DE740381C - Tarifeinrichtung - Google Patents

Tarifeinrichtung

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DE740381C
DE740381C DES130266D DES0130266D DE740381C DE 740381 C DE740381 C DE 740381C DE S130266 D DES130266 D DE S130266D DE S0130266 D DES0130266 D DE S0130266D DE 740381 C DE740381 C DE 740381C
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DES130266D
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Inventor
Dipl-Ing Hans Guenther
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/56Special tariff meters

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Remote Monitoring And Control Of Power-Distribution Networks (AREA)

Description

  • Tarifeinrichtung Bekanntlich ist es für eine gerechte und den ElSel tätsabsatz: rdernde geldliche Belastung der einzelnen Abnehmer eines Elektrizi:tätsnetzes nützlich, wenn der Verbraucher einerseits dafür belastet wird, in welch hohem Maße er die Leistung der im Elektrizitätsnetz installierten Maschinen und Verteilungsvorrichtungen in Anspruch nimmt (Leistungspreis), andererseits auch dafür, wieviel Kilowattstunden er aus dem Netze entnommen hat (Arbeitspreis). Während nun die Verrechnung der-Leis'tungskosten bei den für die Industrieabnehmer geltenden Ilochspannungstarifen in bester tJbereinstimmung mit den Forderungen der Praxis einheitlich auf Grund der bemessenen Abnehmerhöchstlast erfolgt, müssen bei den für die Kleinahnehmer geltenden Niederspannungstarifen allein schon mit Rücksicht auf die Unwirtschaftlichkeit des Einbaues der kostspieligen Höchstlastzähler bei den vielen Kleinabnehmen andere Wege beschritten werden.
  • Man bedient sich hierzu vorwiegend der Form des Grundpreistarifes, bei welcher die Messung der Leistungsanteile und deren Verrechnung durch Einschaltung miltelbarer fester Bezugsgrößen für die Grundpreise (Zahl der installierten Lampen, Steckdosen oder ITaushaltsgeräte beim Kleinabuehmer oder Zahl der Wohnzimmer) ersetzt wird.
  • Diese Umgehung !der Leistungsmessung bringt aber leider den Verzicht auf die sachlich gegebene Eindeutigkeit in der Bestimmung und Verrechnung der Leistungskosten mit sich, denn die unterschiedliche Zusammensetzung der Abnehmerschaft einerseits und die verschiedenartigen Verwendungszwecke der elektrischen Energie andererseits bedingen jeweils zweckmäßig angepaßte und gut abgestufte Bezugsgrößen und Grundpreise, deren Formbestimmung jedoch letzten Endes von einem persönlichen Werturteil abhängt. Durch die Einfügung derartiger fester Bezugsgrößen wird also erreicht, daß der daron abhängige Grundpreis nicht mehr genügend mit dem an sich gerechtfertigten I elstungspreis übereinstimmt.
  • Grundsätzlich neue Möglichkeiten für die Tarifgestaltung können erst nach Ausschaltung der willkürlichen Bezugsgrößen, also bei unmittelbarer Bezugnahme des Grundpreises auf die Leistungskosten selbst, erwartet wer den. Geht man davon aus, daß die jährlichen Leistungskosten eines Werkes von der Jahresspitze der Werksbelastung abhängen, dann ergeben die Leistungsanteile aller Abnehmer an der Werksspitze sofort die eindeutige Aufteilung der gesamten Leistungskosten auf die Einzelabnel!mer. Ein gemessener Spitzenanteil ist demzufolge nichts anderes als der Verbrauch an Spitzenleistung in Kilowatt oder Watt, der ebenso unmittelbar mit dem l.eistungspreis für die Einheit der Leistung zu verrechnen ist, wie der in kWh gemessene Energieverbrauch mit dem Arbeitspreis für die Einheit der Arbeit.
