DE740481C - Schaltungsanordnung zur Tonfrequenzwahl in Fernmeldeanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Tonfrequenzwahl in Fernmeldeanlagen

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DE740481C
DE740481C DEP71165D DEP0071165D DE740481C DE 740481 C DE740481 C DE 740481C DE P71165 D DEP71165 D DE P71165D DE P0071165 D DEP0071165 D DE P0071165D DE 740481 C DE740481 C DE 740481C
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DEP71165D
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English (en)
Inventor
Roman Trechcinski
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FERNMELDETECHNISCHE STAATSWERK
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FERNMELDETECHNISCHE STAATSWERK
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q1/00Details of selecting apparatus or arrangements
    • H04Q1/18Electrical details
    • H04Q1/30Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents
    • H04Q1/44Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents using alternate current
    • H04Q1/444Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents using alternate current with voice-band signalling frequencies
    • H04Q1/45Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents using alternate current with voice-band signalling frequencies using multi-frequency signalling

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung zur Tonfrequenzwahl in Fernmeldeanlagen Gegenstand der Erfindung ist -eine Schaltungsanordnung zur Tonfrequenzfernwahl in Fernmeldeanlagen, bei denen .die Nummernstromstoßgabe und dieSteuerung des Verbindungsaufbaues durch 'aufeinanderfölgende Stromstöße verschiedener Frequenzen bewirkt wird.
  • Bei diesem Verfahren ist folgendes zu beachten ; z..DieVerzerrung desWechselstromstoßes durch die Ein- und Abschaltvorgänge.
  • _ z. Die Beeinflussung des Empfängers durch unbefugte Stromstöße, sowohl äußere als auch Sprechstromstöße, was zu fehlerhaften Signalen führen kann: Die bekannten Verfahren zur Tonfrequenzfernwahl in Fernmeldeanlagen sehen die Entsendung von Signalen mit Hilfe von Wechselstromstößen einer bestimmten Frequenz vor, wobei .die die entsandten Signale empfangende Einrichtung mit einem Bandfilter versehen ist, das nur Ströme einer bestimmten Frequenz durchläßt. Auf diese Weise werden in den -meisten Fällen falsche Signale vermieden, da es wenig wahrscheinlich' ist, daß der Sprechstrom eine reine Frequenz enthalten könnte, die der Frequenz des entsandten Signals entsprechen würde. Andere Einrichtungen zur Erzielung einer größeren Wahrscheinlichkeit der Vermeidung falscher Signale verwenden Nebenfalls, Signalströme einer bestimmten Frequenz, jedoch von einer genau bestimmten Dauer. Es sind auch Einrichtungen nicht mehr neu, in denen das entsandte Signal durch Kombinationen mehrerer gleichzeitig entsandter Wechselstromstöße verschiedener Frequenzen bestimmt ist.
  • Um die Wahrscheinlichkeit von Fehlern erheblich zu vermindern und die Zeitdauer sämtlicher Signale möglichst zu verkürzen, wird nach dem Grundgedanken der Erfindung eine Einrichtung vorgeschlagen, deren Wesen darin besteht, daß jedes Zeichen bestimmt ist, sowohl durch die Reihenfolge der Ablösung des Stromstoßes von- einer Frequenz :durch den Stromstoß von einer anderen Frequenz als auch durch die Zeitdauer der einzelnen Stromstöße, die sich mehrmals wiederholen können.
  • Als einfachstes Anwendungsbeispiel der Erfindung soll die in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellte Anlage aus dem Gebiet der Fernwahltelephonie dienen.
  • Fig. i stellt den Sendeteil -der Anlage, Fig. 2 den Empfängerteil und Fig. 3 eine Abart der Anlage gemäß Fig. 2 dar.
  • Zwischen die Klemmen i und 2 (Streifen III und IV) der Anlage gemäß Fig. i und die ebenso bezeichneten Klemmen der Anlage gemäß Fig. 2 wird eine Fernleitung eingeschaltet, die mit Verstärkern ausgerüstet sein kann. Zwischen die Klemmen i und 2 des Empfängerteils (Streifen IX und K in Fig. 2) wird eine Selbstanschlußzentrale eingeschaltet.
