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Schaltungsanordnung zur Tonfrequenzwahl in Fernmeldeanlagen Gegenstand
der Erfindung ist -eine Schaltungsanordnung zur Tonfrequenzfernwahl in Fernmeldeanlagen,
bei denen .die Nummernstromstoßgabe und dieSteuerung des Verbindungsaufbaues durch
'aufeinanderfölgende Stromstöße verschiedener Frequenzen bewirkt wird.
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Bei diesem Verfahren ist folgendes zu beachten ; z..DieVerzerrung
desWechselstromstoßes durch die Ein- und Abschaltvorgänge.
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_ z. Die Beeinflussung des Empfängers durch unbefugte Stromstöße,
sowohl äußere als auch Sprechstromstöße, was zu fehlerhaften Signalen führen kann:
Die bekannten Verfahren zur Tonfrequenzfernwahl in Fernmeldeanlagen sehen die Entsendung
von Signalen mit Hilfe von Wechselstromstößen einer bestimmten Frequenz vor, wobei
.die die entsandten Signale empfangende Einrichtung mit einem Bandfilter versehen
ist, das nur Ströme einer bestimmten Frequenz durchläßt. Auf diese Weise werden
in den -meisten Fällen falsche Signale vermieden, da es wenig wahrscheinlich' ist,
daß der Sprechstrom eine reine Frequenz enthalten könnte, die der Frequenz des entsandten
Signals entsprechen würde. Andere Einrichtungen zur Erzielung einer größeren Wahrscheinlichkeit
der Vermeidung falscher Signale verwenden Nebenfalls, Signalströme einer bestimmten
Frequenz, jedoch von einer genau bestimmten Dauer. Es sind auch Einrichtungen nicht
mehr neu, in denen das entsandte Signal durch Kombinationen mehrerer gleichzeitig
entsandter Wechselstromstöße verschiedener Frequenzen bestimmt ist.
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Um die Wahrscheinlichkeit von Fehlern erheblich zu vermindern und
die Zeitdauer sämtlicher Signale möglichst zu verkürzen, wird nach dem Grundgedanken
der Erfindung eine Einrichtung vorgeschlagen, deren
Wesen darin
besteht, daß jedes Zeichen bestimmt ist, sowohl durch die Reihenfolge der Ablösung
des Stromstoßes von- einer Frequenz :durch den Stromstoß von einer anderen Frequenz
als auch durch die Zeitdauer der einzelnen Stromstöße, die sich mehrmals wiederholen
können.
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Als einfachstes Anwendungsbeispiel der Erfindung soll die in der beiliegenden
Zeichnung schematisch dargestellte Anlage aus dem Gebiet der Fernwahltelephonie
dienen.
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Fig. i stellt den Sendeteil -der Anlage, Fig. 2 den Empfängerteil
und Fig. 3 eine Abart der Anlage gemäß Fig. 2 dar.
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Zwischen die Klemmen i und 2 (Streifen III und IV) der Anlage gemäß
Fig. i und die ebenso bezeichneten Klemmen der Anlage gemäß Fig. 2 wird eine Fernleitung
eingeschaltet, die mit Verstärkern ausgerüstet sein kann. Zwischen die Klemmen i
und 2 des Empfängerteils (Streifen IX und K in Fig. 2) wird eine Selbstanschlußzentrale
eingeschaltet.
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Für das Senden der Signale sind zwei Frequenzen vorgesehen, und zwar
5oo p;s und iooo p/s. Mit Hilfe dieser Frequenzen -,verden zwei Signale gesandt:
das Anrufsignal und das Schlußsignal, wobei jedes derselben aus drei Stromstößen
besteht.
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Das Anrufsignal unterscheidet sich vom Schlußsignal durch die Reihenfolge
der Frequenz der gesandten Stromstöße und durch die verschiedene Zeitdauer der einzelnen
Stromstöße.
