DE7437814U - Leichtplatte, insbesondere baustoffplatte - Google Patents

Leichtplatte, insbesondere baustoffplatte

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DE7437814U
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    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C2/00Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels
    • E04C2/02Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials
    • E04C2/26Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials composed of materials covered by two or more of groups E04C2/04, E04C2/08, E04C2/10 or of materials covered by one of these groups with a material not specified in one of the groups
    • E04C2/284Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials composed of materials covered by two or more of groups E04C2/04, E04C2/08, E04C2/10 or of materials covered by one of these groups with a material not specified in one of the groups at least one of the materials being insulating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Structural Engineering (AREA)
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Description

PATENTANWÄLTE
PROF. DR. DR. J- REITSTÖTTER
DR.-ING. WOUFRAM BUNTE DR. WERNER KINZEBACH
BAUERSTRASSE 22. O-βΟΟΟ MÜNCHEN AO ■ FERNBUF (Ο891 37 65 83 · TELEX 52IS2OB ISAB D POSTANSCHRIFT: POSTFACH 7βΟ. D-8000 MÜNCHEN 43
München, den 25.11.1977 M/15 564
Betr.: Gebrauchsmusteranmeldung G 74 37 814.4 ISOVOLTA ...
Leichtplatte, insbesondere Baustoffplatte
Die Neuerung betrifft eine, insbesondere als Baustoffplatte geeignete Leichcplatte, die weitgehend unbrennbar ist und gute Wärmedämmeigenschaften aufweist.
Unbrennbare Baustoffplatten bestehen in allgemeinen a:s anorganischen Materialien. Beispielsweise erhält man durch Vermengen von Blähmaterialien, wie Blähglimmer, mit Gips oder Zement, und eine entsprechende Formung nach dem Aushärten z.B. Platten, die als Leichtbauelemönte Verwendung finden. Der dabei für eine ausreichende Bindung der Blähmaterialien nötige, relativ hohe Einsatz an Binde- bzw. Zementierungsmitteln führt zu meist relativ langen Aushärtezeiten, bzw. zu Platten, die nur eine geringe thermische Isolationsfähigkeit aufweisen. Außerdem sind Baustoffplatten dieser Art meist schwierig bzw. nur unter starkem Werkstoffverschleiß zu bearbeiten.
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Es sind nun Baustoffplatten vorgeschlagen worden, zu deren Herstellung Blähglimmer mit einem zumindest zum Teil organischen Bindemittel, welches z.B. eine Phenol- bzw. eine Harnstoffharzkomponente aufweist, beleimt wird, eine Schüttung des so beleimten Blähglimmers zu einem Preßkuchen vorkomprimiert und dieser dann in einer beheizten Presse zur Leichtbauplatte verpreßt wird. Dabei kommt man mit einem relativ geringen Bindemitteleinsatz aus und erhält trotz der Verwendung dieser organischen Bindemittel eine unbrennbare Leichtbauplatte mit einem Raumgewicht von etwa 350 - 450 kg/m und sehr guten Wärmedämmeigenschaf ten. Die Festigkeit dieser Leichtbauplatten ist aber für viele Fälle ungenügend.
