DE743772C - Verwendung von Wanderanoden zur Erzeugung galvanischer UEberzuege auf Zahnersatzteilen im Munde - Google Patents

Verwendung von Wanderanoden zur Erzeugung galvanischer UEberzuege auf Zahnersatzteilen im Munde

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DE743772C
DE743772C DEW104977D DEW0104977D DE743772C DE 743772 C DE743772 C DE 743772C DE W104977 D DEW104977 D DE W104977D DE W0104977 D DEW0104977 D DE W0104977D DE 743772 C DE743772 C DE 743772C
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dental
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DEW104977D
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English (en)
Inventor
Hugo Fritzel
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DR TH WIELAND Firma
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DR TH WIELAND Firma
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C5/00Filling or capping teeth
    • A61C5/50Implements for filling root canals; Methods or instruments for medication of tooth nerve channels

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)

Description

  • Verwendung von Wanderanoden zur Erzeugung galvanischer Überzüge auf Zahnersatzteilen im Munde Die Erfindung etrifft die Verwendung einer das Bad enthaltenden Wanderanode zur Erzeugung Galvanischer Überzüge auf Zahnersatzteilen im Munde.
  • Die meisten in den letzten Jahren infolge der Goldknappheit gesuchten golidarmen oder gar goldfreien Legierungen zeigen den Nachteil, daß daraus hergestellte Zahnersatzstücke keine genügende Mund- und Farbbeständigkeit aufuneisen. Dies rührt von dem hohen Anteil an nicht genügend widerstandsfähigen Bestandteilen her.
  • Man hat diesen Mißständen dadurch abzuhelfen versucht, daß man gaIvanische Überzüge aus Gold, Platin, Palladium oder Rhodium auf den metallischen Teil der Zahnersatzstücke aufgebracht hat. Zu diesem Zweck benutzt man besonders auf die Bediirfnisse dler Zahntechnik ausgerichtete kleine Vergoldungsanlagen in Form der bekannten stationären Einrichtungen, nur mit wesentlich kleinerer Wanne usw., um wenigstens die Metallteile der aus dem Munde entfernbaren Prothesen vopn Zeit zu Zeit und auch der festen Prothesen vor deren Befestigung im Munde mit einem edlen Überzug versehen zu können.
  • Die mit diesen Anlagen gewonnenen Schutz.
  • Überzüge brachten aber keine wesentliche Besserung, was wohl darauf zurückzuführen ist, daß 1. die Festigkeit der mit Wannenbädern erzeugten Niederschläge sehr gering ist, 2. infolge dieser geringen Festigkeit und mangelhaften Dichtigkeit dieser Niederschläge bald unerfreuliche Abnutzungen dler letzteren und Verfärbungen der Prothesen eintreten und ferner 3. diesen Abnsutzungen und Verfärbungen bei festen Prothesen mit den bekannten stationären Anlagen keinerlei Abhilfe bereitet werden konnte und schließlich 4. die auch seit vielen Jahren schon mangels Gold benutzten weißlichen oder wenigstens hellen, z. B. in der Hauptsache aus Ag und Pd bestehenden Legierungen beim Publikum durchaus nicht beliebt sind und daher dringend einer Neufärbung nach Abnutzung des vor dem Einsetzen der Prothese angebrachten iberwgyes bedürfen.
  • Diese erwähnten Mißstände können dadurch behoben werden. daß man erfindungsgemäß eine das Bad enthaltende Wanderanode zur Erzeugung galvanischer Überzüge auf Zahnersatzteilen im Munde verwendet.
  • An sich sind zwar Hand- oder Wanderanoden zum Auftragen galvaischer Niederschläge bekannt, was aber, obwohl ein dringen des Bedürfnis zur Abhilfe der erwähnten Mißstände vorhanden war, keineswegs dazu verhalf, das Vorurteil, im Munde nicht galvanisieren zu können, zu überwinden.