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Die Zeiten des Anziehens und Abfallens der einzelnen Relais sind wie
folgt bestimmt. -
Die Zeiten sind in ms (Millisekunden) angegeben, wobei + das Anziehen, - das Abfallen
bezeichnet. Die Zeiten des Anziehens und des Abfallens der Relais RN und
RH
sind unter Berücksichtigung der Einschwingzeit des Filters angegeben.
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Die Anlage wirkt in der folgenden Weise: der anrufende Teilnehmer
Tfa kommt durch die aus :der Selbstanschlußtechnik bekannten Wahlorgane _AS (Anrufsucher),
SJ (Schnurimpulsrelais), SK (Schnurkontrollrelais), SZ (Schnurprüfrelais), LZl'
(Leitungswähler) zu der Fernübertragung, in welcher sich nachstehender Stromkreis
schließt: i. (Fig. i) ... plus-Kontakt SKa-Relais SL-Kontaktarm;-Kontakt
des Leitungswählers LW-Relais TC i und parallel Widerstand t- i-minus.
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Die Relais SZ und TC i sprechen an, und Kontakt TC ia schließt den
Stromkreis 2. (Fig. i) ... plus-Relais TO und parallel Widerstand
r-2-Kontakt TC ia-Kontakt TP id-minus.
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Das Relais T0 spricht an und schaltet durch die Kontakte TOa und TOc
den Hochfrequenzgenerator auf die Leitung zum Empfänger im folgenden Stromkreis:
3. (Fig. i) ... Klemme GHi des Hochfrequenzgenerators-KontaktTJ3b-IiontaktTOa-Klemme
i (Streifen III und IV)-Fernleitung (Fig. 2)-Empfänger hR-zurücl,#-Klemme (Streifen
11I und IV-Kontakt TQc-Kontakt TJ3d=Klemme GH2 des Hochfrequenzgenerators.
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Auf die Leitung zum Empfänger (Fig. 2) wird der Hochfrequenzstromstoß
gesandt. Gleichzeitig mit :dem Stromkreis 2 «-erden die nachfolgenden Stromkreise
geschlossen: q.. (Fig. i) ... plus-Relais TC2 und parallel Widerstand r3--Kontakt
TC ic-Widerstand r4-Kontalct TP ic-minus. " 5. (Fig. i) ... plus-Selbstinduktion
Sf i-Relais TPi-Kontakt TC i b-minus.
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Das Relais TC2 spricht an und schließt durch den Kontakt TC2a den
Stromkreis: 6. (Fig. i) ... plus-Relais TJ3 und parallel Widerstand r8-Widerstand
r7-Kontakt TC2a-minus.
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Nach 2o ms vom Augenblick des Schließens des Stromkreises 6 an, also
nach 3o ins vom Beginn :des Sendens des Hochfrequen-r_-stromstoßes, spricht das
Relais TJ3 an, unterbricht den Stromkreis 3 und schließt den Stromkreis 7. (Fig.
i) ... Klemme GN i des Niederfrequ:enzgenerators - Kontakt TJ 3a -
Kontakt TQa-Klemme i (Streifen 111 und IV)-durch Fernleitung (Fig.2) zurück-Klemme
2 (Streifen III und IV)-Kontakt TQc-Kontakt TJ 3c-Klemme GN2 des Niederfrequenzgenerators.
Es
wird damit der Hochfrequenzstromstoß beendet, und es beginnt das Sendendes Niederfrequenzstromstoßes;
dieses dauert so lange, bis das Relais TJ3 abfällt.
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Inzwischen kommen nachfolgende Vorgänge vor: ach 6o ms vom Augenblick
des Schließens des Stromkreises 5, also nach 2oms vom Beginn des Sendens des Niederfrequenzstromstoßes
an , spricht das Relais TPi an und schließt durch den Kontakt TPia die Selbstinduktion
Sii im Stromkreis 5 kurz, unterbricht durch den Kontakt TPic den Stromkreis 4 des
Relais TC- sowie durch den Kontakt TPid den Stromkreis z des Relais TO. Das
Relais TC2 fällt ab und unterbricht durch den Kontakt TC2a den Stromkreis 6 des
Relais TJ3. Das Relais TJ3 fällt ab, unterbricht den Stromkreis 7 und schließt Wiederum
den Stromkreis 3.