Der Neuerung liegt nun die Aufgabe zugrunde, als Bauplatten verwendbare Leichtplatten, die anorganische Blähmaterialien sowie Bindemittel enthalten, ein Raumgewicht von weniger als 600 kg/m sowie gute Wärmedämmeigenschaften aufweisen, darüber hinaus aber noch eine wesentlich höhere Festigkeit besitzen, als die genannten vorgeschlagenen Platten dieser Art, zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch eine Leichtplatte gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie mindestens drei aufeinanderfolgende Schichten aufweist, von denen jeweils neben dem Bindemittel die beiden äußeren Schichten zumindest überwiegend Blähglimmer und die innere Schicht zumindest überwiegend Perlit oder Bimsstein enthalten. Dabei kann das Bindemittel vorteilhaft ein duroplastisches Kunstharz und/oder ein anorganisches Bindemittel, insbesondere Wasserglas, enthalten.
Eine derartige Leichtplatte kann hergestellt werden, indem man ein Blähglirnmergranulat und ein Perlit- oder Bimssteingranulat jeweils mit einem Bindemittel beleimt, eine Schüttung in drei aufeinanderfolgenden Schichten herstellt, von denen die beiden^äußeren^Sc'nTcRTen^zluniniiest^übeiniiegerid aus"dem
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beleimten Blähglimmergranulat und die innere Schicht zumindest überwiegend aus dem beleimten Perlit- oder Bimssteingranulat gebildet werden, die Schüttung gegebenenfalls dann zu einem Preßkuchen vorkomprimiert und danach in einer beheizten Presse zu einer Platte verpreßt. Dabei erfolgt das Verpressen
2 vorteilhaft bei einem Druck von mindestens 5 kp/cm , vorzugs-
2
weise aber mindestens 8 kp/cm .
Es ist vorteilhaft, zur Beleimung der Blähmaterialgranulate diese unter Rühren mit dem Bindemittel zu besprühen. Als Bindemittel kann vorteilhaft ein duroplastisches, wasserlösliches Kunstharz oder ein anorganisches Bindemittel, insbesondere Wasserglas, eingesetzt werden.
! Dadurch, daß die drei Schichten der Schüttung gemeinsam zur ; Platte verpreßt werden, wird einerseits ein quasi-kontinuierlicher übergang zwischen den Plattenschichten erreicht, wodurch die Gefahr einer Trennung der Schichten unter Belastung völlig ausgeschaltet wird, und weil andererseits der Biähglimmer bei gleichem Druck eine wesentlich höhere Kompressibilität als der Perlit oder Bimsstein aufweist, haben die äußeren Schichten der Platte beim Verpressen auf vorteilhafte Weise eine wesentlich höhere Dichte als der Plattenkern.
Eine Leichtplatte gemäß der Neuerung, wie z.B. in der Zeichnung im Schnitt dargestellt ist, hat unter anderem folgende Vorteile:
Der Plattenkern (1), der aus komprimierten Perlit— oder ' Bimssteinkörnern besteht, ist im wesentlichen für die j erzielte Festigkeit der Leichtplatte maßgebend. Er hat J nur ein geringes Gewicht von z.B. 400 kg/m . Die zu beiden Seiten des Plattenkerns anschließenden Schichten (2) aus
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komprimierten und miteinander verleimten Glimmerkörnern (Vermiculit) geben der Platte eine nicht staubende und gut schleifbare Oberfläche, welche sich gut verkleben läßt.
Beispiel
Zur Herstellung eines beleimten Perlitgranulats und eines beleimten Blähglimmergranulats werden 100 Gew.-Teile Perlit einer Durchschnittskorngröße von 4 mm und einem Schüttgewicht von 120 g/Ltr. bzw. 100 Gew.-Teile Blähglimmer (Vermiculit) einer Durchschnittskorngröße von 2 mm und einem Schüttgewicht von 120 g/Ltr. gesondert jeweils mit 60 Gew.-Teilen Wasserglas (spez. Gew. 1,5 g/cm , Festkörpergehalt 50 %) in einem Mischer während 10 Minuten innig vermischt.
In eine zum Pressen von Platten geeignete Stahlpreßform wird zunächst eine Schüttung von ca. 1 cm ~tärke des beleimten Blähglimmergranulats eingebracht; darauf eine Schüttung von ca. 4 cm Stärke des beleimten Perlitgranulats und schließlich eine ca. 1 cm starke Deckschüttung des beleimten Blihglimmergranulats. Diese mehrlagige Schüttung wird in einer beheizten Presse bei einer Temperatur von 150 0C während einer Preßzeit von 15 Minuten auf eine Plattenstärke von