  • Die Erfindung betrifft nun eine Tarifeinrichtung zur Feststellung des Anteiles der einzelnen Abnehmer eines Elektrizitätsnetzes an der Spitzenbelastung des Netzes, das sich in einfacher Weise und mit einfachen Mitteln auch bei Kleinahnehmern durchführen läßt und das die Festsetzung des Grundpreises in unmittelbarer Abhängigkeit von den Leistungskosten gestattet. Erfindungsgemäß wird bei Überschreitung einer bestimmten, in der Nähe der Spitzenlast gelegenen Belastung des Netzes von einer Zentralstelle aus bei den einzelnen Abnehmern eine die clektrische Arbeit zählende Vorrichtung (Snnderzählwerk), zweckmäßig unter Auslösung einer Anzeige-oder Nieldevorrichtung, eingeschaltet und bei Unterschreitung einer bestimmten, in der Nähe der Spitzenleistung gelegenen Netzbelastung nieder ausgeschaltet. Ferner wird in der Zentralstelle die Gesamtdauer aller Einzelheiten, während denen bei den Abnehmern die Sonderzählwerke eingeschaltet sind, jeweils für eine Meßperiode gemessen.
  • Man hat bei der Tarifgestaltung von Elektrizitätsnetzen bereits erkannt. daß zweckmäßig Preise zu verrechnen sind, die sich mit der augenblicklichen Gesamtleistung nach Maßgabe etwa der Kostenkurve ändern. Als Meßaufgabe sah man dabei an die Bestimmung von Größen, die außer von der Abnehmerleistung auch von der Gesamtleistung abhängen, also zunächst aus dieser zu ermitteln sind. Um diese Aufgabe durchzuführen, wurde vorgeschlagen, einen Bereitstellungspreis zu verrechnen, der sich auf das größte, in einer Viertelstunde erreichte Produkt aus Gesamtleistung und Abnehmerleistung abstellt. Die Messung sollte dabei mit überlagerten Hochfrequenzimpulsen erfolgen.
  • Diese bekannte Tarifeinrichtung hat aber gegenüber der nach der Erfindung den sehr wesentlichen Nachteil, daß sie sehr kostspielig ist, da bei der bekannten Einrichtung mittels der überlagerten Hochfrequenzimpulse Meßwerte zwischen dem Verbraucher und der Zentrale übertragen werden müssen, während bei der Erfindung nicht Meßwerte übertragen werden, sondern nur Impulse zur Ein- oder Ausschaltung des Zählwerkes bei den einzelnen Abnehmern. Dies ist eine technisch weitaus einfacher und wirtschaftlicher durchzuführende Maßnahme als die Übertragung von quantitativen Meßwerten.
  • Jedesmal, wenn die ansteigende Gesamtbelastung eines Netzes oder Kraftwerkes etwa 90 % der Jahresspitze erreicht, wird bei allen Abnehmern gleichzeitig ein je Zähler vorgesehenes Sonderzählwerk durch Fernsteuerung selbsttätig eingerückt. Alle diese Sonderzahiwerke messen dann so lange den gesamten Stromverbrauch, bis die Werksbelastung wieder auf den Betrag gesunken ist, den sie im Augenblick des Einrückens der Zählwerke hatte. Beim weiteren Sinken der Werksbelastung werden alle diese Zähl werke gleichzeitig wieder ausgerückt und damit bis zum nächsten Lastanstieg stillgesetzt.
  • Abb. 1 zeigt anschaulich die Wirkungsweise des Meßverfahrens an Hand der Jahresdauerkurve I einer Kraftwerksbelastung (Werksbelastung in Prozent der Spitze und Zahl der Stunden im Jahr, in denen diese Werksbelastung vorhanden war), bei welcher als Einsatzhöhe für die Spitzenanteilmesstingen eine Belastung von go °/0 der Spitze gewählt wurde. Eine Parallele 2 zur Zeitachse in dieser Höhe schneidet die Dauerkurve in einem Punkt, der die jährliche Gesamtdauerll aller Einzeleinschaltzeiten, also die Benutzungsdauer von go 0/, der Höchstspitze, festlegt. Das Integral der,Dauerkurve von O bis 11, dargestellt durch die schraffierte Fläche, ist aber ein Maß für die kWh-Summe aus den Leistungsmessungen aller Zähler, da ja während dieser Zeit der Gesamtverbrauch aller Abnehmer mittels der Leistungszählwerke gesondert gemessen wurde.