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Hierdurch wird (der Niederfrequenzstromstoß beendet, und es .beginnt
das Senden des nächsten Hochfrequenzstromstoßes.
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Mit dein Augenblick des Ansprechens des RelaisTPi. schließt KontaktTPib
denStromkreis B. (Fig. i) ... plus-Selbstinduktion Si2-Relais.TP2-Kontakt
TP i b-minus.
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Das Relais TP2 spricht an, schließt durch den Kontakt TP2a die Selbstinduktion
Sie kurz und schließt durch den Kontakt TP2c den Stromkreis: 9. (Fig. i) . . plusobere
Wicklung des Relais TJi-Kontakt und Kontaktarm a des Leitungswählers LW-Koptakt
SLa-Selbstin- -duktion Si4-Kontakt SJa---Kontakt SLb-Kontaktarmß und Kontakt .des
Leitungswählers LW-untere Wicklung des Relais TJi-Kontakt TP2c-minus.
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Das Relais TJi spricht an und schließt die nachfolgenden Stromkreise:
i o. (Fig. i) ... plus-Relais TI-Kontakt TJia-minus.
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. i i. (Fig. i) ... plus-Relais TJ 2 und parallel Widerstanär6-Wi.derstand
r5-Kontakt TJic-minus.
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Die Relais TK und TJ 2 sprechen an, und Kontakt TJ2a
schließt -den Stromkreis i2. (Fig. i) ... plus-Relais TJ3 und parallel Widerstand
r8-Widerstand r7-Kontakt Ti 2a-minus.
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Nach Ablauf von i--o ms vom Augenblick des Unterbrechens durch den
Kontakt TPid des Stromkreises 2, also nach Ablauf _ von ioms vom Augenblick des
Ansprechens des Relais TJi laut Stromkreis 9, fällt das Relais TO ab;- infolgedessen
wird das Senden der 8o ms dauernden Hochfrequenzstromstöße unterbrochen. Das Senden
der Tonfrequenzstrornstöße hört auf. Die nachfolgenden Relais --wirken weiter: SJ,
SK, EL,
TCi, TJi, TK, TJ2, TJ3, TPi, TP2. Wie aus den beschriebenen
Verläufen zu ersehen- ist, wurde das aus einer Reihenfolge von Hoch-, Nieder- und
Hochfrequenzstromstößen bestehende Anrufsignal gesandt; die Zeitdauer der einzelnen
Stromstöße war: 30 ms, 6o ms, 8o ms.
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Diese Stromstöße gelangen durch die Fernleitung zu der Empfangsübertragung
(Fig. 2) ; dort können sie durch -den Verstärker KR verstärkt werden und kommen
zu dem Empfangsrelais RA, welches auf Ströme von einer beliebigen Frequenz anspricht,
und zum Empfangsrelais RN, welches durch das Bandfilter FN eingeschaltet ist und
darum nur von Niederfrequenzströmen betätigt wird; sie kommen auch zu dem Relais,
RH, welches durch das Bandfilter FH eingeschaltet ist und darum nur von Hochfrequenzströmen
betätigt wird.
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Unter dem Einfluß des ersten zum Empfänger kommenden Hochfrequenzstromstoßes
sprechen die Relais RA und IZH an. Kontakt RAa schließt nachfolgenden Stromkreis:
13. (Fig.2) ... plusobere Wicklung des Relais RT und parallel Widerstand
rio -Widerstand r9-Kontakt RAa-minus.
