DE74122C - Elektrisch beeinflufste Bremsvorrichtung - Google Patents

Elektrisch beeinflufste Bremsvorrichtung

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Publication number
DE74122C
DE74122C DENDAT74122D DE74122DA DE74122C DE 74122 C DE74122 C DE 74122C DE NDAT74122 D DENDAT74122 D DE NDAT74122D DE 74122D A DE74122D A DE 74122DA DE 74122 C DE74122 C DE 74122C
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DE
Germany
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lever
housing
spring
wire rope
brakes
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT74122D
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English (en)
Original Assignee
M. E. CAMPANY in Hamilton, County of Allegan, Staat of Michigan, V. St. A
Publication of DE74122C publication Critical patent/DE74122C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T7/00Brake-action initiating means
    • B60T7/12Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger
    • B60T7/128Self-acting brakes of different types for railway vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Elektrisch beeinflußte Bremsvorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. April 1893 ab.
Die vorliegende selbstthätige Wagenbremse ist so hergestellt, dafs sie, falls die Kuppelung der Wagen zufällig brechen und die Wagen von einander getrennt werden sollten, sbfort selbstthätig auf jeden Wagen durch die ihr innewohnende lebendige Kraft einwirkt.
Fig. ι der Zeichnung zeigt den Grundrifs einer solchen Bremse, theilweise im Schnitt, an einem Wagen, Fig. 2 die Seitenansicht einer Lokomotive und eines Wagens mit dieser Bremse, Fig. 3 einen waagrechten Schnitt durch das Gehäuse der die Bremsung einleitenden Federn, Fig. 4 eine andere Stellung der Federn des Gehäuses und Fig. 5 eine Abart der Gehäuse- bezw. Federanordnung.
Auf einer der Achsen 2 des Wagendrehgestelles "i ist der Reibungskegel 3 befestigt, und auf dem Lagerstück 6 ist der Hebel 8 drehbar, dessen einer Arm 9 gabelförmig ist und eine auf der Achse verschiebbare Hülse 5 umschliefst, mittelst welcher der auf der Achse lose drehbare Hohlkegel 4 an den Reibungskegel 3 herangedrückt wird, um mittelst Kette 10, Stange 11 und Hebels 12, Fig. 1, die Bremsbacken anzuziehen.
Die beiden isolirten Kupferdrähte 13 führen an dem Wagen vorbei. Ihre Enden sind zwischen den Wagen passend verbunden und die Drähte führen weiter nach der Lokomotive zu einer kleinen Dynamomaschine 15, die auf geeignete Weise betrieben wird. Von der Dynamomaschine führen die Drähte nach dem Stromschlufshebel 14, mittelst dessen der Strom vom Lokomotivführer in der gewöhnlichen Weise geschlossen und unterbrochen wird. Unter jedem Wagen laufen zwei isolirte Drähte 16 von den Hauptdrähten 13 nach einem verschlossenen Gehäuse 17, in welchem ein elektrischer Motor 21 sich befindet. Auf der Achse 2 ist zwischen dem festgekeilten Reibungskegel 3 und der Hülse 5 der Kuppelungshohlkegel 4 verschiebbar, der mit einem Rand ig versehen ist, welcher das Hineinfallen von Schmutz zwischen die Kegelflächen der beiden Kuppelungshülsen verhindert.
Auf dem als Kettentrommel ausgebildeten Theil des Hohlkegels 4 ist das eine Ende der Kette 10 befestigt, deren anderes Ende an die Stange 11 angreift, die, wie beschrieben, mit dem Bremshebel 12 Verbindung hat, durch welchen die Bremsschuhe gegen die Räder gezogen werden. Die Kette 22a am Ende der Stange 22, die, mit dem einen Arm des Hebels 8 verbunden ist, greift an die Triebwelle 2ia des Elektromotors 21 an.
Der Stromkreis ist für gewöhnlich geschlossen, wobei der elektrische Motor 21 die Stange 22 angezogen und den Hebel 8 derart eingestellt hält, dafs dessen Hülse 5 nicht gegen den losen Kuppelungshohlkegel 4 drückt.
Will der Lokomotivführer bremsen, so hat er nur mittelst des Handhebels 14 den Stromkreis zu unterbrechen, wodurch die Stange 22 vom Elektromotor 21 freigegeben wird, während eine Feder 23, die mit dem äufseren Ende des Hebels 8, der Stange 22 entgegengesetzt, durch Drahtseil oder Stange 26 verbunden ist, die Stange 22 nach entgegengesetzter Richtung zieht. Der Gabelarm 9 der Stange 8 verschiebt dabei den Kuppelungskegel 4 gegen den auf Achse 2 festsitzenden Kegel 3,so dafs sich der Kegel. 4 mitdreht,