  • Teilt rnan jetzt sowohl alle diese Einzelmessungen als auch deren Summe durch die im Werk selbsttätig gemessene und für alle Abnehmer genau gleiche jährliche Einschaltdauer h, dann erhält man sowohl die mittlere L.eistungsentnahme jedes Einzelabnehmers als auch, bei Hinzurechnung der Verluste, die mittlere Werksbelastnng (3 in I) für diese Zeitdauer. Damit kennt man zunächst den .\enteil jeder Einzelabnahme an der mittleren ATerkshöchstbelastung der Dauerkurve. Da diese aber laut Voraussetzung stets nur wenige Prozent kleiner sein kann als die Höchstspitze, darf. die so gemessene mittlere Werkshöchstbelastung der kurzzeitigen Höchstspitze praktisch verhältnisgleich gesetzt werden, und zwar bei jeder beliebigen jährlichen Gesamtdauer h der Einzeleinschaltzeiten.
  • Die zeitliche Ausdehnung der Spitzenanteilmessung, die somit praktisch keinen Einfluß auf die einwandfreie Aufteilung der Jahresspitze hat, ist jedoch von großer Wichtigkeit für die tarifliche Brauchbarkeit des Meßverfahrens. Während nämlich die Beschränkung der Spitzenanteiltnessung auf den Augenblick der Jahreshöchstspitze für den Einzel anteil einen gänzlich von zufålligen Einflüssen bestimmten Wert ergäbe, bringt das neue Meßverfahren neben der reinen Spitzenabhängigkeit zwangsläufig auch den zeitlichen Verlauf der Belastung mit in die Leistungskostenverteilung.
  • Da die Jahres spitzen in den einzelnen Anlageteilen in Richtung des Energieflusses zum Niederspannungsnetz, vor allem bei größeren Werken, selten am gleichen Tage und fast nie zur selben Stunde, auftreten, würde die einfache Summierung der bezogenen Leistungskosten dieser Anlageteile den Niederspannungsverbrauch zu hoch belasten; es würde alsö, wie Abb. 2 an Hand eines Beispiels zeigt, der Belastungsausgleich in den vorgeschalteten Fortleitungsnetzen und im Kraftwerk nicht berücksichtigt werden. Die Kurven der Abb. 2 zeigen den Belastungsverlauf in den Erzeugungs- und Fortleitungsanlagen während eines Tages. Die Kurve, stellt den Pelastungsverlauf im Kraftwerk (Gesamtbelastung), die Kurve L1 den Belastungsverlauf des Hochspannungsnetzes (Industrieabnehmer und Abspannstationen für Niederspannungsnetz), die Kurve N den Eelastungsverlauf des Niederspannungsuetzes jeweils am Tage der Jahresspitze dieser Anlagerteile und die Kurven Nt und N2 den Belastungsverlauf im Niederspannungsnetz am Tage der Jahresspitze von L1 bzw. L2, dar.
  • Die den einzelnen Kurven zugeordneten Ordinaten S1, S2 und SN geben die Jahresspitzen der einzelnen Kurven an, die nach vorstehendem in der Regel nicht alle am gleichen Tage auftreten. Die Teilstücke sSlJ Ssn der Ordinaten S1 und S2 geben den Spitzenanteil der Niederspannungsnetzbelastung an der Spitzenbelastung des HochspannungsretzesSl bzw. an der, Spitzenbelastung des gesamten Kraftwerkes S2 wieder. In solchen Fällen müßte daher eine Herabsetzung des Leistungspreises, der mit den Spitzenanteilen an der Höchsfbelastung im Niederspannungsnetz verrechnet wird, stattfinden. Dieser herabgesetzte Leistungspreis kann nach einer einfachen Formel berechnet werden, die sich bei sinngemäßer Anwendung des Spitzenanteilprinzips auf die vorgeschalteten Kostenstellen wie folgt ergibt: Der Leistungspreis PLX der mit den an der N iederspannungsspitze gemessenen Spitzenanteilen zu verrechnen ist, setzt sich also zusammen aus dem Leistungspreis pilr für das Niederspannungsnetz allein und aus der Summe der jeweiligen Leistungspreise PL?, für die vorgeschalteten Anlageteile, je verkleinert ss, um das Verhältnis S 8, wobei SSn = Spitzenanteil der Gesamtbelastung im Niederspannungsnetz an der Jahreshöchstspitze eines vorgeschalteten Anlageteiles, SN = Jahreshöchstspitze im Niederspannungsnetz und SNI= Summe aller gemessenen Spitzenanteile an der Niedersp annungshö chstbelastung.