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Nach 2o ms vom Augenblick des Erscheinens des Hochfrequenzstromstoßes
spricht das Relais RH an und schließt durch den Kontakt RHb den. nachfolgenden Stromkreis:
14- (Fig. 2) ... plusuntere Wicklung des Relais RT-Kontakt R.4b-Kontakt RTc-Kontakt
RHb-minus.
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Durch die Wicklungen des Relais RT fließt der Strom in entgegengesetzten
Richtungen; infolgedessen spricht dieses Relais im gegebenen Fall nicht ,an.
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Dieses bildet das Kriterium, daß es sich wirklich um den richtigen
Signalstromstoß handelt;. wäre es ein unbefugter Strom von anderer Frequenz, so
würde weder das Relais RN noch RH ansprechen; der Stromkreis 14 würde nicht gebildet,
und nach 30 ms vom Augenblick oder Bildung des Stromkreises 13 an, also 4o
ms vom Augenblick des Ankommens des unbefugten Stromstoßes, wird RT ansprechen;
es werden dadurch genügende Bedingungen geschaffen, damit der Empfänger von diesem
unbefugten Stromstoß nicht betätigt wird. Falls dagegen der rechtmäßige Hochfrequenzstromstoß
kommt, schließt Kontakt RHa folgenden Stromkreis: 15. (Fig. 2)
... : plus-Kontakt RTb-Relais RP-Kontakt ROb-Kontakt RHa-Kontakt RNb-minus.
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Das Relais RP spricht an und schließt durch den Kontakt RPa seinen
von den nächsten Stromstößen des Anrufsignals betätigten Haltestromkreis.
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16. (Fig. 2) ... plus-Kontakt RTb-Relais RP Kontakt RPa Kontakt RHb
oder Kontakt RNc-minus.
Das Öffnen des Kontaktes RPc verhindert
das Ansprechen des Relais RQ beim Durchfließen des N iederfrequenzstromstoßes des
Anrufsignals.
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Nach Beendigung des Hochfrequenzstromstoßes und dem Beginn des Niederfrequenzstromstoßes
fällt das Relais RH ab, das Relais RN spricht an und schließt durch den Kontakt
RAra den nachfolgenden Stromkreis: 17- (Fig. 2) ... plus-Relais RTl i-Kontakt
RPd-Kontakt RNa-minus.
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Nach Beendigung des Niederfrequenzstromstoßes und dem Beginn des nächsten
Hochfrequenzstromstoßes fällt das Relais RN ab, das Relais RH spricht an und schließt
durch den Kontakt RHd den nachfolgenden Stromkreis 18. (Fig. 2) ... plus-Kbntakt
RSb-Relais RK-Kontakt RTI ia-Kontakt RPb-Kontakt RHd-niinus.
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Das Relais Rk spricht an und schließt durch den Kontakt Rlia seinen
Haltestromkreis.
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i9. (Fig. 2) ... plus-Kontakt RSb-Relais RK-Kontakt RKa-Kontakt
RHc oder Kontakt RNd-minus.
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Ferner wird durch den Kontakt RKb die Schleife zu der angerufenen
Zentrale geschlossen und verursacht dadurch die Belegung derselben.
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2o. (Fig. 2) ... Klemme i (IX und X)-Selbstinduktion Sis-Kontakt
RKb-Kontakt RQe oder Kontakt RHg-Klemne 2 (IX und X).
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Nach io ms vom Augenblick der Beendigung des letzten Stromstoßes des
Anrufsignals fällt das Relais RA ab, nach 2o ms fällt RH, nach 140 ms -
RV i, nach 22o ms - RP ab. Das Relais RK ist gemäß Stromkreis i9 während
der ganzen Zeit tätig, bis das- Schlußsignal bewirkt wird.