  • Für das Senden der Signale sind zwei Frequenzen vorgesehen, und zwar 5oo p;s und iooo p/s. Mit Hilfe dieser Frequenzen -,verden zwei Signale gesandt: das Anrufsignal und das Schlußsignal, wobei jedes derselben aus drei Stromstößen besteht.
  • Das Anrufsignal unterscheidet sich vom Schlußsignal durch die Reihenfolge der Frequenz der gesandten Stromstöße und durch die verschiedene Zeitdauer der einzelnen Stromstöße.
  • Die Zeiten des Anziehens und Abfallens der einzelnen Relais sind wie folgt bestimmt. - Die Zeiten sind in ms (Millisekunden) angegeben, wobei + das Anziehen, - das Abfallen bezeichnet. Die Zeiten des Anziehens und des Abfallens der Relais RN und RH sind unter Berücksichtigung der Einschwingzeit des Filters angegeben.
  • Die Anlage wirkt in der folgenden Weise: der anrufende Teilnehmer Tfa kommt durch die aus :der Selbstanschlußtechnik bekannten Wahlorgane _AS (Anrufsucher), SJ (Schnurimpulsrelais), SK (Schnurkontrollrelais), SZ (Schnurprüfrelais), LZl' (Leitungswähler) zu der Fernübertragung, in welcher sich nachstehender Stromkreis schließt: i. (Fig. i) ... plus-Kontakt SKa-Relais SL-Kontaktarm;-Kontakt des Leitungswählers LW-Relais TC i und parallel Widerstand t- i-minus.
  • Die Relais SZ und TC i sprechen an, und Kontakt TC ia schließt den Stromkreis 2. (Fig. i) ... plus-Relais TO und parallel Widerstand r-2-Kontakt TC ia-Kontakt TP id-minus.
  • Das Relais T0 spricht an und schaltet durch die Kontakte TOa und TOc den Hochfrequenzgenerator auf die Leitung zum Empfänger im folgenden Stromkreis: 3. (Fig. i) ... Klemme GHi des Hochfrequenzgenerators-KontaktTJ3b-IiontaktTOa-Klemme i (Streifen III und IV)-Fernleitung (Fig. 2)-Empfänger hR-zurücl,#-Klemme (Streifen 11I und IV-Kontakt TQc-Kontakt TJ3d=Klemme GH2 des Hochfrequenzgenerators.
  • Auf die Leitung zum Empfänger (Fig. 2) wird der Hochfrequenzstromstoß gesandt. Gleichzeitig mit :dem Stromkreis 2 «-erden die nachfolgenden Stromkreise geschlossen: q.. (Fig. i) ... plus-Relais TC2 und parallel Widerstand r3--Kontakt TC ic-Widerstand r4-Kontalct TP ic-minus. " 5. (Fig. i) ... plus-Selbstinduktion Sf i-Relais TPi-Kontakt TC i b-minus.
  • Das Relais TC2 spricht an und schließt durch den Kontakt TC2a den Stromkreis: 6. (Fig. i) ... plus-Relais TJ3 und parallel Widerstand r8-Widerstand r7-Kontakt TC2a-minus.
  • Nach 2o ms vom Augenblick des Schließens des Stromkreises 6 an, also nach 3o ins vom Beginn :des Sendens des Hochfrequen-r_-stromstoßes, spricht das Relais TJ3 an, unterbricht den Stromkreis 3 und schließt den Stromkreis 7. (Fig. i) ... Klemme GN i des Niederfrequ:enzgenerators - Kontakt TJ 3a - Kontakt TQa-Klemme i (Streifen 111 und IV)-durch Fernleitung (Fig.2) zurück-Klemme 2 (Streifen III und IV)-Kontakt TQc-Kontakt TJ 3c-Klemme GN2 des Niederfrequenzgenerators. Es wird damit der Hochfrequenzstromstoß beendet, und es beginnt das Sendendes Niederfrequenzstromstoßes; dieses dauert so lange, bis das Relais TJ3 abfällt.
