DE740312C - Verfahren und Vorrichtung zur Aufloesung von noch feuchten, fest zusammengepressten Zellwollevliessen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Aufloesung von noch feuchten, fest zusammengepressten ZellwollevliessenInfo
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- DE740312C DE740312C DEP79553D DEP0079553D DE740312C DE 740312 C DE740312 C DE 740312C DE P79553 D DEP79553 D DE P79553D DE P0079553 D DEP0079553 D DE P0079553D DE 740312 C DE740312 C DE 740312C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D10/00—Physical treatment of artificial filaments or the like during manufacture, i.e. during a continuous production process before the filaments have been collected
- D01D10/04—Supporting filaments or the like during their treatment
- D01D10/049—Supporting filaments or the like during their treatment as staple fibres
-
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D11/00—Other features of manufacture
- D01D11/02—Opening bundles to space the threads or filaments from one another
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- Textile Engineering (AREA)
- Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Auflösung von -noch feuchten; fest zusammengepreßten Zellwollevließen
Man hat bereits versucht; .das aus der Nachbehandlung kommende, entwässerte, -jedoch noch feuchte Faservließ vor Aufgabe in den "1.'rockenofen entweder durch Hacker oder auf Walzen angeordnete grobe Kämme auseitianderzuzupfen. Bierbei erfordert jedoch fier. namentlich in der Vließlängsrichtting auftretende- Faserwiderstand einen beträchtlichen Aufwand an Reißkttaft, die einerseits der feuchten und daher geschwächten Faser abträglich ist, andrerseits die Öfnungsmittel mechanisch stark beansprucht und häufigen Beschädigungen, z. B. durch Ausbrechen von Zähnen, aussitzt.In der Zellwolleherstellung bereitet eine faserschonende Auflösung nachbehandelter und insbesondere nach dein. Entwässern noch feuchter 7ell@@ollevlicße nicht unerhebliche :Schwieril;l:citcn.. Vom Grade der erzielten ntiflfisutig und deren Gleichmäßigkeit is 1 flieht nur die Lei- stung der: `l`rockenöfen; sondern -in: erster Linie auch die Erzielung eines gleichmäßigen Fs_uchtigkeitsgehaltes in starkem Maße al)- hängig. - Man. hat weiterhin versucht, auf einem Walzenkörper radial angeordnete Schlagflügel o. dg1. als Öffnungsmittel für nachbe-. handelte, feuchte ZellwoIIevIieße anzuwenden. Hierbei wurde zwar eine gewisse Zerteilung des Vließes erreicht, indessen verursachten. die Flügelränder starke mechanische Reibun= . gen am feuchten Gut. Darüber hinaus traten wegen ständigen Umwickelns der Flügel durch Sogwirkung derartige Betriebsstörungen auf, daß eine solche Arbeitsweise als im Großbetriebe praktisch undurchführbar aufgegeben werden mußte. Auch bei allen sonst bekanntgewordenen Öffnungsverfahren oder -vorrichtungen - für gleiche oder - 'ähnliche Zwecke, ja selbst bei solchen für die Auflösung trockenen Fasergutes, wie Baumw olle,-Wolle- und Bastfasern,, ist die Bearbeitung durchweg eine rein mechanische durch Anwendung von Kämmen, Zahnwalzen, Schlagleistenflügeln oder Organen, wie sie in der Bastfaserverarbeitung durch Knick-, Knet-oder Schabwirkung eine Trennung der spröden Holzteile von den geschmeidigen und den Arbeitsmittel=n ausweichenden Fasern bewirken.
- Im Gegensatz dazu wird bei dem Verfahren nach der Erfindung die mechanische Bearbeitung nahezu ausgeschaltet und die Vließöffnung dadurch bewirkt, daß das feuchte, zu fester Schicht zusammengepreßte Faservließ der Einwirkung umlaufender Schwingungserreger ausgesetzt wird, die das Vließ iii äußerst schnelle und lebhafte Eigenschwingungen versetzen. Bei diesem Verfahren wurde von der Beobachtung ausgegangen, daß die in der V tießlängsrichtung festzusammenhaftenden und etwaiger mechanischer-Auskämmursg großen Widerstand entgegensetzenden Fasern sich in der Vließdickenrichtung, in der sie aufeinandergeschichtet sind, unverhältnismäßig leichter aufteilen lassen und, soba-1,41 dein filzartigen Vließ schnelle Eigensclnvuzgungen erteilt werden, zu einer sehr voluminösen Schicht anwachsen; die unter dem Einilu.ß weiterhin aufgezwungener 'Schwingungen auseinanderblätter t und sich in eine flockige Fasermasse von selbst auflöst.