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Die gewünschte Zentrale sendet das Amtszeichen; während dieser Sendung
spricht das Relais RA an; der Stromkreis 13 wird gebildet, und das Relais
RT spricht an; weder das Relais RP noch RQ kann ansprechen, weil das Öffnen der
Kontakte RTa und RTb den Pluspol abschaltet. -Nach hem Abklingen des Amtszeichens
kann der Anrufende wählen; falls die Ziffer Eins gesandt wird, fällt das Relais
SJ (F'ig. i) 6o ms lang ab. Durch den Kontakt SJca wird der Stromkreis 9 auf die
Dauer von 6o ms unterbrochen. Das Relais TI i fällt ab und schließt durch
den Kontakt TI i b den folgenden Stromkreis: a1. (Fig. i) ... plus-Relais
TQ und parallel Widerstand r2-Kontakt TKa-Kontakt TI i b-minus.
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Das Relais TQ spricht an und schaltet den Niederfrequenzgenerator
auf die Fernleitung I gemäß Stromkreis 7 ein; infolgedessen beginnt das Senden des
Niederfrequenzstromstoßes.
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Gleichzeitig mit dem Schließen des Stromkreises 21 wird durch den
Kontakt 7J ic der
Stromkreis ii des Relais TJ2 unterbrochen; dieses fällt
ab und- unterbricht durch den Kontakt TJ2a ,den Stromkreis 12 des Relais TJ
3. Nach 20 ms vom Augenblick der Unterbrechung des Stromkreises 12, also
nach 30 ms vom Augenblick, wenn das Senden des Niederfrequenzstromstoßes
beginnt, fällt das Relais TJ3 ab, unterbricht den Stromkreis 7 und schließt den
Stromkreis 3. Infolgedessen wird der Niederfrequenzstroinstoß beendet, und es beginnt
das Senden des Hochfrequenzstronistoßes.
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Nach io ms vom Augenblick, wenn das Senden des Hochfrequenzstromstoßes
beginnt, spricht infolge Schließens der stromstoßgebenden Kontakte der Nummerscheibe
des anrufenden Teilnehmers das Relais ST an und schließt durch den Kontakt SJa den
Stromkreis 9 des Relais TJ i. Das Relais TJ i spricht an und schließt durch die
Kontakte TI ia, TJ ic wiederum die Stromkreise i o, i i der Relais TK, TJ2 und unterbricht
durch den Kontakt TJ ib den Stromkreis 2i des Relais TQ. Das Relais TJ2 spricht
an und schließt durch den Kontakt TJ2a den Stromkreis 12 des Relais TJ3.
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Nach 2o ms vom Augenblick des Schließens des Stromkreises 12, also
nach 6o ms vom Augenblick, wenn das Senden des Hochfrequenzstromstoßes beginnt,
spricht das Relais TJ3 an, unterbricht den Stromkreis 3 und schließt wiederum den
Stromkreis 7. Infolgedessen wird der Hochfrequenz.stromstoß beendet, und das Senden
des Niederfrequenzstromstoßes beginnt.
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Nach 120 ms vom Augenblick der Unterbrechung des Stromkreises 2i,
also nach 8o ms vom Augenblick, wenn das Senden des Niederfrequenzstromstoßes beginnt,
fällt das Relais TQ ab und unterbricht durch die Kon- j takte TQa, TQc den Stromkreis
7; infolgedessen hört das Senden des Niederfrequenzstronistoßes auf.
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Das Wählen der Ziffer Eins durch den anrufenden Teilnehmer veranlaßt
also das Senden der drei nachfolgenden Stromstöße von der Sendeapparatur (Fig. i)
zur Empfängerapp#aratur (Fig. 2) : des Niederfrequenzstromstoßes von einer Zeitdauer
von 30 ms, des Hochfrequenzstromstoßes von einer Zeitdauer von 6o ms und
des Niederfrequenzstromstoßes von einer Zeitdauer von 8o ms.