  • Da obige Formel mit beliebiger Genauigkeit die Aufteilung der leistungsabhängigen Kosten in bezug auf die Gesamtabgabe in Niederspannung liefert, kann auf eine mehrfache Spitzenanteilmessung bezüglich der zeitlich auseinanderfallenden Jahres spitzen in den vorgeschalteten Fortleitungsnetzen und sonstigen Anlageteilen verzichtet werden.
  • Damit bleibt die spitzenbekämpfende Wirkung im Niederspannungsverteilnetz voll erhalten, ohne hier durch zusätzliche Messungen beeinträchtigt und abgeschwächt zu werden. Eine mehrfache Spitzenanteilmessung würde außerdem die Vorteile der Einfachheit und Übersichtlichkeit des Verfahrens wesentlich herabsetzen und zudem noch die meßtechnischen Aufwendungen beträchtlich erhöhen.
  • Dank der immer weiter fortschreitenden Einführung vollvermaschter Netze mit ihrem guten Belastungsausgleich wird schließlich bei den meisten Werken ein Zustand geschaffen sein, der die einwandfreie Erfassung der für den Netzausbau maßgebenden Höchstbelastung stets mit Sicherheit gewährleistet.
  • Die Fernsteuerung der Zählwerke kann dann zweckmäßigerweise von einem im Speiseschwerpunkt des Verteilnetzes liegenden Umspannwerk aus erfolgen, dessen Belastungsverlauf der mittleren Netzbelastung am besten entspricht.
  • Eine genügend genaue Abschätzung der Jahres spitze der kommenden Meßperiode zwecks richtiger Einstellung des Gebers für die Steuerung der Zählwerke wird bei geeigneter Überwachung und statistischer Erfassung der sich stetig ändernden Belastungsverhältnisse im Verteilnetz immer möglich sein. Für die Einstellung der Einsatzhöhe steht ja, wie Abb. 1 zeigt, ein reichlicher Spielraum zwischen etwa 75 und 95 01o der Höchstspitze zur Verfügung, dessen obere und untere Grenze lediglich von praktischen Gesichtspunkten, wie ausreichende Gesamtdauer der Messungen bzw. Vermeidung etwaigen Ubergreifens der Messungen auf die Mittelbelastung, bestimmt werden.
  • Um die absatzhemmende Wirkung des Meßvorganges möglichst auf die Dauer der Spitzenanteilmessung selbst zu beschränken, ist eine sichtbare Anzeige der Meßzeiten, zweckmäßigerweise an den Zählern, erforderlich, damit jeder Abnehmer stets rasch feststellen kann, ob gerade eine Spitzenmessung stattfindet oder nicht, und dadurch in die Lage versetzt wird, seine Ausgaben für den Leistungspreis durch geringere Stromabnahme während der Spitzenzeit entsprechend zu senken. Diese sichtbare Anzeige der WIeßzeit der Spitzenmessung kann beispielsweise in einer Signalscheibe bestehen, die während dieser Zeit vor ein Fenster des Zählers tritt.
  • Man könnte aber auch eine Glühlampe aufleuchten lassen oder ein akustisches Signal betätigen.
