DE744351C - Druckausgleicher zum gleichzeitigen Pressen mehrerer Koerper aus Zuendsaetzen, Sprengstoffen, plastischen Massen o. dgl. - Google Patents
Druckausgleicher zum gleichzeitigen Pressen mehrerer Koerper aus Zuendsaetzen, Sprengstoffen, plastischen Massen o. dgl.Info
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Description
- Druckausgleicher zum gleichzeitigen Pressen mehrerer Körper aus Zündsätzen, Sprengstoffen, plastischen Massen o. dgl.
- Die Erfindung betrifft einen Druckausgleicher zum gleichzeitigen Pressen mehrerer Körper aus Zündsätzen, Sprengstoffen, plastischen Massen o.. dgl.
- Beim Pressen, Stanzen und Ziehen von Massenteilen ist es aus wirtschaftlichen Gründen iiblich, mehrere Werkzeuge in eine Maschine zusammenzufassen. In den meisten Fällen, besonders bei metallischen Werkstoffen, läßt man die Kraft der Presse unmittelbar über die Stempel auf die einzelnen Werkstücke übertragen. Sollen jedoch schüttbare Stoffe zu festen Teilen verpreßt werden, die homogen ausfallen sollen oder einen bestimmten Höchstdruck nicht überschreiten dürfen, so ist es erforderlich, alle Preßlinge dem gleichen Druck auszusetzen. Das gilt insbesondere für die plastischen Massen der Kunststoffe und vor allen Dingen für Sprengstoffe und Zündsätze. In diesen Fällen muß zwischen der Presse und den einzelnen Stempeln eine besondere Druckausgleichsvorrichtung vorgesehen werden, die bei Sprengstoffen u. dgl. gleichzeitig als Sicherheitsvorrichtung gegen Detonationen wirkt, wenn der Sprengstoff in der Preßform zufällig überdosiert werden sollte.
- Die bekannten mechanischen Druckausgleicher arbeiten mit Hebelgetrieben, die aber insofern nachteilig sind, als sie nur auf eine geringe Anzahl Preßstellen gleichzeitig einwirken können. Außerdem sind sie in der Herstellung teuer und im Betrieb sehr empfindlich.
- Pneumatische Druckausgleichsvorrichtullgen sind ebenfalls empfindlich, weil sie die Verwendung fest eingebauter Membranen voraussetzen, die starkem Verschleiß ausgesetzt sind.
- Die bekannten hydraulischen Druckausgleicher, bei welchen die Druckausgleichswirkung auf die Preßstempel durch Kolben erfolgt, die gegen ein Flüssigkeitspolster arbeiten, haben diese nachteile nicht, doch treten bei ihnen wieder andere Schwierigkeiten auf.
- Bei ihnen ist z. B. eine Leckölrückförderungsanlage für das austretende Öl unerläßlich, damit nach jedem Preßhub das Öl wieder in den Kompensator gepumpt werden kann.
- I)iese Rückförderungsanlage ist aber nur wirtschaftlich, wenn nicht nur der Druckausgleicher, sondern auch die Presse hydraulisch betrieben wird. Man hat auch schon vorgeschlagen, an einer mechanisch betätigten Presse einen mit Flüssigkeitspolste arbeitenden Druckausgleicher fest einzubauen, wobei das Flüssigkeitspolster in sich mit einem Akkumulator in Verbindung steht. Der Aufbau einer solchen Prese mit hydraulischem Druckausgleicher ist infolgedessen sehr umständlich und teuer.
- Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines von der jeweiligen Pressenbauart unabhängigen Druckausgleichers, der keiner zusätalichen Einrichtung, wie einer Leckflüssigkeitsanlage oder eines Akkumulators, bedarf und somit ein für sich selbständiges Maschinenelement derstellt.
- Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, das Flüssigkeitspolster in einem die Kolbenführung für die Preßstempel enthaltenden, allseitig abgedichtenten und in keinem Zusammenhang mit anderen hydraulischen Einrichtungen stehenden Gehäuse vorzusehen. Die hierdurch geschaffene Selbständigkeit bzw. Unabhängigkeit des Ausgleichers von der Presse und ihrer Einrichtung ermöglicht eine leichte Auswechselbarkeit und weitläufige Verwendung bei allen Pressenbanarten und für alle möglichen Massenpreßzwecke. Daß der Druckausgleicher ohne Leckölrückförderungseinrichtung benutzt werden kann, ist bedingt durch eine zweckmäßige Abdichtung der Kolheu. So werden die Kolben nach einem besonderen Merkmal der Erfindung durch dachförmige Manschetten abgedichtet, die entweder aus Leder oder aus Gummiasbest oder einem ähnlichen elastischen Werkstoff hergestellt werden können.
- Damit die Abmessungen des Druckgehäuses und der Befestigungsschrauben auch bei einer großen Anzahl von Preßstellen in erträglichen Grenzen gehalten werden köhnen. schlägt die Erfindung weiter vor, daß Kolbenplatte und Gehäusedeckel, die das Flüssigkeitspolster zwischen sich einschließen, nicht nur am Anfang sondern auch zwischen den Kolbenhohrungen gegeneinander abgediclltet und durch Schrauben miteinander befestigt sind. Alsdann werden sämtliche über den Kolben befindliche Räume durch zwiselien allen Befestigungsschrauhen verlaufende Kanäle miteinander verbunden. Diese Befestigungsweise ermöglicht eine rippenfreie Oberfläche, sofern auch die Befestigungsschrauhen als Zylinderschrauben mit Innensechskant im Deckel versenkt angeordnet werden.
- Die Schaffung einer glatten Deckeloherfläche erlaubt, daß der Druckausgleicher schnell unter den vorhandenen Pressenstempel gesetzt und ohne viel Mühe auf das entsprchende Preßwerkzeug eingestellt werden kann. zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung dargestellt.
- In den Abb. 1 und 2 ist ein zylindrischer Druckausgleicher mit sieben Preßstellen gezeigt, und zwar in Abb. I nach Schnittlinie C-D der Abb. 2 links im senkrechten Querschnitt und rechts in ansicht.
- Abb. 2 bildet in der rechten Hälte eine Draufsicht auf das Deckelgehäuse und in der linken Hälfte eine Draufsicht auf die Kolben gemäß Schnittliie A-B der Abb. I.
- In den Abb. 3 und 4 ist ein Älehrfachkompensator mit 25 Preßstellen in rechtechiger Gehäuseform dargestellt.
- Abb. 3 ist ein senkrechter Querschnitt nach der Schnittlinie G-H der Abb. 4.
- Abb. 4 bildet ähnlich wie l)l). 2 eine Draufsicht nach Schnittlinie E-F der Abb. 3 auf das Kolbengehäuse und auf den Deckel.
- Die nähere Ausbildung der Abdichtung geht aus je einem geschnittenen Kolben der Abb. 1 und 3 hervor.
- Der Druckausgleicher l/esteht aus der Kolbenplatte I und dem Gehäusedeckel 2. die durch die Schrauben 3 miteinander befestigt sind und durch den Dichtungsring 4 gegen die Fhüssigkeit 5 nach außen abgedichtet sind.
- In der Kolbenplatte 1 sind die Kolben 6 geführt, die in Richtung der Flüssigkeit 5 mit einem Gewindezapfen 7 versehen sind. übelden die manschetten 8 mit V-förmigem Querschnitt gestülpt sind. Diese werden an dem Gewindezapfen 7 7 mittels des Stützringes 9 und der Mutter 10 gehalten. Um den Kolbenhub zu begrenzen, ist in der Ausführung der Abb. 1 und 2 die Mutter 10 mit dem Kopf 11 vessehen, dessen Durchmesser größer ist als der Kolbendurchmesser und dadurch als Anschlag dienen kann. Die Befestigungsschraubern 3 sind rersenkt im Deckel 2 angeordnet und zu diesem Zweck als Zylinderschrauben mit dein Innenschskant 12 ausgeführt. Ferner wird dadurch eine glatte Deckeloberfläche erzielt.