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Unter dem Einfluß des ersten Niederfrequenzstromstoßes sprechen in
der Empfängerapparatur (Fig. 2) die Relais RA, RX an, und der Kontakt RNe schließt
den nachfolgenden Stromkreis:
22, (Fig. 2) ... plus-Kontakt
RTa Relais RQ- und parallel Widerstand r i i-Kontakt RPc-Kontakt RHe-Kontakt RNe-minus.
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Das Relais RQ spricht an, verhindert durch das Öffnen des Kontaktes
RQb ein eventuelles Schließen des Stromkreises des Relais RP und hält sich über
den Kontakt RQa während der weiteren Stromstöße iri dem folgenden Stromkreis .23.
(Fig. 2) ... plus-Kontakt RTc-Relais RQ und parallel Widerstand r i i-Kontakt
RQa-Kontakt RNc oder Kontakt RHb-minus.
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Nach Beendigung des Niederfrequenzstromstoßes und Beginn des Hochfrequenzstromstoßes
fällt das Relais RN ab, -das Relais RH spricht an und unterbricht durch den Kontakt
RHg den Stromkreis 20; da das Relais RQ angezogen ist, wird :die Schleife zur angerufenen
Zentrale unterbrochen.
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Nach Beendigung ,des Hochfrequenzstromstoßes beginnt das Senden des
nächsten Niederfrequenzstromstoßes, wobei das Relais RH abfällt und durch den Kontakt
RHg die Schleife, die während der der Dauer des Hochfrequenzstromstoßes entsprechenden
Zeit, d. h. während 6o ms, unterbrochen war, wiederum schließt.
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Nach i o ms vorn. Augenblick de Beendigung des Niederfrequenzstromstoßes
fällt das Relais RA ab, nach 20 ms :das Relais RN, wonach nach Zoo ms das Relais.
RQ abfällt.
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Falls nicht.,die Ziffer Eins, sondern beispielsweise-.die Ziffer Zwei
gesandt wird, würde das Signal folgendermaßen gebildet werden: Niederfrequenzstromstoß
30 ms, Hoehfrequenzstromstoß 6o ms, Niederfrequenzstromstoß q.o ms, Hochfrequenzstromstoß
6o ms, Niederfrequenzstromstoß 8o ms.
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Die Schleife wird dementsprechend zweimasi für die Zeitdauer des Hochfrequenzstromstoßes
unterbrochen.
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Das Schlußsignal in dem angeführten Beispiel wird mit dem Augenblick
gegeben, in dem der anrufende Teilnehmer den Hörer anhängt; dies verursacht eine
Unterbrechung der Schleife von der Seite des anrufenden Teilnehmers aus; infolgedessen
fällt das Relais"SI ab und unterbricht durch den Kontakt STca den Stromkreis 9 des
Relais TI i sowie durch den Kontakt SJb den Stromkreis des Relais
SK. Das Relais TI i fällt ab und unterbricht durch den Kontakt
TI ia den Stromkreis io des Relais TK, durch den Kontakt TI ic den
Stromkreis i i des Relais TI 2-; durch den Kontakt TI rb schließt es aber
den Stromkreis 21 des Relais TQ. Das Relais TQ spricht an und schließt durch die
Kontakte TQa, TQc den Stromkreis 7 des Niederfrequenzgenerators;infolgedessen beginnt
das Senden des Niederfrequenzstromstoßes. Nach Unterbrechung des Stromkreises ii
fällt :das Relais TI2 ab und unterbricht durch den Kontakt TI2a den Stromkreis 12
des Relais TJ3. Nach 2o ms vom Augenblick der Unterbrechung :des Stromkreises 12,
also nach. 30 ms vom Augenblick, in dem das Senden des Niederfrequenzstromstoßes
beginnt, fällt das Relais TJ3 ab, unterbricht den Stromkreis 7 und schließt den
Stromkreis 3 des Hochfrequenzgenerators. Infolgedessen wird der Niederfrequenzstromstoß
beendet, und es beginnt das Senden des Hochfrequenzstromstoßes. e
Gleichzeitig
mit dem Schließen des Stromkreises 21 des Relais TQ schließt der Kontakt TI id den
folgenden Stromkreis: 2q.. '(Fig. i) ... plus-Relais TB-Selbstinduktion Si3-Kontakt
Mb-Kontakt TJidminus.