- Da die nachstehend näher beschriebenen Arbeitsmittel dabei keinerlei Kämm- oder Reißwirkung ausüben, ist die mechanische Beanspruchung der Arbeitsmittel im Gegensatz zu den sonst üblichen Öffnungsorganen eine außergewöhnlich geringe,- wodurch ein gänzlich störungsfreier Dauerbetrieb der Öffnungsvorrichtung auf längste Zeiträume in der Praxis bei geringstem Kraftbedarf gewährleistet ist. Das in solcher Fonn und fast ohne mechanische Beanspruchung lern Trokkenofen zugeführte Fasermaterial gestattet einen gleichmäßigen Warmluftdurchtritt und eine schnelle Durchtrocknung, wodurch die Leistungsfähigkeit des Trockenofens verbessert wird.
- Nachstehend wird eine Vorrichtung zur .Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung beschrieben. Das gemäß Abb. A vom Siebband einer- Entwässerungsmaschine in der Pfeilrichtung laufend fortbewegte, abgepreßte, jedoch noch feuchte Faservließ x wird von einer auf der Siebwalze a ruhenden oder gegen diese angepreßten Druckwalze 3 gehalten und hinter diesem Walzenpaar über einen Schwingungserreger, der aus einer Walze ¢ mit tangemial auf einem umlaufenden Walzenkörper q. befestigter. Flügeln 5 besteht, hinweggeführt. Diese die Erfindung besonders kennzeichnende tangentiale Anordnung der Flügel auf dem Schwingungserreger verfolgt den Zweck einmal, durch tangentiale Beaufschlagung den Reibungswiderstand des Fasergutes am F1ügeI möglichst herabzusetzen, um dadurch jede Faserschädigung zu verhindern, -zum andern, den bei beispielsweise radial gestellten Flügeln auftretenden Sog, der unvermeidbar zum WalzenumwikkeIn und dauernden Betriebsstörungen führen würde, gänzlich auszuschalten. Bei diesem Flügel, der nicht durch mechanische Reibung das Gut auflöst. sondern ihm nur schnelle Eigenschwingungen erteilen soll, wird das Fasergut ständig zentrifugal abgeschleudert und, vom dabei: gleichfalls zentrifugal auftretenden. Luftstrom noch tsrfterstützt, im Schwingungszustand schwebend auf den Flügelkanten,gehaiten, wobei es in seiner Dickenrichtung vollkommen aufgelöst wird und in Flocken zerfällt.
- Durch die Umlaufszahl der Erregerwalze und deren Flügelzahl werden die Schwingungsfrequenzen in der Vließiängsrichtung bestimmt, die minutlich bis in die Tausende gehen können, ohne daß dabei mechanische Störungen auftreten, wenn beispielsweise die Flügelwalze in Kugel- oder Rollenlager eingebaut ist.
- Die weitere Unterstützung der Vließauflösung durch Schwingungen in der Vließquerachse wird dadurch bewirkt, daß zusätzlich die Flügel kurz vor ihren Rändern mit einer Reihe von z. B. halbkugelförmigen Knöpfen G besetzt sind, wodurch beim Flügelumlauf Nebenschwingungen in der Vließquerachse entstehen, deren Amplituden durch den Höhenunterschied zwischen Flügelrand und Knopfschaiteel sowie lunch den gegenseitigen Ab- stand dex Knöpfe- wesentlich beeinflußt werden.
- "Eine Walze mit nur vier Tangentialflügeln, deren jeder mit nur etwa 25 Knöpfen besetzt ist; erteil, beispielsweise bei nur 25o Umdrehungen je Minute dem darüberhinweggleitenden feuchten Faservließ iooo Schwingungsimpulse in der Längsrichtung und 25 000 Nebenschwingungsimpulse in der Vließquerrichtung, woraus zü ersehen ist, daß die Auflockerung des Gutes eine- -außergewöhnlich wirksame ist.