  • Durch die Erfindung ist es möglich, jederzeit eine e S, chutzschicht auf den Zahnersatz teilen imerhalb des Mundes zu erzeugen, die sich infolge ihrer außerordentlich dichten und zähen Struktur wesentlich langsamer als gewöhnliche galvanisdie Überzüge abnutzt. Es können also Verfärbungen wieder beseitigt, durchtretende, unerwünschte Metall oberflächen wieder abgedeckt und auffallende Lotnähte frisch egalisiert werden.
  • Bei der Anwendung einer Wanderanode zum Veredeln von Zahnersatzteilen im Munde wird das zu behandelnde Werkstück durch einfache Berührung mit einem Drahtende, einem Metallgriffel oder Ansetzen einer Klammer als Kathode geschaltet und die Wanderanode, auf deren Metallanode ein poröses, nicht leitendesm, das galvanische Bad enthaltendes Polster aufgebracht ist, auf dem Werkstück reibend bewegt, bis die gewünschte Stärke und Verteilung des Überzuges erreicht ist.
  • Die weiteren Merkmale der AUsgestaltungen des Erfindungsgegenstandes sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der erfindungsgemäß zur Verwendung im Munde geeigneten Wanderanoden beispielsweise dargestellt, und zwart zeigt Abb. 1 die Ansicht einer von Hand auf einer dreigliedrigen Metallrücke bewegten Wanderanode mit ihrem Kathodengriffel und Abb. 2 die Ansicht einer in das Handstück einer zahnärztlichen Bohrmaschine eingesetzten Wanderanode, ebenfalls mit dem dazugehörigen Kathodengriffel, Die zur galvanischen Behandlung (Vergoldung, Palladierung) von Zahnersatzstükken erforderliche Apparatur besteht aus der elektrischen Batterie x (Taschenlampenbatterie), der Anodenzuleitung 2, der Kathodenableitung 3. dem ANodenhandgriff 4 bzw. 5, dem in diesem eingesetzten ANodenträger 6 bzw. 7, der Anodenkapsel S aus Isolierstoff, der zweckmäßig aus Platin hergestellten eigentlichen Anode 9, dem den Elektrolyten tragenden Watte- o.dgl. Polster 10, dem mit einer abgerundeten Ansetzspitze 11 versehenen Kathodengriffel 12 und dem Kathoden handgriff 13.
  • Beim zweiten,' Ausführungsbeispiel ist die ANodenzuleitung 2 mittels einer abnehmbaren Schelle 14 an das Handstück 5 einer zahnärztlichen Bohrmaschine angeschlossen, das in diesem Falle zugleich. den Handgriff für die Anode bildet, die mittels der biegsamen Weile 15 in gleicher Weise gedreht wird wie ein in das Handstück 5 eingesetzter Bohrer.
  • Der Anodenträger 7 ist im Gegensatz zu demwenigen 6 des ersten Ausführungsbeispiels nicht abgekröpft.
  • Die Verbindung der Anodenzu- Kathodenableitungen 2 und 3 mit den Handgriffen 5 bzm. I3 geschieht zweckmäßig mit Hilfe von Bananensteekern 16, die in Steckerbuchsenlöcher der Handgriffe 4 bzw. 13 eingesteckt werden.
  • Das Arbeiten geht so vor sich, daß die Spitze 1 1 des Kathodengriffeis 12 zwecks Stromableitung in leitende Berührung mit der Metallprothese 17 gebracht wird, worauf unter treibender Bewegung des Badpolsters 10 auf der Prothese 17 der Stromkreis über die Anode 9 und den Elektrolyten geschlossen und so der gewünschte galvanische Niederschlag auf dem Zahnersatzstück 17 erzielt wird.