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Dias Relais TB spricht an und schließt die Stromkreise: 25.
(Fig. i) ... plus-Relais TB-Kontakt TBa-Kontakt TP 2b-minus.
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26. (Fig. i) ... plus-Relais TQ und parallel Widerstand r2-Kontakt
TBc-Kontakt TP i b -minus.
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27. (Fig. z) ... plus-Relais TJ3 und parallel Widerstand r
8-Wi:derstand r7-Kontakt TBb-minus.
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Nach 2o ms vom Augenblick des Schließens des Stromkreises 27, also
nach 13o ms vom Augenblick, in dem das Senden des Hochfrequenzstromstoßes beginnt,
spricht das Relais TJ3 an schaltet von der Fernleitung den Hochfrequenzgenerator
ab und schaltet den Niederfrequenzgenerator ein. Infolgedessen wird der 13o ms dauernde
Hochfrequenzstromstoß beendet, und es beginnt das Senden des Niederfrequenzstromstoßes.
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Nach 2o ms vom Augenblick des Beginns des Sendens des Niederfrequenzstromstoßes.
fällt das mit verzögerter Wirkung tätige Relais SK ab, der Stromkreis desselben
wird durch den Kontakt SJa unterbrochen, und es fallen darauf nacheinander die Relais
SZ, TC i, TP i, TQ, TP2, TB und TJ3 ab. Durch das Abfallen des Relais TQ
wird der Stromkreis 7 unterbrochen; infolgedessen wird das Senden des Niederfrequenzstromstoßes
beendet.
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Sonach wird das Schlußsignal beendet, dieses besteht aus drei folgenden
Stromstößen: aus dem Niederfrequenzstromstoß von einer Dauer von 3o ms, aus dem
Hochfrequenzstromstoß von einer Dauer von 13o ms und aus deni Niederfrequenzstromstoß
von einer Dauer von 340 ms.
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Der erste Niederfrequenzstromstoß- von einer Dauer von 30 ms
ruft in der Empfängerapparatur (Fig. 2) dieselben Vorgänge hervor, wie der erste
Niederfrequenzstromstoß
während des Wählens, d. h. die Relais RA
und RX werden erregt, und Kontakt R.Ll#Te schließt den Stromkreis 22 des Relais
R0.
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Vorn Hochfrequenzstromstoß beeinflußt, zieht das Relais RH für die
Zeit von 130 ms an und unterbricht durch den Kontakt RHg die Schleife zur
angerufenen Zentrale; nach 130 ms ist der Hochfrequenzstromstoß beendet, das Relais
RH fällt ab, und die Schleife wird geschlossen. Außerdem schließt Kontakt
RHf den nachstehenden Stromkreis: 28. (Fig. 2) . . . plus-Selbstinduktion Si 6-Relais
RV2-Kontakt ROd-Kontakt RHfminus.
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Die Verlängerung des Hochfrequenzstromstoßes bis 13o-ms veranlaßt
das Ansprechen des Relais RV2; dieses zieht nicht während des Wählens an, wenn der
Hochfrequznzstromstoß nur 6o ms beträgt. Kontakt RV2C schließt den Haltestromkreis:
29. (Fig. -2) ... plus-Kontakt Rh2a-Kontakt RV :2c-Kontakt RNg-minus.
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Unter dem Einfluß des nächsten Niederfrequenzstromstoßes spricht das
Relais NN an und schließt den Stromkreis: 30. (Fig. 2) . .. plus-Selbstinduktion
-Si 7-Relais RS-Kontakt RL'2b-Kontakt ROc-Kontakt RiVf-minus.