  • Inzwischen kommen nachfolgende Vorgänge vor: ach 6o ms vom Augenblick des Schließens des Stromkreises 5, also nach 2oms vom Beginn des Sendens des Niederfrequenzstromstoßes an , spricht das Relais TPi an und schließt durch den Kontakt TPia die Selbstinduktion Sii im Stromkreis 5 kurz, unterbricht durch den Kontakt TPic den Stromkreis 4 des Relais TC- sowie durch den Kontakt TPid den Stromkreis z des Relais TO. Das Relais TC2 fällt ab und unterbricht durch den Kontakt TC2a den Stromkreis 6 des Relais TJ3. Das Relais TJ3 fällt ab, unterbricht den Stromkreis 7 und schließt Wiederum den Stromkreis 3.
  • Hierdurch wird (der Niederfrequenzstromstoß beendet, und es .beginnt das Senden des nächsten Hochfrequenzstromstoßes.
  • Mit dein Augenblick des Ansprechens des RelaisTPi. schließt KontaktTPib denStromkreis B. (Fig. i) ... plus-Selbstinduktion Si2-Relais.TP2-Kontakt TP i b-minus.
  • Das Relais TP2 spricht an, schließt durch den Kontakt TP2a die Selbstinduktion Sie kurz und schließt durch den Kontakt TP2c den Stromkreis: 9. (Fig. i) . . plusobere Wicklung des Relais TJi-Kontakt und Kontaktarm a des Leitungswählers LW-Koptakt SLa-Selbstin- -duktion Si4-Kontakt SJa---Kontakt SLb-Kontaktarmß und Kontakt .des Leitungswählers LW-untere Wicklung des Relais TJi-Kontakt TP2c-minus.
  • Das Relais TJi spricht an und schließt die nachfolgenden Stromkreise: i o. (Fig. i) ... plus-Relais TI-Kontakt TJia-minus.
  • . i i. (Fig. i) ... plus-Relais TJ 2 und parallel Widerstanär6-Wi.derstand r5-Kontakt TJic-minus.
  • Die Relais TK und TJ 2 sprechen an, und Kontakt TJ2a schließt -den Stromkreis i2. (Fig. i) ... plus-Relais TJ3 und parallel Widerstand r8-Widerstand r7-Kontakt Ti 2a-minus.
  • Nach Ablauf von i--o ms vom Augenblick des Unterbrechens durch den Kontakt TPid des Stromkreises 2, also nach Ablauf _ von ioms vom Augenblick des Ansprechens des Relais TJi laut Stromkreis 9, fällt das Relais TO ab;- infolgedessen wird das Senden der 8o ms dauernden Hochfrequenzstromstöße unterbrochen. Das Senden der Tonfrequenzstrornstöße hört auf. Die nachfolgenden Relais --wirken weiter: SJ, SK, EL, TCi, TJi, TK, TJ2, TJ3, TPi, TP2. Wie aus den beschriebenen Verläufen zu ersehen- ist, wurde das aus einer Reihenfolge von Hoch-, Nieder- und Hochfrequenzstromstößen bestehende Anrufsignal gesandt; die Zeitdauer der einzelnen Stromstöße war: 30 ms, 6o ms, 8o ms.
  • Diese Stromstöße gelangen durch die Fernleitung zu der Empfangsübertragung (Fig. 2) ; dort können sie durch -den Verstärker KR verstärkt werden und kommen zu dem Empfangsrelais RA, welches auf Ströme von einer beliebigen Frequenz anspricht, und zum Empfangsrelais RN, welches durch das Bandfilter FN eingeschaltet ist und darum nur von Niederfrequenzströmen betätigt wird; sie kommen auch zu dem Relais, RH, welches durch das Bandfilter FH eingeschaltet ist und darum nur von Hochfrequenzströmen betätigt wird.
  • Unter dem Einfluß des ersten zum Empfänger kommenden Hochfrequenzstromstoßes sprechen die Relais RA und IZH an. Kontakt RAa schließt nachfolgenden Stromkreis: 13. (Fig.2) ... plusobere Wicklung des Relais RT und parallel Widerstand rio -Widerstand r9-Kontakt RAa-minus.
  • Nach 2o ms vom Augenblick des Erscheinens des Hochfrequenzstromstoßes spricht das Relais RH an und schließt durch den Kontakt RHb den. nachfolgenden Stromkreis: 14- (Fig. 2) ... plusuntere Wicklung des Relais RT-Kontakt R.4b-Kontakt RTc-Kontakt RHb-minus.