- Bei einer größeren Anzahl von Preßstellen, z. B. 25 Preßstellen in dem Ausführungsbeispiel der Abb. 3 und 4, sind außer den Befestigungsschrauben 3 amUmfang des Druckausgleichers noch zwischen den Kolben 6 weitere Befestigungsschrauben I3 vorgesehen, die gegen die Flüssigkeit 5 durch die Ringe I4 abgedichtet sind. Zwischen ihnen verlaufen Kanäle 15, durch die der Druckausgleich zwischen den einzelnen Preßstellen stattfindet.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Druckausgleicher zum gleichzeitigen Pressen mehrerer Körper aus Zündsätzen, Sprengstoffen, plastischen Massen o. dgl., bei welchem die Druckausgleichwirking auf die Preßstempel durch Kolben erfolgt. die gegen ein Flüssigkeitspolster arbeiten. dadurch gekenuzeichnet, daß das Flüssigkeitspolste sich in einem die Kolbenführungen enthaltenden, allseitig abgedichteten und in keinem Zusammenhang mit anderen hydraulischen Einrichtungen stehenden Gehäuse befindet.
- 2. Druckausgleicher nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die 4bdichtung der Kolben durch dachförmige Manschetten (8) erfolgt.
- 3. Druckausgleicher nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Kolbenplatte und Gehäusedeckel, die das Flüssigkeitspolster zwischen sich einschließen, nicht nur am Umfang, sondern auch zwischen den Kolbenbohrungen gegeneinander abgedichtet und durch Schrauben miteinander befestigt sind.
- 4. Druckausgleicher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sämtlich über den Kolben befindlichen Räume (5) durch Kanäle (I5) miteinander verbunden sind.
- 5. Druckausgleicher nach den Xnsprüchen I bis, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer glatten Gehäuseoberfläche Zylinderschrauben mit Innensechskant im Deckel versenkt angeordnet sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DED85254D DE744351C (de) | 1941-06-12 | 1941-06-12 | Druckausgleicher zum gleichzeitigen Pressen mehrerer Koerper aus Zuendsaetzen, Sprengstoffen, plastischen Massen o. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DED85254D DE744351C (de) | 1941-06-12 | 1941-06-12 | Druckausgleicher zum gleichzeitigen Pressen mehrerer Koerper aus Zuendsaetzen, Sprengstoffen, plastischen Massen o. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE744351C true DE744351C (de) | 1944-01-14 |
Family
ID=7064233
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED85254D Expired DE744351C (de) | 1941-06-12 | 1941-06-12 | Druckausgleicher zum gleichzeitigen Pressen mehrerer Koerper aus Zuendsaetzen, Sprengstoffen, plastischen Massen o. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE744351C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2464131A1 (fr) * | 1979-08-31 | 1981-03-06 | Laeis Werke Ag | Machine a mouler sous pression, en particulier pour elements moules en ceramique |
| CN110002928A (zh) * | 2019-04-12 | 2019-07-12 | 中国工程物理研究院化工材料研究所 | 一种多通道自适应压力平衡的弹药压制成型工装 |
-
1941
- 1941-06-12 DE DED85254D patent/DE744351C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2464131A1 (fr) * | 1979-08-31 | 1981-03-06 | Laeis Werke Ag | Machine a mouler sous pression, en particulier pour elements moules en ceramique |
| CN110002928A (zh) * | 2019-04-12 | 2019-07-12 | 中国工程物理研究院化工材料研究所 | 一种多通道自适应压力平衡的弹药压制成型工装 |
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