insgesamt 2 cm verpreßt, die Platte heiß entformt und danach
2 abgekühlt. Der erforderliche Preßdruck betrug 9 kp/cm .
Die so hergestellte Platte wies eine Dichte von 0,35 g/cm ,
eine Biegefestigkeit von 15-20 kp/cm sowie einen Schraubenauszugswiderstand von 90 - 100 N auf.
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Beispiel 2
Zur Verwendung gelangten ein auf dieselbe Weise wie nach Beispiel 1 hergestelltes Perlitgranulat bzw. Blähglimmergranulat. In eine Preßform wie nach Beispiel 1 wird nun eine ca. 1,4 cm starke Schüttung des beleimten Blähglimmergranulats, darauf eine Schüttung von ca. 5,2 cm Stärke des beleimten Perlitgranulats und schließlich eine 1,4 cm starke Deckschüttung des beleimter Blähglimmergranulats eingebracht. Diese mehrlagige Schütrung wird nun in einer beheizten Presse bei einer Temperatur von 150 0C während einer Preßzeit von 15 Minuten auf eine Plattenstärke von 2 cm, wozu ein Preß-
druck von 17 kp/cm erforderlich war, verpreßt, heiß ausgeformt und danach abgekühlt.
Die auf diese Weise hergestellte Platte wies eine Dichte von 0,50 g/cm , Eine Biegefestigkeit von 25 - 30 kp/cm sowie einen Schraubenauszugswiderstand von 150 - 160 N auf.
Beispiel 3
Bei diesem Beispiel wurde ein wie nach Beispiel 1 zubereitetes beleimtes Perlitgranulat verwendet, während zur ! Herstellung des beleimten Blähglimmergranulats nun 100 Gew.-Teile Blähglimmer (Vermiculit) - einer Qualität wie nach Beispiel 1 - mit 50 Gew.-Teilen eines wässrigen Phenolharzes mit einem Feststoffanteil von 50 % (z.B. das Harz "Hilamin" der österreichischen HIAG-Werke AG, Wien) während 10 Minuten innig vermischt werden.
In einer Preßform wie nach den Beispielen 1 und 2 wird nun eine ca. 1 cm starke Schütturg des phenolharzbeleimten Blähglimmergranulats, darauf eine Schüttung von ca. 4 cm
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Stärke des mit wasserglasbeleimten Perlitgranulats und schließlich eine 1 cm starke Deckschüttung ^s phenolharzbeleimtenBlähglimmergranulats eingebracht, die so hergestellte mehrlagige Schüttung in einer beheizten Presse bei einer Temperatur von 150 0C auf eine Plattenstärke von insgesamt 2 cm verpreßt, heiß ausgeformt und
2 abgekühlt. Der dabei erforderliche Preßdruck betrug 9 kp/cm
Die so hergestellte Platte wies ein spez. Gewicht von
3 2
0,35 g/cm , eine Biegefestigkeit von 15 kp/cm und ei; Schraubenauszugswiderstand von 80 - 90 N auf.
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Claims (1)

M/15 564 - 7 - Schutzansprüche
1. Leichtplatte, insbesondere Bauplatte, die ein anorganisches Blähmaterial und ein Bindemittel enthält, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens drei aufeinanderfolgende Schichten aufweist, von denen jeweils neben dem Bindemittel die beiden äußeren Schichten zumindest überwiegend Blähglimmer und die innere Schicht zumindest überwiegend Perlit oder Bimsstein enthalten.
2» Leichtplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel ein duroplastisches Kunstharz und/oder ein anorganisches Bindemittel, insbesondere Wasserglas, enthält.
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DE19747437814 1974-09-26 1974-11-13 Leichtplatte, insbesondere baustoffplatte Expired DE7437814U (de)

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AT334595B (de) 1976-01-25
DE2453761A1 (de) 1976-04-15

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