  • Bei Wanderanoden der beschriebenen Art ist die Konstanz der physikalischen Arbeitshedingungen vorhanden. Die Anodenfläche des Badpolsters, begrenzt durch den nicht leitenden Anodenkapselrand ergibt eine stets gleich große, von der Prothesenform und größe unabhängige Kathodenfläche, die Festlegung des Abstandes zwischen Anode und Werkstück durch die Kapselhöhe bzw. durch die Kapsel-ulnd Polsterhöhe zusammen, einen stets gleichen Badwiderstand. Somit sind Spannung und Stromstärke, also auch die maßgebende Stromdichte, in bestmöglichen Maße selbsttätig konstant gehalten. Gleichzeitig wird durch die nicht leitende, den Abstand regelnde Kapsel jede Kurzschlußmöglichkeit mit Sicherheit vermileden, was vor allem bei dem schwierigen, raumbeengten Arbeiten im Munde auf andere Weise nicht zu erzielen ist. Außerdem begünstigt das plastisch-elastische Anschmiegen des aus Watte, Filz, Fasergewebe oder ähnlichen Werkstoffen bestehenden Badpolsters an die vielgestaltige Oberfläche des Zahnersatzstückes in hohem Maße die Konstanz der Abscheidungsbedingungen auch bei bewegter Anode und erlaubt gleichzeitig auch ein sicheres Überziehen von vertieften oder gar von Hohl. stellen sowie von Spitzen Ein weiterer Fortschritt, der durch die Verwendung einer Wanderanode im Munde erreicht wird, besteht darin, daß durch die leicht reibende Wirkung des Badpolsters alle die die Haftfestigkeit und Dichte der galvanischen Niederschläge nachteilig beeinflussenden Verunreinigungen sowie alle polarisiedenden Kathodenschichten und störenden Wasserstoffgasblasen entfernt werden und außerdem die Dicke der die Abscheidungsgeschwindigkeit vermindernden sog. Diffusionsschilcht verringert w ird, daß tatsächlich eine Steigertvng der Stromdichte um. ein Vielfaches des sonst üblichen Betrages möglich wird, ohne daß der Niederschlag hinsichtlich Güte und Oberflächen, glätte auch bei sehr langem Arbeiten nachteilig beeiinflußt wird.
  • Wird durch die leichte Reibung des Badpolsters auf dem Zahnersatzstück schon ein überraschender Effekt erzielt, so kann noch erfindungsgemäß durch Zusatz von Reinigungs- und/oder Polier- bzw. S Schleifmitteln, wie Schlämmkreide, Aluminium oxyd, Eislenoxyd o. dgl., zu der Badlösung oder umnsttelbar auf das Badpolster selbst eine gleichzeitig mit der Abscheidung einhergehende Verdichtung und Härtung des Nederschlages erzielt werden. Beim Gebrauch äußert sich dieser Vorteil durch eine sehr große Zähigkeit und Verschleißfestigkeit der so erzeugten Üblerzwe. Die Art des Polier- und/oder Schleifmittels richtet sich nach der Härte des abzuscheidenden Metalls. Auch erweist es sich als vorteilhaft, zur Erhöhung der verdichtenden Wirkung tein diichtes und festes Badpolster, z. B. aus Filz, zu verwenden und dessen geringe Leit- und Aufnahmefähigkeit für Badlösung durch Schaffung von unter der Oberfläche liegenden Kanälen oder anderen Hohlräumen zu erhöhen.
  • Eine weitere Steigerung der galvanischen Leistung und der verdichtenden Wirkung des reib enden Badpolsters wird erfindungsgiemäß dadurch erzielt, daß für Sonderfälle, insbesondere für das Galvansiieren größerer Flächen und zur Erzeugung dickerer Niederschläge, die Anodenbewegung anstatt von Hand durch eine mechanische Vorrichtung z. B. durch leine zahnärztliche Bohrmaschine, geschieht, in welche die entsprechend gebaute Wanderanode eingesetzt wird. Da hierbei eine wesentlich größere Badmenge erforderlich Ist, empfiehlt les eich, ein mit dem Badpolster in Verbindung stehendes Vorratsgefäß für Badlösung vorzusehen, das ein Nachgeben von Badflüssigkeit während des Arbeitens überflüssig macht.