  • Durch die Wicklungen des Relais RT fließt der Strom in entgegengesetzten Richtungen; infolgedessen spricht dieses Relais im gegebenen Fall nicht ,an.
  • Dieses bildet das Kriterium, daß es sich wirklich um den richtigen Signalstromstoß handelt;. wäre es ein unbefugter Strom von anderer Frequenz, so würde weder das Relais RN noch RH ansprechen; der Stromkreis 14 würde nicht gebildet, und nach 30 ms vom Augenblick oder Bildung des Stromkreises 13 an, also 4o ms vom Augenblick des Ankommens des unbefugten Stromstoßes, wird RT ansprechen; es werden dadurch genügende Bedingungen geschaffen, damit der Empfänger von diesem unbefugten Stromstoß nicht betätigt wird. Falls dagegen der rechtmäßige Hochfrequenzstromstoß kommt, schließt Kontakt RHa folgenden Stromkreis: 15. (Fig. 2) ... : plus-Kontakt RTb-Relais RP-Kontakt ROb-Kontakt RHa-Kontakt RNb-minus.
  • Das Relais RP spricht an und schließt durch den Kontakt RPa seinen von den nächsten Stromstößen des Anrufsignals betätigten Haltestromkreis.
  • 16. (Fig. 2) ... plus-Kontakt RTb-Relais RP Kontakt RPa Kontakt RHb oder Kontakt RNc-minus. Das Öffnen des Kontaktes RPc verhindert das Ansprechen des Relais RQ beim Durchfließen des N iederfrequenzstromstoßes des Anrufsignals.
  • Nach Beendigung des Hochfrequenzstromstoßes und dem Beginn des Niederfrequenzstromstoßes fällt das Relais RH ab, das Relais RN spricht an und schließt durch den Kontakt RAra den nachfolgenden Stromkreis: 17- (Fig. 2) ... plus-Relais RTl i-Kontakt RPd-Kontakt RNa-minus.
  • Nach Beendigung des Niederfrequenzstromstoßes und dem Beginn des nächsten Hochfrequenzstromstoßes fällt das Relais RN ab, das Relais RH spricht an und schließt durch den Kontakt RHd den nachfolgenden Stromkreis 18. (Fig. 2) ... plus-Kbntakt RSb-Relais RK-Kontakt RTI ia-Kontakt RPb-Kontakt RHd-niinus.
  • Das Relais Rk spricht an und schließt durch den Kontakt Rlia seinen Haltestromkreis.
  • i9. (Fig. 2) ... plus-Kontakt RSb-Relais RK-Kontakt RKa-Kontakt RHc oder Kontakt RNd-minus.
  • Ferner wird durch den Kontakt RKb die Schleife zu der angerufenen Zentrale geschlossen und verursacht dadurch die Belegung derselben.
  • 2o. (Fig. 2) ... Klemme i (IX und X)-Selbstinduktion Sis-Kontakt RKb-Kontakt RQe oder Kontakt RHg-Klemne 2 (IX und X).
  • Nach io ms vom Augenblick der Beendigung des letzten Stromstoßes des Anrufsignals fällt das Relais RA ab, nach 2o ms fällt RH, nach 140 ms - RV i, nach 22o ms - RP ab. Das Relais RK ist gemäß Stromkreis i9 während der ganzen Zeit tätig, bis das- Schlußsignal bewirkt wird.
  • Die gewünschte Zentrale sendet das Amtszeichen; während dieser Sendung spricht das Relais RA an; der Stromkreis 13 wird gebildet, und das Relais RT spricht an; weder das Relais RP noch RQ kann ansprechen, weil das Öffnen der Kontakte RTa und RTb den Pluspol abschaltet. -Nach hem Abklingen des Amtszeichens kann der Anrufende wählen; falls die Ziffer Eins gesandt wird, fällt das Relais SJ (F'ig. i) 6o ms lang ab. Durch den Kontakt SJca wird der Stromkreis 9 auf die Dauer von 6o ms unterbrochen. Das Relais TI i fällt ab und schließt durch den Kontakt TI i b den folgenden Stromkreis: a1. (Fig. i) ... plus-Relais TQ und parallel Widerstand r2-Kontakt TKa-Kontakt TI i b-minus.