Claims (1)

  1. und bei dieser Drehung windet sich die Bremskette io auf den Kegel 4 auf und Bremsung findet statt.
    Die Feder 23. kann in verschiedener Weise angeordnet sein; doch ordnet man sie zweckmäfsig in einem mit Endkappen versehenen cylindrischen Gehäuse 24 an. In dem Gehäuse 24 ist ein verschiebbarer Kolben 25 angebracht, an welchen nach Fig. 3 und 4 das Drahtseil 26 angreift, welches mit dem äufseren Ende des Hebels 8 verbunden ist, während an dem dem Hebel 8 entgegengesetzten Ende des Gehäuses 24 ein Drahtseil 27 angebracht ist, welches mit dem abgekröpften Ende eines Handhebels 28 in Verbindung steht. Das Gehäuse 24 wird zweckmäfsig in einem cylindrischen Gehäuse angeordnet, um die Feder 30 vor Schmutz zu schützen, welche schwächer als die Feder 23 ist und zwischen einer Endwand des Gehäuses 24 und einer Endwand des äufseren Gehäuses 29 liegt. Das äufsere Ende des Handhebels 28 kann in eine mit Einschnitten versehene Schiene 31 eingeklinkt werden, um den Hebel nach beiden Richtungen in Stellung zu halten.
    Das Ende des abgekröpften Handhebels 28 wird für gewöhnlich nach rechts liegend festgehalten, wobei der Hebel das Gehäuse 24 nach dieser Richtung gezogen und die Federn 23 und 30 zusammengedrückt hält (Fig. 3).
    Wenn nun der Stromkreis unterbrochen und der Hebel 8 vom Zug der Stange 22 befreit wird, so dehnt sich Feder 23 aus und verschiebt den Kolben 25 nach dem rechten Ende des in Stellung Fig. 3 befindlichen Cylinders 24.
    Es wird somit mittelst des Drahtseiles 26 das äufsere Ende des Hebels 8 angezogen und die Kuppelungshülse 4 gegen den festen Reibungskegel 3 geprefst," wodurch die Bremse zufolge Drehung der Fahrradachse 2 selbstthä'tig in Wirksamkeit tritt. Es ist aus Vorstehendem ersichtlich, dafs vermöge dieser Construction die Bremsen nicht nur auf den ganzen Zug einwirken, wenn der Lokomotivführer die Stromleitung unterbricht, sondern dafs auch, falls einer der Wagen sich vom übrigen TheiL des Zuges loskuppeln bezw. eine der Kuppelungen brechen sollte, die Feder 23 zu gleicher Zeit selbstthätig alle Wagen bremst, da in diesem Falle die Leitungsdrähte reifsen und die Elektromotoren der Wagen aufhören wurden zu wirken, so dafs die Stangen 22 freigegeben würden.
    Sollen die Bremsen gelöst werden, so wird der Handhebel 28 nach links gedreht (Fig. 4), wobei die Feder 30 das Gehäuse 24 nach links schiebt, das Drahtseil 26 lockert und den Druck des Hebels 8 auf den verschiebbaren Kuppelungskegel 4 aufhebt.
    Das Gehäuse 24 kann, wie Fig. 5 zeigt, in dem äufseren Gehäuse 29 auch so angeordnet werden, dafs das Drahtseil 26 an das linke Ende derselben angreift, während das Drahtseil 27 mit dem Kolben 25 verbunden ist. Die Feder 23 wirkt dann in derselben Weise auf den Hebel 8 und die Feder 30 kann in Wegfall kommen.
    Patenτ-An spruch:
    Eine elektrisch beeinflufste Bremsvorrichtung, bei der die Bremsbacken durch die von den kreisenden Laufachsen veranlafste Aufwickelung einer Kette oder dergleichen dann gegen die Räder geprefst werden, wenn durch Stromunterbrechung eine von einer elektrischen Treibmaschine gespannte Feder (23) freigegeben, die Windetrommel mit der Laufachse kuppelt, während die Lösung der Bremsen, also die Spannung der Feder 23, durch Einschaltung der Treibmaschine in den Stromkreis bewirkt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT74122D Elektrisch beeinflufste Bremsvorrichtung Expired - Lifetime DE74122C (de)

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DE (1) DE74122C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1084293B (de) * 1956-09-11 1960-06-30 Dunlop Rubber Co Bremseinrichtung fuer Schienenfahrzeuge
DE2711941A1 (de) * 1977-03-18 1978-09-21 Knorr Bremse Gmbh Haltebremse fuer schienenfahrzeuge

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DE1084293B (de) * 1956-09-11 1960-06-30 Dunlop Rubber Co Bremseinrichtung fuer Schienenfahrzeuge
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