- Eine solche Öffnungsweise, die keinerlei .R-eiß- oder Kämmwirkung im Sinne von Stachel- Zahn- o: dg_. Walzen auszuüben vermag,' und im Gegensatz zu solchen mit reinen Schwingungserregern, nicht aber mit mechanischen Öffnungswerkzeugen arbeitet, muß naturgemäß das Fasergut außerordentlich schonend behandeln.
- Aus den Abb. B und C geht noch hervor, daß die die Schwingungen erzeugenden* Knöpfe auf den einzelnen hintereinander in .Wirkung tretenden Flügeln gegeneinander versetzt angeordnet sein können, um auf alle Fälle zu erreichen, daß alle Vließstellen von den Schwingungsimpulsen erfaßt werden und die Auflockerung über die Gesamtfäsermasse gleichmäßig verteilt wird.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Auflösung von noch feuchten, fest zusammengeprellten Zellwollevließen, :dadurch gekennzeichnet, daß das feuchte Zellwöllevließ durch Einwirkung umlaufender Schwingungserreger in hohe Eigenschwingungen versetzt wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dag als Schwingungserreger Walzen- (4) mit tangential aufgesetzten Flügeln (5) dienen, die- kurz vor ilirei: Rändern mit Knöpfen (6) abgestumpfter Form besetzt sind. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom, Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschrift Nr.355 717, 4992o6, 536 665. 643 1.56; schweizerische Patentschrift Nr. 184 591; britische Patentschrift Nr. 17 443 vom Jahre i895.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP79553D DE740312C (de) | 1939-08-04 | 1939-08-04 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufloesung von noch feuchten, fest zusammengepressten Zellwollevliessen |
| CH221903D CH221903A (de) | 1939-08-04 | 1940-07-08 | Verfahren und Vorrichtung zur schonenden Auflösung von feuchten, aus geschnittenem und fest zusammengepresstem Fasermaterial bestehenden Zellwollvliessen in Einzelfasern. |
| NL98331A NL55922C (de) | 1939-08-04 | 1940-07-12 | |
| FR886649D FR886649A (fr) | 1939-08-04 | 1941-07-10 | Procédé et dispositif pour l'ouvraison de la laine synthétique en vrac traitée ultérieurement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP79553D DE740312C (de) | 1939-08-04 | 1939-08-04 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufloesung von noch feuchten, fest zusammengepressten Zellwollevliessen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE740312C true DE740312C (de) | 1943-10-16 |
Family
ID=5842507
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP79553D Expired DE740312C (de) | 1939-08-04 | 1939-08-04 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufloesung von noch feuchten, fest zusammengepressten Zellwollevliessen |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH221903A (de) |
| DE (1) | DE740312C (de) |
| FR (1) | FR886649A (de) |
| NL (1) | NL55922C (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB189517443A (en) * | 1895-09-18 | 1895-10-26 | Hugo Wolff | Improvements in Machines for Breaking and Swingling Fibrous Stalks. |
| DE355717C (de) * | 1922-07-01 | Maschf | Schuettelmaschine | |
| DE499206C (de) * | 1928-11-20 | 1930-06-04 | Fermin Rocamora | Maschine zum Aussondern von Verunreinigungen von Faserbaendern |
| DE536665C (de) * | 1931-10-26 | Karl Schuetze | Trommelschwingmaschine | |
| CH184591A (de) * | 1934-06-29 | 1936-06-15 | Kohorn Oscar & Co | Verfahren und Anlage zur Herstellung von Stapelfaser aus Kunstfäden. |
| DE643156C (de) * | 1935-10-10 | 1937-04-01 | Gg Kiefer Maschf | Zufuehrungsvorrichtung fuer Trockner von Fasergut, insbesondere Textilfasern |
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1939
- 1939-08-04 DE DEP79553D patent/DE740312C/de not_active Expired
-
1940
- 1940-07-08 CH CH221903D patent/CH221903A/de unknown
- 1940-07-12 NL NL98331A patent/NL55922C/xx active
-
1941
- 1941-07-10 FR FR886649D patent/FR886649A/fr not_active Expired
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE355717C (de) * | 1922-07-01 | Maschf | Schuettelmaschine | |
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| DE643156C (de) * | 1935-10-10 | 1937-04-01 | Gg Kiefer Maschf | Zufuehrungsvorrichtung fuer Trockner von Fasergut, insbesondere Textilfasern |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH221903A (de) | 1942-06-30 |
| NL55922C (de) | 1944-03-15 |
| FR886649A (fr) | 1943-10-20 |
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