  • Das Relais TQ spricht an und schaltet den Niederfrequenzgenerator auf die Fernleitung I gemäß Stromkreis 7 ein; infolgedessen beginnt das Senden des Niederfrequenzstromstoßes.
  • Gleichzeitig mit dem Schließen des Stromkreises 21 wird durch den Kontakt 7J ic der Stromkreis ii des Relais TJ2 unterbrochen; dieses fällt ab und- unterbricht durch den Kontakt TJ2a ,den Stromkreis 12 des Relais TJ 3. Nach 20 ms vom Augenblick der Unterbrechung des Stromkreises 12, also nach 30 ms vom Augenblick, wenn das Senden des Niederfrequenzstromstoßes beginnt, fällt das Relais TJ3 ab, unterbricht den Stromkreis 7 und schließt den Stromkreis 3. Infolgedessen wird der Niederfrequenzstroinstoß beendet, und es beginnt das Senden des Hochfrequenzstronistoßes.
  • Nach io ms vom Augenblick, wenn das Senden des Hochfrequenzstromstoßes beginnt, spricht infolge Schließens der stromstoßgebenden Kontakte der Nummerscheibe des anrufenden Teilnehmers das Relais ST an und schließt durch den Kontakt SJa den Stromkreis 9 des Relais TJ i. Das Relais TJ i spricht an und schließt durch die Kontakte TI ia, TJ ic wiederum die Stromkreise i o, i i der Relais TK, TJ2 und unterbricht durch den Kontakt TJ ib den Stromkreis 2i des Relais TQ. Das Relais TJ2 spricht an und schließt durch den Kontakt TJ2a den Stromkreis 12 des Relais TJ3.
  • Nach 2o ms vom Augenblick des Schließens des Stromkreises 12, also nach 6o ms vom Augenblick, wenn das Senden des Hochfrequenzstromstoßes beginnt, spricht das Relais TJ3 an, unterbricht den Stromkreis 3 und schließt wiederum den Stromkreis 7. Infolgedessen wird der Hochfrequenz.stromstoß beendet, und das Senden des Niederfrequenzstromstoßes beginnt.
  • Nach 120 ms vom Augenblick der Unterbrechung des Stromkreises 2i, also nach 8o ms vom Augenblick, wenn das Senden des Niederfrequenzstromstoßes beginnt, fällt das Relais TQ ab und unterbricht durch die Kon- j takte TQa, TQc den Stromkreis 7; infolgedessen hört das Senden des Niederfrequenzstronistoßes auf.
  • Das Wählen der Ziffer Eins durch den anrufenden Teilnehmer veranlaßt also das Senden der drei nachfolgenden Stromstöße von der Sendeapparatur (Fig. i) zur Empfängerapp#aratur (Fig. 2) : des Niederfrequenzstromstoßes von einer Zeitdauer von 30 ms, des Hochfrequenzstromstoßes von einer Zeitdauer von 6o ms und des Niederfrequenzstromstoßes von einer Zeitdauer von 8o ms.
  • Unter dem Einfluß des ersten Niederfrequenzstromstoßes sprechen in der Empfängerapparatur (Fig. 2) die Relais RA, RX an, und der Kontakt RNe schließt den nachfolgenden Stromkreis: 22, (Fig. 2) ... plus-Kontakt RTa Relais RQ- und parallel Widerstand r i i-Kontakt RPc-Kontakt RHe-Kontakt RNe-minus.
  • Das Relais RQ spricht an, verhindert durch das Öffnen des Kontaktes RQb ein eventuelles Schließen des Stromkreises des Relais RP und hält sich über den Kontakt RQa während der weiteren Stromstöße iri dem folgenden Stromkreis .23. (Fig. 2) ... plus-Kontakt RTc-Relais RQ und parallel Widerstand r i i-Kontakt RQa-Kontakt RNc oder Kontakt RHb-minus.
  • Nach Beendigung des Niederfrequenzstromstoßes und Beginn des Hochfrequenzstromstoßes fällt das Relais RN ab, -das Relais RH spricht an und unterbricht durch den Kontakt RHg den Stromkreis 20; da das Relais RQ angezogen ist, wird :die Schleife zur angerufenen Zentrale unterbrochen.