  • Die für die Durchführung des Leistungspreismeßverfahrens der Erfindung erforderlichen zusätzlichen Vorrichtungen sind sehr einfach. In einer Zentralstelle, also im Kraftwerk oder in einem Unterwerli, ist ein als Wattmeter ausgebildetes Schaltgerät vorgesehen, das diejenige Netzbelastung mißt, deren Spitzenanteile bei den einzelnen Abnehmer bestimmt werden sollen. Dieses Schaltgerät nimmt dann mittels Fernsteuerung bei den einzelnen Abnehmern die Umschaltung vor. Bei diesen Abnehmern wird zur Messung des Arl)eits- und des Leistungspreises grundsätzlich nur ein kWh-Zähler je Abnehmer benötigt. Der Zähler besitzt zwei Zählwerlse, davon steht das eine mit dem Laufwerk dauernd in Eingriff und mißt die gesamte Arbeit, während das andere zur gesonderten Messung der in der Spitzeneinschaltzeit verbrauchten kWh von dem in der Zentrale angeordneten wattmetri schen Schaltgerät ein- und ausgerückt wird. Beim Vergleich mit einem normalen Doppeltarifzähler taucht also bei der Anordnung nach der Erwindung nur eines dieser beiden Zählwerke gesteuert zu werden.
  • Für die Durchbildung des in der Zentralstelle angeordneten wattmetrischen Schaltgerätes sind folgende Gesichtspunkte maßgebend: Erstens müssen die Kontakte, mit denen das wattinetrische Schaltgerät in Abhängigkeit von der in der Zentralstelle vorhandenen Gesamtlast gesteuert wird, nach der Höhe dieser Belastung einstellbar sein, zweitens soll ein ausreichender toter Bereich zwischen den Ein- und Ausschaltkontakten, mit lenden die Ein- und Ausschaltung der Spitzenzählwerke bei den einzelnen Abnehmer durchgeführt wird, vorhanden sein. Ferner ist der Einbau einer Verzögerungsvorriclltullg an dem wattmetrischen Schaltgerät der Zentrale zweckmäßig, die den Einfluß kurzzeitiger Relastungsschwankungen in der Nähe der Einsatzhöhe des Schaltgerätes unwirksam macht. Das wattmetrische Schaltgerät steuert ferner in der Zentrale gleichzeitig mit der Steuerung der Zählwerk bei den einzelnen bnehmern einen Zeitzähler zur Messung der jährlichen Gesamtdauer der Einzeleinschaltzeiten.
  • Für die Fernsteuerung der einzelnen Zählwerke von dem in der Zentrale untergebrach ten wattmetrischen Schaltgerät kann man an sich bekannte Ferustenerungsverfahren benutzen. Bei der sog. Schaltdrahtsteuerung sind zwischen der Zentrale und den einzelnen Abnehmer dünne Hilfsleitungen verlegt, über die der Schaltapparat der Zentrale die Umschaltung der einzelnen Zähler durchführt.
  • Es kann dazu ein einpoliges Schaltdrahtnetz auf dem Gestänge von Freileitungsortsnetzen benutzt werden. Bei der Neuverlegung von Kabelnetzen kann gleichzeitig ein schwacher Leiter mitverlegt werden, etwa nach Art des üblichen Meßdrahtes für Prüfzweclie, was bei genügender Ahnehmerdichte in den meisten ställen wirtschaftlich durchführbar ist.
  • In Netzen, in denen die Verlegung von Hilfsleitungen unwirtschaftlich teuer würde, kann man das ebenfalls bekannte Überlagerungsverfahren benutzen. Bei diesem werden dem Netz beispielsweise Spannungen hoher Frequenz überlagert, die bei dem einzelnen Abnehmer Relais steuern. Dieses Verfahren arbeitet um so wirtschaftlicher, je größer die Zahl der zu steuernden Meßgeräte und die Ausdehnung des Netzes ist. Es kommt daher hauptsächlich für größere und mittlere Städte, ferner für geeignete ländliche Versorgungsgebiete mit gut vermaschten WIittelspannungsvertei lungsuetzen in Betracht.
