DE740505C - Anhaengerbremse mit einer durch ein Druckmittel spannbaren und bei ihrer Entspannung die Anhaengerbremse betaetigenden Speicherfeder - Google Patents
Anhaengerbremse mit einer durch ein Druckmittel spannbaren und bei ihrer Entspannung die Anhaengerbremse betaetigenden SpeicherfederInfo
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- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
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Description
- Anhängerbremse mit einer durch ein Druckmittel spannbaren und bei ihrer Entspannung die Anhängerbremse betätigenden Speicherfeder Es ist bekannt, als . Bremskraft für Anhänger eine Speicherfeder zu verwenden, die bei ihrer Entspannung die Anhängerbremsbacken anlegt und zum Lösen der Bremsen durch ein Druckmittel wieder gespannt wird. Es ist auch bei nicht als Federspeicherbremsen arbeitenden Änhängerbremsen bekannt, die den Bremsdruck liefernde Druckpumpe auf dem Anhänger anzuordnen und vom Zugwagen aus zu steuern. ' Die Erfindung besteht demgegenüber darin, daß bei einer Anhängerbremse mit einer durch ein Druckmittel spannbaren und bei ihrer Entspannung die Anhängerbremse betätigenden Speicherfeder das Steuerventil mit einem zum Zugwägen führenden Auflaufgestänge verbunden ist, das -mit einer Schalteinrichtung zur selbsttätigen Unterbrechung des Antriebsstromkreises für die elektrisch angetriebene Druckmittelpumpe versehen ist, sobald das Steuerventil geöffnet wird.
- Die Verbindung des Steuerventils mit dem zum Zugwagen führenden Auflaufgestänge und mit einer Schalteinrichtung zur selbsttätigen Unterbrechung des Antriebsstromkreises für die elektrisch angetriebene Druckmittelpumpe bewirkt, daß nach dem Auftreten eines genügend großen Auflaufdruckes, d: h. bei einer entsprechenden Verzögerung des Zugfahrzeiiges, selbsttätig durch Öffnen des Steuerventils die Speicherfeder zur Betätigung der Anhängerbremse freigegeben wird. Ferner wird, darüber hinaus erzielt, daß die Bremskraft des Anhängers niemals größer werden kann, als zulässig und für die Abbremsung des Anhängers erforderlich ist. Sobald nämlich die Bremswirkung am Anhänger infolge der Ausdehnung der Speicherfeder so groß ist, daß der Anhänger eine höhere Verzögerung erleidet als der Zugwagen, dann bleibt er gegenüber diesem zurück, und es entsteht eine Zugkraft an der Kupplungsstange, derzufolge das Steuerventil geschlossen und die Speicherfeder an der weiteren Ausdehnung verhindert wird, während darüber hinaus durch Schließen des Stromkreises am Schalter die Druckmittelpumpe wieder zu fördern und die Speicherfeder zu spannen beginnt. Es erfolgt also eine vollkommen selbsttätige Regelung der die Bremskraft des Anhängers liefernden Speicherfeder in der Weise, daß die Bremskraft sowohl dem Anhängergewicht wie auch der Zugwagenverzögerung immer angepaßt wird. Die erfindungsgeniäLle Anordnung hat also den Vorteil, daß sich die Bremswirkung des Anhängers selbsttätig nach den Erfordernissen des Fahrbetriebes richtet und sich sowohl der Verzögerung und Beschleunigung des Zugwagens wie auch der Belastung des Anhängers anpaßt. Ferner zeichnet sich die Einrichtung durch einfachen Aufbau und dadurch billige Herstellungskosten und größte Zuverlässigkeit im Betriebe aus.