  • Nach Beendigung ,des Hochfrequenzstromstoßes beginnt das Senden des nächsten Niederfrequenzstromstoßes, wobei das Relais RH abfällt und durch den Kontakt RHg die Schleife, die während der der Dauer des Hochfrequenzstromstoßes entsprechenden Zeit, d. h. während 6o ms, unterbrochen war, wiederum schließt.
  • Nach i o ms vorn. Augenblick de Beendigung des Niederfrequenzstromstoßes fällt das Relais RA ab, nach 20 ms :das Relais RN, wonach nach Zoo ms das Relais. RQ abfällt.
  • Falls nicht.,die Ziffer Eins, sondern beispielsweise-.die Ziffer Zwei gesandt wird, würde das Signal folgendermaßen gebildet werden: Niederfrequenzstromstoß 30 ms, Hoehfrequenzstromstoß 6o ms, Niederfrequenzstromstoß q.o ms, Hochfrequenzstromstoß 6o ms, Niederfrequenzstromstoß 8o ms.
  • Die Schleife wird dementsprechend zweimasi für die Zeitdauer des Hochfrequenzstromstoßes unterbrochen.
  • Das Schlußsignal in dem angeführten Beispiel wird mit dem Augenblick gegeben, in dem der anrufende Teilnehmer den Hörer anhängt; dies verursacht eine Unterbrechung der Schleife von der Seite des anrufenden Teilnehmers aus; infolgedessen fällt das Relais"SI ab und unterbricht durch den Kontakt STca den Stromkreis 9 des Relais TI i sowie durch den Kontakt SJb den Stromkreis des Relais SK. Das Relais TI i fällt ab und unterbricht durch den Kontakt TI ia den Stromkreis io des Relais TK, durch den Kontakt TI ic den Stromkreis i i des Relais TI 2-; durch den Kontakt TI rb schließt es aber den Stromkreis 21 des Relais TQ. Das Relais TQ spricht an und schließt durch die Kontakte TQa, TQc den Stromkreis 7 des Niederfrequenzgenerators;infolgedessen beginnt das Senden des Niederfrequenzstromstoßes. Nach Unterbrechung des Stromkreises ii fällt :das Relais TI2 ab und unterbricht durch den Kontakt TI2a den Stromkreis 12 des Relais TJ3. Nach 2o ms vom Augenblick der Unterbrechung :des Stromkreises 12, also nach. 30 ms vom Augenblick, in dem das Senden des Niederfrequenzstromstoßes beginnt, fällt das Relais TJ3 ab, unterbricht den Stromkreis 7 und schließt den Stromkreis 3 des Hochfrequenzgenerators. Infolgedessen wird der Niederfrequenzstromstoß beendet, und es beginnt das Senden des Hochfrequenzstromstoßes. e Gleichzeitig mit dem Schließen des Stromkreises 21 des Relais TQ schließt der Kontakt TI id den folgenden Stromkreis: 2q.. '(Fig. i) ... plus-Relais TB-Selbstinduktion Si3-Kontakt Mb-Kontakt TJidminus.
  • Dias Relais TB spricht an und schließt die Stromkreise: 25. (Fig. i) ... plus-Relais TB-Kontakt TBa-Kontakt TP 2b-minus.
  • 26. (Fig. i) ... plus-Relais TQ und parallel Widerstand r2-Kontakt TBc-Kontakt TP i b -minus.
  • 27. (Fig. z) ... plus-Relais TJ3 und parallel Widerstand r 8-Wi:derstand r7-Kontakt TBb-minus.
  • Nach 2o ms vom Augenblick des Schließens des Stromkreises 27, also nach 13o ms vom Augenblick, in dem das Senden des Hochfrequenzstromstoßes beginnt, spricht das Relais TJ3 an schaltet von der Fernleitung den Hochfrequenzgenerator ab und schaltet den Niederfrequenzgenerator ein. Infolgedessen wird der 13o ms dauernde Hochfrequenzstromstoß beendet, und es beginnt das Senden des Niederfrequenzstromstoßes.
  • Nach 2o ms vom Augenblick des Beginns des Sendens des Niederfrequenzstromstoßes. fällt das mit verzögerter Wirkung tätige Relais SK ab, der Stromkreis desselben wird durch den Kontakt SJa unterbrochen, und es fallen darauf nacheinander die Relais SZ, TC i, TP i, TQ, TP2, TB und TJ3 ab. Durch das Abfallen des Relais TQ wird der Stromkreis 7 unterbrochen; infolgedessen wird das Senden des Niederfrequenzstromstoßes beendet.