  • Das Üb erl agerungsverfahren erfordert beim Abnehmer ein Relais, das auf die Ein- und Nusrüelsimpulse eines in der Zentralstelle befudlichen Impulssenders, der seinerseits wieder von dem wattmetrischen Schaltgerät gesteuert wird, anspricht und das das Lei stungszählwerl; ein- und ausschaltet. Die Gesamtzahl der dabei erforderlichen Relais läßt sich dadurch wesentlich herabsetzen, daß man für mehrere Abnehmer ein gemeinsames Relais vorsieht, das seinerseits über Hilfsleitungen zu den einzelnen Zählern die Umschaltung vornimmt. Beispielsweise ist für Mehrfamilienwohnungen, für größere Mietshäuser, für eng bebaute Straßen ein gemeinsames Relais vorgesehen, das mittels Uberlagerungsimpulse gesteuert wird, das aber die einzelnen Zähler über Schaltdrahtanschlüsse steuert.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Tarifeinrichtung zur Feststellung des Anteils der einzelnen Abnehmer eines Elektrizitätsnetzes an der Spitzenbelastung des Netzes, dadurch gekennzeichnet, daß bei Überschreitung einer bestimmten, in der Nähe der Spitzenlast gelegenen Belastung des Netzes von einer ZentraIstelle aus bei den einzelnen Abnehmern eine die elektrische Arbeit zählende Vorrichtung (Sonderzählwerk), zweckmäßig unter Auslösung einer Anzeige- oder Meldevorrichtung, eingeschaltet und bei Unterschreitung einer bestimmten, in der Nähe der Spitzenlast gelegenen Netzbelastung wieder ausgeschaltet wird dnd daß in der Zentralstelle die Gesamtdauer aller Einzelzeiten, während denen bei den Abnehmern die Sonderzählwerke, eingeschaltet sind, jeweils für eine Meßperiode gemessen wird.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrizitätszähler bei den Abnehmern während der Spitzenbelastung auf das Sonderzählwerk geschaltet wird.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrizitätszähler während der Spitzenbelastung auch ein Sonderzählwerk antreibt.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zentralstelle ein als Wattmeter ausgebildetes Schaltgerät vorgesehen ist, das entweder mit Hilfe von Hilfsleitungen (Schaltdrahtsteuerung) oder mit Hilfe einer dem Netze überlagerten, zweckmäßig höhere Frequenz aufweisenden Steuerspannung bei den einzelnen Abnehmern das Sonderzählwerk ein- und ausschaltet.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 4, bei der eine dem Netz überlagerte Spannung beim Verbraucher ein Relais ein- und ausschaltet, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais für eine Gruppe von Abnehmern vorvorgesehen ist und die Sonderzählwerke der Abnehmer mittels Hilfsleitungen ein-und ausschaltet.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zweckmäßig in der Zentralstelle eine Verzögerungsvorrichtung vorgesehen ist, die den Einfluß kurzzeitiger Belastungsschwankungen auf die Einschaltung oder Ausschaltung der bei den einzelnen Abnehmern vorgesehenen Sonderzählwerke unwirksam macht.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fernsteuerung der Sonderzählwerke von einem im Speiseschwerpunkt des Netzes liegenden Umspannwerk aus erfolgt, dessen Belastungsverlauf der mittleren Netzbelastung entspricht.
    Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschrift Nr. 410 796 446 I27, 99021; »EleEtrische Energwewirtschaft« von R. Schneider (Verlag Julius Springer, Berlin) 1936 S. 246 und S. 343 bis 352.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE99021A (de) *
DE410796C (de) * 1924-06-15 1925-03-07 Aeg UEberverbrauchszaehler
DE446127C (de) * 1927-06-24 Stanislaus Walloschek Spitzenzaehlwerk mit Differentialgetriebe fuer elektrische Zaehler mit nebeneinanderangeordnetem Doppelzaehlwerk

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE446127C (de) * 1927-06-24 Stanislaus Walloschek Spitzenzaehlwerk mit Differentialgetriebe fuer elektrische Zaehler mit nebeneinanderangeordnetem Doppelzaehlwerk
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