- Auf der Zeichnung sind in Abb. i und 2 zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
- Wie ebb. i zeigt, ist die Speicherfeder i in einem Druckzvlinder .I angeordnet. Sie wirkt unmittelbar auf den Kolben 1o ein, der über ein Kraftübertragungsglied die Bremsbacken 2 des Anhängers betätigt. Der Druckzylinder ist durch eine Leitung i i an eine auf dem Anhänger angeordnete Ölpumpe 3 angeschlossen. Zwischen der Pumpe 3 und dem Zylinder. ist ein Rückschlagventil 9 vorgesehen. Die elektrisch angetriebene Pumpe 3 fördert aus einem Vorratsgefäß 6 das Druckmittel durch die Leitung i i so lange in den Zylinder .a., bis ein in der Leitung i i vorgesehener Druckendausschalter 8 den Stromkreis für den Pumpenantrieb unterbricht. Der Zylinder q. besitzt nach einen Überströmkanal i5, der ein Abströmen des Druckmittels in den Vorratsbehälter 6 ermöglicht, sobald der Kolben io eine bestimmte Stellung erreicht hat und dabei den Kanal 15 freigibt. An einer Abzweigung der Leitung m ist das Steuerventils angebracht, welches in seiner geöffneten Stellung eine Entleerung des Druckzylinders q. in das Vorratsgefäß 6 ermöglicht, wobei die Speicherfeder i über den Kolben 1o das Druckmittel aus dem Zylinder d. herausdrückt. je nach der Größe des freigegebenen Cberströmquerschnittes im Ventil 5 erfolgt die Entleerung des Zylinders q. mit geringerer oder größerer Geschwindigkeit. Das Steuerventil 5 ist mit dein zum Zugwagen führenden Auflaufgestänge; verbunden. welches zwischen zwei Anschlägen 14 beweglich in der «'eise gelagert ist, daß es durch die am Zughaken auftretenden Kräfte in seine beiden Endstellungen gebracht wird. Eine nicht gezeichnete, regelbare Dämpfungsvorrichtung erschwert die Bewegung des Gestänges ; . llit dem Gestänge 7 ist schließlich noch ein Unterbrecher 13 so verbunden, daß er den Antriebsstromkreis für die Pumpe 3 nur in der äußersten, geschlossenen Stellung des Steuerventils 5 schließt, während in jeder anderen Stellung des Ventils 5 der Stromkreis unterbrochen ist. Der Stromspeicher 12 dient als Kraftquelle für den elektrischen Antrieb der Pumpe 3. Er kann entweder auf dem Anhänger angeordnet werden, oder es wird ein auf dem Zugwagen vorhandener Stromspeicher als Stromquelle verwendet, indem ein Verbindungskabel zwischen Zugwagen und Anhänger für die Übertragung der Antriebsenergie vorgesehen wird.
- Abb. 2 zeigt schematisch eine Einrichtung, mit deren Hilfe jederzeit vom Führer des Zugwagens die Bremswirkung am Anhänger ein- oder ausgeschaltet werden kann. Dies ist notwendig, z. B. wenn der Lastwagen mit dem Anhänger rückwärts fährt. In diesem Falle würde die Anhängerbremse durch das Steuerglied ; in die Bremsstellung gebracht und der Anhänger dadurch selbsttätig festgebremst werden, so daß das weitere Rückwärtsfahren unmöglich wird. Andererseits gibt es 1111 Fahrbetrieb Fälle, bei denen es notwendig ist, die Anhängerbremse zur `'Wirkung zu bringen, auch wenn keine Druckkraft vom Zugwagen aus auf das Auflaufgestänge ; ausgeübt wird. Das kann z. B. der-Fall sein, wenn der Lastzug bergauf fährt und infolge Versagens der Zugmaschine anhalten muß. In diesem Falle muß der Fahrer in der Lage sein, den Anhänger unabhängig vom Zugwagen fest zu bremsen, obwohl auf das Gestänge ; vorn Zugwagen eine Zugkraft ausgeübt wird. Schließlich muß es auch, wenn der Anhänger abgekuppelt ist, möglich sein, die Anhängerbremse von Hand in die Bremsstellung zu bringen.
- Wie Abb. 2 -neigt, besteht das zum Zugwagen führende Gestänge 7 aus zwei Teilen ; und ;', die gegeneinander verschiebbar sind. Zwischen die beiden Teile ; und ;' ist eine Feder Ih mit Vorspannung so eingesetzt, daß sie das Teilglied i' gegen einen verstellbaren Anschlag 1; anlegt, der bei dein gezeichneten Ausführungsbeispiel als von Hand bedienbarer Stellhebel ausgebildet ist. Der Handhebel kann an einer beliebigen Stelle des Zugwagens angeordnet sein und wird durch den Kabelzug 18 mit dem Hilfsglied ;' und dein Steuerglied 7 verbunden.