  • Vorteilhaft unterstützt wird die galvanische Leistung der Wanderanode durch Verwendung von besonderen Bädern mit höherem als üblichtem Metallgehalt, wobei auch die Leitfähigkeit der Bäder durch Leitsalzzusätze entsprechend zu erhöhen ist. Durch diese Maßnahme wird es weiter möglich, einerseits mit besondiers hohen Stromdichten zu arbeiten und dadurch die Galvanisierung auch für Hochleistungsnie derschläge soviel wie möglich abzukürzen und anderseits das Badvolumen und damit das Kapselvolumen derart zu verkleinern, daß ein sicheres Arbeiten auch im engen Mundraum vor sich gehen kann. Die sichere Führung der Wanderanode in Verbindung mit der kleinen Oberfläche dies Badpolsters und dem vollständigen Seitenschutz durch die Einkapselung ergibt dien für das Arbeiten im Mund unerläßlichen, auf andere Weise nicht erreichbaren Vorteil daß auch bei lebhafter ANodenbewegung keinerlei Badlösung das Polster verläßt und ätzende Wirkungen auf das empfindliche Zahnfleisch oder verfärbende Wirkungen auf die Zähne selbst ausübt.
  • Auf die beschrichone Weise können am Zahnersatzstück sowohl Goldüberzüge mit etwas abgetönten Farben als auch Platin-, Palladiulm-und Rhodiumüberzüge mit gleicher Sicherheit unid in guter Ausführung erzeugt werden. Es steht auch niichts im Wege, Überzüge aus anderen Platinmetallen oder mundbeständigen Unedelmetallen nach diesem Verfahren zu erzeugen.
  • Natürlich kann nicht erwartet werden, daß selbst gute galvanische Überzüge eine unbeschränkte Lebensdauer besitzen; bei der Einfachheit und Billigkeit der Herstellung an sich, insbesoundere durch die Wiederherstellbarkeit ,im Munde selbst durch die erfindungsgemäße Anwendung dler Wanderanode ist diesem Mangel abgeholfen.
  • Um eine Kontrolle für den zum Arbeiten erforderlichen guten Strom schluß zu haben, kann ein Signalgerät, z.B. eine kleine Glühlampe, in den Stromkreis eingeschaltet werden. Während des Leuchtens der Glühlampe fließt der Badstrom in der richtigen Stärke.
  • Die Taschenlampenbatterie kann auch getrennt vom Wanderanodenstromkreis an eine Glühlampe angeschlossen seien, wobei die letztere aber nur zu Prüfungszwecken, die der Brauchbarkeit der Batterie gelten, angeschlossen wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verwendung einer das Bad enthaltenden Wanderanode zur Erzeugung galvanischer Überzüge auf Zahnersatzteilen im Munde.
  2. 2. Verwendung einer Wanderanode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch Drehen mittels einer mechanisehen Vorrichtung, z. B. einer Zahnbohrmaschine, reibend auf den Zahnersatzteilen bewegt wird.
  3. 3. Verwendung einer Wanderanode nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichner, daß dem Badpolster oder dem Elektrolyten ein für die Zahnersatzteile bestimmtes Reinigungs. Polier- oder Schleifmittel zu gesetzt wird.
  4. 4. Verwendung einer Wanderanode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. daß das das Zahnersatzstück rcibende Badpolster aus dichtem, festem Stoff. z.B. aus Filz, besteht und zur Erhöhung seiner Leit-und Aufnahmefähigkeit für die Badlösung zweckmäßig mit Kanälen oder anderen Hohlräument versehen ist.
  5. 5. Verwendung einer Wanderanode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Badolster durch ein Vorratsgefäß mit Badlösung speisbar ist.
  6. 6. Verwednung einer Wanderanode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Badflüssigkeit zwecks rascheren Arbeitens im engen, das Zahnersatzstück mehr oder weniger umschließenden Mundraum einen größeren als üblichen Metall und Leitsalzygehalt aufweist.
  7. 7. Verwendung einer Wanderanode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Signal- oder Meßgerät (Glühlampe) in den Stromkreis wäbrend des Arbeitens am Zahnersatzstück eingeschaltet ist.
    Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften.... Nr. 334 661, 480 117, 632527, 664 132. 673 190; französische Patentschrift r. 669 321; schweizerische . ... 172 083.
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