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Lautsprecheranlage für öffentliche Verkehrsfahrzeuge Eine in öffentlichen
Verkehrsfahrzeugen, Straßenbahnwagen und. Autobussen, vorgesehene Lautsprecheranlage
besteht im wesentlichen aus einem im. Wagenführerstand oder Fahrersitzraum angebrachten
Mikrophon, einem Ein- oder Umschalter, einem von der .Oberleitung oder einer Batterie
unter Erzeugung der erforderlichen Anodenspannung gespeisten Röhrenverstärker, einer
Mikrophonbatterie und den verschiedenen Lautsprechern, von welchen die einen nach
innen, die anderen nach außen gerichtet sind.
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Um die Anlage sprechbereit zu halten, stehen die Röhrendes. Verstärkers
,unter Heizspannung. Zum Besprechen 'des Mikrophons zur Bekanntgabe einer Haltestelle
des Fahrzeugs oder zu einer sonstigen Mitteilung an das innerhalb oder außerhalb
des Wagens befindliche Publikum wird vom Wagenführer. oder Fahrer ein Schialter
betätigt, wodurch das Mikrophon; den erforderlichen Mikrophonstrom erhält, und gleichzeitig
werden die Verstärkerröhren unter Anodenstrom..gesetzt. Das Besprechen des Mikrophons
ist jeweilig nur von kurzer Dauer. Man hat deshalb den Schalter für das Mikrophon
als Druckknopf ausgebildet, der beim Eindrücken. den Stromkreis schließt und ihn
beim Loslassen öffnet. Diese Druckknopfschaltung hat aber den hTachteil, daß der
Fahrer den Knopf so lange drücken muß, als er spricht, und da der Fahrer seine Meldungen
:an die Fahrgäste während der Fahrt zu machen hat, so hat er während :des Sprechens
nur eine Hand frei zur Bedienung der Fahreinrichtung, was aber insbesondere bei
starkem Großstadtverkehr unzulänglich und mit großen Gefahren für die Fahrsicherheit
verbunden ist.
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Die Benutzung eines einfachen Dreh- oder Hebelschalters, mit dem der
Fahrer das Mikrophon zuerst einschaltet und nach erfolgter .Besprechung wieder ausschaltet,
ist ebenfalls unpraktisch, denn es besteht die Gefahr, daß ,das Ausschalten vergessen
wind, so- daß nicht nur alle Geräusche, die das Mikrophon treffen, von. dem Lautsprecher
wiedergegeben
werden, sondern es fließt auch der Mikrophonstrom
längere Zeit über das Mikrophon, wodurch die Mikrophonbatterie unnötig bean: sprucht
wird. Erheblich nachteiliger wirkt bei einer längeren Einschaltung des Mikrophons
der Anodenstrom auf die Verstärkerröhren, die dadurch an Lebensdauer verlieren.
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Die Lebensdauer einer Verstärkerröhre hängt also im wesentlichen von
der Anodenbelastung ab. Wenn der Heizfaden: einer Röhre durch eine Heizbatterie
zum Glühen gebracht wird, hat er die gleiche Lebensdauer wie bei einer normalen
Glühbirne. Fließt aber Anodenstrom über die Röhre, so wird er erhöht beansprucht
und verliert all, Lebensdauer. Deshalb ist es zur Erhaltung der Röhren notwendig,
den Anodenstrom immer nur möglichst kurzzeitig zuzuschalten.
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Das wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, .daß in der von der stromführenden
Oberleitung elektrisch betriebener Fahrzeuge oder von der stromführenden Leitung
der Batterie von Kraftfahrzeugen zum Druckknopfschalter geführten Leitung ein zeitlich
verzögertes Relais eingeschaltet ist, das den Zufluß des Mikrophonstroms und des
Anodenstroms zu den Verstärkerröhren nur für den Zeitraum der Ansage einer Haltestelle
oder ähnlich kurzer Mitteilungen herstellt. Der Fahrer hat also r;ur die Aufgabe,
das Mikrophon einzuschalten, so daß .die Anlage sprechbereit ist, worauf nach eirler
bestimmten Zeit das Mikrophon und damit gleichzeitig der Mikrophon- sowie der Anodenstrom
selbsttätig abgeschaltet werden.
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In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Schaltanordnung
für Lautsprecheranlagen in öffentlichen Verkehrsfahrzeugen (Straßenbahnwagen und
Autobussen) angegeben.
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Bei Inbetriebnahme eines Fahrzeugs wird der Schalter i betätigt, wodurch
der aus der Oberleitung :2 oder einer Batterie entnommene Heizstrom über eine Sicherung
3 und,- wenn erforderlich, einen Widerstand 4. den Röhren des Verstärkers 5 zugeführt
wird, die dadurch zum Glühen gebracht werden. Nunmehr ist die Anlage mit ihren Lautsprechern
26 sprechbereit. Zum Besprechen der Lautsprecheranlage bringt der Fahrer zunächst
einen Federdruckknopf auf seinen Schaltsitz 6 und stellt damit eine Verbindung mit
der Erdleitung 7 her, worauf er den Knopf eindrückt. Dadurch wird mittels der Leitung
8 ein Relais 9 erregt, so daß der Magnetstab io unter Freigabe der Kontaktfeder
i i, wodurch der Kontakt 12, 13 geschlossen wird, in die Höhe schnellt. Durch den:
Kontaktschluß wird das Schaltrelais 14. erregt, so daß .dessen Magnet 15 den Anker
16 anzieht und damit -den Kontakt 17, 18 und gleichzeitig den Kontakt i g, 2o schließt.
Durch den Kontakt 17, 18 wird der Anodenstromkreis, durch den Kontakt i9, 2o der
Mikrophonstromkreis geschlossen. Die Verstärkerröhren erhalten nun über die Tran
sformatorenwicklung 21 Anodenstrom und das Mikrophon 22 über den Mikrophontransformator
23 aus der Mikrophonbatterie 24. Mikrophonstrom. Nach dem Eindrücken des Druckknopfes
kann die Anlage besprochen werden. Der Fahrer läßt den Druckknopf sofort wieder
los, so daß er in seine Ruhestellung zurückfedert, wobei die Kontakte immer noch
eine bestimmte Zeit geschlossen bleiben, und zwar durch die Einschaltung einer Verzögerungseinrichtung
25. Diese .besteht z. B. aus einer mit dem Magnetstab in Verbindung stehenden Ölpumpe,
die den Stab nur langsam wieder in die Ruhestellung zurücksinken läßt, wobei er
am Sch.luß seiner Senkbewegung den Kontakt 12, 13 öffnet. Dadurch werden dann die
Kontakte 17, 18 und i9, 2o abgeschaltet, so daß die Anlage nunmehr bis zum nächsten
Eindrücken des Druckknopfes außer Betrieb ist.