  • Sonach wird das Schlußsignal beendet, dieses besteht aus drei folgenden Stromstößen: aus dem Niederfrequenzstromstoß von einer Dauer von 3o ms, aus dem Hochfrequenzstromstoß von einer Dauer von 13o ms und aus deni Niederfrequenzstromstoß von einer Dauer von 340 ms.
  • Der erste Niederfrequenzstromstoß- von einer Dauer von 30 ms ruft in der Empfängerapparatur (Fig. 2) dieselben Vorgänge hervor, wie der erste Niederfrequenzstromstoß während des Wählens, d. h. die Relais RA und RX werden erregt, und Kontakt R.Ll#Te schließt den Stromkreis 22 des Relais R0.
  • Vorn Hochfrequenzstromstoß beeinflußt, zieht das Relais RH für die Zeit von 130 ms an und unterbricht durch den Kontakt RHg die Schleife zur angerufenen Zentrale; nach 130 ms ist der Hochfrequenzstromstoß beendet, das Relais RH fällt ab, und die Schleife wird geschlossen. Außerdem schließt Kontakt RHf den nachstehenden Stromkreis: 28. (Fig. 2) . . . plus-Selbstinduktion Si 6-Relais RV2-Kontakt ROd-Kontakt RHfminus.
  • Die Verlängerung des Hochfrequenzstromstoßes bis 13o-ms veranlaßt das Ansprechen des Relais RV2; dieses zieht nicht während des Wählens an, wenn der Hochfrequznzstromstoß nur 6o ms beträgt. Kontakt RV2C schließt den Haltestromkreis: 29. (Fig. -2) ... plus-Kontakt Rh2a-Kontakt RV :2c-Kontakt RNg-minus.
  • Unter dem Einfluß des nächsten Niederfrequenzstromstoßes spricht das Relais NN an und schließt den Stromkreis: 30. (Fig. 2) . .. plus-Selbstinduktion -Si 7-Relais RS-Kontakt RL'2b-Kontakt ROc-Kontakt RiVf-minus.
  • Falls der Niederfrequenzstromstoß genügend lang ist, spricht das Relais RS an, schließt durch den Kontakt RSa die Selbstinduktion S' i7 kurz und unterbricht durch den Kontakt RSb den Stromkreis 18 des Relais RK.
  • Nach Zoo ms vom Augenblick der Unterbrechung des Stromkreises 18, also 530 ms nach Empfang des ersten Niederfrequenzstromstoßes des Schlußsignals in der Empfängerapparatur, fällt das Relais Rk ab und unterbricht durch den Kontakt RKb endgültig die Schleife zur angerufenen Zentrale und veranlaßt dadurch die Trennung.
  • 2o ms nach Beendigung des letzten Niederfrequenzstroinstoßes fällt das Relais RN ab und unterbricht durch die Kontakte RNc, RNe, RNf, RNg die Stromkreise -22, 29, 30.
  • Zoo ms nach Abfallen des Relais RN, also 720 ms nach Empfang des ersten Niederfrequenzstromstoßes des Schlußsignals, fallen die Relais RQ, RV2, RS ab, d. h. sämtliche Relais der Empfängerapparatur kehren in ihren Ruhezustand zurück.
  • Der in der Ausführung gemäß Fig. 2 aus sämtlichen Relais RA, RT, RN und RH gebildete Frequenzsu-cher kontrolliert, daß während der Signalgabe Signalfrequenzströme vorhanden sind und daß ein Fehlen dieser Ströme nicht länger als 3o bis 40 ms dauert. Auf diese Weise besteht die Sicherheit, daß die Sprechströme den Empfänger nicht betätigen. Außerdem kann der Frequenzsucher zur Ersparung der Filter angewandt werden, und zwar kann statt der zwei besonderen Filter FN und FH ein einziges Filter gemäß Fig. 3 angewandt werden. Dasselbe wird durch das Umschaltrelais RU durch den Kontakt RT'd von der Anpassung an Niederfrequenz zur Anpassung an Hochfrequenz umgeschaltet; gleichzeitig mit dieser Anpassung wird die Umschaltung auf das eine oder das andere Empfangsrelais durch das Relais RU bewirkt.