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Falls der Niederfrequenzstromstoß genügend lang ist, spricht das Relais
RS an, schließt durch den Kontakt RSa die Selbstinduktion S' i7 kurz und unterbricht
durch den Kontakt RSb den Stromkreis 18 des Relais RK.
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Nach Zoo ms vom Augenblick der Unterbrechung des Stromkreises 18,
also 530 ms nach Empfang des ersten Niederfrequenzstromstoßes des
Schlußsignals in der Empfängerapparatur, fällt das Relais Rk ab und unterbricht
durch den Kontakt RKb endgültig die Schleife zur angerufenen Zentrale und veranlaßt
dadurch die Trennung.
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2o ms nach Beendigung des letzten Niederfrequenzstroinstoßes fällt
das Relais RN ab und unterbricht durch die Kontakte RNc, RNe, RNf, RNg die Stromkreise
-22, 29, 30.
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Zoo ms nach Abfallen des Relais RN, also 720 ms nach Empfang
des ersten Niederfrequenzstromstoßes des Schlußsignals, fallen die Relais RQ, RV2,
RS ab, d. h. sämtliche Relais der Empfängerapparatur kehren in ihren Ruhezustand
zurück.
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Der in der Ausführung gemäß Fig. 2 aus sämtlichen Relais
RA, RT, RN und RH gebildete Frequenzsu-cher kontrolliert, daß während
der Signalgabe Signalfrequenzströme vorhanden sind und daß ein Fehlen dieser Ströme
nicht länger als 3o bis 40 ms dauert. Auf diese Weise besteht die Sicherheit, daß
die Sprechströme den Empfänger nicht betätigen. Außerdem kann der Frequenzsucher
zur Ersparung der Filter angewandt werden, und zwar kann statt der zwei besonderen
Filter FN und FH ein einziges Filter gemäß Fig. 3 angewandt werden. Dasselbe
wird durch das Umschaltrelais RU durch den Kontakt RT'd von der Anpassung an Niederfrequenz
zur Anpassung an Hochfrequenz umgeschaltet; gleichzeitig mit dieser Anpassung wird
die Umschaltung auf das eine oder das andere Empfangsrelais durch das Relais RU
bewirkt.
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Falls beispielsweise ein Stromstoß der Niederfrequenz ankommt, spricht
das Relais RA an; das Filter FLt ist bei abgefallenem Relais RU an die Niederfrequenz
angepaßt, das Relais RN spricht an und unterbricht den Kontakt RNla, so daß das
Relais RZ:T in dein Stromkreise 3r. (Fig.3) ... plusobere Wicklung des Relais SU-Kontakt
SAC-Kontakt RNhminus nicht ansprechen kann.
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Falls aber ein Stromstoß der Hochfrequenz ankommt, wird das Relais
RU in dem Stromkreise 31 ansprechen; das Filter wird der Hochfrequenz angepaßt;
das Relais RH spricht an und unterbricht den Kontakt RHh, so daß der Stromkreis:
32. (Fg.3) ... plusuntere Wicklung des Relais SU-Kontakt RUa-Kontakt RHhminus nur
so kurzzeitig geschlossen ist, daß das Relais HU durch Gegenerregung nicht abfällt
und weiter gemäß dem Stromkreise 3 i angezogen bleibt.
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Falls nun wieder nach der Hochfrequenz die Niederfrequenz kommt, fällt
das Relais RH ab. Das Relais RLT wird im Stromkreis 32 entmagnetisiert, fällt
ab und paßt das Filter der Niederfrequenz an; ist diese Frequenz vorhanden, so bleibt
das Relais RU ab- 1 gefallen; ist diese Frequenz nicht da, so pendelt das Relais
RL' und sucht, ob nicht eine von den bestimmten Frequenzen vorhanden ist. Die entsprechende
Geschwindigkeit des Pendelns dieses Relais kann mit bekannten Mitteln, z. E. mittels
einer Schwungmasse, an dem Relaisanker erzielt werden.