzeilen, der
andere dagegen das empfangene Bild in den anderen 9o Zeilen erzeugt. Es kann ,aber
auch der gleiche Strahl sowohl zur Aufzeichnung des Empfangsbildes als auch zur
Abtastung benutzt werden. Der Strahl erhält in diesem Falle in Unterbrechungen mit
Bildpunktfrequenz abwechselnd eine konstante Intensität für die Abtastung,während
in den Zwischenpausen dem Wehneltzylinder die Impulse der :empfangenen Sendung zugeführt
werden. Um dann den konstanten Lichtfleck stets auf die für die Abtastung vorgesehenen,
den modulierten Fleck dagegen auf die für den Bildaufbau vorgesehenen Leuchtstreifen
zu richten, wird der Bildwechselablenkung eine senkrecht zur Zeilenrichtung wirkende
bildpunkt-:oder höherfrequente Ablenkung überlagert. Der Strahl pendelt dann während
seines Weges längs der Zeilen mit sehr hoher Frequenz über zwei benachbarte Streifen
hin und her.
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Eine gewisse Schwierigkeit ergibt sich :daraus, :daß der konstante
Lichtfleck in die Ebene der zu sendenden Person 2 abgebildet werden muß. Die Notwendigkeit
eines reellen i Bildes erfordert die Einschaltung einer Optik zwischen Person und
Röhre, der Abstand dazwischen muß mindestens gleich der vierfachen Brennweite f
sein. Auf diese leise ist aber eine Betrachtung des Empfangsbildes durch die abgetastete
Person nicht mehr ohne weiteres möglich, da entweder ein reelles Bild aus mindestens
25 cm Abstand oder aber das Empfangsbild direkt oder durch eine Lupe betrachtet
werden muß. Mit beiden Möglich-: keiten ist :die Bedingung, daß das reelle Bild
in der Ebene der Person und mindestens im Abstand 4 f vom Leuchtschirm liegt, nicht
vereinbar.
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Diese Schwierigkeit wird durch eine kombinierte Optik, die zwei verschiedene
Brennweiten besitzt, behoben. Es können entweder zwei nebeneinänderlegende, beispi,elscveise
halbkreisförmige Linsensysteme verwenflet werden, oder die beiden Systeme «-erden
streifenweise ineinandergefügt, wie es bei der Optik 3 der Zeichnung dargestellt
ist. Das eine der beiden Systeme dient dabei als Betrachtungslinse, das andere als
AbbildLingsoptik.
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Eine andere Lösung der Schwierigkeit besteht darin, daß zur Projektion
ncht eine von der Braunsehen Röhre getrennte Optik verwendet wird, sondern :ein
Linsenraster, das in unmittelbarer Nähe -des Kolbens, zweckmäßig direkt auf dem
Kolbenboden, angebracht ist. Dieses Raster besteht aus zahlreichen, z. B. kreisrunden,
quadratischen oder am besten sechseckigen kleinen Einzellinsen, deren jede den nächstliegenden
Punkt des Leuchtschirms und seine Umgebung reell in die Ebene der abzutastenden
Person abbildet. Die Bilder der von den Einzellinsen ab-ubild:eten Lichtpunkte bilden
dann also ihrerseits ein in der Abbildungsebene liegendes Raster. Da nun niemals
das gesamte von den Linsen dies Leuchtschirms ausgehende Licht in dien zugehörigen
Bildpunkten ver- i einigt wird, sondern ein Teil des Lichts als Streulicht verlorengeht,
kann das Streulicht erfindungsgemäß dazu ausgenutzt werden, dein Betrachter das
empfangene Bild sichtbar zu machen.
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Eine Abwandlung dieser Anordnung besteht darin, daß das Linsenraster
durch zahlreiche Linsenstreifen ersetzt wird, die sich jeweils vor den für die Abtastung
vorgesehenen Leuchtstreifen befinden. Die zwischen ihnen liegenden Streifen für
den Bildaufbau sind nicht mit :einer Optik versehen.
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An Stelle eines Schirms mit verschiedenen Leuchteigenschaften für
die unterschiedlichen Zwecke der Bildwiedergabe bzw. Abtastung kann auch eine einheitliche
Leuchtschicht benutzt werden, vor die ein aus zahlreich en
Streifen
bestehendes Lichtfilter gesetzt ist. Für die Abtastung kann beispielsweise ein das
Auge wenig störendes, z. B. blaues oder ultraviolettes Licht benutzt werden, während
das empfangene Bild weiß oder m einer gut sichtbaren Färbung erscheint. Dier Bildeindruck
wird dann durch das Abtastlicht nicht gestört.
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Unter Umständen ist es auch möglich, verschiedene Farben für die Abtastung
und den Bildaufbau bei derselben LeLUchtsubstanz durclZ bildpunktfrequente Änderung
der Strahlgeschwindigkeit zu erzeugen. Es ist nämlich bekannt; daß manche Phosphore
bei Änderung der Strahlgeschwindigkeiit in der Leuchtfarbe umschlagen. Die Änderung
der Strahlgeschwindigkeit kann dabei durch Änderung der Anodenspannung oder bei
Verwendung einer Röhre mit Nachbes-chleunigungauch durch Steuerung des Leuchtschirmpotentials
bewirkt werden. Im Bersten Falle wird @es im allgemeinen erforderlich sein, auch
die Ablenkfelder mit der gleichen Frequenz zu ändern, da diese nunmehr mit ungl:eIcher
Elektronengeschwindigkeit durchlaufen werden. Auch die Elektronenoptik (Konzentrationsspannung)
muß unter Umständen hochfrequent verstellt werden.
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Damit der Abtastvorgang nicht durch die von dem empfangenen Bild hervorgierufene:
diffuse Beleuchtung ;gestört wird, wird zweckmäßig ein im Verhältnis zum wiedergegebenen
Bild sehr heller Abtastlichtfleck benutzt. Dieser kann andererseits biei der Bildbetrachtung
unter Umständen erheblich stören. In diesem Falle würde man leinen im Verhältnis
zur Bildhelligkeit lichtschwachen Abtastlichtfleck verwenden und als Ausgleich :die
Empfindlichkeit der Photozellen im Takt der entsprechenden Frequenz verändern, damit
diese während der Aufzeichnung der empfangenen Bildpunkte unempfindlich sind. Zu
diesem Zwecke wird eine z. B. rechteckig verlaufende Saugspannung verwendet, die
die Photozellen freigibt, wenn der Strahl abtastet, und sie sperrt, wenn das Bild
aufgebaut wird. Auch kann eine Modulation der Sekundärphotozelle im Takt der Umschaltimpulse
vorgenommen werden.