- Es kann nach der Erfindung auch noch eine weitere Verstelleinrichtung für das Hilfsglied ;' auf dem Anhänger vorgesehen sein. um auch nach Trennung des Anhängers vom Zugwagen das Steuerventil s betätigen zu können.
- Die Wirkung der Einrichtung ist folgende: Befindet sich das Steuerglied i und das damit verbundene Steuerventil 5, wie gezeichnet, in der Lösestellung der Bremse, so kann durch eine Drehung des Hebels 17 entgegen dem Uhrzeiger die Feder 16 entspannt werden, wodurch sie das Hilfsglied 7' auf dem Steuerglied 7 so weit verschiebt, bis das Steuerventil s, welches unmittelbar an das Hilfsglied 7' angeschlossen ist, in die öffnungsstellung gebracht ist. Trotzdem das Steuerglied 7 seine vordere Endstellung, also die Lösestellung für die Bremse, eingenommen hat, befindet sich das Steuerventil 5 in der Bremsstellung. Umgekehrt kann, wenn das Steuerglied 7 sich in der Bremsstellung befindet, durch eine Drehung des Hebels 17 im Sinne des Uhrzeigers die Feder 16 stärker gespannt werden, wodurch der Kabelzug 18 das Hilfsglied 7' weiter auf das Steuerglied 7 aufschiebt, bis das Steuerventil 5 die Lösestellung erreicht hat.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Anhängerbremse mit einer durch ein Druckmittel spannbaren und bei ihrer Entspannung die Anhängerbremse betätigenden Speicherfeder, dadurch gekennzeichnet,- daß das Steuerventil (5) mit einem zum Zugwagen führenden Auflaufgestänge (7) verbunden ist, das mit einer Schalteinrichtung -(13) zur selbsttätigen Unterbrechung des 14ntriebsstromkreises für die elektrisch angetriebene DruckmittelpumPe (3) versehen ist, sobald das Steuerventil (5) geöffnet wird. Anhängerbremse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an dem die Speicherfeder (i) aufnehmenden Zylinder (4) ein Überströmkanal (15) vorgesehen ist, der beim Erreichen einer bestimmten Federspannung frei wird und das überfließende Druckmittel in den Vorratsbehälter (6) zurückfließen läßt. 3. Anhängerbremse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Zugwagen führende Gestänge aus gegeneinander beweglichen Teilen (;, 7') besteht, von denen der mit dem Steuerventil (5) verbundene Teil (7') mittels eines unabhängig von einem Auflaufstoß zu betätigenden, am Zugwagen angeordneten Hebels (17) bewegbar ist. Anhängerbremse nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (17) mit dem mehrteiligen Gestänge (7, 7') durch einen Kabelzug (18) verbunden ist, dessen einer Teil, z. B. der Kabelschlauch, an der Auflaufstange (7) und dessen anderer Teil, z. B. Zugseil, an dem gegenüber der Auflaufstange verschiebbaren und mit dem Steuerventil (5) verbundenen Gestängeteil (7') angreift. 5. Anhängerbremse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine in an sich bekannter `'eise in das Auflaufstoßgestänge eingeschaltete regelbare Dämpfungseinrichtung nur -solche Zug-und Druckkräfte auf das Überströmorgan (5) übertragbar sind, die ein bestimmtes, von der Einstellung der Dämpfung ab= hängiges Maß überschreiten. Zur Abgrenzung vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften 684 684,. 679 103; amerikanische - 2 i go i 2o, 1 794461.
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| DE740505C true DE740505C (de) | 1943-10-22 |
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| DE (1) | DE740505C (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1794461A (en) * | 1929-02-26 | 1931-03-03 | Maunsell B Jackson | Brake-control mechanism |
| DE679103C (de) * | 1937-08-28 | 1939-08-02 | Bosch Gmbh Robert | Sicherheitsvorrichtung fuer Druckmittelbremseinrichtungen in Anhaengewagen |
| DE684684C (de) * | 1937-08-28 | 1939-12-02 | Bosch Gmbh Robert | Sicherheitsvorrichtung fuer Druckmittelbremseinrichtungen in Anhaengewagen |
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-
1940
- 1940-10-17 DE DESCH121188D patent/DE740505C/de not_active Expired
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