  • Falls beispielsweise ein Stromstoß der Niederfrequenz ankommt, spricht das Relais RA an; das Filter FLt ist bei abgefallenem Relais RU an die Niederfrequenz angepaßt, das Relais RN spricht an und unterbricht den Kontakt RNla, so daß das Relais RZ:T in dein Stromkreise 3r. (Fig.3) ... plusobere Wicklung des Relais SU-Kontakt SAC-Kontakt RNhminus nicht ansprechen kann.
  • Falls aber ein Stromstoß der Hochfrequenz ankommt, wird das Relais RU in dem Stromkreise 31 ansprechen; das Filter wird der Hochfrequenz angepaßt; das Relais RH spricht an und unterbricht den Kontakt RHh, so daß der Stromkreis: 32. (Fg.3) ... plusuntere Wicklung des Relais SU-Kontakt RUa-Kontakt RHhminus nur so kurzzeitig geschlossen ist, daß das Relais HU durch Gegenerregung nicht abfällt und weiter gemäß dem Stromkreise 3 i angezogen bleibt.
  • Falls nun wieder nach der Hochfrequenz die Niederfrequenz kommt, fällt das Relais RH ab. Das Relais RLT wird im Stromkreis 32 entmagnetisiert, fällt ab und paßt das Filter der Niederfrequenz an; ist diese Frequenz vorhanden, so bleibt das Relais RU ab- 1 gefallen; ist diese Frequenz nicht da, so pendelt das Relais RL' und sucht, ob nicht eine von den bestimmten Frequenzen vorhanden ist. Die entsprechende Geschwindigkeit des Pendelns dieses Relais kann mit bekannten Mitteln, z. E. mittels einer Schwungmasse, an dem Relaisanker erzielt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Schaltungsanordnung zur fonfrequenzfernwahl in Fernmeldeanlagen, bei denen die Nummernstromstoßgabe und die Steuerung des Verbindungsaufbaues durch aufeinanderfolgende Stromstöße verschiedener Frequenz bewirkt werden, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Zeichen durch die Reihenfolge der Ablösung des Stromstoßes von einer Frequenz durch einen Stromstoß von anderer Frequenz und durch die relative Zeitdauer dieser einzelnen Tonfrequenzstromstöße bestimmt ist. z. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Empfänger einen Frequenzsucher besitzt, welcher durch einen Stromstoß von beliebnger Frequenz betätigt wird und der bewirkt, @daß der Empfänger in einer gewissfen Zeit nur durch Stromstöße von bestimmter Frequenz betätigt wird und durch die Stromstöße von anderer Frequenz (im Filterdurchlässigkeitsbereich) erst dann betätigt wird, wenn der Stromstoß der vorigen Frequenz unter die Empfindlichkeitsgrenze des Empfängers abgesunken ist, unabhängig von der,Zeit des Beginns des Stromstoßes dieser zweiten Frequenz. 3. Schaltungsanordnung nach Ansprüchen 1 und z, .dadurch ;gekennzeichnet, daß ,der Empfänger ein Filter besitzt; dessen Durchlässigkeitsbereich durch den Frequenzsucher gemäß !den in der Reihenfolge ankommenden Stromstößen von v erschied enen Frequenzen geändert und der dem Stromstoß entsprechenden Frequenz angepaßt wird. 4. Schaltungsanordnung nach Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassung des Filters an einen neuen Stromstoß von anderer in der Reihenfolge kommenden Frequenz erst dann bewirkt wird, wenn der vorige Stromstoß unterdie Empfindlichkeitsgrexize des Empfängers abgesunken ist. Zur Abgrenzungsdes Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschrift Nr. 48o 8i9, 555 951, 592 763 britischePatentschrift Nr. 326 570,326 571; amerikanische Patentschrift Nr. f 383 750; Sonderdruckschrift: Das Standard-Vier-Frequenz - Fernwahl - System, herausgegeben von der International Standard Electric Corporation, 193o.
DEP71165D 1934-04-28 1935-04-28 Schaltungsanordnung zur Tonfrequenzwahl in Fernmeldeanlagen Expired DE740481C (de)

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